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Sammlung im Kühlschrank

Gibt es eigentlich schon wissenschaftliche Ausarbeitungen aus den Kreisen angehender Psychologen, warum von Mitarbeitern genutzte Kühlschränke und andere Geräte augenscheinlich in jedem Betrieb so behandelt werden, wie sie behandelt werden?

Vor allem Kühlschränke, in denen man ja eigentlich Lebensmittel appetitlich aufbewahren möchte, gehören wohl zu den dreckigsten Plätzen überhaupt. Produktreste und Schimmel sind da an der Tagesordnung, ich würde dort keine Sachen von mir reinstellen. Dass man sowas beim Ausmisten, was wir dann doch ab und zu zur Chefsache machen, überhaupt finden muss, ist traurig. :-(


Banana!

Hmmmmmmm, lecker. :-O

Die noch guten Früchte hat die Kollegin aussortiert, alles was auch nur annähernd gammelig aussah ist so im Müll gelandet. Brr …

(Der Karton wurde übrigens so geliefert. Es ist also nicht so, dass die Bananen hier tagelang unbeachtet in einer Ecke standen und seelenruhig vor sich hin faulten.)


Gammel in der AHK-Steckdose

Sowohl an meinem Anhänger als auch am Fahrradträger hat die Beleuchtung nicht mehr richtig funktioniert. Eher sporadisch und mit viel Glück gingen die Lampen noch an. Am Fahrradträger wäre es kein großes Problem gewesen, da sieht man die Beleuchtung vom Auto notfalls noch. Den Anhänger, den ich nun für unsere Schutt-Aktion vor ein paar Tagen dringend brauchte, konnte ich so auf keinen Fall bewegen, denn da sieht man nichts mehr vom Zugfahrzeug.
Da beide die selben Symptome zeigten, tippte ich auf ein Problem in der Steckdose neben meiner Anhängerkupplung. Vielleicht hatte ein Kontakt mit einem dicken Eisklumpen im letzten Winter (also vor mehr als einem Jahr) doch einen Schaden verursacht …

Ich besorgte mir vorsorglich eine neue 13-polige Dose und hockte mich hinter den aufgebockten Benz. Der erste Gammel bremste meinen Tatendrang im Grunde schon, bevor ich überhaupt anfangen konnte. Die Schrauben waren so zerrostet, dass sich die Kreuzschlitz-Köpfe beim leichtesten Druck schon pulverisierten und ich die Schrauben nur noch rausbohren konnte. Im Inneren der Steckdose sah es nicht besser aus. Offenbar hatte ich bei der Kollision mit dem Eis das Gehäuse der Dose aufgerissen, so dass Feuchtigkeit eindringen konnte. An irgendeiner Stelle gab es einen Wackelkontakt; vermutlich in der Masse-Leitung, denn entweder funktionierte alles oder gar nichts.

Da mein Kabel noch ein bisschen Reserve hat(te), schnitt ich sämtliche Kabelenden ab, schliff die teilweise komplett schwarzen Litzen wieder blank und setzte neue Aderendhülsen drauf. Nachdem ich alles wieder zusammengebaut hatte, funktionierte alles wieder auf Anhieb. Ich bin froh, dass mir solche Arbeiten zum Glück recht leicht von der Hand gehen.

Festgeschraubt habe ich die Dose übrigens diesmal mit Edelstahl-Zylinderkopfschrauben, die mit einem Innensechskant versehen sind. Da sollte nichts mehr gammeln. :-)


Uff! :-o

Mir war in den letzten Tagen vor meiner Bürotür ein unangenehmer Geruch aufgefallen. So seltsam süßlich-gammelig, dieses typische "Mülltonnen-Aroma" eben. Da sind die Toiletten, Wäschesäcke, die Spinde der Mitarbeiter, mehrere Mülleimer – die Möglichkeiten für die Ursache waren vielfältig.

Hin und wieder schnupperte ich vor der Tür stehend, gab jedoch immer wieder auf. Der Geruch lag irgendwie diffus im Raum, Ines scherzte schon, dass in einem der Mitarbeiterschränke etwas vor sich hin gammelt. So schmerzfrei wird niemand sein, dachte ich mir, immerhin ist niemand für Wochen oder Monaten im Urlaub gewesen.

