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Keine gelben Säcke ohne Ausweis?!

Anruf vom RMG, das ist die Firma, von der wir seit Anfang des Jahres die gelben Säcke bekommen.

Eine Kundin hätte sich beschwert, weil sie keine Säcke bei uns bekommen hätte, weil sie sich angeblich nicht hatte ausweisen können.

Ja, ich habe genauso blöde geguckt.

Nach einigem anfänglichen Hin und Her mit Coupons und irgendwelchen Codes verteilen wir die Rollen mit Wertstoffsäcken nämlich seit etlichen Wochen schon einfach so ohne jegliche Legitimation – und das wissen auch sämtliche meiner Mitarbeiter/innen an der Kasse.

Wer da jetzt evtl. was falsch verstanden hat, werden wir wohl nie herausfinden …

100 Euro, halbe-halbe!

Dieses Erlebnis hatten wir schon Anfang des Jahres. Inzwischen sind zwei weitere Ereignisse eingetreten, die einerseits die Sache per se (fast) unmöglich gemacht hätte, andererseits ist die Antwort auf die offene Frage inzwischen etwas leichter.

Ihr seid gerade komplett verwirrt? Lest selber:

Eine Stammkundin sprach mich an und erklärte, dass ihr bei einer Kartenzahlung genau 100 Euro zu viel abgebucht worden wären. Bei solchen Reklamationen bin ich immer skeptisch, da wir Kartenzahlungen grundsätzlich und ausschließlich mit PIN-Eingabe akzeptieren. Keine Zahlung kann also ohne explizite Bestätigung durch den Kunden erfolgen. (Hat sich inzwischen erledigt, da die ec-Geräte an die neuen Kassen angebunden sind und der Betrag überhaupt nicht mehr manuell übertragen werden muss. Das war das erste der oben erwähnten beiden Ereignisse.)

Die Frau hatte ihren Kassenbon dabei: 5,15€ waren zu bezahlen, aber 105,15 Euro wurden ihr vom Konto abgebucht. Mal kurz ein paar Fakten dazu sammeln:

· Der Betrag muss explizit inklusive PIN-Eingabe quittiert werden. (Ein Punkt für uns.)
· Ein missglückter Zahlendreher könnte für die mittlere Fünf verantwortlich gewesen sein. (Ein Punkt für die Kundin.)
· Die Kundin holt nach allgemeiner Meinung mehrerer Kollegen nie Bargeld. (Ein weiterer Punkt für die Kundin.)
· An dem Tag hatte die betroffene Kassiererin keine nennenswerte Kassendifferenz. (Ein Punkt für uns.)

Damit steht es genau plusminus Null. Und nun? Im Zweifel für den Angeklagten? Nee, irgendwie nicht. Ich wollte ihr nicht einfach 100 Euro schenken. Aber sie andererseits auch nicht eventuell um ihre Kohle bringen. Wir einigten uns darauf, dass ich ihr 50 Euro gebe und wir es dabei belassen. Ich hatte aber dennoch ein schlechtes Gefühl dabei – allerdings nicht, weil ich meine eigene Ehrlichkeit anzweifelte, sondern die der Kundin.

Einige Zeit später passierte dann das hier.

Jetzt könnte man argumentieren, dass sich die beiden nur wiederholen wollten, was ihnen (tatsächlich oder auch nur ihrer Meinung nach) zustand. Mich bekräftigt das eher in meiner Meinung, dass ich denen schon die 50 Euro nicht hätte geben sollen, denn inzwischen würde ich unterschreiben, dass sie mit der anfangs erwähnten "Reklamation" versucht haben, sich (parallel zu dem beim 5,15€-Bezahlvorgang ausgezahlten Geld) weitere 100 Euro zu ergaunern.

Naja, der Drops ist ja nun ohnehin längst gelutscht …

Komische Reklamation über die SPAR / NL

Good afternooon,

I purchased an O2 rechargeable card at a Spar supermarket in Gastfeldstrasse 29-33 in Bremen, Germany. This purchase was made the [Datum/Uhrzeit]. I paid 15 euros with a credit card.

