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Mittwoch: Betonwerksteinlieferung

Zwischendurch hat noch die Spedition angerufen: Am Mittwoch werden die vier Paletten Betonwerksteine bei mir an der Halle angeliefert. Das entspricht gut vier Tonnen Baumaterial. Der Wermutstropfen an der Sache ist, dass wir die Steine je nach Bedarf wieder umpacken und in die Neustadt fahren müssen.

Aber wo hätte ich die Dinger hier noch lagern sollen?

Unbekannte Telefonnummer

Das Telefon klingelte, eine mir unbekannte Festnetznummer aus Bremen war dran. Da ich keine Lust hatte, ans Telefon zu gehen (einer meiner Mitarbeiter hat auch immer ein Telefon in der Nähe), aber dennoch neugierig war, hackte ich die Nummer schnell bei Google rein und als erstes Suchergebnis wurde eine Seite angezeigt, die auch auf Zeitarbeitsfirmen verwies.

Mittlerweile kam mein Kollege mit dem Telefon ins Büro und ich rief ihm, ohne irgendeinen Bericht über das Anliegen des Anrufers abzuwarten, zu, dass ich kein Interesse hätte. Das sagte er der Anruferin auch und beendete das Gespräch.

Hinterher stellte sich heraus, dass das eine Bewerberin war, von der ich auch schon die schriftlichen Unterlagen vorliegen hatte, und die gerade bei einer Firma im Büro saß, die nicht Zeitarbeit, sondern Bewerbungstrainings anbietet – und eben alles was sonst so mit dem Thema Bewerbungen zu hat.

Ich rief die Nummer zurück und es ließ sich auch herausfinden, wer da nun genau angerufen und sich nach dem aktuellen Stand des Auswahlverfahrens erkundigt hatte.

Termin hier im Markt ist vereinbart.

SPAR(-Kasse)

Das Telefon klingelte. Ich meldete mich und eine Frau plapperte direkt drauf los:
Ja, hallo, Frau Meiermüllerschulz hier. Ich hatte doch meine ec-Karte sperren lassen, weil ich doch mein ganzes Portemonnaie verloren hatte. Das ist aber wieder da und somit auch meine Karte.
"Jaaaaaa?", sagte ich reichlich irritiert.

Nach einer kleinen Pause antwortete sie mir, dass die Kartensperrung nun wieder aufgehoben werden könne.

Ich ahnte, dass sie sich verwählt hatte: "Sie sind hier gerade im SPAR-Markt gelandet. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie versuchen wollten, die Sparkasse zu erreichen."

"Ach, ohh… Entschuldigung."

Kein Problem. :-)

Rechnung und SEPA

Bei einem kleineren Lieferanten hatte ich ein paar spezielle Bonrollen bestellt. Da ich keine Lust hatte, meine komplette Bankverbindung einzutragen, kreuzte ich "Zahlunsweise: Rechnung" an.

Nun rief ein Mitarbeiter des Lieferanten an und klärte mich darüber auf, dass sie doch von mir schon ein SEPA-Mandat vorliegen hätten und dass ich bei Bankeinzug auch noch zwei Prozent Skonto bekommen würde.

Na, wenn das so ist: Fröhlicher Bankeinzug.

Die Bedeutung von "Notfall"

In der Nacht von Samstag auf Sonntag klingelte um 0:42 Uhr mein Handy. Da die Nummer an mehreren Immobilien als Notfallnummer angegeben ist und ich ohnehin noch wach war, ging ich ran:
"Harste!"

Hallo, ich stehe hier vor SPAR."

"Ja, und?"

"Ist zu."

"Ja, der Laden hat nur bis zwölf Uhr auf."

"Ich brauche aber noch was."

"Da steht 'im Nofall'!"

"Ich brauch noch was zu Essen."

"Notfall ist, wenn brennt. Nicht, wenn hunger!"

