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Etepetete

Im Rahmen der Diskussion um die unnötige Vernichtung von Lebensmitteln bin ich vor ein paar Tagen über den Onlineshop "Etepetete-Bio" gestolpert.

Das Unternehmen hat sich auf die Fahne geschrieben, Obst und Gemüse zu veräußern, das ansonsten aufgrund seines Aussehens auf dem Feld liegen bleibt, vernichtet oder zur Energiegewinnung zweckentfremdet wird. Zitat Etepetete: "In Deiner Box findest Du alles vom Feld – egal, wie’s aussieht. Dreibeinige Karotten, krumme Gurken oder zu klein geratene Avocados – sowas findest Du kaum im Supermarkt."

Eigentlich ist die Idee ja auch ziemlich cool. Aber würde ich mir selber diese Kisten bestellen, wenn ich keinen eigenen Supermarkt hätte? Nein. Denn die Ungewissheit darüber, was man dort geliefert bekommt, bezahlt man doppelt teuer: Einerseits ist die Ware in diesen Kisten kaum bis gar nicht günstiger als Bio-Gemüse im Supermarkt (Wobei das natürlich abhängig von der Saison und den Artikeln stark schwanken kann!), andererseits sind merkwürdig geformte Gemüse zwar durchaus genauso essbar und verwendenswert wie alle anderen Früchte, aber man hat mit Pech auch sehr viel verschnitt dabei, weil sich die Teile nicht so schälen und schneiden lassen, wie es mal geplant war.

So weit zumindest meine private Theorie dazu. Wie seht ihr das oder hat vielleicht sogar jemand von euch diese (oder ähnliche 2.-Wahl-Angebote) selber schon getestet, bzw. regelmäßig auf dem Tisch? Liege ich sehr falsch mit meiner Einschätzung? :-O

Von klein nach groß nach weg …

Seit etlichen Jahren schon haben, genauer: hatten, wir einen Kräuterlikör im Sortiment, der von einer Firma hier aus dem Umland produziert und vertrieben wurde. Anfangs haben wir ihn, wenn ich mich richtig erinnere (~15 Jahre) in Kleinstmengen direkt vom Hersteller bezogen und in den letzten Jahren immer ganz bequem in den für Alkohol üblichen 6er-Kartons über unser EDEKA-Großlager mit dem Rest der Ware. Der Likör lief nie wirklich stark, aber es war natürlich schön, ihn aufgrund der Regionalität im Sortiment zu haben.

Was genau da beim Hersteller passiert ist, oder ob die Marke oder irgendwelche Rechte daran verkauft wurden, weiß ich nicht. Auf jeden Fall bekommen wir die Spirituose seit einer Weile schon nicht mehr über das Zentrallager und auch nicht mehr aus der alten Adresse hier im Umland. Stattdessen hat den Vertrieb nun eine Firma aus dem nördlichen Rheinland übernommen. Über deren Onlineshop könnte ich natürlich als Endkunde zu normalen Verkaufspreisen den Likör einzeln bestellen. Ergibt leider nicht viel Sinn, ihn dann hier nur als durchlaufenden Posten (ggf. sogar zzgl. Versandkosten) in den Laden zu stellen, oder sogar noch deutlich mehr auf den ursprünglichen Verkaufspreis draufzuschlagen, was die Kunden vermutlich nur mit obszönen Gesten kommentieren würden.

Zum Bezug zu anständigen Großhandelspreisen müsste ich mir mindestens vier Kartons davon hier hinstellen, an denen wir aber geschätzt zwei Jahre verkaufen würden. Das hat auch nichts und so haben wir in jüngster Zeit einen Regalplatz neu vergeben …

Kaputtgeätzte Sockelblende

Als der Vertreter vor ein paar Wochen erfolgreich den Rostfleck aus meinem Fußboden geschrubbt hatte, war er wohl mit der Bürste etwas zu energisch gewesen. Dem Boden geht es ganz gut, die Sockelblende des unmittelbar benachbarten Regals hat jedoch von dem extrem scharfen Reinigungsmittel einen bleiben Schaden erlitten. :-O


Gedanken zu (m/w/d/x/s/*)

Auch ich schalte immer wieder Stellenanzeigen für die unterschiedlichsten Positionen hier in der Firma. Gesetzeskonform steht dort "m/w/d", was dann wohl hoffentlich alle Leute impliziert, die zu dem Posten taugen. Das „d“ steht dabei für „divers“ und soll alle Personen implizieren, die sich nicht als "männlich" oder "weiblich" sehen. "Kassierer (m/w/d)" ist also die übliche Formulierung dabei.

Ab und zu sehe ich auch die Formulierung "m/w/x". Dabei soll das "x" pauschal für alle Geschlechter und Identitäten stehen, die in Gottes großem Garten herumirren und sich nicht ausdrücklich mit "männlich" oder "weiblich" angesprochen fühlen (wollen). Das sieht da so aus: "Kassierer (m/w/x)" und hat letztendlich die selbe Bedeutung wie m/w/d.

