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Spackeliges Annahmewerk

Ich glaube, das Annahmewerk in unserem b500 ist seit Anfang an im Einsatz, also inzwischen schon über zwei Jahre. Im Gegensatz zu den Dingern, die im alten UniCycle verbaut waren, hält das hier tatsächlich, was mir Herr Trautwein versprochen hatte: Die neuen Annahmewerke sind deutlich unempfindlicher, zumal ihnen auch eine wesentliche mechanische Komponente aus den alten Einheiten fehlt. Ich bin nicht sicher, ob dieses nun wirklich zwei Jahre alt ist oder zwischendurch mal gereinigt oder sogar getauscht wurde, aber erinnern könnte ich mich an so einen Eingriff nicht!

Wie auch immer: In letzter Zeit hakelte das Annahmewerk doch irgendwie vor sich hin. Die Walzen klemmten, es lief alles nicht mehr so richtig rund und so guckte sich der Techniker die ganze Einheit mal näher an, vor allem von innen natürlich. Erstaunlich, was sich ein so einem Leergutautomaten im Laufe der Zeit ansammelt: Getränkereste, Staub, Fusseln, Haare, Kunststoffteilchen und vermutlich noch vieles mehr, was sich da in dieser grauen Masse versteckt. Dass das Ding so nicht mehr richtig funktioniert hat, wird wohl jedem einleuchten. :-)


Grenzüberschreitendes Leergut

Ein Kunde stand vor dem Leergutautomaten und hatte unter anderem zwei Glas-Einwegflaschen (mit DPG-Symbol), die unsere "Traudl" natürlich verweigerte. Wir verkaufen zwar Einwegverpackungen, aber eben nur Dosen und PET-Flaschen. Warum man Glasflaschen als Einwegflaschen produzieren muss, erschließt sich mir ohnehin nicht, da es (zumindest für Getränke) ja ganz hervorragende Mehrwegsysteme gibt.

Mein Mitarbeiter bot ihm an, diese beiden Flaschen gegen Erstattung von acht Cent (statt eigentlich 25) pro Flasche anzunehmen. Nicht, weil wir uns damit bereichern wollen, sondern wirklich nur als Angebot an die Kunden, damit diese ihre Flaschen nicht wieder mitschleppen müssen und auch nicht ganz leer ausgehen. Wir bringen die Flaschen dann nämlich nicht zu einem Laden, wo wir sie (gegen 25 Cent) loswerden können, sondern stopfen sie einfach in die Mehrwegkisten rein, über die wir dann selber natürlich ebenfalls nur 0,08€ erstattet bekommen.

Der Kunde wusste es aber besser: "Sie verkaufen doch auch Einweg, dann müssen Sie ja auch alles annehmen."

"Nein, müssen wir nicht", erklärte ich ihm.

"Aber das gilt doch grenzüberschreitend?"

Okay, ich weiß natürlich, wie er das gemeint hatte. Aber Korinthen kann ich auch kacken, sogar dickere: "Nein, das Pfandsystem ist nur innerhalb Deutschlands gültig."

"Ich meinte, wenn ein Geschäft Getränke in Flaschen mit diesem Zeichen verkauft, dann ist der Laden auch verpflichtet, alles mit diesem Zeichen zurückzunehmen."

"Nein, das ist nicht richtig. Das ist nicht abhängig vom Zeichen, sondern von dem Material, aus dem eine Verpackung besteht. Wer Dosen verkauft, muss Dosen zurücknehmen, wer Plastikflaschen verkauft, muss Plastikflaschen zurücknehmen und Glasflaschen brauchen nur die Läden zurückzunehmen, die Glasflaschen verkaufen. Und genau das tun wir hier nicht." (*)

Der Kunde murmelte noch was von "ob das so richtig ist" und der Tonfall suggerierte mir, dass er der Meinung war, dass ich ihm Quatsch erzählt und gegen geltendes Recht verstoßen hätte.

Tut mir Leid, ich bin eben ein bisschen dumm.

