Skip to content

Cashrecycling an der Kasse (Gespräch mit Außendienst)

Inzwischen hatte ich ein recht interessantes Gespräch mit einem Mitarbeiter der Firma, welche die von der EDEKA eingesetzten Cash-Recycling-Systeme herstellt.

Ich wäre durchaus bereit, das Geld probeweise zumindest für erst mal ein System, also für eine Kasse, zu investieren. Erweiterungen und Spielarten gäbe es zwar mehrere, aber das wäre ein Anfang und dann könnte man Erfahrungen mit so einer Anlage sammeln und ggf. später den Rest umrüsten.

So viel zur Theorie.

In der Praxis könnte es nämlich sehr gut sein, dass wir diese nicht ganz kleinen Geräte überhaupt nicht in den gerade mal 1,5 Jahre alten Kassentisch integrieren können. Oder möglicherweise nur mit einem erheblichen Umbau desselben, was dann wiederum vermutlich mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist und mit Pech auch noch ganz bescheiden aussieht. Aber das klären wir nun erst mal mit dem Hersteller des Tisches.

Noch mal ein Trickbetrüger

Es war ein anderer Trickbetrüger als in diesem Video – die Masche war jedoch im Grunde die selbe:

Er kaufte einen Alibi-Artikel, dann folgte die Frage, ob er fünfzehn 10-Euro-Scheine in drei 50er gewechselt bekommen kann. Die genannte Anzahl an Banknoten stimmt beim Nachzählen nicht (diesmal war es erstaunlicherweise sogar einer mehr als es sein sollten, also 16 Stück) und als der "erstaunte" Mann die Scheine zurückbekam, um sie selber nachzählen zu können, ließ er mit einer blitzschnellen Handbewegung einen Großteil des Geldes verschwinden. Wirklich blitzschnell, man kann es auf dem Video nur erahnen, dass er einen Haufen Banknoten in seiner linken Jackentasche versenkt.

Wir wollen hier nicht dogmatisch das Geldwechseln verbieten und so sind alle Mitarbeiter entsprechend geschult und passen auf. So auch in diesem Fall. Als die Kollegin das Geld nachzählen wollte, schnappte sich der Typ das Bündel und verließ den Laden mit den Worten, dass er jetzt keine Zeit mehr hätte …


Kiffertreffen

Aufgeschnappt von einem Kollegen an der Kasse:

Da Fußball im Fernsehen lief, war (vermutlich nicht nur bei uns) im Laden relativ wenig los. Ein etwas verlebt aussehender junger Mann betrat mit einer Sporttasche das Geschäft. Sein sonstiger Habitus signalisierte mir, dass er vermutlich außer Darts oder Billiard keinen sonderlich anstrengenden Sport triebe.

Er brauchte relativ lange, um seine Waren in seiner mitgebrachten Tasche zusammenzusuchen. Dabei verhielt sich der Mann maximal auffällig, zumal er sich immer wieder nervös umsah, kam aber schließlich doch an die Kasse. Während ich ihn selber abkassierte, sagte ich höflich, während ich auf die Tasche zeigte, in der sich Sekunden vorher noch unsere Waren befanden: "Stichprobenartig muss ich da leider einmal hineinschauen." (Immerhin waren da unsere Sachen drin, die Geschichte mit den verbotenen Taschenkontrollen hatte er also selber ausgehebelt.)

Er entgegnete extrem leise, dass ihm das gar nicht recht wäre. "Dann muss das leider erst recht sein! Also bitte. Ansonsten müsste ich nämlich die Polizei rufen und das von denen klären lassen. Wenn du ehrlich bist und da nichts mehr von uns drin ist, ist doch alles gut."

Er schaute sich etwas nervös um, durch seine Verzögerung war inzwischen eine kleine Kassenschlange entstanden. Er öffnete die Tasche, das große Fach, aus dem er den Einkauf ausgepackt hatte, war leer, bis auf den kleinen Teil seines Einkaufs, den er da bereits wieder hineingeräumt hatte – und ein Päckchen Gras. Die Menge war schwer abzuschätzen, lag aber definitiv weit über dem, was einer alleine an einem Abend wegrauchen könnte.

Ich schmunzelte: "Dufte!"