Nun reichte es mir und wir starteten die große Suche. So ein Aroma kommt nicht von einem vergessenen Apfel und auch nicht aus einer ungewaschenen Weste. Nach und nach öffneten wir kurzerhand jedes Fach, die meisten waren ohnehin leer, da viele Mitarbeiter nur ihre persönlichen Gegenstände während der Arbeitszeit dort ablegen und zum Feierabend wieder mitnehmen. Aus keinem der Schließfächer drang ein nennenswerter Geruch. Alle Westen und Jacken auf den Kleiderstangen rochen auch sauber bis maximal nur irgendwie getragen, aber nicht nach Gammel.

Schließlich hockte ich mich auf den Boden und betrachtete mal, was da auf den unteren Ablagen für die Schuhe noch so stand. Mit einem Griff hatte ich eine große Mehrweg-Tragetasche eines Mitbewerbers in der Hand. Ich schlug sie auf und es mich fast um.
Als wir sie in die Mülltonne warfen, fiel Ines eine handschriftliche Notiz auf: "Vergessener Einkauf, 25. März". Der Inhalt war nicht mehr zu identifizieren. Ein "Einkauf" war es gewissermaßen schon, nur nicht aus einem Supermarkt, sondern wahrscheinlich aus einem Imbiss / Restaurant. Unter einer dicken, grau-schimmeligen Masse (zum Glück in auch noch einmal in eine dünne Plastiktüte verpackt), waren noch die Reste einer Aluschale zu erkennen. Brrr. Sowas entsorgt man (auch wenn es einem in dem Moment vielleicht unangemessen vorkommt) im Zweifelsfall gleich, aber stellt es doch auf keinen Fall irgendwo zum Vergessen hier vor den Mitarbeiterraum. :-O

(Nein, kein hygienisches Problem für unsere Ware, kein sichtbarer Insektenbefall.)

Reklamation zwei Tage alter Erdbeeren

Bei einem Kollegen in der Spätschicht reklamierte ein Mann eine Schale Erdbeeren, die er "erst vor zwei Tagen" gekauft hatte und in der sich schon ganz viele gammelige Beeren befinden würden.

Ich zitieren an dieser Stelle mal das EDEKA-Expertenwissen: "Erdbeeren sind hochempfindliche Früchte, die sich nicht lange lagern lassen. Selbst im Kühlschrank bleiben die leckeren, aber sehr sensiblen Früchte nur etwa einen bis zwei Tage haltbar, bevor sie zu verderben beginnen. […] "

Es gab übrigens keine Gutschrift oder neue Ware. Selbst am nächsten Tag wäre eine Reklamation vermutlich in vielen Läden schon nicht mehr machbar gewesen, aber da hätten wir uns wohl sogar noch kulant gezeigt.

Die Paprika-Arschkarte

Uns hat es mal wieder selber getroffen. Und dabei war diese gelbe Paprika mal gar keine schrumpelige sondern stammte aus einer frischen Lieferung vom Vortag. Aber gut, reingucken kann in die Dinger niemand. Wenn das nun einem (zahlenden) Kunden passiert wäre, würden wir das aber selbstverständlich unkompliziert durch Gutschrift oder Umtausch regeln … So fliegt die Schote schulterzuckend in den Biomüll.


Clementinenumpackerei

Wir hatten eine komplette Kiste mit Clementinen-Netzen, bei der sich in JE-DEM Netz mindestens eine matschige Frucht befand. Woanders fliegt sowas in Bausch und Bogen in den Müll, bei uns hat sich eine Kollegin die Mühe gemacht, alles aus- und nach dem Sortieren und Säubern die noch gute Ware neu einzupacken. Da geht bei einem Discount-Artikel die Rechnung Aufwand zu Ersparnis nicht unbedingt auf, aber es geht nun mal auch darum, brauchbare Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten:


Die Qualitäts-Tomaten-Arschkarte

Uns hat es mal wieder privat erwischt … :-P

(Der Umstand, dass wir natürlich bevorzugt die nicht ganz einwandfreien Sachen herauspicken, forciert natürlich solche Missgriffe. Aber besser ist es, wir haben den Gammel mit nach Hause geschleppt, als dass das unseren Kunden passiert.)


