Schneechaos, alle Straßen dicht, gestern wurde hier in Bremen sogar der Betrieb des ÖPNV zu großen Teilen eingestellt. Wer kann, lässt das Auto zu Hause stehen.
Ein Kollege war gestern Vormittag schon in Sorge, dass er den Weg mit seinem Auto nicht wieder zurück schaffen würde, und war daher ein paar Stunden früher in den Feierabend gegangen und ist heute sogar gleich ganz zu Hause geblieben.
Und dann gibt es da mich: Schnee und Eis haben mich im Grunde noch nie davon abgehalten, mit dem Auto zu fahren. Je schlimmer, desto herausfordernder und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich keine Angst habe, bei solchen Witterungsverhältnissen zu fahren. Mit meiner E-Klasse habe ich stellenweise den Hinterradantrieb mit abgeschaltetem ESP dazu genutzt, hier in den engen Seitenstraßen zwischen den geparkten Autos um die engen Kurven zu schlittern. Das war für mich oft einfacher als eine gewöhnliche Kurvenfahrt und da ich eben auch nie Berührungsängste mit solchem Wetter hatte, kann ich auch auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückblicken. Oder, um es mit den Worten eines gewissen Sledge Hammer zu sagen: "Vertrauen Sie mir – ich weiß, was ich tue!"
Und jetzt der Tesla: Allradantrieb mit elektronischer Traktionskontrolle, die permanent die Drehung der Räder überwacht und durch gezielte Anpassungen und Kraftverteilungen das Durchdrehen der Räder minimiert. Das setzt allem echt die Krone auf! Während hier sich eben auf dem Weg zur Firma Autos nur mühsam durch den hohen Schnee in den Seitenstraßen geschoben haben, bin ich einfach an denen vorbeigezogen. Während andere gestern das Auto stehengelassen haben, sind wir noch mal eben 35 km zum nächsten Ikea gefahren, um ein paar Regale zu kaufen. Dieses Auto fährt so unfassbar stabil auf rutschigen Straßen, es ist kaum zu glauben.
Eine Wunderwaffe gegen Glätte ist aber auch dieses Fahrzeug nicht. Wenn die Räder den Grip verlieren, weil man aufgrund nicht angepasster Fahrweise zu schnell in den Kurven ist oder zu stark bremst, dann rutscht auch ein Model Y unkontrolliert durch die Gegend. Physik bleibt Physik, da hilft die beste Technik nichts.
Aber das reine Fahren bei solchem Schneematsch wird, haltet mich ruhig für leicht gestört, damit schon regelrecht zum Vergnügen.