Er wurde ganz verlegen: "Hmmm …"

Offensichtlich kam er vom Dorf, er rechnete wohl damit, dass ich böse würde oder sonstwas. Die Menschen in der Kassenschlange hinter ihm hatten mittlerweile auch mitbekommen, was da in der Tasche war und äußerten "Aaaahs" und "Oooohs", und der Herr direkt hinter ihm warf ihm schließlich sogar noch eine Visitenkarte zu "Fallste mal nicht weisst, wohin damit!".

"Das klärt bitte draußen", warf ich in die Runde. Der mit dem Gras packte ein und ging, während der Mann hinter ihm ein Päckchen lange Blättchen kaufte und ihm eilig folgte.

Endlos langer Infotext

Normalerweise biete ich hier nur ec-Cash und Kreditkartenzahlung an. Lastschrift / ELV gibt es bei mir nur in ganz seltenen Ausnahmen, die technische Gründe haben. Da das wirklich nicht häufig passiert, war mir bislang auch noch nie der Infotext aufgefallen, der offenbar in solchen Fällen mit ausgedruckt wird. Über dem Unterschriftenfeld befanden sich noch ca. 20 cm Bon mit Infos zum Thema SEPA-Lastschriftmandat, Rücklastschrift und Datenschutz. Uff …

Das hat sich vermutlich ohnehin noch nie ein Kunde durchgelesen. :-P


CashInfinity Cashrecycling

Ich überlege, bei uns ein System zum Cash Recycling an den Kassen zu installieren. Finanziell (kleiner fünfstelliger Betrag pro Kasse) wäre das machbar, die Frage ist vor allem, ob das bei uns vom Platz her umzusetzen ist. Immerhin bräuchten wir an jeder Kasse jeweils ein Gerät für Münzen und ein Gerät für Banknoten, zusammen rund ein halber Quadratmeter Stellfläche. Das ist zwar nicht weltbewegend viel, aber wer die Platzverhältnisse hier kennt, wird nachvollziehen können, dass das durchaus ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist.

Mein Wunsch ist da, technisch wäre das auch zu machen und ob es passt, werden wir demnächst mal mit einem Mitarbeiter unserer IT-Abteilung klären – und dann mal gucken, wie es mit dem Thema weitergehen kann. :-)

Was haltet ihr von solchen Automaten?

Hier mal das Promo-Video des Herstellers, damit ihr wisst, wovon ich rede:


Frage zu Selbstscanner-Kassen

Norbert hatte ein paar Fragen zum Thema Selbstscanner-Kassen an mich:

Wie stehst Du als Marktbetreiber zu Selbstscanner-Kassen? Völlig unrealistisch in einem Problemviertel? Eigenartige Auslagerung der Arbeit an den Kunden? Tolle Lösung?
In einem Problemviertel (was wir hier übrigens nicht sind), würde ich vermutlich keine Kassen zum selber Scannen installieren. Das Geld kann man dann wohl direkt aus dem Fenster werfen. Bei uns hier wären solche Kassen wohl tatsächlich eine interessante Alternative, jedoch ist es hier im Markt bekanntlich mit dem Platz etwas beschwerlich, denn ich würde nicht auf die gewohnte Ausstattung an herkömmlichen Kassenplätzen verzichten wollen. Wir haben hier ganz sicherlich viele Kunden, die das Angebot von Selbstbedienungskassen bestimmt gerne nutzen und dabei auch nicht betrügen würden.

Sicherlich wird mit solchen Kassen Arbeit an die Kunden abgeschoben. Aber unter Umständen, und da kann ich gerade nur für mich selber sprechen, ist das dennoch angenehm: Die beiden Geschäfte hier in Bremen, bei denen solche Kassen installiert sind und die ich benutze, sind der Hornbach-Baumarkt (relativ oft) und das nervige schwedische Möbelhaus (versuche ich zu vermeiden). In beiden Märkten hat man meistens nicht sehr viele Artikel und die SB-Kassen sind auch meistens so frei, dass man sofort einen freien Platz findet. Artikel scannen, Karte durchziehen, fertig. Daraus folgt: Während die einen noch überlegen, an welcher Schlange sie sich am besten anstellen sollen, bin ich meistens schon wieder auf dem Weg aus dem Laden.