Mini-Markt auf Kreta

Erstaunlicherweise haben wir selber keinen einzigen SPAR-Markt auf Kreta gesehen. Aber dafür gab es bei uns im Umkreis mehrere kleinere Läden, in denen sich Touristen wie Einheimische versorgt haben. Aus einem davon stammen diese Bilder. Eine Melone, die nicht nur matschig war (passiert), sondern fröhlich vor sich hin gärte und blubberte, eine Tiefkühltruhe, die so hoch gefüllt war, dass die Ware nicht nur aufgetaut, sondern schon warm war und ein Kühlregal, gegen das unser ältestes vor dem Umbau noch das reinste Luxusgerät war.

Aber an sowas stören sich nur die "gründlichen Deutschen", im Süden ist ein bisschen Anarchie im Alltag eben viel gewöhnlicher. :-)




Wein-Fass

Unser Weinfass hatten wir vor gut einem Jahr bei uns zur Halle gefahren und dort in einem Gebäudeteil abgestellt, der zwar vor Regen und Wind geschützt ist, aber dennoch eine hohe Luftfeuchtigkeit hat.

Das hatte ich damals leider so überhaupt nicht bedacht und nun ist unser schönes Fass überhaupt gar nicht mehr so schön: Die Metallteile haben Rost angesetzt, die Ringe haben sich gelöst und sind verrutscht oder ganz runtergefallen und die Holzoberfläche des Fasses trägt teilweise eine dünne graue Schimmelschicht. :-(

Mal gucken, was wir damit machen. Natürlich kann man das relativ problemlos wieder herrichten, ich denke auch, dass es früher oder später darauf hinauslaufen wird. Zum wegwerfen finde ich das Ding zu schade, zumal es nicht ganz günstig und bis jetzt überhaupt nur kurze Zeit hier im Laden im Einsatz war.


Squash Banana

Kann bei Bio-Bananen mal passieren. Hat aber schon echt einen Ekelfaktor, wenn rund 80% des Inhalts eines Banankartons (ihr seht auf dem Bild ja nur die schöne obere Lage) sich in schwarze Matsche verwandelt hat.

Asante sana!
Squash banana!
We we nugu,
mi mi apana!



Bodenwanne, 3,75m

Eine der Bodenwannen des großen Wandkühlregals. Ist schon erstaunlich, was sich da in knapp zwei Jahrzehnten im Verborgenen tut und an Schmutz und sonstigen Folgeerscheinungen ansammelt. Sowas könnte man auch grundreinigen, ist aber natürlich mit immensem Arbeitsaufwand verbunden. Ich vermute mal, dass das in der Praxis (fast) nie gemacht wird, denn wenn so ein Kühlmöbel so aussieht, ist es meistens schon so alt, dass es gegen ein moderneres und/oder effizienteres Gerät ausgetauscht wird. So, wie es jetzt auch bei mir hier der Fall ist …

(Und ja, zwischen all diesen Arbeiten laufen hier gerade auch Kunden herum. Mit vielen komme ich ins Gespräch und auch da ist, trotz der Umstände, eigentlich nur positive Kritik zu hören und vor allem ganz viel Glück und Erfolg für die kommende Woche. Ich bin wirklich gerührt.)


Rost und Gammel

So sieht es dann eben aus, wenn mehrere Jahrzehnte irgendwelche ausgelaufenen Produkte, allgemeiner Schmutz aus der Luft und natürlich unzählige Liter Kondenswasser durch die untere Wanne eines Kühlregals laufen. Mehr Details müsst ihr auf dem Foto nicht erkennen können. :-)


Gammelporree

Zu Hause beim Verarbeiten des Gemüses gemerkt, dass eine Porreestange unter der obersten Schicht schon eine große, faulige Stelle hatte. Gut, das ist ein Naturprodukt und das kann passieren und reingucken kann man da nun mal vorher nicht. Ärgerlich (im Moment), aber kann eben passieren.

Ich tröste mich in solchen Momenten immer damit, dass es auch einen Kunden hätte treffen können, der weniger Verständnis für sowas hat. Da "freut" man sich ja schon fast, selber sowas mitgenommen zu haben …