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Müsliriegel bei den Müsliriegeln

Als vor ein paar Wochen die neuen Regale durch Dritte platziert wurden, haben sie dort auch gemäß ihrer Planogramme die einzelnen Balisto-Müsliriegel untergebracht. Ein typischer Artikel für die Kassenzone, den ich eher nicht zwischen den Großpackungen mit Müsliriegeln im Rest des Ladens vermuten würde. Weder als Kunde noch als Mitarbeiter.

Da waren nun also zwei Lücken im Müsliregal, deren dazugehörige Ware wir brav zweimal pro Woche anhand der gesteckten Etiketten bestellt haben. Im Regal an der Kasse türmten sich inzwischen pro Sorte vier Kartons dieser Müsliriegel, das Regal war immer noch leer. Inzwischen haben wir diesen Umstand (Fehler?) bemerkt und die Riegel ins Müsliregal gestellt.

Hättet ihr die da gesucht?! :-O


Purify the Air

Diese Aufschrift trug der Karton auf der Seite:



Der Karton, den jemand, nachdem er sein Leergut darin zu uns transportiert hatte, einfach vor dem Leergutautomaten stehen ließ. Voller ekeliger Haushaltsabfälle inklusive abgenagter Hühnerknochen.

Wären doch bloß noch die luftreinigenden Pflanzen darin. :'(


"Auslistung Hachez"

Vor einer Weile, als bekannt wurde, dass die Firma Hachez verkauft und die Verlagerung der Produktion bekannt wurde, ging ein Aushang in einem Edeka-Markt durch die sozialen Netzwerke:

Auslistung Hachez

Die traditionsreiche Fa. Bremer Hachez wird ihre Produktion in Kürze nach Polen verlagern. Das Werk in Bremen schließen, 250 Mitarbeiter entlassen. (oder sollen die etwa nach Polen auswandern?)

Diese Maßnahme dient allein der Gewinnmaximierung. Wirtschaftlich besteht dazu keine Notwendigkeit. Die Jobs der teilweise langjährig Beschäftigten sind der Geschäftsleitung sowas von egal, was einzig zählt ist Profit, … Profit, … Profit …

Steuern werden dann natürlich auch in Polen bezahlt, … weil günstiger als in Deutschland.
Damit können die Polen ihre Straßen sanieren , Schulen und Kindergärten bauen.

Dann sollen die bitteschön auch die Schokolade essen.

Wir werden in unserer Firma künftig keine Hachez-Produkte mehr verkaufen.
Hachez hat ab sofort Lieferstop.
Bitte um Verständnis.
Es ist schwierig. Es ist immer schwierig. Klar geht es um Profit und leider ist der Toms-Gruppe die Verbindung zwischen Hachez und Bremen vermutlich genauso egal, wie der InBev die Verbindung zwischen Beck's und Bremen, von Kellogg's und Coca-Cola ganz zu schweigen …

So lange die Schokolade in Bremen produziert wird, ist die Auslistung auf jeden Fall gegenüber den noch Mitarbeitern unfair. Was danach passiert, ist eine andere Sache. Und vor allem: Von den großen exklusiven Schokoladenherstellern sind ohnehin schon nicht mehr so viele übrig. Gubor ist nach vielem Hin und Her (auch bei mir) quasi nicht mehr existenz. Rausch hat sich aus dem regulären Einzelhandel komplett zurückgezogen. Niederegger ist mit Marzipan und gefüllten Pralinen und Tafeln da etwas außen vor und nicht wirklich ein Ersatz. Ich habe hier zwar noch Zotter dauerhaft im Angebot, aber das ist ebenfalls sowohl preislich als auch bezüglich der teilweise sehr skurrilen Sorten keine massentaugliche Ware.

Was bleibt mir (und den Kunden) denn noch? Nur noch Lindt & Sprüngli, einer internationalen Aktiengesellschaft mit etlichen Produktionsstandorten, das Feld überlassen? Ist das so viel besser als Hachez, von denen zumindest Marketing und Vertrieb hier in Bremen bleiben?

Regale aus der alten Getränkeabteilung

Hier seht ihr zwei Fotos, die während des Abbaus unserer alten Getränkeabteilung Anfang September entstanden sind. Diese Regale waren eben normal bei uns und sind ein gewohnter Standard gewesen.