Bei uns wäre das bestimmt nicht ganz so einfach, denn es gibt unglaublich viel zu beachten. Manche Artikel müssen über Artikelnummern erfasst werden (Backwaren, Gemüse, Kleinsthersteller ohne Strichcodes), wir haben reduzierte Artikel, Pfand und noch viele andere Kleinigkeiten, die bei uns in einem wirklich umfangreichen Kassentraining vermittelt werden. Ich denke, dass wir so oft eingreifen müssten, dass wir auch gleich bei der herkömmlichen Kassenlösung bleiben können.

Eurocheckerstift

Irgendjemand hat aus eigenem Antrieb einen Stift gekauft (oder aus dem eigenen privaten Bestand gespendet), um die Echtheit von Geldscheinen überprüfen zu können. Ich habe dazu niemanden genötigt, ich schwöre. Hier in meiner Firma muss nun wirklich keiner die Arbeitsmaterialien selber kaufen. :-P


Zwei Arschlöcher mit Kleinkind

Zwei Typen mit Kinderwagen kamen an die Kasse, in deren Nähe ich mich auch gerade befand. Es ergab sich, dass dem kleinen Jungen eine Flasche Wasser herunterfiel und mit der Schutzkappe für den Trinkverschluss auf den Boden prallte. Die Kappe platzte ab, die Flasche und der Inhalt blieben ansonsten unversehrt.

Option 1: Das Wasser sollte gleich getrunken werden und wird anstandlos bezahlt. Immerhin war es mehr oder weniger selber verursacht (wenngleich der Kleine natürlich nichts dafür kann), dass die Flasche beschädigt wurde.

Chance vertan.

Option 2: Freundliche Frage beim Personal, ob man die Flasche gegen eine mit heilem Deckel umtauschen dürfe, da sie eben nicht gleich getrunken werden soll. Das hätten wir natürlich gemacht. Aber:

Chance vertan.

Option 3: Die Flasche kommentarlos in ein Regal stellen und nach freundlicher Ansprache wie eine Rakete an die Decke gehen, laut werden, noch lauter werden, Begriffe wie Arschloch und schlimmer verwenden, davon reden, dass der Gegenüber (also ich) nicht in der Lage wäre, die eigene Frau zu "fi …" und erst mal "fi … lernen" sollte, bevor er Leute wie Ihn fi … wollte (Zitat!) und so weiter. Zwei Kollegen standen noch kopfschüttelnd daneben und haben entsetzt diesen unglaublichen Hasstiraden zugehört, die mit einer kaum zu fassenden Aggressivität in meine Richtung geschmettert wurden. Ich wollte ihm noch ein "du Sohn deiner Mutter" (was vermutlich der Wahrheit entspricht) hinterherrufen, aber dann hätten die wohl gleich ein Messer gezogen.

Die Konsequenz war, dass die beiden Typen hier von mir rausgeworfen wurden und ein Hausverbot bekommen haben. Mit sowas muss ich mich hier bestimmt nicht herumärgern, aber schon gar nicht persönlich beleidigen lassen.

Neue Kamera an der Kasse

Seit gestern haben wir auch an der Kasse zwei neue Kameras. Endlich können wir Geldscheine nicht nur an der Farbe unterscheiden ("der leuchtet pink" (10 €), "der leuchtet braun" (50 €)), sondern können sogar die Beschriftung der Scheine erkennen und sogar schon in Maßen einzelne Münzen unterscheiden

Wenn jetzt mal wieder versehentlich (oder durchaus auch mit betrügerischer Absicht mutwillig) jemand behauptet, eine größere Banknote gegeben zu haben, als meine Mitarbeiter/innen eingegeben hat, lässt sich das ab sofort zweifelsfrei herausfinden.

(Im Original natürlich wieder mal deutlich bessere Qualität als das kleine Bild hier im Blog aus dem Screenshot heraus mit Jpeg-Kompression verunstaltet.)


Fehlende 40 Euro

Ein Kunde rief an, weil er 40 Euro Wechselgeld vermisste, die sich eigentlich nach dem Einkauf bei uns in seinem Portemonnaie befinden sollten.

Da sich niemand mehr an den Fall vom Vorvorabend erinnern konnte, sahen wir uns die Videoaufzeichnung an. Der Mann bezahlte seinen kleineren Einkauf mit einem 50-Euro-Schein und mein Mitarbeiter hat das Wechselgeld offenbar auch korrekt herausgegeben: Zwei Banknoten und etwas Kleingeld fanden ihren Platz auf dem Wechselgeldteller des Kassentisches, der Kunde nahm aber nur Kleingeld und steckte es ein. Ob er die Scheine übersehen oder später in ein anderes Fach einstecken wollte und dann vergessen hat, weiß ich nicht. Aber als er ging, lagen sie dort noch und die hat sich dann der nächste Kunde (absichtlich oder versehentlich werden wir wohl nie herausfinden) mit eingesteckt.