(*) Unter einer bestimmten Ladengröße gilt sogar das nicht mehr. Dann brauchen nur noch die leeren Gebinde von Sorten angenommen zu werden, die man selber verkauft. Aber über dieser Größe liegen wir hier deutlich drüber.

Zweiter neuer Cruncher

Nachdem der Leergutautomat erst Anfang des Jahres einen neuen Cruncher bekommen hatte und von diesem sogar zwei Mal die Kupplung defekt war, hatten wir Mitte September schon prophylaktisch erneut einen neuen Cruncher bekommen.

Der hat nun endlich den Weg in den Automaten gefunden und nun wartet die alte Einheit darauf, von der Spedition abgeholt und "nach Hause" gebracht zu werden:


22 Öttis

Es war mal wieder Zeit, Oettinger-Leergut wegzubringen. Es hatten sich insgesamt 22 Kisten angesammelt (Knapp eine pro Monat, das geht eigentlich…) und wie immer bin ich kurzerhand zu einem "Hol-Ab"-Markt damit gefahren. Da gab es aber die große Überraschung: Die haben mittlerweile Oettinger aus dem Sortiment genommen und nehmen folglich das Leergut auch nicht mehr an, da Oettinger eine eigene Logistik betreibt. Das selbe Problem wie bei mir…

Und nun? Haben wir eben kurzerhand bei einem Real-Komma-Strich-Markt den Leergutautomaten mit den blauen Kisten vollgedrückt. :-)


What the..?

Eine Kundin und ein Kunde, sie unterhielten sich untereinander auf Plattdeutsch Englisch, fütterten den Leergutautomaten mit unterschiedlichen Flaschen und Kisten, darunter unter anderem zwei leere Rahmen ohne Flaschen. Ab und zu meldete das Gerät den einen oder anderen Fehler.

Gregor erläuterte, dass der Automat durcheinander käme, wenn man gleichzeitig Kisten und Flaschen eingeben würde, und "Traudl" dann entweder die Kiste oder die Flasche falsch oder gar nicht erst berechnen würde.
Der Mann verstand die (auf Deutsch gesprochene) Info wohl nicht und wandte sich an seine Partnerin: "What was he saying?". Sie antwortete: "Motherfuckin' machine don't like double penetration."

Eine weitere geschlossene Bildungslücke beim Kollegen.

Freddis Flaschenrampe

Was ihr hier seht, ist der sogenannte "Aufrichter". Eine mechanische Vorrichtung, in der die Mehrwegflaschen (im Bild von rechts kommend) einzeln auf den Flaschentisch gestellt werden. Dies geschieht über eine Rutsche, die in einem Drehkreuz endet, das sich nach jeder Flasche um eine Viertelumdrehung weiterdreht. Warum da in diesem Fall gleich drei Flaschen drinsteckten, wodurch sich überhaupt nichts mehr drehte, kann ich leider auch nicht erklären…


Geliefert: Neuer Cruncher

Der neue Cruncher wurde heute geliefert. Dann ist in den den nächsten Tagen zwangsläufig natürlich wieder eine (mehrstündige) Einbau-Aktion notwendig.




In diesen Stunden werden wir das Leergut wieder manuell annehmen, Mehrweg wie Einweg. Und danach darf sich wieder mal ein Mitarbeiter (oder mehrere, den Job übernimmt ja immer derjenige, der gerade nichts Wichtiges zu tun hat) stun-den-lang vor den Automaten stellen und den Inhalt dieser (wirklich großen) Säcke mit Dosen und Einwegflaschen durch den Automaten schieben.


