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Zum Hamstern

Von Zotter gibt es zwei neue Sorten mit Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen.

Der Grat zwischen lustig und lebensmüde ist ein sehr schmaler und so, wie ich die Idee gut finde, werden andere die beiden Sorten Schoko statt Klopapier und Hamster-Schoko sicherlich als absolut unangemessen und pietätlos betiteln. :-D


Was kommt da an Klopapier?

Inspiriert durch diesen Kommentar haben wir zu morgen nicht nur die regulär bei uns im Sortiment befindlichen Sorten Toilettenpapier bestellt, die seit zwei Wochen kaum lieferbar sind, sondern jedes in der Großhandlung gelistete Klopapier jeweils sechs Mal. Wie Helge schrieb: Besser eine andere Marke, als gar keine Ware.

Vermutlich wird insgesamt eher wenig Ware kommen, denn auch die vielen Alternativen zu unseren Eigenmarken werden allgemein von den anderen Edekanern großzügig bestellt worden sein. Vielleicht, wovon ich aber nicht ausgehe, kommt hier morgen auch ein halber LKW nur mit Papier gefüllt vorgefahren. Ich werd's euch wissen lassen. ;-)

Mit Klasse in die Büchse

Ein Vertreter einer Brauerei kam an und wollte mir seine Maibock-Variationen verkaufen. Im Laufe des Gesprächs erwähnte ich, dass wir unter anderem auch schon den (übrigens sehr leckeren) Maibock von Hemeliger im Sortiment hätten. Er machte sich ein bisschen lustig darüber, dass man so ein schönes Getränk wie Maibock doch nicht in Maurerpullen abfüllen könne. Ein bisschen Klasse sollte schließlich schon sein.

Auf seinem Durchgangsschein war auch ein Aufsteller mit Maibock in Dosen.

Mäusefraß im Scheibenbrot

Mit einer Packung Brot in der Hand kam ein Kunde ganz besorgt an die Lagertür: "Ich glaube, ihr habt Mäuse."

Im Tresor, im Keller und im Süßwaren-Regal aus Schaumzucker: Ja. Aber ganz bestimmt nicht im Brotregal. Eine Maus könnte sicherlich dort hineinklettern, aber um in Ruhe zu fressen, würde ich mir als Maus eher Brot im unteren Bereich suchen, zum Beispiel in den geschlossenen Weidenkörben, in denen die Aufbackware steht.

Auch auf das Risiko, dass das nur wie eine Ausrede klingt, sagte ich dem Kunden, dass das ziemlich sicher nicht bei uns, sondern vorher in der Bäckerei oder während des Transports passiert ist. Mäusefraß bei Brot gab es schon immer (wir haben schon mal ein Toastbrot mit einem richtig großen Loch an der Seite bekommen), meistens passiert das in den Bäckereien und den dazugehörigen Lägern.

Was mir erst eben beim Schreiben dieses Beitrags auffiel: Beachtet das Muster, das in die Brotpackung hineingeknabbert wurde. Wenn dieses Brot in einer der normalen Brotkisten lag, von denen hier welche zu sehen sind, wird wohl jeder diese versetzte Anordnung der Löcher nachvollziehen können. Die passen jedenfalls haargenau zur diagonalen Anordnung der Löcher in den Seitenwänden der Kisten. :-P


Salamiherzen

Mit unserer Fleischlieferung haben wir ein paar Pakete mit kleinen Salami-Herzen bekommen. Eigentlich sind sie für die Bedienungstheken gedacht, um sie zwischendurch den Kunden als Alternative zur berühmten Wurstscheibe anzubieten. Aber: Wir haben keine Bedienungstheke. Unverpackte Wurstwaren möchte ich aber auch nicht an der Kasse verteilen, wie wir es zum Beispiel manchmal mit Schokoladentäfelchen oder anderen Kleinigkeiten machen. Blödes Dilemma. Vielleicht verteilen wir sie ja auch einfach unter den Mitarbeitern als Pausensnack, wird wohl niemand was dagegen haben. :-P


XXX XXXX in der Brot-Bestellliste

Seit Jahren bekommen wir wöchentlich von unserem Brotlieferanten eine aktuelle Artikelübersicht mit den einzelnen Wochentagen und dem entsprechenden Strichcode zur Erfassung der Mengen mit unserem MDE-Gerät. Ist für einen Tag keine Bestellung möglich, also vor allem an Feiertagen, sind die entsprechenden Felder mit ein paar "X" ausgefüllt. Ganz einfach.