Aus heutiger Sicht: Wat gruselich! :-)




Dosencola zum Sofortverzehr

Eine Mutter war mit einem "leicht" hyperaktiven Kleinkind im Alter unserer Kleinen (also ca. 4-5 Jahre) im Laden. Dauernd rief die Frau hinter dem Kind her und an der Kasse beklagte sich die Kundin bei meiner Mitarbeiterin beiläufig darüber, dass der Kleine immer so hibbelig und unruhig ist.

Nach dem Bezahlen öffnete die Frau noch im Laden direkt eine der beiden Coladosen, die sie soeben gekauft hatte, und drückte sie dem Jungen in die Hand.

Keine weiteren Fragen.

Wer geht da mit wem ins Bett?

Als wir vor etlichen Jahren anfingen, Bio-Produkte mit Demeter-Siegel ins Sortiment aufzunehmen, war der Aufschrei groß. Es folgte ein gewaltiges Mimimi, da diese Produkte schließlich dem Fachhandel vorbehalten seien und man gefälligst eine Schulung mitzumachen habe, um die Kunden entsprechend beraten zu können. Demeter ist schließlich nicht nur "Bio", sondern es geht dabei (auch) darum, ganzheitlich im ökologischen Sinne zu wirtschaften.

Wir (und auch unsere vertrautesten Bio-Großhändler) haben uns da immer etwas drüber hinweggesetzt. Seit einer Weile sind sogar viele Artikel (Tendenz steigend) mit Demeter-Siegel bei der Edeka fest gelistet. Das war für mich ein klares Signal, dass dieser elitäre Status endgültig aufgebrochen sein soll und die Bio-Branche sich im Gegenteil sogar darüber freuen soll, dass diese (hochwertigeren) Produkte der breiten Masse angeboten werden können.
Die Edeka ist zwar groß, existiert aber letztendlich nur durch die vielen selbstständigen Einzelhändler mit ihren unzähligen eigenen Philosophien und Denkweisen, so dass sich Demeter letztendlich nicht einem großen Konzern verkauft hat.

Vor ein paar Tagen habe ich diese Schlagzeile in der aktuellen Lebensmittel-Zeitung entdeckt. Sollte es zu einer Zusammenarbeit mit Demeter und der Schwarz-Gruppe kommen, ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Artikel zu schmerzhaften Erzeugerpreisen eingekauft und bei Lidl verramscht werden.

Ich bin ja selber kein Freund von dieser selbsternannten Bio-"Elite" und man kann auch von Demeter halten, was man will – aber diesen Deal betrachte ich ausnahmsweise auch mal kritisch.


Datenschutzauskunft-Zentrale

Vor ein paar Tagen bekam ich eine E-Mail von Großhandlung, in der vor einer neuen Masche gewarnt wurde, mit der den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen wird:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Zeit werden von einer angeblichen Datenschutzauskunftszentrale Faxmitteilungen verschickt. Bitte ignorieren Sie diese Mitteilungen, es handelt sich um Betrugsversuche.
Ich hatte den Text gerade gelesen, da trudelte das Fax hier auch schon ein. Die Gefahr, dass irgendein Mitarbeiter den Auftrag unterschrieben zurücksendet, besteht hier zwar nicht, da mir die Fritzbox eingehende Faxe per E-Mail sendet, aber woanders könnten die "Datenschützer" sicherlich Erfolg haben …

Ausschnitt aus dem Fax

Mit 498€ netto ist man dabei. Ein theoretisch sogar noch ein akzeptabler Preis, falls die angebotenen Leistungen tatsächlich vollumfänglich geboten würden, wovon wohl eher nicht auszugehen ist …


225 und 234

Ich wollte den großen Backofen für eine Pizza vorheizen. Die für dieses Backprogramm vorgesehene Temperatur beträgt 225 Grad Celsius. Aber das Ding wollte und wollte nicht aufhören und heizte bis auf 235 Grad vor. Wenn man das zum ersten Mal erlebt, steht man kopfkratzend vor dem Gerät und schwankt zwischen "Bug oder Feature". Aber soll wohl so sein, vielleicht, damit die Temperatur beim Öffnen der Tür nicht zu weit wieder absinkt.


Zwei Fußbodenbilder

Anhand der Fotos hier im Blog wurde mein Fußboden von einigen zeitweise als "extrem schäbig und ekelig" eingestuft. Auf diesem Foto sah es beispielsweise auch so extrem aus. Auf vielen anderen auch, aber das ist / war einer Einstellung in meiner Kamera-App geschuldet, das Ding hat je nach Lichtverhältnissen auf einigen Flächen extreme Kontraste verursacht.

