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LKW in der Seitenstraße

Dieses Bild ist bei unserer letzten Containerleerung in der Seitenstraße entstanden. Entgegen der Theorie in Form eines Plans mit eingezeichneten Kurvenradien, den ich vom Amt für Straßen und Verkehr mal gezeigt bekommen habe und in dem "problemlos" ein LKW in unsere Einfahrt fahren konnte, sieht die Praxis ganz anders aus.

Wenn die Autos völlig legal auf dem Parkstreifen (links im Bild) stehen, funktioniert das mit dem Laster nicht mehr. Ohne den großen Container würde es gerade noch klappen, aber wenn der Behälter hinten noch ein gutes Stück über den LKW hinaus hängt, passt es definitiv nicht mehr.
Das ist der Grund, warum wir alle paar Wochen dieses Drama mit der Blockade in Form unseres eigenen Anhängers, eines Autos und auch mal den Motorrollern eines Nachbarn (links gerade noch im Bild zu erkennen) auf uns nehmen.

Ein (meinetwegen auf ein kleines Zeitfenster mit wenigen Stunden pro Woche) beschränktes Halteverbot wäre der Hit, aber sowas bekommen wir nicht, da Lastwagen problemlos auf den Hof fahren können, auch wenn Autos dort parken. Sagt der Plan mit den eingezeichneten Kurvenradien.

Dieses Foto sagt was anderes:


Keine Ahnung, wo … Ah, da rennt er ja!

Gemeinsam mit einer Kollegin verließ ich am späten Nachmittag die Firma. Während ich noch Sachen im Auto verstaute, fuhr sie schon mal los. Plötzlich klingelte mein Handy. "Ich glaube, wir kommen hier nicht raus, da parkt einer genau vor der Einfahrt."

Das übliche Drama.

Vor dem Eingang der Moschee standen ein paar junge Männer, die ich ansprach. Ihr Wagen sei das jedoch nicht und auch im Gebäude würde sich niemand mehr befinden, dem der gehören könnte. "Okay, danke", sagte ich und zückte mein Handy. "Dann soll die Polizei das klären und den notfalls abschleppen lassen, wir müssen hier zeitig weg."

Keine fünf Sekunden später rannte der Fahrer des Wagens aus dem Gebäude, vor dem die Gruppe stand, zu seinem dunkelblauen Auto, das die Einfahrt versperrte und parkte es um. Na, sowas …


Bye, Mrs. Sporty

Vor vier Jahren hier an der Ecke eröffnet, nun wieder geschlossen: Das kleine Mrs. Sporty Fitnessstudio für Frauen. Seit wann das Studio nun schon genau geschlossen ist, kann ich gar nicht sagen. Durch die Scheiben mit der Milchglasbeklebung fielen Veränderungen in und am Gebäude im Vorbeigehen kaum auf. Die letzte Rezension bei Google ist ein halbes Jahr alt, ich kann also nicht jahrelang da blind vorbeigelaufen sein. Ob die dauerhafte Schließung durch Corona da ausschlaggebend war?

Da ist auf jeden Fall nun wieder ein leerer Laden in der Nachbarschaft. Vielleicht sollten wir nun doch mal die Idee aufgreifen, einen Teil aus unserem Sortiment dorthin auszulagern? :-D


FCK CRN

Bis vor ein paar Tagen klebte an einer der Ampelmasten hier in der Gegend (Neuenlander Straße Ecke Friedrich-Ebert-Straße) ein Aufkleber mit den bekannten zwei mal drei Buchstaben: "FCK CRN" Das sollte wohl "F*ck Corona" heißen, aber meine erste Assoziation war "F*ck CERN. Da waren wohl irgendwelche Leute unterwegs, die Angst vor einem schwarzen Loch mitten in Europa hatten. Dachte ich, zumal sich "CeRN" deutlich flüssiger aus den drei Buchstaben ableiten lässt als "CoRoNa".

Dabei wäre so ein kleines schwarzes Loch gar nicht so unpraktisch. Einfach allen Müll da rein, vor allem natürlich auch giftige, radioaktive oder andersartig gefährliche Abfälle, und schon würde sich aus all dem ein winzig kleiner Klumpen bilden. Dummerweise würde der Klumpen ein paar Zentimeter größer werden und sich im Laufe der dann gar nicht mehr so reichlich vorhandenen Zeit auch den Rest unseres Planeten einverleiben, was das Fortbestehen der Erde erschweren würde. Aber zumindest der Müllschlucker-Ansatz war ja noch interessant. Muss man denn deswegen gleich die ganze Teilchenphysik verteufeln? :-)

Parkkünstler

Mit Hilfe der Polizei haben wir ihn schließlich ausfindig gemacht und der Fahrer des PKW war auch ganz klein mit Hut aufgrund seiner Parkkünste in unserer Einfahrt. Immerhin soll da gleich ein 12-Tonner durch.

