Es war recht mühsam, den Anblick so festzuhalten, dass ich es hier zeigen konnte. Ein paar unterschiedliche Aufnahmen in einer Schleife zeigen das Glitzern der auskristallisierten Weinstein-Partikel an einem Flaschenkorken. Hatte ich zugegebenermaßen bis dahin noch nie selber so gesehen und musste es natürlich festhalten.
Ich muss leider zugeben, dass der Anblick des Fotos in der Wikipedia zum Thema Weinstein
deutlich beeindruckender ist.
Es ist schon so lange her, statistisch gesehen haben die meisten Menschen auf der Erde da noch nicht einmal gelebt: Die
Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Vor 40 Jahren kam es zu
dem Super-GAU.
Ich war gerade 12 Jahre alt und hab das als Kind natürlich alles nur am Rand mitbekommen. Zu der Problematik, dass Informationen damals und aus dem Ostblock ohnehin nur spärlich und verzögert an die Öffentlichkeit gelangten. Woran ich mich noch erinnern kann war das große Thema, dass man keine Pilze mehr essen soll und dass Spielplätzte gesperrt waren.
Ja, Atomkraft ist sicher. So wie ein Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel ist. Aber wenn etwas Schlimmes passiert, dann hat es auch gleich katastrophale Ausmaße. Um bei dem Vergleich zu bleiben: Ein abgestürztes Flugzeug hinterlässt trauernde Angehörige – beim Atomunfall, wie bei Tschernobyl zum Beispiel, werden unter Umständen tausende Quadratkilometer Fläche für lange Zeit zum Sperrgebiet.
Klimawandel und Energiekrise: Atomkraftwerke könnten tatsächlich ohne weitere CO2-Belastung für viel Energie sorgen, aber jeder von euch kann sich die Frage stellen: Möchte ich es direkt vor der Tür haben und wäre ich damit einverstanden, wenn auch die Abfälle dort gelagert werden? Nein, gut, setzt auf Wind und Solar, damit sowas wie vor 40 Jahren nicht noch einmal passieren kann.
Zusendung vom Team Ellini: Ein SPAR-Mark im Touristenort Cala Millor im Osten der Insel Mallorca. Man sieht, dass Strandartikel und Andenken dort das Sortiment dominieren.
Dieses Foto habe ich von Stephan bekommen, das er heute in einer Budni-Filiale bei Hamburg geknipst hat. Mit Drogerieartikeln lässt sich wohl nicht mehr so viel Geld verdienen, warum sonst sollten sich immer mehr Drogeriemärkte die Läden mit Lebensmitteln aller Art füllen?
Aber was für Massen! Hinter den beiden Goldhasen-Aufstellern kommt ja noch ein XL-Display von Lindt, das auch noch gut gefüllt ist. Jetzt noch! Ostern ist drei Wochen her, da hätte ich doch längst mal irgendein Konzept auf die Fläche gebracht, um die Ware loszuwerden. Mit "bis zu" 50% Rabatt hält sich das Kaufinteresse offenbar in sehr eng abgesteckten Grenzen und mit jedem Tag, der verstreicht, dürfte es schwieriger werden.
Parallel zu der Kamera, die hier nun auf unserem Hof ihren Dienst erledigt, hatte ich bei kleinanzeigen.de auch ein paar gebrauchte Jovision-Kameras entdeckt. Drei Stück für 65 Euro. Eine vierte mit defektem Stecker gab es kostenlos als Ersatzteil oder zum Ausschlachten dazu.
Die Kameras kamen wie bestellt und sehen leider sehr viel ramponierter aus als die, die ich für die Außenwand bekommen hatte. Die Gebrauchsspuren und Beschädigungen aus dem (vermutlich) harten Alltag auf einem Bauernhof sind nicht zu übersehen. Verschmutzungen, ausgerissene Schraubenlöcher, eine abgebrochene und schon mal geklebt gewesene Halterung. Nichts, was nicht zu schaffen ist, aber "plug & play" sind diese Kameras nicht. Auf den ersten Blick auch schon wieder nicht aufgrund fest eingestellter IP-Adressen, die nicht mit unserem Netz hier kompatibel sind und auf den zweiten Blick auch nicht, weil sie passwortgeschützt sind. Die Zugangsdaten habe ich inzwischen aber vom Verkäufer nachgereicht bekommen.
Wenn ich in den nächsten Tagen Zeit finde, werde ich mich mal um die Kameras kümmern und gucken, wieviel damit noch anzufangen ist.