Nun ist es so, dass wir ab sofort die Ware auf anderem Wege bestellen müssen, da wir sie ab Montag über unser Zentrallager bekommen. Die Liste gab es trotzdem noch und auch hier waren die Tage, an denen wir nicht mit dieser Liste bestellen können, entsprechend gekennzeichnet. So gab es zwei A4-Seiten voller mit "X" gefüllter Felder… :-D


Von klein nach groß nach weg …

Seit etlichen Jahren schon haben, genauer: hatten, wir einen Kräuterlikör im Sortiment, der von einer Firma hier aus dem Umland produziert und vertrieben wurde. Anfangs haben wir ihn, wenn ich mich richtig erinnere (~15 Jahre) in Kleinstmengen direkt vom Hersteller bezogen und in den letzten Jahren immer ganz bequem in den für Alkohol üblichen 6er-Kartons über unser EDEKA-Großlager mit dem Rest der Ware. Der Likör lief nie wirklich stark, aber es war natürlich schön, ihn aufgrund der Regionalität im Sortiment zu haben.

Was genau da beim Hersteller passiert ist, oder ob die Marke oder irgendwelche Rechte daran verkauft wurden, weiß ich nicht. Auf jeden Fall bekommen wir die Spirituose seit einer Weile schon nicht mehr über das Zentrallager und auch nicht mehr aus der alten Adresse hier im Umland. Stattdessen hat den Vertrieb nun eine Firma aus dem nördlichen Rheinland übernommen. Über deren Onlineshop könnte ich natürlich als Endkunde zu normalen Verkaufspreisen den Likör einzeln bestellen. Ergibt leider nicht viel Sinn, ihn dann hier nur als durchlaufenden Posten (ggf. sogar zzgl. Versandkosten) in den Laden zu stellen, oder sogar noch deutlich mehr auf den ursprünglichen Verkaufspreis draufzuschlagen, was die Kunden vermutlich nur mit obszönen Gesten kommentieren würden.

Zum Bezug zu anständigen Großhandelspreisen müsste ich mir mindestens vier Kartons davon hier hinstellen, an denen wir aber geschätzt zwei Jahre verkaufen würden. Das hat auch nichts und so haben wir in jüngster Zeit einen Regalplatz neu vergeben …

Proteinriegel

Eine Vertreterin kam in den Laden und wollte mir unterschiedliche Proteinriegel (ohne Insekten, auf die warte ich immer noch) ins Regal schwatzen. Ich zögerte, aber sie versicherte mir, dass die Riegel hammermäßig laufen würden, zumal die Firma auch in Social Media total aktiv sei. Die jungen Leute würden immer mehr darauf abfahren.

Wenn wir hier im Markt zu wenig Platz hätten, könnten wir ihrer Meinung nach wohl auch sorgenfrei die Produkte von Ferrero oder Mars kleiner platzieren. Das Argument, von anderen Vertretern auch schon gehört, überzeugte mich schon aus Prinzip gar nicht und so fragte ich nach ein paar Mustern. Wenn ich die Riegel mal probieren würde und sie sich dann als so richtig hammermäßig lecker offenbaren, könnte ich mir das mit dem Verbannen von ein paar Rennern der Marktführer ja vielleicht doch mal überlegen.

Sie ging und kam nicht wieder.

Haake-Beck-Maibock?

Hier im Blog ist der Artikel seit Anfang an im Grunde jährlich pünktlich zum Saisonbeginn erwähnt gewesen. Dem Archiv hier nach zu urteilen, müsste die Zeit für Haake Beck Maibock also in den nächsten Tagen bereits mit Vollgas losgehen.

Nun habe ich in den letzten Tagen Gerüchte gehört, dass außer den bereits erwähnten vier Spezialitäten auch die Produktion des Maibock eingestellt werden soll. Auf der Website ist der Artikel allerdings noch drauf und auch der Vertreter von Becks / Haake-Beck / ABInbev hatte mir nichts davon gesagt. Aber selbst unser Getränkegroßhändler hat diese Aussage bestätigt. Dann wird's das wohl gewesen sein …

Essen, Bremen und der Preis

Mit hunderten Traktoren wurde gestern "unser" EDEKA-Lager in Wiefelstede blockiert. Auslöser für diese Proteste war wohl augenscheinlich die Aussage: "Essen hat einen Preis verdient: den niedrigsten."