Aber manchmal wünscht man sich ja schon, dass an die Führerscheinprüfung noch ein Bogen mit Fragen zum Thema gesunder Menschenverstand angehängt wird. :-P


Brrrmmmmm, Brrrrrm …

Ein Moscheebesucher prollte mit einem auffällig lauten Auto auf den Hof.

Da ich gerade mit einem Kollegen auf der Rampe stand, rief ich dem jungen Mann zu, als dieser aus dem Wagen stieg: "Dein Auspuff ist kaputt!"

Er freute sich und berichtete stolz: "Das gehört so, das ist ein AMG."

"Ach, das wär mir ja peinlich, damit herumzufahren."

Er lachte und ging ins Gebäude.

Natürlich ist das ein AMG und dass die Karre so klingen soll, weiß ich selber. Aber immer wieder süß, wie empfindlich manche Leute reagieren, wenn man deren Lebensmittelpunkt verspottet – auch, wenn das nur materielle Grütze aus Metall und Plastik ist. :-)

Schönes Bremen – 20210426

Wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, sieht man viel mehr, als wenn man nur mit dem Auto über die Hauptstraßen fährt. Die schönen Ecken der Stadt bleiben einem verborgen und ich hätte dieses bezaubernd arrangierte Stillleben aus Ölkanistern und Altreifen nie entdeckt. :-(


Vier Schneebilder von vorvorletzter Woche

Durch den ganzen Stress in den vergangenen Wochen ist wirklich vieles an Blog-Material liegengeblieben. Auch diese vier Fotos mit viel Schnee gehören dazu.

Am Tag vor der Neuinstallation des Sielaff-Leergutautomaten musste mal wieder der große Container auf dem Hof geleert werden. Dazu hatten wir mal wieder mit der bewährten Anhänger-Technik die Rangierfläche auf der Seitenstraße freigehalten. Den im leeren Zustand schon eine halbe Tonne schweren Hänger über die gefrorenen Schneematsch-Brocken zu bugsieren, hatten wir sogar mit vier kräftigen Leuten nur mühsam geschafft:



Als ich dazu vorher den Hänger bei mir aus der Halle geholt hatte, durfte ich mich schon über einen anderen rücksichtlosen Verkehrsteilnehmer ärgern, der meine Einfahrt zur Hälfte zugeparkt hatte. Der Anhänger passte wirklich gerade so da durch, ohne etwas zu demolieren. Verdient wär's aber gewesen. :-P



Aufgrund der Schneeverwehungen bin ich nicht auf "meinen" Parkplatz in der Ecke neben dem Trafohäuschen gefahren, sondern mitten auf dem Hof stehengeblieben. Stört ja keinen, der Platz gehört zum Laden und damit zur alleinigen Nutzung durch mich. Das hat aber ein älteres Mitglied der Moschee anders gesehen und mich quer über den Platz angeschrien und beleidigt. In dessen Vorstellung gehört der Hof nämlich der Moschee oder zumindest der Allgemeinheit, aber auf gar keinen Fall mir, und so wäre es ja eine Frechheit und Rücksichtslosigkeit von mir, so zu parken. Das Argument mit der Schneeverwehung, durch die ich nicht laufen wollte, ignorierte er genauso wie meine Frage, wie er auf den Gedanken kommt, über die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks Bescheid zu wissen.

Anekdote am Rande: Sie hatten bei sich vorm Haus Schnee geschippt und ordentlich gefegt. Bis an die Grenze zu meinem Hof und nicht einen Millimeter weiter. :-D



Apropos Schneeverwehungen: Der Eingangsbereich unseres Ladens sah auch gut aus, auch vor dem Gebäude hatte sich ein rund einen halben Meter hoher Schneehaufen angesammelt, durch den ich zur Tür stapfen konnte. (Das Foto ist am Sonntag entstanden, es mussten also keine Kunden in den Laden.)