Da kam mir nun folgender Gedanke: Wenn das "x" ohnehin alle Geschlechter und geschlechtliche Identitäten einschließt, warum nicht auch selbstverständlich "biomännlich" und "bioweiblich". Wäre es in dem Fall nicht sogar ausreichend, einfach nur: "Kassierer (x)" zu schreiben, wenn man eine Stellenanzeige formuliert? Impliziert das "x" dann nicht einfach alle Personen, unabhängig von dem, was sie sind und / oder wie sie sich fühlen?

Ihr ahnt, was jetzt kommt? Richtig: Was nützt ein Zusatzhinweis, wenn es keine Alternativen dazu gibt, die mit diesem Hinweis beschränkt werden müssten? Man könnte das "(x)" also auch einfach wieder ganz weglassen und nur das verbliebene generische Maskulinum verwenden, das dann sämtliche Personen impliziert, unabhängig von dem, was sie sind und / oder wie sie sich fühlen.

Wenn die Gedanken bis jetzt logisch und nachvollziehbar sind, ist ein "divers"-Hinweis bei Stellenanzeigen und sonstigen Texten eigentlich völlig absurd.

Super Bowl in Deutschland

Am 2. Februar findet der Super Bowl statt, das Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga.

In jüngster Zeit sind mir nun in einigen EDEKA-Märkten (die mit mehr Platz als ich ihn hier habe) teilweise recht umfangreiche Sonderaufbauten zum Thema Super Bowl aufgefallen: Dekomaterial, Chips, alles für Hot Dogs etc.

Was ist das denn für ein Trend? Dass der Super Bowl bei den Amis das Sportereignis ist, war mir klar. Aber was soll denn hier bei uns so ein Trara dazu gemacht werden? Zelebrieren hierzulande echt schon so viele diesen Tag, weil sie Football-Fans sind oder ist das auch wieder nur ein Vorwand für ungehemmten Konsum von Fast Food und Alkohol? :-P

Müllermilch in der Hosentasche

Großes Rätselraten unter den Kollegen: Hat der Mann versucht, eine Flasche Müllermilch zu klauen oder wollte er sie tatsächlich nur in die Tasche stecken, um die Hände freizubekommen für den Rest des Einkaufs?

Der Kollege plädierte für ersteres und forderte ein Hausverbot, ich schwankte jedoch und entschied mich dann dagegen.


Flaschenmilch

Vor dem Kühlregal ist eine Flasche Frischmilch zerbrochen. Die Scherben liegen in einer großen, weißen Pfütze. Kann passieren und ist kein Beinbruch. Die meisten Kunden erkennen das Hindernis und schaffen es, nicht hindurchzulatschen oder ihren Einkaufswagen da durchzuschieben und den Q-Saft im Laden zu verteilen.



Wie gesagt, die meisten …

(Das muss (und wird) vermutlich keine Ignoranz gewesen sein. Möglich ist auch, dass der alte Mann mit Rollator die Pfütze einfach nicht gesehen hat und er froh sein kann, dass er nicht auch noch auf der fetthaltigen Flüssigkeit ausgerutscht ist.)


Ziemlich leere Gemüseabteilung

"Alles leer, super verkauft", könnte man denken beim Anblick unserer Gemüseabteilung, in der aktuell 23 Artikel komplett ausverkauft und ein weiteres Dutzend quasi leer ist, also sich nur noch einer oder maximal ein paar Stück des Produkts in der Kiste befinden. Bei einem einmaligen Sonderposten ist man natürlich froh, wenn er weg ist. Aber bei einem grundlegendem Sortiment in einem Geschäft, das eigentlich ständige Verkaufsbereitschaft bieten möchte, ist das schon echt bitter. Wie viele Kunden sind wohl gestern Abend ohne Champignons, Broccoli, Möhren und andere Dinge frustriert wieder von dannen gezogen? Ich glaube, ich möchte das gar nicht so ganz genau wissen. :-(


Frustrierendes Feuerwerk

Natürlich haben wir von unseren Feuerwerks-Resten einen Teil mit nach Hause genommen und damit unseren privaten Jahreswechsel gestaltet. Das hat in all den Jahren immer gut geklappt und auch Spaß gemacht. Ich stehe auf Feuerwerk, wie ich an dieser Stelle ja auch schon häufiger zugegeben habe. Was wir jedoch gestern, also in der vergangenen Nacht, erlebt haben, spottet jeder Beschreibung. Insgesamt sechs Feuerwerksbatterien sind während des Betriebs umgefallen und haben ihre Ladungen unkontrolliert durch die Gegend geschossen. Anzumerken ist dabei, dass wir einerseits erfahren im Umgang mit dem Material sind und andererseits aufgrund der Anwesenheit eines kleinen Kindes auch nicht alkoholisiert waren. Im Klartext: Wir haben das Feuerwerk ganz spießig-langweilig ordnungsgemäß verwendet und auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf den befestigten Gehweg gestellt.

