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ALH

Auch meine Moschee-Nachbarn nehmen das Thema Corona sehr ernst. Es ist (gemäß der behördlichen Auflage) quasi nichts mehr los, seit Tagen gibt es Aushänge mit Verhaltensrichtlinien ("Nach Möglichkeit eigenen Gebetsteppich mitbringen") und neuerdings hängt auch ein Spender mit Desinfektionsmittel neben der Tür des Waschraums. Das Mittel ist "Antisept ALH", ob die Wahl dieses Produkts ein Zufall war oder nicht, kann ich natürlich nicht sagen – ich musste jedoch sehr schmunzeln, als ich den Text las.

Wer jetzt nicht sofort drauf kommt, sollte "ALH" einfach mal etwas schneller und mit zusammengezogen Buchstaben aussprechen. :-)


Singende Amsel am Morgen

Heute früh um 5:30 Uhr hat mich hier auf dem Hof vom Dach des Nachbarhauses eine Amsel begrüßt. Ich liebe diesen Gesang und ich hätte noch viel länger zuhören können, leider hat die Arbeit noch lauter gerufen …


Harry-Potter-Quiz im Gastfeld

In der benachbarten Kneipe Gastfeld findet am kommenden Dienstag wieder Gregors Pubquiz statt, diesmal zum Thema Harry Potter. Das Quiz beginnt um 19 Uhr und soll planmäßig etwa bis 22 Uhr dauern. Wer Lust hat, darf gerne kommen und in geselliger Runde mitraten.

Diese Werbung wird Ihnen präsentiert von mir selber als Dank dafür, dass Gregor heute einen Urlaubstag geopfert hat, um uns hier in der Firma personell aus der Bredouille zu helfen. :-)

Schwer verletzte Taube

Eine Taube wurde vermutlich von irgendeinem anderen Tier angefallen. Ob es ein Raubvogel oder eine Katze war, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall lag sie mitten auf dem Hof zwischen herumfliegenden Federn in einer Blutlache – und lebte noch. Ihre Verletzung war nichts für Leute mit schwachen Nerven, vom Kopf bis zum Rumpf war ihr Hals auf der vollen Länge so tief geöffnet, dass einzelnen Sehnen und das restliche Innenleben zu erkennen waren. Blutgefäße hingen heraus, es war nicht schön.

Was macht man in so einem Fall? Von den Kollegen kamen die Vorschläge, dem Vogel einen Stein auf den Kopf zu schlagen oder mit einem Spaten den Hals durchzutrennen. Sowas sagt sich vermutlich leichter, als es dann auch zu tun. Wir setzten den Vogel erst mal in eine Kunststoffwanne und ich beschloss, später einen Plastiksack darüber zu stülpen und mit dem Inhalt einer Sodastream-CO2-Patrone das Leben des Tieres zu beenden. Eine Weile später war die Taube dann aber "glücklicherweise" von alleine gestorben und vermutlich aufgrund des Blutverlusts ohnehin schon nicht mehr bei Bewusstsein gewesen. Scheiß Situation, das sage ich euch.

Fotos erspare ich euch aus unterschiedlichen Gründen.

Weil es Mädchen sind?

Ein paar zur Moschee (resp. deren Besuchern) gehörende Kinder spielten hier auf dem Hof. Sie liefen hin und her und kletterten unter anderem auch auf unserer Rampe herum. Ich hatte das vom Bürofenster aus beobachtet und blieb trotz der Belagerung der Rampe ziemlich gelassen. Lass sie doch spielen. So lange sie nicht wieder Steine durch die Gegend werfen oder hier irgendwas von unseren Sachen beschädigen, will ich mich daran nicht mehr stören. Wozu auch?

Plötzlich hörte ich ein Rufen. An der Seite meines Plissees vorbeilinsend beobachtete ich, wie einer der älteren vom Moscheevorstand die Kinder zurechtwies und auch mit einer Armbewegung dazu aufforderte, von der Rampe herunterzukommen. Die Kleinen trabten im Laufe der folgenden Sekunden aus allen Richtungen an und gingen gemeinsam als kleine Gruppe ins Gebäude.

Ich staunte und war vor Freude völlig gerührt. Dass ich jemals noch mal erleben würde, dass hier mal ein derartiges Machtwort gesprochen wird. Nicht gerade mit Tränen der Rührung in den Augen, aber doch immerhin begeistert wandte ich mich wieder meiner Arbeit zu.

Erst hinterher fiel mir auf, dass die Kinder ausschließlich Mädchen waren. War das jetzt nur ein Zufall? Oder hätte bei Jungs wie so oft schon keiner was gesagt und sie hätten wild weitermachen können? Wer weiß, wer weiß …

"Sorry! Aber ansonsten werden wir nicht gehört."

Der Text aus dem Blogtitel steht auf einem Schild, dass an einem der Traktoren hängt, die sich hier heute in Bremen versammelt haben. Aktuell hier um die Ecke an der Hauptstraße:



(Wie gut, dass ich wie üblich mit dem Rad hier bin …)

MENSCH, ein Drucker

Vor ein paar Tagen stand hier in der Nachbarschaft auf dem Gehweg vor einem der Häuser ein Multifunktionskopierdruckscannerfax mit der aufgeklebten Frage, ob das jemand behalten möchte. So weit, so ungewöhnlich. Hier in Bremen stehen öfter mal irgendwelche Gegenstände, Möbel, Bücher oder Kisten mit Kleinigkeiten vor den Häusern und daran ein Zettel, dass die Sachen sich über einen neuen Eigentümer freuen würden.