Ein Gebäude mit Geschichte

Was ihr hier seht: Ein in der Cramerstraße in Delmenhorst stehendes, mehrere Jahrzehnte altes und inzwischen ziemlich runtergerocktesGebäude ohne architektonische Highlights, in dem sich bis Ende 2019 ein EDEKA-Markt befunden hat und das inzwischen vollständig leer steht.

Was ich hier sehe: Unglaublich viele Erinnerungen. Wie es dazu kam, hatte ich in diesem Beitrag vor ein paar Jahren mal kurz angedeutet.

Hier fing meine ganze Laufbahn im Einzelhandel an. Vom Schülerjob zum Arbeitgeber, fast die berühmte Tellerwäscher-Karriere, nur das mit dem Millionär hat noch nicht geklappt. Muss auch nicht, so lange meine Familie gut davon leben kann, bin ich auch so glücklich! Für mich war das damals schon immer mehr als nur ein Job. Für alle Bereiche habe ich mich interessiert und war zeitweise fast schon eine Art Faktotum. Es gibt keinen Raum, den ich nicht kenne (Wer vom Supermarktpersonal interessiert sich für die Infrastruktur eines Gebäudes?) und irgendwie habe ich auch im Grunde jede dort anfallende Arbeit mal erledigt, teilweise weit über den Supermarktalltag hinausgehend.

Als ich dort anfing, war es ein "Comet", der später zu einem "extra"-Markt wurde. Später hat mein ehemaliger Ausbilder, der inzwischen schon seit ein paar Jahren mit einem SPAR-Markt selbstständig war, dort auch als "SPAR" einen weiteren Markt betrieben, der nach der Übernahme durch die EDEKA erst zu einem "E Aktiv"-Markt und dann zu einem "EDEKA" wurde.

Und nun? Alles vorbei. Der Mietvertrag wurde Ende 2019 beiderseitig nicht mehr verlängert, der Betreiber ist in Rente und das Gebäude wird wohl, wenn die Gerüchte stimmen, abgerissen, um mit der Fläche dahinter Platz für eine kleine Wohnsiedlung mit einem neuen Markt zu schaffen. (Nein, ich möchte den nicht betreiben!)

Eigentlich würde ich da ja gerne noch einmal reingehen. Ich kenne sogar zwei Leute, die wiederum mehr oder weniger guten Kontakt zu den Eigentümern haben, oder diese zumindest persönlich kennen – aber warum sollte sich da jemand Zeit nehmen, um mit einer unbekannten Person (nämlich mir) da eine Sightseeing-Tour durch den alten Laden zu unternehmen? Vielleicht ergibt sich auch eine Chance für eine Besichtigung, wenn das Objekt irgendwann an ein Abbruchunternehmen übergeben wurde. Da ich da häufiger dran vorbeifahre, wird mir da sicherlich nichts entgehen.

Als Gebäude ist das Ding zwar ziemlich zweckmäßig – und unbestreitbar pottenhässlich, aber wenn es irgendwann so weit ist, wird es mir fehlen, das ist sicher. Es ist wirklich komisch, das Bild zu betrachten, an die erste Hälfte der 90er zu denken und sich daran zu erinnern, wie viel Zeit ich hier verbracht habe. Alleine im Außenbereich – aufräumen, fegen, Schnee schippen …

(Regelmäßige Berichte hier im Blog über die weitere Geschichte der Immobilie werden parallel zu Achim und Findorff folgen.)


Da muss ein Schild hin!

Ein Mann, der auch nicht Besucher der Moschee war, hatte sein Auto hier zum wiederholten Male auf unserem Hof abgestellt. Als er gerade wegfahren wollte, stand ich zufällig auf der Rampe und so sprach ich ihn an und sagte ihm, dass das hier ein Privatgelände sei und er hier deswegen nicht parken dürfe.

"Wo steht das?"

"Das habe ich Ihnen schon einmal gesagt."

"Da muss ein Schild hängen!"

"Wie, Schild? Ich habe es Ihnen ja nun erklärt. das sollte reichen."

"Da muss ein Schild aufgehängt werden, das ist gesetzlich!"

Stieg ein und fuhr davon …

Ich bin mir nicht sicher, ob er sich einfach nur so renitent gibt oder ob er wirklich so dumm ist. Es muss einem doch schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass man, wenn man auf einem offenbar nicht einem selbst gehörenden Grundstück angesprochen wird, man den Ball flachhält und nicht auch noch gegenüber einer Person, die offenbar auf dem Gelände mehr zu sagen hat, eine große Klappe riskiert.