It's been a little over a week and I still have not been able to activate it. This is very urgent because I need to have a working phone for calls and messages as soon as possible. I went to an O2 shop and they told me to ask Spar directly how to activate it.
Diese E-Mail hatte vor einigen Wochen eine Kundin an die SPAR in den Niederlanden geschickt. Da diese damit nichts anfangen konnte, wurde die Mail an eine Abteilung der Edeka weitergeleitet, mit der ich bislang auch noch nie zu tun hatte und die eigentlich für die Abholgroßmärkte zuständig ist, die sie dann schließlich zu mir weiterleitete.

An die Adresse der Frau sendete ich eine E-Mail. Was genau ihr Problem war, ließ sich aus ihrer ursprünglichen Nachricht an die SPAR nun leider überhaupt nicht erkennen. Machte sie nur einen Eingabefehler? Hat sie gar keine O2-Karte? Hat sie die falsche Nummer eingegeben? Sollte die Aufladenummer tatsächlich ungültig sein? Ich hatte keine Ahnung. Also schrieb ich ihr eine ganz allgemein gehaltene Mail mit einer kleinen Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und dem Hinweis, dass es einfacher gewesen wäre, wenn sie sich direkt an mich gewandt hätte. Dann übermittelte ich ihr erneut die Aufladenummer mitsamt Anleitung für die Guthabenaufladung und den Hinweis, dass sie, sollte das damit nun nicht klappen, sich direkt an O2 wenden muss, auch wenn ihr dort im Shop zunächst wohl etwas anderes gesagt wurde.

Entgegen meiner Bitte folgte natürlich keine Rückmeldung, wie die Sache nun ausgegangen ist. Das passiert sehr häufig und sowas finde ich immer schade. Da machen die Leute erst eine große Welle, man macht sich selber alle Mühe, um das mögliche Problem aus der Welt zu schaffen – und dann hört man nichts mehr, weder weiterführende Kritik noch einen Dank.

Rauschen im 20-Sekunden-Takt

Der erst rund 1,5 Jahre alte Spülkasten auf unserer Herrentoilette hat 'ne Macke. Irgendwie klemmt die Glocke, mit welcher normalerweise der Ablauf geschlossen wird, und erledigt darum Ihren Job nicht mehr ganz so optimal.

Das Wasser läuft langsam aus dem Kasten und alle paar Sekunden strömt frisches Wasser nach. Mal gucken, was die Firma dazu sagt, die das Ding damals angebaut hat.

SIE prägen das MHD

Sie hatte einen Käse für etwas unter einem Euro gekauft. Das Produkt hat ihr allerdings nicht geschmeckt und soll viel zu trocken gewesen sein. Da sie das Haltbarkeitsdatum nicht gefunden hat, kam sie zurück in den Laden, um das Produkt zu reklamieren. Die angebrochene oder leere Verpackung ließ sie dabei allerdings zu Hause.

Dann nahm sie hier aus dem Regal ein Produkt der selben Sorte und hielt es einem meiner Mitarbeiter unter die Nase. Ob er das MHD lesen könne, wollte sie von ihm wissen. Er konnte zwar, stimmte ihr allerdings zu, dass das relativ klein gedruckt sei und damit auch nicht besonders optimal zu lesen wäre.

"Warum tun Sie das?", wandte sie sich an einen anderen Kollegen.

"Was?", wollte dieser wissen.

"Dass das so schlecht zu lesen ist!"

Das machen nicht wir, das macht der Käsehersteller."

"Ja, aber wenn das so schlecht zu lesen ist, dann müssen Sie das doch reklamieren!"

Nein, müssen wir nicht.