Neuer Cruncher im selben Jahr

Erst im Januar wurde der Cruncher unseres b500 getauscht. Damals auf meine Kosten, da das Teil nicht im Wartungsvertrag beinhaltet ist. Nun ist der Cruncher wieder stumpf. Warum, weiß niemand, auch der Techniker nicht. Auf jeden Fall könnte das für den erhöhten Verschleiß der Kupplung verantwortlich sein

In den nächsten Tagen wird hier ein neuer Cruncher eingebaut, aber diesmal nicht auf meine Rechnung. ;-)

Aufkleber auf dem Automaten

Irgendein Depp hatte gestern im Laufe des Abends einen Aufkleber auf die Front unseres b500 gepappt. Natürlich so ein Papierteil, das man nur in Fetzen herunterbekommt. Da das eine Kunststoffoberfläche ist, mussten wir etwas behutsam vorgehen – aber nun ist alles wieder hübsch.


Fröhöliches Schreheddern

Die Kupplung des b500 ist getauscht, wir können wieder Vollgas geben. Ist auch notwendig, denn was sich in wenigen Tagen durch (teilweise) händische Annahme hier ansammelt, ist schon beachtlich.

Da darf sich später oder morgen oder so wie es die Zeit zulässt irgendwann noch in den nächsten Tagen einer meiner Mitarbeiter wieder stundenlang vor die Maschine stellen und "schreddern", wie wir den Prozess des Einweggebinde-säckeweise-durch-den-Automaten-schiebens hier nennen…


LgAtm im Schonbetrieb

Bei der "OP" hatte der Techniker unseren Automaten zwar so gut es geht repariert, aber ohne passende Ersatzteile blieb es ein Provisorium.

Bis die richtigen Teile in ein paar Tagen hier ankommen, sollen wir die Kupplung vom Cruncher schonen. Die Kunden sollen natürlich ihr Leergut abgeben, so lange es eben geht – aber um den Verschleiß der Ersatzlösung so gering wie möglich zu halten, sollen wir sämtliche Flaschen und Dosen, die wir parallel noch manuell annehmen, erst mal im Lager deponieren und erst nach der Reparatur des Rücknahmeautomaten dort entwerten.

Traudl im OP

Bei allem Lob vor ein paar Tagen: Aktuell fummelt dennoch ein Techniker an unserem Leergutautomaten herum, da nämlich schon wieder (und das nach nicht mal drei Monaten) die Kupplungsscheibe vom Cruncher den Dienst quittiert hat.

Aber nett, dass der gute Mann so schnell hier aufgekreuzt ist. :-)


Einskommasechs Millionen!

Von unserem Leergutautomaten bekommt ihr ja zugegebenermaßen nur wenig zu lesen – aber was soll ich sagen? Das Ding läuft und läuft. Hat zwar leider auch seine Macken, vor allem dass er ein paar Kistentypen kamaerabedingt nicht annehmen kann, aber generell ist der Automat wirklich super.

Nun war mal wieder für die allgemeine Wartung ein Techniker hier, der, da das ein auszufüllendes Feld auf dem Montagebericht ist, auch den Gebindezähler des Rücknahmeautomaten ausgelesen hat. Der Zähler steht aktuell (und steigt im Minutentakt) bei 1.614.205!

Das ist 'ne Ansage.

Vor allem, da das Teil ja gerade mal gut zwei Jahre alt ist. Das sind 800.000 Flaschen und Dosen pro Jahr. Selbst die Top-Automaten, die unser Techniker so wartet, haben maximal ein Drittel davon, viele eher nur maximal zehn Prozent von unseren Werten.

Das Leergutaufkommen ist hier im Markt also seit etlichen Jahren unverändert hoch und dafür, dass der b500 hier 18 Stunden am Tag geradezu Schwerstarbeit leisten muss, macht er das verdammt gut. :-)

Musstejamalgesagtwerden.

Blauer b500

Fundstück von Blogleser Sven in einem Edeka-Markt: Ein b500-Leergutautomat, den ich ja bei mir auch habe, aber mit einer blauen Front und ohne Kompaktierer für Einweg-Leergut. Er hätte mal testen sollen, ob die Maschine auch so problemlos läuft wie meiner. Warum da wohl ein kleiner Aufkleber mit der Handynummer vom Techniker oben draufklebte, wissen wohl nur die Betreiber. ;-)