Das ist dann wohl persönliches Pech.

Noch mehr neue Kameras

Ende Juni hatten wir nicht nur die Kamera in der Gemüseabteilung angebraucht, sondern auch noch eine zu den Spirituosen und eine weitere, die den gesamten "Wartebereich" vor der Kasse im Blick hat. Damit sind die wichtigsten Stellen erst mal über die neuen Full-HD-Kameras einsehbar, der Rest kommt jetzt so nach und nach, damit wir endlich den alten Rekorder außer Betrieb nehmen können.




Eimer voll Kleingeld

An einem Wochenende vor unserem Urlaub war ich im Markt in Findorff und dort fiel mir an der Kasse dieser "kleine" Behälter mit etwas Kleingeld auf. Irritiert fragte ich die Marktleitung, was das denn für eine kuriose Sammlung sei. Ich hatte mit allem gerechnet (intern so genannte Abrundungsbeträge aus den Kassen (also das, was immer unter 5 Euro als Kleingeld abfällt) oder eine etwas aus dem Ruder gelaufene Schwarz Trinkgeldkasse. Aber, nein, nichts von all dem. Das ist gesammeltes Kleingeld von einem Imbiss in der Nähe, der davon immer zu viel (und wir meistens zu wenig) hat und uns die "zum nach und nach einwechseln" im Vertrauen überlassen hat. Damit hätte ich nun im Gegensatz zu den vorher genannten Optionen eher nicht gerechnet. :-)


Bongrollen

Eine Kollegin hat aufgeschrieben, was akut an der Kasse fehlt. Auf diesen Listen werden gewöhnlich Dinge notiert, die direkt an der Kasse verkauft oder für die tägliche Arbeit benötigt werden. Tabakwaren, Blättchen und natürlich Bongrollen, um mal bei den Raucherwaren zu bleiben. :-D


Anekdote 3 (03.08.2019)

(Drei kleine Anekdoten, die Gregor vor und während meines Urlaubs gesammelt hat.)

Die Bastarde

Zwei junge Frauen mit mehreren Kleinkindern nähern sich der Kasse. Die Kinder liefen aufgedreht durch die Gegend und erschwerten ein zügiges Beladen des Kassenbandes. Die eine Frau, hübsch und geschminkt, verräumte den Einkauf, die andere, mit Kopftuch und etwas schlichter gekleidet, zahlte.

Die Kinder liefen und johlten weiter herum. Mir wäre es egal gewesen, aber ein bisschen peinlich berührt war ich von der Ansprache der einen Frau: "Alda, könnt ihr kleinen Affen mal aus dem Weg? - Ihr nervigen Bastarde!"

Bastarde? Als wenn es jemanden etwas angehen würde (oder sich dafür interessieren würde), ob diese Zwerge einst unehelich gezeugt wurden …

Anekdote 1 (03.08.2019)

(Drei kleine Anekdoten, die Gregor vor und während meines Urlaubs gesammelt hat.)

Der Kunde, der duzte aber nicht geduzt werden wollte.

Mit Kunde 1 war ich namentlich bekannt und virtuell befreundet. Und so sprach ich ihn mit seinem Nickname an, während er seine Waren in Rucksack und Tasche umschichtete. Und duzte ihn. Abgesehen von der Tatsache, dass wir uns kennen: Der Laden ist in Norddeutschland. Es ist nicht auszuschließen, dass ich den auch vorher noch nie gesiezt habe
.
Kunde 2 entgegnete auf mein "Moin": "Ich will nicht, dass du mich duzt!".

OK, kein Problem, dachte ich und scannte seinen Einkauf.

Kunde 1 hatte das gehört und trat nahe an Kunde 2 heran, tippte ihm auf die Brust. "Du willst nicht, dass der dich duzt?"

Kunde 2: "Ja, genau."

Kunde 1: "Merkst Du noch was?"

Kunde 2: "Nee, wieso?"

Greg: Teilt ohne Verb die Zahllast mit …