Weißes Pferd auf Apfelmus

Eine Kundin reklamierte ein Glas Apfelmus, das sie bei uns gekauft hatte. Der Inhalt war stark verschimmelt, was wohl auf eine kleine Beschädigung im Deckel zurückzuführen ist. Die Stelle sieht nach einem Sturzschaden aus, wodurch das Glas Luft gezogen hat.

"Ich will kein neues, ist schon okay so. Kann ja passieren."

Da es sich dabei um ein relativ teures Bio-Apfelmus handelte, und wir das einfach nicht mit unserem Gewissen vereinbaren konnten, schlug mein Mitarbeiter folgendes vor: "Ich drücke Ihnen dann ein Zwangsglas auf."

War dann auch okay für die Kundin. :-)

Keinen neuen Schlüsselschrank

Der Händler hat mich eben angerufen und mir mitgeteilt, dass der Hersteller aufgrund der inzwischen vergangenen Zeit nicht gewillt ist, den Schlüsselschrank zu ersetzen oder zu reparieren.

Wäre natürlich nett gewesen. Ich hätte das Ding damals auch einfach selber einmal auf Herz und Nieren checken können. In meiner Neugierde hatte ich den Schrank zwar ausgepackt und begutachtet, aber da war mir der Transportschaden dennoch nicht aufgefallen.

Ich reg mich doch nicht auf, zumal die Kiste ja nun auch kein Vermögen gekostet hat. Da schnappe ich mir gleich einen Metallbohrer und zwei (oder vier, mal gucken) kleine Schrauben und richte die Scharniere wieder selber.

Wäre ja schlimm, wenn das blogbare Material ausgehen würde. :-D

Schlüsselschraaaaahhh!!!

Um mich mal etwas von der ganze Elektrobastelei abzulenken, habe ich mir vorhin mal den vor rund 1,5 Jahre (oha, so lange schon wieder …) gekauften Schlüsselschrank geschnappt, der seit dem auf meinem Regal im (alten) Büro stand und wollte ihn montieren.

Weil das Ding schwer ist, habe ich ihn mit Hilfe von ein paar leeren Getränkekisten gestützt uns ausgerichtet:



Da habe ich mich zum ersten Mal näher mit dem Ding beschäftigt, denn außer einem ersten Foto habe ich ihn noch nicht weiter begutachtet. Hat zwar ein paar Lackabschürfungen an der Vorderseite, aber damit konnte ich leben. Was allerdings deutlich problematischer als diese Abschürfungen ist, könnt ihr auf dem folgenden Foto sehen:



Offenbar ist der Schrank irgendwann mal (beim Hersteller, Händler oder beim Transport, was am wahrscheinlichsten ist) heruntergefallen. Dadurch sind zwei Scharniere, welche eine der inneren Klappen halten, losgerissen. Dadurch lässt sich der Schrank leider überhaupt nicht mehr richtig schließen, zumindest nur mit Gewalt, wenn man die den Scharnieren gegenüberliegende Seite nach außen drückt.

Habe den Händler mal angeschrieben und auch schon eine Rückmeldung bekommen. Obwohl das nun schon so lange her ist, werde ich wohl einen neuen Schlüsselschrank bekommen. Das wäre natürlich sehr erfreulich! :-)

Telefonstreich oder ernst gemeint?

Eine Anruferin wollte sich beschweren, weil sie bei SPAR auf Mallorca ein abgelaufenes Produkt gekauft hatte. Mein Mitarbeiter, der den Anruf entgegengenommen hatte, erklärte ihr nett und ruhig, dass wir dafür nicht zuständig sind und generell überhaupt nichts mit irgendeinem SPAR-Markt auf den Balearen zu tun hätten.

Wir blieben kopfkratzend zurück und einigten uns darauf, dass das nur ein Telefonstreich gewesen sein kann. Aber ich würde zugegebenermaßen auch nicht generell ausschließen, dass das von der Frau nicht doch ernst gemeint war. Dafür haben wir schon zu viele merkwürdige Dinge erlebt in all den Jahren…

Wachs (bei uns zu Hause)

Fas-zi-nie-rend!

