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Tischbeine bei Bauhaus

Es gibt Dinge, die einen ganz klar für den Rest des Lebens prägen … :-)

Wer seine Jugend mit seinem (vor allem) ATARI ST oder Amiga und der Demoszene verbracht hat, erinnert sich vielleicht noch an diese herrlich übertriebenen Logos und Schriftzüge. Buchstaben wurden gestaucht, gestreckt, ineinander verschachtelt, gespiegelt, mit Zacken versehen und so lange grafisch misshandelt, bis aus einem simplen Gruppennamen etwas entstand, das aussah wie der Name einer skandinavischen Metal-Band, nachdem ein Einhorn draufgepinkelt hat.

Lesbarkeit war da teilweise eher Nebensache. Wichtig war, dass es scrollte, wobbelte, den Randbereich nutze und sich am besten dreidimensional über den Bildschirm gewunden hat. Man saß also nicht selten vor seinem Monitor (damals oft auch noch einem Fernseher) und dachte sich: "Ah ja. XNAR? KRA? CRAGESS? ZMORG?“ – bis irgendwann klar wurde, dass da vermutlich einfach nur "The Care Bears" stand und man gerade von der frisch getauschten 3,5"-Diskette die coole Cuddly Demo gestartet hatte.

Offenbar hat mein Gehirn diese Zeit bis heute nicht vollständig verarbeitet, denn als ich vor ein paar Tagen hier im Bauhaus-Baumarkt in der Stresemannstraße vor dieser hängenden Präsentation unterschiedlicher Tischbeine stand, sah ich nicht etwa zuerst eine Ausstellung mit Tischbeinen. Nein. Mein erster Gedanke war allen Ernstes: "XNA …?

Ich versuchte intuitiv und völlig unbeabsichtigt, die einzelnen Streben zu Buchstaben zusammenzusetzen, suchte nach einem Logo, einem Gruppennamen, vielleicht einem versteckten Schriftzug. Irgendwo zwischen den schwarzen Metallgestellen erwartete mein innerer 16-Bit-Jugendlicher offenbar noch einen Scroller, ein paar Raster und vielleicht düdelte irgendwo tief im Hirn schon wieder ein alter Chiptune.

Dann setzte langsam die Erkenntnis ein.

Das war keine neue Demo-Crew.

Das waren einfach nur Tischbeine.

Andere Menschen gehen in den Baumarkt und sehen Möbelzubehör. Ich stehe unbedarft vor besagtem Zubehör und versuche, eine Nachricht aus dem Jahre 1991 zu entschlüsseln. Vermutlich ist das also der Moment, in dem man merkt, dass bestimmte Teile der Jugend nicht verschwinden. Sie warten nur geduldig im Hinterkopf, bis irgendwo drei Metallteile ungünstig nebeneinander hängen. :-)


Der doppelte Radweg zur Firma

Da sind Ines und ich morgens gemütlich mit einem Abstecher durch den Stadtteil Strom zur Firma geradelt (oberste Strecke auf der Karte), um dann dort feststellen zu müssen, dass ich meinen Firmenschlüssel zu Hause vergessen habe. Also sind wir wieder zurück – allerdings den relativ direkten Weg, der in der Karte, von den Überschneidungen mal abgesehen, in der Mitte liegt.

Um wieder zur Firma zu kommen, haben wir dann einen klitzekleinen Umweg quer durch Delmenhorst und Groß Mackenstedt gemacht, so dass wir auf (gemütlich gefahrene) knappe 50 Kilometer als Frühsport gekommen waren. :-)


Wespe mit Wurst

Denkt immer daran: Wenn euch eine Wespe um die Ohren saust, will sie euch nicht ärgern, sondern sie sucht nur irgendetwas Essbares.

Daran hatte ich mich erinnert, als eine Wespe durch unsere Küche summte. Ich riss eine Scheibe Aufschnitt durch und hielt ihr sie hin, woraufhin sich sich begeistert daran machte, sich ein Stück abzusäbeln. Mitsamt Wespe legte ich die Scheibe draußen auf eine unserer Mülltonnen und im Laufe der nächsten halben Stunde kam sie alle paar Minuten wieder und hat die Scheibe Wurst Stück für Stück mitgenommen.

Aber ich staune immer wieder, was für relativ große Lasten diese Tierchen transportieren können. Man sieht für einen Sekundenbruchteil, wie die Wespe beim Abflug einmal kurz nach unten sackt. :-)


Eddieday (36)

Frühjahr 2019, unsere Wasserschildkröte lag im Sandbad und sonnte sich, das ansonsten leere Becken lockte mal wieder unseren Kater an, der neugierig die Pseudemys concinna unter der UV-Lampe begutachtete. Diese Haltung war anstrengend, aber die Neugierde über die ungewöhnliche Lebensform mit dem langen Hals und der harten Schale überwog meistens.

Inzwischen ist die Kröte übrigens aus dem Haus aus- und in ein (gesichertes!) Teichbecken mit einem vielfachen der Wassermenge umgezogen.


Verpatzte Ladungssicherung

Zufällige Sichtung auf einer Straße in Delmenhorst. Da war wohl jemandem vom prall gefüllten Anhänger das Netz abgerissen, das mitsamt den geladenen Pappkartons fröhlich im Wind flatterte. Wenn er so noch schneller gefahren ist, dürfte sich der Kram hinter ihm auf der Straße verteilt haben …


Der "11. September" ist 25 Jahre her

Ist euch klar, dass die Terroranschläge vom 11. September auf das World Trade Center in New York heute genau 25 Jahre her sind?