So passiert es, wenn man in wildem Aktionismus handelt. Mit "Essen" waren nämlich nicht Nahrung oder Lebensmittel allgemein gemeint, die es zu verramschen gilt, sondern die Gemeinde im Landkreis Cloppenburg. Wer das jetzt nur für eine faule Ausrede halten sollte, liegt nachweislich falsch. Diese Werbung ist auf viele Orte im Absatzgebiet individualisiert worden und auch ich habe hier zum Beispiel einen Aufkleber mit dem Text, was für eine riesige Überraschung, "Bremen hat einen Preis verdient: den niedrigsten."

Guckt euch doch in der Handelslandschaft um: Gerade die vielen privaten Kaufleute der EDEKA (und fairerweise auch die der REWE) sind die, die am meisten regional und eben mit den teilweise kleineren Landwirten aus ihrer Region zusammenarbeiten – und nicht gegen sie. Da können sich die großen Filialisten noch so sehr bemühen, so viel Individualität werden sie nicht erreichen.

Also, liebe Landwirte: Kühlt euer Mütchen nicht an uns. Das frustriert nur gegenseitig.


Der Commercial Agent

Wir ihr ja alle wisst, stehe ich total auf dieses Marketinggeschwurbel, bei dem sich Leute (vorzugsweise nach einem BWL-Studium) dadurch auszeichnen, sich durch den Einwurf von englischsprachigen Begriffen oder auch Scheinanglizismen auszudrücken, auch wenn sie sich auf Deutsch unterhalten.

So war vor ein paar Tagen der Vertreter eines Getränkeherstellers hier im Markt. Er erklärte mir, dass länger niemand da war, weil sein Vorgänger den Arbeitgeber wechselte und sie deshalb ein Gap gehabt hätten.

Für die Artikel könnte er mir zur Zweitplatzierung ein Wood Display zur Verfügung stellen. (Dazu muss man fairerweise anmerken, dass "Wood Display" immerhin noch echtes Englisch ist und damit besser als "Holzdisplay" – aber ein profanes "Holzregal" wäre natürlich auch nett gewesen.)

Von den neuen Produkten hatte er leider keine Samples da. Ein paar Muster leider auch nicht, aber das war schon okay so.

Ich hate das so dermaßen, da könnte ich immer wieder puken, alternativ den Leuten meine beiden Thumbs in die Augen quetschen.

Geliefert: Farmer's-Snack-Regal

Das angekündigte Regal von "Farmer's Snack" ist heute geliefert worden. Fix und fertig mit Ware ("die 27 gängigsten Artikel") bestückt brauchen wir es eigentlich nur "mal eben schnell" auszupacken, an seinen Bestimmungsort zu stellen und mit Preisen zu versehen.

Später, wenn die Ware verräumt ist.


Unbekannte Weihnachtsretoure

Mit der Post kam ein Formular, das mit "Weihnachtsretoure" beschriftet ist. Darauf ein paar Tabellen mit Artikelnummern und die Info, dass die Ware in Kartons verpackt zurückgesendet werden soll. Es handelt sich dabei wohl der Beschriftung der Tabellen nach um Weihnachtskarten, Dekobänder und Geschenktaschen.

Genauere Artikelbezeichnungen stehen dort leider nicht. Auch bei dem Namen der Firma klingelt bei mir gar nichts. Das ist zwar alles nicht schlimm, ignorieren ist die leichteste Übung – aber für großes Rätselraten sorgt jetzt eigentlich nur die Frage, welche Artikel das gewesen sein sollen. Ich kann mich an NICHTS erinnern und auch in unserem Vorbestellkatalog für die Weihnachts-Non-Food-Artikel habe ich augenscheinlich keinen Artikel dieses Herstellers bestellt. Es ist nichts markiert und ich kann mich auch an keinen dieser Artikel hier im Laden erinnern. Einfach Null. Aber die Retourenscheine wurden laut Infotext im Katalog automatisch versendet, wenn eine Bestellung vorlag.

Seltsam.