Zaun mit DSDS-Allüren

Beim Hornbach hier im Stadtteil (und vermutlich auch in den anderen Hornbach-Filialen) bekommt man einen Zaun aus dicken Holzbrettern. Dieses Modell wurde Dieter getauft und so entstand der "Bohlenzaun Dieter". Wenn der Wortwitz vom Hersteller nicht beabsichtigt war, würde es mich schon sehr wundern. :-D

Über diesen Namen haben zwar auch schon andere im Internet gelacht, aber mir war das Schild jetzt erst auf dem Weg vom Gebäude zum Auto aufgefallen:


Omnipräsenter Piepton

Etwa zwei bis drei Stunden lang war im hinteren Bereichs unseres Lagers, in den Toiletten und bei mir im Büro ein komischer Piepton zu hören. Dieser Ton lag irgendwie diffus im Raum und im ersten Moment dachte, dass möglicherweise einer der Lüfter bei mir im PC die Ursache dafür ist. Wäre nicht das erste Mal, dass so einer einen Lagerschaden hat. Als ich den Kopf unter den Schreibtisch steckte, wurde das Geräusch jedoch nicht lauter, PC ausgeschlossen.

Ich war nicht ununterbrochen bei mir im Büro und so vernahm ich den Ton zwar, er erreichte aber nie so einen Nervfaktor, dass ich den Drang verspürte, mich darum kümmern zu müssen. Damit ihr euch etwa vorstellen können, von was für einem Geräusch wir reden: Die Tonhöhe lag etwa beim Kammerton A, war also noch halbwegs erträglich.

Etwas später kam eine Kollegin zu mir ins Büro, der dieser Ton natürlich ebenfalls auffiel. "Das geht schon seit Stunden so", sagte ich und sie vermutete, dass wohl das Ladegerät unserer Wischmaschine die Quelle dafür ist. Das klang plausibel, die Maschine steht im Vorraum der Damentoilette und so auch in relativer Nähe zu meinem Arbeitsplatz. Wir beließen es für den Augenblick dabei und besprachen, was zu besprechen war.

Eine halbe Stunde später zog ich mich in mein Büro zurück, um in Ruhe und konzentriert arbeiten zu können. Da überschritt das Piepen irgendwann das erträgliche Maß und ich machte mich auf die Suche. Mein PC war es nicht, auch nicht beim zweiten Hinhören. Das Ladegerät der Wischmaschine hätte es sein können, auf dem Flur wurde das Geräusch nämlich lauter, aber auch nach dem Ziehen des Steckers änderte sich nichts. Daraufhin habe ich alle als mögliche Ursache in Frage kommenden Dinge untersucht: Heizkörper, Spülkästen, Heißwassergeräte, das Zeiterfassungsgerät und auch Beleuchtung. Ich hielt mein Ohr an alle Schließfächer der Mitarbeiter – aber das Geräusch wurde weder lauter noch leiser. Als ich schließlich noch meine Bürotür schloss, das Piepen aber weder auf der Innen-, noch auf der Außenseite lauter oder leiser zu hören war, kam mir der Gedanke, dass die Quelle des Tons außerhalb meines Gebäudes liegen muss. Undenkbar ist das nicht, denn immerhin sind hier einige Gebäude direkt aneinander gebaut.

Unmittelbar benachbart sind hier hinten einige Räumlichkeiten, die hier zur Moschee gehören. Also ging ich raus und über den Hof und dann die unmittelbar neben meiner Bürowand befindlichen Treppe nach oben. Ich stand in einem kleinen Raum, von dem drei Türen abgingen, das Piepsgeräusch war hier sehr deutlich zu hören. Da ich nicht einfach irgendwo reingehen wollte, sprach ich einen der Leute unten im Versammlungsraum an, der sich die Sache mal aus der Nähe anguckte – und den Lärm abstellte.

Als er Augenblicke später wieder nach unten kam, berichtete er, dass im Waschraum dort oben ein Wasserhahn nicht richtig zugedreht war. In besagtem Wasserhahn ist die Dichtung wohl kurz vor ihrem Ende und wurde dann durch das strömende Wasser in eine Schwingung versetzt, die sich als Körperschall durch das Rohr und das Mauerwerk bis in unsere Räumlichkeiten fortgesetzt hat.

Endlich wieder Ruhe! :-)