Skip to content

NO! EINS!

Es ist doch wirklich kein Wunder, dass das Mehrweg-System immer weiter kaputtgeht, wenn die Hersteller mit ihren vielen individuellen Kisten und Flaschen die Logistik dahinter täglich mühsamer und aufwändiger machen.

Wir verkaufen diese Flaschen mit dem "gedrehten" Hals zwar nicht, haben aber vor einer Weile mehrere als Leergut zurückbekommen. Und dann wird herumgejammert, dass Einweg immer stärker wird, obwohl das doch vor etlichen Jahren mit dem Einwegpfand sogar reduziert werden sollte. Ich kann's aber auch verstehen: Alle Gebinde praktisch und maschinell plattgedrückt in den großen Container kippen. Kein Lagerplatz für leere Rahmen, keine Arbeit, irgendwas zu sortieren. Arbeitszeit gespart, Geld gespart. Aber das soll jetzt ausdrücklich nicht bedeuten, dass ich das gutheiße!


Exotisches Leergut (196)

Nachdem eine Kundin ganz enttäuscht war, dass sie für diese bei SPAR (in den Niederlanden) gekaufte Mineralwasser bei uns im SPAR-Markt (in Deutschland) kein Pfand erstattet bekam, ließ sie das Behältnis zur Entsorgung zurück. Und ich hatte ein neues Objekt für die Exoten-Sammlung. :-)

Heerlijk zachte Smaak!


Unbepfandete Flasche

Eine Frau hatte Leergut abgegeben und am Schluss noch einige Flaschen und Dosen übrig, die der Automat aus unterschiedlichen Gründen nicht annehmen mochte. Ein pfandfreies Plastikfläschchen löste eine kleine Diskussion aus: Meine Mitarbeiterin erklärte ihr, dass die Smoothie-Flasche unbepfandet sei, die Kundin bestand darauf, dafür in einem anderen Geschäft 25 Cent Pfand dafür bezahlt zu haben.

Letztendlich packte sie den kleinen Kunststoffbehälter mit dem blauen Deckel wieder in ihren schmutzigen Leinenbeutel und drehte sich mosernd um.

Filmen bei der Leergutabgabe

… und dann war da noch der Kunde, der Leergut an unserem Automaten abgegeben hat und dabei die ganze Zeit mit seiner Handykamera das Geschehen filmte.

Wofür mag das wohl gewesen sein?

· Als Erinnerung, dass er bei mir im Laden war?

· Kein Vertrauen in die Technik?

· Beweis, das Leergut abgegeben zu haben?

· Faszination Leergutautomat?

Habt ihr noch andere Ideen? :-)

Umgeklebtes Sicherungsetikett

Fundstück von meinem Azubi. Warum nur wollte der Leergutautomat diese eine Dose "Jim Beam & Cola" wohl nicht annehmen? Tzja …

Ich werfe mal die Behauptung in den Raum, dass der Kunde oder die Kundin da selbstgemachtes Leid hatte. Da hatte wohl jemand an dem Sicherungsetikett herzumgezupft und das Teil anschließend wieder irgendwie auf die Dose geklebt – dummerweise genau auf das DPG-Pfandlogo, ohne das der Automat die Annahme natürlich konsequent verweigerte.

(Nicht auszuschließen ist natürlich auch, dass die Dose im Laden, also bei uns oder wo auch immer, so beklebt wurde. Man weiß ja nie …)


Lieber woanders als durch Mitarbeiter

Eine Kundin hatte zwei Tüten mit unterschiedlichem Leergut bei sich. Da unser Rücknahmeautomat gerade eine (kurzzeitige) Störung durch eine verklemmte Flasche hatte, wollte ihr ein Kollege die Flaschen händisch abnehmen.

Die Frau weigerte sich lautstark dagegen und drehte sich um mit den Worten, dass sie das Leergut dann lieber woanders abgeben wird.

Muss man nicht verstehen.

Acht! Sieben!