Kaum bloggt man darüber, weil einem Kunden sowas passiert ist, zündet man zu Hause eine Kerze der selben Marke an und saut sich seinen eigenen Kerzenständer, in diesem Fall ein Windlicht aus Glas und Metall, mit Wachs voll.

Im Gegensatz zu dem Kunden hätte ich da aber, auch wenn ich nur ein gewöhnlich zahlender Kunde gewesen wäre, keine große Welle draus gemacht. Hätte das Windlicht wieder irgendwie gereinigt und die Kerzen einfach nicht wieder gekauft und maximal noch im Laden auf die bescheidene Qualität der Kerze hingewiesen…


Wachs

Durch einen möglicherweise schief eingezogenen oder beschädigten Docht oder vielleicht auch leichten Zug oder eine Wärmequelle am Aufstellungsort hat sich eine der Kerzen in einem Holzkerzenständer eines Kunden nicht in Rauch aufgelöst, sondern ist auseinandergelaufen und auf dem Kerzenständer zu einem großen Wachsklumpen zusammengeschmolzen. In meiner Vorstellung vom Leben mit all seinen Risiken gehören Wachsflecken auf einem Kerzenständer durchaus zu einer möglichen Folge des Gebrauchs.

Nicht so im Universum dieses Kunden, der am liebsten Schadenersatz für das "zerstörte" Holzteil haben möchte.

Für solche Leute gibt es in Wohnmobilen wohl auch den Hinweis, dass man während der Fahrt nicht zum Kaffee kochen nach hinten gehen darf…

Heizlüfter

Eine Kundin hatte einen kleinen Heizlüfter bei uns gekauft, brachte das Gerät aber wieder zurück, weil es "Funken sprühen" (Zitat der Kollegin, die den Fall bearbeitete) würde. Sowas wird erst mal diskussionsfrei gelöst.

Etwas später hatte ich endlich die Motivation dazu, mir das Gerät mal anzusehen. Funken sprühte er nun nicht gerade. Aber die Halterung vom Lüftermotor war irgendwie lose, so dass der Propeller am Gehäuse kratze. Mal mehr und mal weniger. Das Problem war, dass das Kratzen sogar so viel mehr werden konnte, dass der Motor ganz stehen blieb, was aber die Heizspirale dahinter herzlich wenig beeindruckte und sie hellrot glühen ließ. Das war mir dann doch zu heiß (buchstäblich sogar…) und es brauchte keine weiteren Diskussionen oder Experimente.

Kabel abgeschnitten, Gerät in die Tonne.

Ware von Tchibo

Eine Frau rief an und wollte sich erkundigen, ob das mit ihrem Umtausch der Tchibo-Artikel auch wirklich klappen würde, auch wenn sie keinen Kassenbon hätte. Ihre Tochter hatte sich da letzte Woche wohl schon erkundigt und da wurde ihr gesagt, dass das kein Problem sein soll.

"Warum wollen Sie die Ware denn zurückgeben, was ist denn damit?", fragte ich sie einfach mal und war im Geiste noch bei Kaffee und gebe zu, dass ich im Eifer des Gefechts an Eduscho gedacht habe. Die Anruferin erklärte mir, dass die Sachen dem Mann ihrer Tochter doch nicht so ganz zusagen würden. Wer kauft denn Kaffee auf gut Glück in solchen Mengen? Ich war nicht nur irritiert, sondern regelrecht misstrauisch geworden. Um welchen Artikel es sich denn genau handelt, wollte ich noch wissen.

Schlafanzug, Sweatshirt, Tischdecke und einen kleinen Spiegel…

Dazu möchte ich anmerken, dass wir hier nicht einen Artikel von Tchibo im Sortiment haben, weder Kaffee noch Nonfood. Trotz aller hartnäckigen Bemühungen der Anruferin blieb es logischerweise bei einem Nein.