Immer wieder standen wir damals in der kleinen Werkstatt meines Nachbarn (Radio- und Fernsehtechniker) und haben wie gebannt auf den Fernseher dort gestarrt. Unfassbar war, was da passierte und keine wusste an dem Tag, wie die Zukunft aussehen würde. Es war früh von "Krieg gegen die westliche Welt" die Rede und wir alle standen fassungslos da.

Zeitweise hatten wir an dem Tag und den unmittelbar folgenden Tagen regelrechte Angst vor der Zukunft. Wie wird es weitergehen? Niemand hatte eine Ahnung.

Das haben wir überstanden. Aber es gibt genug andere Spinner auf diesem Planeten, die einem aus Größenwahn oder religiösem Wahn das Leben schwer machen. Warum kann nicht einfach jeder jeden in Frieden lassen?

Vogelhaus die Dritte!

Nachdem wir eine Meise in unserem Vogelhaus entdeckt hatten und sich das Spielchen einige Tage später sogar wiederholt hatte, hatten wir nun zum dritten Mal eine Meise in dem Vogelhaus sitzen.

Vielleicht passiert das auch noch öfter und die Vögel schaffen es zwischendurch auch von alleine wieder, unter den Acrylglasplatten hindurch zu klettern und aus dem Futterhaus herauszukommen, wir wissen es nicht.

Auf jeden Fall können wir das Haus nicht weiter modifizieren. Das Futter muss ja irgendwie auch aus dem Ding herauskommen können und für Sonnenblumenkerne und getrocknete Insektenlarven braucht man schon eine gewisse Größe für die Öffnung …

(Langsam könnte man meinen, die machen das mit Absicht.)


Oh, ein Ast!

Mit unseren Drohnen waren wir zu einem Lost Place in einem Waldgebiet unterwegs. Die Ruinen geben für "Lost Placer" nichts mehr her, außer ein paar verrotteten Wänden ist da quasi nichts mehr, aber über und um die alten Gebäude und vor allem mit der VR-Brille vor den Augen mit der Drohne durch sie hindurchzufliegen, macht Spaß.

Der Sachschaden beläuft sich zum Glück nur auf ein paar Kratzer auf meiner großen Drohne. Warum musste sich da auch plötzlich dieser unvorsichtige Ast mitten in den Weg stellen? :-P

(Lustig übrigens, dass ich bei 0:27 im Video vor dem Fenster angehalten habe. Ich weiß, dass es nicht mehr eine einzige Scheibe in dem Gebäude gibt, aber in dem Moment hatte ich doch Angst davor, gegen eine solche zu fliegen. Man ist eben beim Fliegen auf ganz andere Dinge konzentriert …)


Eddieday (35)

Katze mit Sonnenbrile und Basecap. Kein Tier ist während der Dreharbeiten zu diesem Film zu Schaden gekommen, die Effekte hat das SPAR-Kind digital mit CapCut eingefügt. ;-)


Sonnenuntergang mit interessanten Wolken

Ein Grund, warum wir so gerne mit dem Rad zur Arbeit fahren: Man sieht nicht nur interessante Naturphänomene, man kann auch viel leichter mal eben anhalten und ein Foto knipsen. Das ist auf der Autobahn oder Bundesstraße nicht einfach möglich.

Der tatsächliche Eindruck ist auf Fotos sowieso fast nie festzuhalten. So oft schon haben Ines und ich auf dem Weg zur Arbeit mit den Worten "das brauchst nicht zu fotografieren, das wird so auf einem Foto nicht rüberkommen" unseren Weg fortgesetzt, ohne anzuhalten und die Kamera zu zücken.

Aber hier musste es einfach mal sein:


Narrenfreiheit auf zwei Rädern?

Sehe ich das eigentlich richtig, dass man auf E-Scootern hochoffiziell zu zwei fahren und unabhängig vom Rechtsfahrgebot auch auf einer beliebigen Straßenseite fahren darf?

Diese Verstöße sehe ich so dermaßen oft, dass ich langsam glaube, das ich da noch veraltete Regeln zur Nutzung dieser Fahrzeuge im Kopf habe.

Mail an die DGzRS

Das habe ich gerade an die Seenotretter geschickt:

Moin,

der freundliche Herr, der heute Morgen mit dem Fahrzeug […] in Delmenhorst-Süd unterwegs war, könnte offenbar eine kleine Auffrischung hinsichtlich der Rechte von Radfahrern im Straßenverkehr gebrauchen.

Nun ist Unwissenheit allein noch kein Drama. Wer sich seiner Kenntnisse nicht ganz sicher ist und sich entsprechend zurückhält, kommt damit meist problemlos durchs Leben. Fremde Menschen jedoch durch dichtes Auffahren und demonstratives Aufheulenlassen des Motors zu bedrängen und anschließend auch noch verbal anzupöbeln, ist eine andere Sache.

Das kann er mit seinem privaten Auto halten, wie er möchte – aber wer in einem Fahrzeug unterwegs ist, das ausgerechnet eine Organisation wie die DGzRS repräsentiert, sollte sich bewusst sein, dass er in diesem Moment nicht nur sich selbst, sondern auch deren Namen nach außen vertritt. Einen besonders guten Dienst hat er der Organisation mit seinem Auftritt jedenfalls nicht erwiesen.
Das war schon kurz Nötigung, aber was soll das Theater mit Polizei und Anzeige bringen, das macht nur unnötigen Stress auf der eigenen Seite.

Wir sammeln seit einer Weile hier im Laden schon keine Spenden mehr für die DGzRS, aber wenn, dann wäre die Aktion jetzt beendet. Genauso werde ich übrigens auch keine Spenden mehr an die Elefantenprojekte mehr sammeln, falls es jemals ein Elefant wagen sollte, mich im Straßenverkehr anzupöbeln und mir zeigen zu wollen, wo mein Platz als Radfahrer ist. ;-)