Ehrlich? Über so einen Fußboden würde ich als Kunde nicht laufen wollen:



Aber wie auch "Fritz Müller" hier schon schrieb, sieht der Boden in Wirklichkeit sauber aus. Eine relativ gleichmäßige Fläche, natürlich auf Grund des Alters mit nicht zu verheimlichenden Gebrauchsspuren, die aber auch bei Neukunden nicht gerade einen negativen Eindruck hinterlässt:


Von 1 auf 113 in einem Jahr?!

Im Briefkasten bei mir in der Halle lag das alljährliche Zettelchen von Wesernetz, auf dem ich gebeten werde, die Stände der diversen Zähler (Gas, Strom, Wasser) anzugeben. Kein Problem, das erledige ich doch schnell mal eben …

… doch dabei fiel mir ein kleines Detail auf: Die Wasseruhr wurde letztes Jahr erst neu eingebaut und hatte bei der letzten Ablesung gerade mal einen Kubikmeter drauf. Ein Jahr später sollen es 113 sein?! 113 Kubikmeter Wasser??? Gerade im letzten Jahr waren wir kaum bei der Halle. Höchstens mal Material hinbringen oder Betonwerksteine abholen, der Wasserverbrauch dürfte bei maximal einer Toilettenspülung alle zwei Wochen gelegen haben, eher sogar weniger. Man kann es drehen und wenden, wie man will, es wäre auch für den vergangenen Abrechnunszeitraum maximal wieder ein Kubikmeter dabei herausgekommen. WARUM ZEIGT DER ZÄHLER 113 AN???

Auf diesem Bild erkennt man einen Wasserhahn neben der Eingangstür. Der ist zwar nicht explizit von innen abgesperrt, aber außen nur mit einem Vierkantschlüssel zu öffnen. Das ist zwar kein Hinderungsgrund, schützt aber zumindest vor Leuten, die einfach mal nur so das Ding aufdrehen wollen. Andererseits ist der Eingang, wenngleich auf einem Privatgrundstück gelegen, frei zugänglich.

Ich vermute, dass da nicht jemand aus einer Laune heraus das Wasser aufgedreht, sondern sich knallhart dreist bedient hat. Nicht eimerweise, sondern direkt mit einem Schlauch. Wäre zwar schon echt gewagt, da ich ja jederzeit unregelmäßig auftauchen könnte – aber eine andere Erklärung habe ich nicht. Es gibt keinen tropfenden Wasserhahn oder laufende Toilettenspülungen. Auch ein undichtes Wasserrohr schließe ich aus, da die Uhr vollständig still stand.

Und nun? Anzeige? Gegen wen? Unbekannt? Und was soll das bringen? Eben. Nichts. Ich verbuche das als Lehrgeld, nehme mir vor, noch weniger leichtgläubig zu sein, und habe nun den Haupthahn im Versorgungsraum abgedreht. Fertig, aus.


SPAR Einwegleergut-Flyer

Ich staune ja immer wieder über diese vielen Kleinigkeiten, die sich hier im Laufe der Jahre teilweise unbeachtet angesammelt haben und die man so nach und nach wiederfindet. Zum Beispiel dieser kleine Flyer, den wir (Einzelhändler) damals zur Einführung des Einwegpfands in die Märkte bekommen haben. Das war ein Chaos mit dem Einwegpfand … Wir hatten ja auch das P-System und anfänglich selber gedruckte Coupons, bei PLUS gab es kleine Blechchips als Pfandmarke, bei anderen Unternehmen gab es wiederum eigene Insellösungen. Die heutige Lösung mit der DPG ist dagegen schon ganz praktisch.

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!


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Freestyle-Elektriker

Wenn die Arbeit des Elektrikers eigentlich eher ins Museum of Modern Art als hier an meine Wand gehört. Ist zwar keine sicherheitsrelevante Konstruktion, aber da war mir der Geselle ein bisschen zu kreativ.

Alter?! :-O


Rasierer für 32 Cent

… und dann war da noch der Kunde (oder die Kundin), der eine Packung Einweg-Rasierer aufgerissen und zwei der Rasierer geklaut hat. Im Wert von (runtergerechnet) sage und schreibe 32 Cent.

"Facepalm" beschreibt meine aktuellen Gedanken wohl ganz gut …

(Möge er sich damit das ganze Gesicht blutig kratzen.)