Hinsichtlich der Kamera mit dem "kaputten Stecker" war ich optimistisch, sie doch irgendwie gebrauchen zu können – bis zu dem Moment, wo ich sie testen wollte. Der Stecker besteht nämlich nicht nur aus einem Gehäuse für einen Netzwerkstecker, einen solche hätte ich wohl relativ problemlos selber wieder anbauen können, sondern beinhaltet eine Schaltung (vermutlich für die Stromversorgung via PoE) auf einer doppelseitig bestückten Platine. Die kommt aber einem Totalschaden gleich. Abgerissene Bauteile, durchgebrochene SMD-Bauteile, abgerissene Leiterbahnen – und der noch vorhandene Rest ist komplett korrodiert. Ich vermute mal, diese Kamera ist ein Fall für den Elektroschrott.
Aber ich werde zumindest noch versuchen, die heile Halterung der Kamera mit dem kaputten Stecker für die Kamera mit der kaputten Halterung zu verwenden. Mal gucken, was daraus wird …
Ein Kollege kam etwas belämmert zu mir ins Büro. In der Hand hielt er eine volle Einkaufstüte. Noch während er erklärte, ahnte ich bereits, was passiert war. ein Pärchen hatte einen nicht ganz kleinen Einkauf auf das Kassenband gestapelt, vorne weg die beiden Schachteln Zigaretten, die sie aus dem auf Anfrage freigeschalteten Automaten gezogen hatten.
Da diese beiden Schachteln zuerst den Weg über den Scanner gefunden hatten, hat das Diebespärchen sie unauffällig bereits in die Jackentaschen gesteckt. Der restliche Alibi-Einkauf wurde in einer Papiertüte verstaut. Anschließend wollten sie bargeldlos mit Karte bezahlen und dabei stellte sich wenig überraschend heraus, dass die Karte nicht funktionierte.
"Können wir den Einkauf eben hier stehenlassen? Dann holen wir eben Geld", fragte die Frau. Sie durften. In dem ganzen Hin und Her war meinem Mitarbeiter nicht aufgefallen, dass die beiden Zigarettenschachteln nicht dabei waren. Das Pärchen kam natürlich nicht wieder und so verschwanden Zigaretten im Wert von exakt 30 Euro.
Es ist unfassbar, wie man tagein, tagaus an wirklich allen Ecken und Enden sein Eigentum bewachen muss. Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden? Das macht doch alles keinen Spaß mehr.
Eine meiner Mitarbeiterinnen hat mich nicht im Scherz sondern absolut ernst gemeint gefragt, ob Ines auch mit dem Tesla fahren dürfe.
Ich guckte sie mit großen Augen an, das Fragezeichen hat sie wohl selber entdeckt und so ergänzte sie: "Naja, ein neues teures Auto, viele Männer würden nicht wollen, dass ihre Frau den fährt."
Also abgesehen davon, dass Ines vermutlich besser einparken kann als ich, hatte ich ihr sogar bei der Abholung des Wagens den Vortritt gelassen und sie die allererste Fahrt mit dem Auto machen lassen. Wir sind schließlich ein Team und verhalten uns auch so und bevormunden uns nicht gegenseitig. Aber das ist vielleicht der Grund, warum wir seit über 19 Jahren zusammen glücklich sind.
Nach (mit den üblichen betriebsbedingten Unterbrechungen) insgesamt rund anderthalb Stunden Arbeit war es geschafft: Alle drei berührungslosen Waschtischarmaturen waren getauscht. Die beiden in der Damen- und Herrentoilette, für die ich aufgrund der räumlichen Ähnlichkeit auch fast das selbe Foto hätte verwenden können, und der eine in der Backstube.
Alle funktionieren einwandfrei, man muss nicht mehrmals mit der Hand vor dem Sensor herumwackeln, bevor das Wasser fließt und es fließt auch kein Wasser raus, das nicht rausfließen sollte. Juhu. Damit ist die Baustelle erledigt. Hätte auch ein Sanitärfachbetrieb machen können, aber die kamen ja nicht in die Pötte …
Ich hatte vor Ewigkeiten (6 oder 7 Jahre her) mal ein Foto gesehen, auf dem eingedrückte Tomatendosen abgebildet waren, auf dem Karton darunter stand der Hinweis "Crushed Tomatoes" – in diesem Fall war das wohl im doppelten Sinne zutreffend. Ich wollte das Bild eigentlich immer hier ins Blog bringen, aber ich kannte die Quelle nicht und wollte keinen Stress haben, also blieb das Bild lange in meinem Blog-To-Do liegen.
Mit ChatGPT habe ich nun eine eigene Interpretation dieses Szenarios erschaffen. Den Dosen fehlt es zwar an jeglicher Beschriftung, aber dass sie überhaupt halbwegs realistisch eingedrückt aussehen, war schon eine Herausforderung, die viele versuche und kleine Änderungen im Prompt erforderte.
