Vor knapp sechs Jahren hatte ich für die interne Kommunikation ein schnurgebundenes Telefon gekauft, das fest beim Kassentisch installiert ist. Durch (vermutlich) häufiges Herunterfallen war das Gehäuse des Hörers irgendwann gebrochen, was sich jedoch mit etwas Sekundenkleber reparieren ließ. Grundsätzlich funktionierte das Gerät ja schließlich noch.
Ich vermute, dass der Telefonhörer schlichtweg etliche Male heruntergefallen war oder dass im Allgemeinen recht lieblos mit dem Telefon umgegangen wurde. Knapp drei weitere Jahre später hält die einst von mir geklebte Stelle zwar immer noch bombenfest, aber Kommunikation ist quasi nicht mehr möglich. Irgendwas klappert ganz wild im Hörer und man hört nur noch mit starken Störgeräuschen, was der Angerufene einem sagt.
Nun habe ich kurzerhand ein gebrauchtes DL580 bei Ebay erstanden und habe nun nur den Telefonhörer mitsamt Kabel ausgetauscht. Dass nun alles wieder problemlos funktioniert, brauche ich vermutlich nicht extra zu erwähnen.
(Wenn ich im Frühjahr 2029 noch mal mit Sekundenkleber ran muss und das reparierte Teil dann bis 2032 hält, ist alles in Ordnung, damit kann ich leben …)
Dieses Foto hat mir Blogleser Carsten geschickt, der es in einem Edeka-Markt in der Nähe von Rostock aufgenommen hat. 30% Rabatt gab es dort sogar schon in den Tagen vor Ostern auf die Süßwaren, nach Ostern wurden die Artikel auf 50% reduziert – und dennoch stehen die teuren Produkte von Lindt und Niederegger wie Blei herum.
Und dabei ist es gar nicht so, dass die Leute kein Geld mehr haben. Urlaube, Silvesterfeuerwerk, Gastronomie, es wird viel Geld ausgegeben – nur sehen viele es einfach nicht mehr ein, für etwas Schokolade teilweise schon zweistellige Beträge auf den Tisch legen zu müssen. Es ist nicht das sich nicht leisten können, es ist das sich nicht mehr leisten wollen. Ein Faktor, der bei uns privat auch häufiger mal durchschlägt.
Auf dem Joghurt der Globus-Eigenmarke hat Honza diesen Strichcode gefunden, der wohl entweder die Mütze eines Schlumpfes darstellt oder einen Klecks Joghurt symbolisieren soll. Vermutlich ist es aber wohl eher der Joghurt.
30 Jahre lang habe ich alte Autos gefahren und hatte noch nie einen Steinschlag in der Windschutzscheibe. Aber meinen noch fast nigelnagelneuer Tesla hat es nun erwischt, nach nicht einmal 6500 km. Ein hässliches, helles Geräusch auf der Autobahn und schon hatte ich fast genau vor meiner Nase eine hübsche Verzierung in der Windschutzscheibe. Da eine Carglass-Filiale bin ich spontan dort hin, die haben mir nur bestätigt, was ich schon geahnt habe: Sichtbereich, keine Ausbesserung, da muss eine neue Scheibe rein. Das soll aber ein von Tesla zertifizierter Fachbetrieb machen, davon gibt es zum Glück mindestens einen in Bremen und dort wird eine neue Scheibe eingebaut werden, sobald sie bestellt und geliefert wurde.
Aufgrund der zwei pulverisierten Stellen in der Beschädigung gönnte es eine kleine Schraube gewesen sein, nach einem kleinen, runden Stein sieht das jedenfalls nicht aus. Aber ich bin kein Steinschlag-Experte.
Bei SB-Kassen wird ja mindestens zusätzliche Arbeit dem Kunden aufgebürdet. Wie sieht es jedoch mit der Verantwortung für ungescannte / falsch gescannte Artikel aus?
Hast Du Erfahrungswerte von Kollegen aus dem LEH oder gibt es Regelwerke z. B. der EDEKA wie zu verfahren ist wenn der Kunde durch Fehlbedienung / Unachtsamkeit / Vergesslichkeit z. B. einen Joghurt nicht scannt?