Ein Mann stand an der Lagertür und beschwerte sich darüber, dass der Leergutautomat ihm nur sieben Flaschen gutgeschrieben, obwohl er insgesamt acht Flaschen in das Gerät gesteckt hätte. "Der verzählt sich ja öfter mal, darum zähle ich alle Flaschen immer vorher zu Hause schon nach", erklärte er.

Die Aussage "verzählt sich ja öfter mal" würde ich so nicht unterschreiben. Es kann zu Abweichungen kommen, das ist richtig, und wenn, dann fehlt eine Flasche und es wurde nicht eine zu viel erstattet. Ich muss aber in dem Zusammenhang zugeben, dass in solchen Fällen das Problem oft vor dem Automaten steht.

Da ich gerade im Lager stand, hatte ich die Geräusche des Automaten mitbekommen. Ich zähle zwar nicht im Geiste bei jedem Kunden mit, aber irgendwelche ungewöhnlichen Geräusche wären mir aufgefallen. Es war alles ganz normal. Keine Fehlermeldung, keine mechanisch bedingten Geräusche. Da ich dem Mann auch nicht blind vertrauen würde, guckte ich kurz auf der Videoaufzeichnung nach. Bingo: Es waren nur sieben Flaschen.

Ich ging zu ihm hin und drückte ihm seinen Leergutbon wieder in die Hand, kommentiert mit: "Und noch mal zurück in die Grundschule, zählen lernen."

Er nahm den Bon und lachte: "Hehe, ja, genau. Kann ja mal passieren."

Dann guckte er den Bon an und stutzte. "War ich damit gemeint?"

"Ja. Wenn man schon behauptet, dass man vorher nachgezählt hätte und man dann eine Welle macht, obwohl es definitiv falsch ist, finde ich das nicht erfreulich. Das war gerade meine Zeit für nichts."

"Oh, tschuldigung."

Erkennung

Eine Kundin stand vor dem Leergutautomaten und versuchte mehrmals erfolglos, eine unbepfandete Flasche loszuwerden.

Schließlich kam sie zur Lagertür und sprach mich an: "Hier, die erkennt der nicht."

"Dochdoch, der erkennt die schon. Und auch, dass die Flasche kein Pfand hat, was der Grund ist, warum er die nicht annimmt", erklärte ich ihr. :-)

"Joghurtglas"

Das Joghurtglas, das gar keines ist …

Dieses Fundstück stand vor dem Leergutautomaten herum: Ein Joghurtglas-Deckel auf einem (sauber ausgewaschenen!) Einweg-Konservenglas. Der Hintergrund erschließt sich mir überhaupt nicht, so dass ich nur spekulieren kann. Da das Glas sauber gewaschen ist, glaube ich nicht nicht, dass das ein spontaner Betrugsversuch war. Ich tippe eher darauf, dass irgendjemand in bestem Gewissen versehentlich den Deckel auf das falsche Glas geschraubt hat und schließlich vor dem Automaten einfach nur kapituliert hat.

Aber das werden wir wohl nie erfahren.


Und dann noch Erfolg gehabt!

Irgendjemand hat um eine (wertlose) Einwegflasche das Etikett einer Mehrwegflasche gewickelt. Was die Leute nicht alles versuchen …

In diesem Fall hat unser Leergutautomat die Flasche aus irgendeinem Grund wohl als (Mehrweg-)Pfandflasche erkannt und angenommen. Ich konnte das nicht reproduzieren, der Kunde hatte wohl einfach Glück – und geht vermutlich jetzt davon aus, den Trick gefunden zu haben, Geld zu drucken. :-P

Traudl, du ruinierst mich …


Endlich: Besuch vom Asienprodukte-Importeur

Es hat sich etwas gezogen, aber endlich war der Vertreter des Importeurs bei mir, über den ich die Produkte von Asian Home Gourmet, aber auch noch viele weitere Spezialitäten bekommen kann.

Dann werden wir uns mal übers Wochenende ein Sortiment zusammenstellen und den ersten Auftrag anstoßen. Juhu, endlich müssen wir als Inhaber eines eigenen Supermarktes nicht mehr im Asia-Shop einkaufen gehen. :-D