Funktioniert natürlich nur im englischsprachigen Raum. Dass die Dosen von passierten Tomaten zerdrückt werden, passiert auch mal, ihr erkennt schon den sich anbahnenden Wortwitz, aber so schön wie bei den "crushed Tomatoes" klappt es leider nicht.
So, ich gehe wieder an die Arbeit.
Ein Polizeikommissariat aus Schleswig-Holstein rief hier an. Die Anruferin berichtete mir, dass Betrüger sich Kreditkartendaten einer alten Frau angeeignet hätten und unter anderem hier bei uns damit eingekauft und sich mutmaßlich auch Geld via Cashback haben auszahlen lassen.
Ich extrapolierte den Rest des Gesprächs in Sekundenschnelle bereits im Kopf: "Haben Sie eine Videoaufzeichnung bei sich im Laden und könnten uns das Videomaterial zur Verfügung stellen?" – "Wann ist denn das passiert?" – "Am 10. Februar um 17:34 Uhr." – "Tut mir Leid, unsere Anlage speichert die Bilder nur vier Tage lang." – "Schade, dann kann man nichts machen. Vielen Dank, auf Wiederhören."
Wie vermutet fragte sie dann auch tatsächlich, ob wir hier eine Videoaufzeichnung im Einsatz haben. "Wann ist denn das passiert?", wollte ich wissen.
Ihre Antwort überraschte mich: "Gestern Nachmittag um 16:03 Uhr."
Da konnte ich tatsächlich helfen. Der Mann, der dort in zwei Kassiervorgängen jeweils ein paar Kleinigkeiten bezahlte und sich zu jedem Einkauf auch noch 200 Euro Bargeld auszahlen ließ, war wunderbar hochauflösend und in Farbe zu erkennen. Das Material habe ich gesichert und nach SH geschickt, mögen Sie die Arschlöcher damit identifizieren und drankriegen können.
Ein Mann steckte sich zwei Dosen und zwei Mehrwegflaschen des Produkts "V+ Curuba" von Veltins in seine Jacke und konnte leider den Laden verlassen, bevor die Kollegin reagieren konnte.
Ihr war der heruntergekommene Typ verdächtig vorgekommen und noch während sie auf dem Weg ins Büro an die Videoanlage war, steckte er in wenigen Augenblicken die Flaschen und Dosen ein und ging schnurstracks aus unserem Laden.
Es sind nicht immer die "Profis", die sich hier die Taschen (und Rucksäcke) vollmachen, sondern auch diese vielen, vielen kleinen und alltäglichen Diebstähle, die in ihrer Summe auch einen nicht unerheblichen Schaden verursachen.
Noch ein Bild, das beim
Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin entstanden war. Diesmal hatte ich zwischen vier ähnlich hohen Stelen in den Himmel fotografiert. Sinn? Keiner. Optik? Zumindest interessant.
Die Stelen sind zwar übrigens ohnehin mehr oder weniger Grau, im Bild hatte ich sie jedoch zusätzlich noch markiert und sämtliche Farbinformationen herausgenommen, damit der Kontrast zum blauen Himmel noch etwas extremer wird.
Seit ein paar Jahren schicken wir Vogelfutter (für Wildvögel) nach Anlieferung immer ein paar Tage in die Tiefkühlung. Wenn alles gut durchgefroren ist, kommt die Ware in den Verkauf. Den Körnern macht das nichts, den darin oft enthaltenen Motten und Mottenlarven dagegen schon – die sind nämlich danach tot.
Diese Praxis hat sich bewährt, warum wir das machen hatte ich
an dieser Stelle bereits ausführlich erklärt.
… und dann kam dieser Jörg, Jörn oder Jürgen und hat im Vorbestell-Ordersatz mit den Aktionsartikeln ein ganzes Display mit Vogelfutter entdeckt und sich gedacht, dass es eine gute Idee ist, den zu bestellen. Nicht bedacht hatte ich bei der Bestellung, dass natürlich auch diese Ware einmal durchfrieren sollte. Also haben eine Kollegin und eine Kollegin die schwere Cheppalette ins Kühlhaus gewuppt und da steht der Aufsteller nun seit ein paar Tagen und lässt es sich gut gehen:
Zunächst dachte ich, diese Flasche mit dem Strichcode in Form der Flasche auf der er zu finden ist, beinhaltet irgendein Milchprodukt oder einen hellen Fruchtsaft. Aber, nein, ganz falsch.
In der Flasche ist eine Suppe: Der Weiße Borschtsch (Barszcz bialy) ist eine traditionelle polnische Suppe mit leicht säuerlichem Geschmack, die oft mit saurer Sahne, Mehl und Knoblauch verfeinert wird.
Dank an Honza auch für dieses Bild.