Marcel
Eigene Erfahrungen habe ich natürlich nicht, da wir keine SB-Kassen haben und wir auch nie welche bekommen werden. Ich bin kein Anwalt und weiß auch nicht, ob das geltendes Recht oder irgendeine Grauzone ist – aber auf jeden Fall wird in der Praxis normalerweise oder zumindest oft so vorgegangen: Hat der Kunde an einer SB-Kasse Artikel nicht bezahlt, wird das im Regelfall knallhart wie Diebstahl behandelt. "Nicht bezahlt" bedeutet dabei gleichermaßen entweder gar nicht erfasst oder eine zu geringe Menge eingegeben.
Bei falsch gescannten Artikeln, z. B. weil man mit der Artikelnummer oder den Bildern bei Gemüse oder Backwaren durcheinandergekommen ist, sollte man mit Augenmaß abwägen. Wie entscheidet man zwischen Mutwillen und einem Versehen? Wenn eine 90-Jährige Kundin mit schlechten Augen den falschen Artikel mit einem ähnlichen Produktbild gedrückt hat, wird man wohl nicht mit aller Härte durchgreifen.
Meine Meinung ist aber vermutlich tendenziell eher negativ. Ich finde SB-Kassen nicht gut, zumal sie sowieso oft genug wegen Personalmangel nicht geöffnet sind, was eigentlich schon eine Ironie sondergleichen ist. Ist vielleicht auch nur hier in Bremen und Umgebung so und in anderen Gegenden ist man da viel mutiger, ich weiß es nicht.
Ganz persönlicher Nachtrag zum Thema SB-Kassen, der jedoch nichts mit der Frage von Marcel zu tun hat: Wenn in einem Geschäft nur SB-Kassen angeboten werden, es also keine Möglichkeit gibt, von einem Mitarbeiter abkassiert zu werden, und ich dennoch mit Kontrollen und Bonscanner-Schranke nicht als vertrauenswürdig behandelt werde, hat mich der Laden zum letzten Mal gesehen.
Jeden Monat bekommt unser Steuerbüro nach wie vor einen etwa 20 cm dicken Stapel Papier zur Bearbeitung. Wenn es passt, fahre ich mit dem Fahrrad hin und nutze oft den Rückweg noch für eine Radtour nach Hause.
"Können Sie mal wieder mit dem Auto kommen?", fragte mich meine Sachbearbeiterin hoffnungsvoll und erklärte, dass sich schon wieder einiges angesammelt hätte, was abgeholt werden möchte. Klar, kein Problem. Zwei schwere Kartons und zwei Tüten haben so den Weg in die Halle gefunden. Dort werde ich die Sachen demnächst mal in Bananenkartons umfüllen und sie mit einem Datum versehen, dass zehn Jahre in der Zukunft liegt.
Es ist übrigens so weit: Die ersten Packungen vom "MAMA"-Aufsteller liegen nun mit überschrittenem MHD zum Supersonderpreis bei uns auf dem Restetisch. Die anderen Sorten halten noch ein paar Monate, aber die sehe ich im Geiste auch schon allesamt mit roten Aufklebern.
Synonym zum Ausspruch "Save early, save often" aus den alte "Larry"-Spielen sollte man rechtzeitig Artikel reduzieren, um die Möglichkeit eines Totalverlusts zu reduzieren. Andererseits will man natürlich den eigentlichen Verkaufspreis so lange wie möglich mitnehmen – eine Gratwanderung, die einen immer wieder einholt.
Gedankenspiel: Würden wir die Produkte wirklich besser verkaufen, wenn wir sie zwar noch auf dem Aufsteller belassen, aber sie jetzt schon beispielsweise auf 50 Cent pro Packung reduzieren, also die Hälfte des ursprünglichen Verkaufspreises? Ich sage, dass das nicht so ist.
Warum genau und mit welchen Prompt dieser Elefant mit einem Faible für die Haute Couture entstanden war, weiß ich leider nicht mehr. Aber die Sonnenbrille von Jean Paul Rüsseltier und die Handtasche von Yves Saint Trunk könnten sich zum Hit entwickeln.