"Achso." – und legte auf.
Oh, Leute…

Vorschlag eines Kollegen: Häng doch den kleinen Hinweis wieder an die Tür. Der war ja ganz spaßig, hätte diesen Mann aber mit ziemlicher Sicherheit nicht von seinem Anruf abgehalten…

Losgeplappert

Das Telefon klingelte und ich meldete mich wie gewohnt. Die Stimme einer offenbar älteren Frau ertönte und ließ mir im Grunde keine Zeit, um noch einmal verbal dazwischenzugrätschen:
Guten Tag, hier ist Frau Meiermüllerschulz. Ich würde gerne eine Bestellung aufgeben. Und zwar brauche ich zwei Stangen Porree, vier süßsaure Äpfel, einen Beutel Kart…
"HAAAAALT!", unterbrach ich sie.

Sie ruft jetzt morgen noch einmal an. Dann ist auch mein Bote wieder hier, der im Idealfall, der er die Sachen auch zusammensuchen muss, die Bestellungen selber aufschreibt. Für den Fall, dass sie wieder im selben Tempo ihre Liste runterrattert, sollte er noch schnell einen Steno-Kurs besuchen. :-D

Wie lange..?

Man kann die Uhr danach stellen: Wenn an einem kurzen Verkaufstag (also eigentlich ja nur Heiligabend oder Silvester) das Telefon klingelt, dann ist es mit fast hundertprozentiger Sicherheit ein Kunde, der wissen möchte, wie lange wir geöffnet haben. :-)

Frage Öffnungszeiten

Das Telefon klingelte. Auf dem Display wurde eine mir nicht bekannte Handynummer angezeigt. Noch während es klingelte, sagte ich zu Ines: "Ich wette, dass das ein Kunde ist, der wissen möchte, wie lange wir heute geöffnet haben.

Ich ging ran: "SPAR-Markt Harste, guten Tag."

Eine männliche Stimme reagierte darauf: "Ja, hallo, mein Name ist Müllermeierschulz. Wie lange haben Sie heute wohl geöffnet?"

Ich lass mich zum Hellseher umschulen. :-D

Uuuuuhohh

Oh, gerade schon der zweite Anruf der Polizei innerhalb einer Woche mit der Bitte, doch die gebrannten CDs mit den Videoaufzeichnungen unterschiedlicher Ladendiebstähle einzuschicken, damit die Sache an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden kann.

Ist halt momentan etwas stressig in der Firma, dazu kommt, dass das alles Diebstähle von geringwertigen Sachen waren, die ohnehin relativ folgenlos für die Täter bleiben werden. Da hat das bei mir im Kopf nicht die größte Priorität.

Luxusproblem Weihnachtsgeschäft. :-P

Ware von Tchibo

Eine Frau rief an und wollte sich erkundigen, ob das mit ihrem Umtausch der Tchibo-Artikel auch wirklich klappen würde, auch wenn sie keinen Kassenbon hätte. Ihre Tochter hatte sich da letzte Woche wohl schon erkundigt und da wurde ihr gesagt, dass das kein Problem sein soll.

"Warum wollen Sie die Ware denn zurückgeben, was ist denn damit?", fragte ich sie einfach mal und war im Geiste noch bei Kaffee und gebe zu, dass ich im Eifer des Gefechts an Eduscho gedacht habe. Die Anruferin erklärte mir, dass die Sachen dem Mann ihrer Tochter doch nicht so ganz zusagen würden. Wer kauft denn Kaffee auf gut Glück in solchen Mengen? Ich war nicht nur irritiert, sondern regelrecht misstrauisch geworden. Um welchen Artikel es sich denn genau handelt, wollte ich noch wissen.

Schlafanzug, Sweatshirt, Tischdecke und einen kleinen Spiegel…

Dazu möchte ich anmerken, dass wir hier nicht einen Artikel von Tchibo im Sortiment haben, weder Kaffee noch Nonfood. Trotz aller hartnäckigen Bemühungen der Anruferin blieb es logischerweise bei einem Nein.

Schüchternes Küken

Ich rief bei einem Lieferanten an. Eine ganz dünne, schüchterne weibliche Stimme meldete sich. Nachdem ich mein Anliegen vorgetragen hatte, versicherte sie mir, das aufzuschreiben und weiterzugeben – und ergänzte noch: "Ich bin die Auszubildende und habe gestern erst angefangen."

Oha. Und dann schon ganz alleine im großen Büro. :-)