Aber wir wären ja nicht in Bremen, wenn sich nicht jemand an der Sprache gestört und das pöhse Wort "jemand" politisch total korrekt durchgestrichen und durch "mensch" ersetzt hätte. Ob diese *Person wohl weiß darüber informiert ist, dass mit "mensch" nach wie vor meistens der privilegierte, weiße, heterosexuelle Mann assoziiert wird? Oh, oh. :-D


Full House auf dem Hof

Dort, wo der schwarze Transporter irgendeines Moscheebesuchers steht, ist eigentlich mein Parkplatz. Eigentlich besteht die Anweisung, dass die Fläche freizuhalten ist und wenn dort jetzt mein Auto stünde und ich damit schnell vom Hof müsste, wäre das ausgesprochen ärgerlich.

Da mein geliebtes Zweirad unten im Keller steht, tangiert mich das möglicherweise bevorstehende Ausparkchaos in diesem Fall allerdings nur ausgesprochen peripher. :-)


Echtes Dönerfleisch

Meine Nachbarn haben mal wieder ihren Grill angeworfen. Diesmal auf der anderen Seite des Hofes in ihrem Unterstand, so dass nicht alles in mein Büro zog. Erstaunt sah ich diesmal, dass sie dort keinen Grillrost verwendet haben, sondern dass der Grill eine Vorrichtung für einen Drehspieß hat.

Richtig Hunger hatte ich zwar nicht, aber das angebotene Fleisch roch so gut, dass ich nicht ablehnen konnte, als mich die älteren vom Moschee-Vorstand an der Rampe stehend ansprachen. Hier gab es keine Hackfleischmatsche vom TK-Spieß, sondern echtes Hammelfleisch, saftig und würzig. Ich stehe zwar mehr auf Gyros, aber das war schon lecker:

(Es ist mehr als nur Hunger stillen, es ist Grillen!)


Bye, bye, Elster

"Unserer" Elster ging es augenscheinlich von Woche zu Woche besser. Immer wieder (und bis heute noch) stell(t)en wir Futter hin und vor einer Weile waren es sogar zwei Elstern. Der ehemals struppig aussehende Vogel war von dem neuen Gefährten kaum noch zu unterscheiden; offenbar tat unsere Versorgung mit Wasser und Nahrung und der relativ geschützte Bereich hier zwischen den Gebäuden dem Tier ganz gut.

Seit einer Weile sind beide Elstern nicht mehr zu sehen gewesen.

Macht's gut, ihr beiden Rabenvögel, von denen wir zumindest einen im Laufe mehrerer Monate regelrecht ins Herz geschlossen hatten …


Braunschweiger-Weihnachtsmarkt-Werbung

Der Braunschweiger Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten und stimmungsvollsten in ganz Deutschland und zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an – wenngleich nur etwa die Hälfte des Marktes hier bei uns in der Innenstadt. Was jedoch die Braunschweiger veranlasst, hier Werbung für ihren, zwei Autostunden von Bremen entfernten Weihnachtsmarkt zu machen, wissen wohl nur die daran Beteiligten … :-O


Vollgerotzter Hinterhof

Vor allem freitagsnachmittags tummeln sich häufiger Gruppen von Heranwachsenden hier auf dem Hof, die wohl zu einer Einrichtung hier in der Nachbarschaft gehören oder diese zumindest besuchen. Damit sie von den wichtigen Leuten dort nicht beim offiziell nicht erlaubten Rauchen gesehen werden, stellen sie sich oft in die Ecke hinter unserem großen Container für die Einweggebinde. So weit, so unproblematisch.

Richtig unangenehm und vor allem ekelig ist die komische Angewohnheit von vielen dieser Leute, ständig auf den Boden zu sabbern, als würde es sich bei ihnen um ein Rudel alternder Berner Sennenhunde handeln. Habe nun mal bei eingangs erwähnten wichtigen Leuten darum gebeten, mehr aufzupassen oder zumindest irgendwelche Hinweise aufzuhängen. Vielleicht hilft's ja. :-|


Einkaufswagen mit Fahrradklingel

Beim Fahrradhändler meines Vertrauens stehen auch ein paar alte Einkaufswagen herum. An einem dieser Wagen befindet sich passenderweise an einem der Griffe eine Fahrradklingel. Wenn man für solches Material an der Quelle sitzt, ist der Gedanke wohl naheliegender, als wenn man extra losfahren und eine Klingel besorgen müsste.

Aber wäre hier bestimmt auch lustig. Dingodong, klingeling, tuuuut, rrrrrrring, dingding!


Nerviger Dauerparker

Der Typ lernt es einfach nicht. Vielleicht hilft unser alter Zettel, auf dem noch SPAR steht, dass das nicht ganz in Ordnung ist, was er hier macht. Falls das Papier, das so nass immerhin schön auf der Scheibe haftet, überhaupt den heutigen Dauerregen überlebt … :-|