Da hängt sie nun ordentlich installiert an der Wand über der Lagertür:
Die Aussicht ist super und auch an der Qualität lässt sich nichts aussetzen. Alle Nachbarhäuser von unbeteiligten Dritten sind ordentlich geschwärzt und was das Gebäude und Gelände der Moschee betrifft – meine Nachbarn sind ausdrücklich damit einverstanden, dass ich deren Bereich mit überwache.
Hm, ich könnte die für den Zaunbau schnell verschobenen Betonschachtringe mit den inzwischen schon 21 Jahre alten Kirschlorbeerbüschen mal wieder ordentlich ausrichten.
E-Mail an die Firma, die vor anderthalb Jahren unseren Zaun aufgestellt hat:
Im Laufe der Woche ist mindestens zweimal jemand darüber gestiegen und hat hier auf dem Gelände u.a. Leergut zu stehlen versucht.
Ist es technisch möglich, diese typischen 45-Grad-Ausleger anzubringen und diese mit Bandstacheldraht auszustatten?
Wenn ja, wieviel würde das etwa kosten?
Bin mal auf die Antwort gespannt.
Dass wir hier aufrüsten werden, ist jedenfalls beschlossene Sache.
Ein Mann hat sich insgesamt acht Flaschen Wodka in seinen Rucksack gesteckt und ist dann nicht im Bereich der Kasse, sondern durch die Schranke am Eingang aus dem Laden geflüchtet.
Die Antenne der Warensicherungsanlage alarmte unserer Waren und den verlorengegangenen Sicherungsetiketten noch traurig hinterher, doch der Mann war in der Dunkelheit der Neustadt verschwunden …
Kartons. Kartons. KARTONS! Bei Kartons war Eddie eine typische Katze. Ob er sich nun mit seinem breiten Hintern in eine Streichholzschachtel quetschen musste, oder ob er einfach auf irgendwelchen Pappkartons draufgesessen hat – die Faszination für Schachteln hat er wie viele Katzen exzessiv ausgelebt.
Der Aufsteller mit den Collab-Drinks aus Island steht nun seit rund drei Monaten hier auf der Fläche. Verkauft haben wir schon ein paar Dosen, aber man kann nicht sagen, dass die Produkte sich hier zum Renner entwickelt haben.
Mit derartigen Erwartungen war ich zwar auch nicht an die Sache rangegangen, aber nachdem mir das Produkt immer wieder mal begegnet war, dachte ich, dass das Risiko nicht allzu groß sein dürfte. Das war aber wohl der berühmte Satz mit x, denn die Dosen setzen sich nicht ab, sondern Staub an.
Noch kommen wir mit den MHDs nicht in Konflikt, das wird erst im Herbst interessant. Die Dosen mit der kürzesten Laufzeit halten immerhin bis Oktober, die anderen bis November. Mal gucken, was bis dahin noch von der Ware übrig sein wird …
Die Kartenzahlung – das Nervenspiel beim Check Out!
Das Terminal piepst, man tippt seine PIN ein und auf dem Display erscheint "Vorgang wird bearbeitet" oder ein ähnlicher Hinweis und plötzlich steht der eigene Leumund auf dem Prüfstand. Reicht der Kontostand? Funktioniert die Karte? War die Geheimzahl richtig? Wird man gleich vor Ort noch stante pede zum Sicherheitsrisiko für die Einkaufsstätte erklärt?
Der Puls steigt, die ersten Schweißperlen erscheinen auf der Stirn. Man schaut unbeteiligt, geradezu Unschuld heuchelnd, in der Gegend herum, so als wenn auf der Straße plötzlich während der Autofahrt ein Streifenwagen im Rückspiegel auftaucht. Bloß nichts anmerken lassen. Die anderen Kunden hinter einem fangen nervös an, mit den Fingern auf den Griffen ihrer Einkaufswagen zu trommeln. Hälse werden gereckt, ganz hinten ruft bereits jemand nach einer zweiten Kasse. Innerlich läuft schon der Countdown bis zum vollständigen sozialen Untergang ab. Die ersten Fingernägel sind bereits bis aufs blutige Nagelbett abgefressen.
Dann endlich der erlösende Moment: "Zahlung erfolgt."
Während man die Karte mit zitternden Fingern wieder ins Portemonnaie steckt, fährt das Adrenalin langsam wieder herunter. Wer kennt diese Momente nicht?