Sechs Batterien mit Steighöhen von teilweise mehreren zehn Metern. Horizontal abgeschossen können diese Ladungen verheerende Folgen haben – und die hatten sie. Die erste umgekippte Batterie schoss direkt in unsere Richtung, hat unsere Kleine nur knapp verfehlt, aber mein Bein getroffen (Hose angekokelt) und uns allen pfeifende Ohren bereitet. Ein weitere Batterie setzte beinahe die bewachsene Fassade eines Nachbarhauses in Brand. In der Entstehungsphase konnten wir noch mit Fußtritten und Mineralwasser das Schlimmste verhindern, ich hatte jedoch schon den Notruf der Feuerwehr in der Leitung! (Interessant übrigens, dass sie sich in der Silvesternacht nur ganz pragmatisch mit "Wo ist der Einsatzort?" gemeldet haben.)

Eine Weile später kippte wieder eine Batterie auf der anderen Straßenseite um, die ihrem Namen alle Ehre machte. Gewaltig gruselig war sie in dem Moment und eine der verschossenen Leuchtkugeln ist einem in dem Moment auf dem Fahrrad vorbeifahrenden jungen Mann direkt in die hinten herunterhängende Kapuze seiner Jacke geflogen. Die Jacke wird zum Versicherungsfall, aber es ist von riesigem Glück zu reden, dass er die Kugel nicht direkt abbekommen hat oder diese gar seine Jacke entflammt hat.

Wir waren jedenfalls restlos bedient! So sehr, dass ich tatsächlich überlege, zum Jahreswechsel 20/21 überhaupt kein Feuerwerk mehr bei uns im Laden anzubieten. Da die Abverkäufe zumindest bei uns ohnehin so überschaubar geworden sind, gehe ich davon aus, dass mir das kein Kunde ernsthaft übel nehmen wird. Die Leute kommen nicht zu uns, weil sie hier ihre Mega-Feuerwerksauswahl vorfinden, dazu werden in campingplatzmanier die einschlägigen Sonderpostenmärkte belagert, sondern wir verkaufen eher mal den einen oder anderen Artikel an die Kunden, die ohnehin gerade hier einkaufen.

Und wäre es wirklich so schlimm?


Mount Bananas

Es war ja gut gemeint vom Kollegen, noch einen weiteren Karton Bananen auszupacken, damit die Kunden schön zugreifen können. Aber abgesehen davon, dass das wirklich blöde aussieht, zumindest für mein Empfinden, nehmen einem die Bananen so eine Haufentechnik auch ganz böse übel. Zumindest die Früchte am Fuße des Berges. Bananen sind nämlich ausgesprochen druckempfindlich und das Gewicht ist definitiv für die unteren zu viel.

Die Augen des Kollegen wurden immer größer, als ich ihm davon berichtete und er gelobte, da zukünftig drauf zu achten. Asante Sana, Matsch Banana …


Beschmiertes Regaletikett

Warum macht man sowas? Und wieso? Und aus welchen Beweggründen? Und welche Absicht steckt dahinter? Und wer war das und weshalb überhaupt?

(Okay, das Brot scheint woanders günstiger angeboten zu werden. Aber falls das der Grund für die seltsame Beschriftung war, hätte man das im persönlichen Gespräch mit mir oder einem meiner Mitarbeiter sinnvoller kommunizieren können …)


MENSCH, ein Drucker

Vor ein paar Tagen stand hier in der Nachbarschaft auf dem Gehweg vor einem der Häuser ein Multifunktionskopierdruckscannerfax mit der aufgeklebten Frage, ob das jemand behalten möchte. So weit, so ungewöhnlich. Hier in Bremen stehen öfter mal irgendwelche Gegenstände, Möbel, Bücher oder Kisten mit Kleinigkeiten vor den Häusern und daran ein Zettel, dass die Sachen sich über einen neuen Eigentümer freuen würden.

Aber wir wären ja nicht in Bremen, wenn sich nicht jemand an der Sprache gestört und das pöhse Wort "jemand" politisch total korrekt durchgestrichen und durch "mensch" ersetzt hätte. Ob diese *Person wohl weiß darüber informiert ist, dass mit "mensch" nach wie vor meistens der privilegierte, weiße, heterosexuelle Mann assoziiert wird? Oh, oh. :-D


Handyangebote aus Fernost

Per E-Mail kam ein "Angebot" eines vorgeblichen Großhändlers aus Fernost hier an, in dem iPhones, aber auch diverse andere Marken-Smartphones zu erstaunlichen Preisen angeboten werden. Ob das realistische EK-Preise für solche Geräte sind, kann ich mangels Branchenkenntnis natürlich nicht beurteilen. Ob ich da auch Einzelstücke bestellen kann, stand nicht dabei. Auch nicht, ob man Vorkasse leisten soll oder die Ware auf Rechnung bekommt.

Mein Gefühl sagt mir, dass das unseriös ist. Aber falls man ohne Risiko tatsächlich neue Originalware bekommen könnte, wär's natürlich schon spaßig. Möchte es jemand ausprobieren? :-D

(iPhones nicht für mich, ich habe Apple komplett abgeschworen.)