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Unendliche Traurigkeit

Gestern war der traurigste Tag meines Lebens.

Vor ein paar Wochen dachten wir noch, dass unser Eddie einfach nur alt ist. Mit deutlich über 14 Jahren ist er zwar noch kein Katzenmethusalem, aber doch schon nach menschlichem Maßstab immerhin Mitten in den 70ern. Plötzlich mäkelig beim Futter, dafür mehr trinkend, durch weniger Essen dünner geworden und insgesamt mehr Ruhe suchend – alles durchaus typische Anzeichen für eine alternde Katze. Beim Tierarzt haben wir die selbe Aussage bekommen, zumal auch seine Blutwerte absolut unauffällig waren.

Seit wir am Montag vor Weihnachten bei einem anderen Tierarzt waren, einfach mal um eine zweite Meinung zu bekommen und vor allem, weil sein Gesundheitszustand zusehends schlechter wurde, wussten wir es leider besser: Lymphome an beiden Nieren, Endstadium. Die Ärztin wollte ihn sofort einschläfern, aber das brachten wir nicht übers Herz, zumal unser Kleiner noch so agil war. Am 29.12. telefonierte ich mit einer etwas weiter entfernten Tierklinik, die auch Erfahrungen im Bereich Onkologie hat, aber als wir nun am Freitag dort waren, schüttelte die Ärztin nur den Kopf und verneinte jede Aussicht auf Heilung, selbst palliative Maßnahmen würde sie bei seinem desolaten Gesundheitszustand nicht mehr als sinnvoll erachten. Sie hatte Verständnis dafür, dass wir ihn nicht dort einschläfern lassen wollten, denn wir wollten nicht auch noch am Boden zerstört anderthalb Stunden unsere tote Katze durch die Gegend fahren.

Gestern Morgen sind wir schließlich alle zusammen zu unserem Tierarzt hier in Bremen gefahren, wo der Kleine, begleitet von ganz vielen Streicheleinheiten in Nähe seiner ganzen Familie, friedlich eingeschlafen ist. Er lag so in seiner Box, wie er immer gelegen hat und in den Stunden zu Hause, in denen wir ihn allesamt verabschiedet und immer wieder gestreichelt und liebkost haben, dachte ich immer wieder, dass das nur ein schlechter Traum war und er doch einfach aufspringen könnte. Den Gefallen tat er uns leider nicht, stattdessen wurde er im Laufe des Tages immer kälter und mit einsetzender Totenstarre auch immer weniger kuschelig. Gestern Abend haben wir ihn schließlich würdevoll bei uns im Garten beigesetzt. Warum wir eine kleine, grabähnliche Einfassung aus Stein in einer Ecke unsers Grundstücks haben, wissen wir nicht, aber dieser klar abgegrenzte Bereich vor einem der Fenster unseres Esszimmers ist ein schöner Ort, auf den wir immer schauen und an the coolest cat ever denken können.

Eddie war wirklich besonders. Er war nicht einfach nur eine Katze, von denen ich schon viele im Leben gesehen habe. Wir haben immer gewitzelt, dass er eigentlich ein Hund werden wollte, mutmaßlich ein Labrador Retriever. Zum einen suchte er ständig unsere Nähe und war selten mal alleine im Haus unterwegs. Dazu war er lammfromm, hat nie absichtlich gebissen oder gekratzt, und hatte das gutmütigste Wesen, das ich bei einer Katze jemals erlebt habe. Mit ihm konnte man jeden Blödsinn anstellen – wenn es ihm zu viel wurde, hat er sich schon bemerkbar gemacht. Wenn man ihn dann in Ruhe gelassen hat, war schlagartig alles wieder gut und er hat es einem auch nicht übel genommen. Wir konnten mit Eddie kommunizieren, wir kannten jeden seiner Laute und wussten die Bedeutungen dahinter. Dazu hatte er absolutes Vertrauen zu uns, weshalb zum Beispiel auch in der Vergangenheit Tierarztbesuche nie ein Problem waren – in unserer Gegenwart konnte man mit ihm alles anstellen und jede Form von Untersuchungen und Spritzen hat er von ein paar Streicheleinheiten begleitet brav über sich ergehen lassen. Generell konnte man ihn überall anfassen, es gab keine Stelle, die tabu war. Bauch, Beine, Pfötchen, egal.
Wir hatten vor vielen Jahren mal einen Kindergeburtstag im Haus und allen zwölf Kindern hatten wir gesagt, dass sie Eddie in Ruhe lassen sollen, es könnte sein, dass ihm das sonst zu viel wird mit so vielen fremden Menschen. Fast alle haben sich daran gehalten, nur Eddie nicht. Der war nämlich mittendrin im Gewusel. Aber so war er schon immer.

Was das Band zwischen uns und unserer Katze ausgemacht hat, wissen wir nicht. Aber ganz sicher hatte es damit zu tun, dass er sich einst für uns entschieden hat und es nicht umgekehrt war. Dieses Vertrauen war von Anfang an da, wir kannten ihn gerade eine halbe Stunde und er schlief auf meinem Schoß liegend ein. Das war damals schon so unglaublich für uns.

Unser Eddl war nicht nur der vierbeinige Mitbewohner, er war ein echtes Familienmitglied und das macht den Abschied für uns alle unfassbar hart.

Ruhe in Frieden, Fratzkatz.

*01.03.2011
†05.01.2026


Meine Radfahr-Kilometer der letzten Jahre!

Ob mit oder ohne Auto – ich bin schon immer viel Fahrrad gefahren. Zwischendurch hatte ich mal eine Flaute, aber seitdem ich 2017 mein neues Fahrrad gekauft hatte und im Laufe des folgenden Jahres anfing, die Fahrten auch per App zu loggen, sind einige Kilometer zusammengekommen. Hier mal die Jahressummen seit 2019 – ich finde, das kann sich durchaus sehen lassen. :-)

Eigentlich sind es noch einige Kilometer mehr, da ich viele Kleinststrecken (unter 2 km) überhaupt gar nicht erst logge. Aber da die vielleicht 50 Kilometer pro Monat ausmachen, ist das in der Summe eigentlich auch egal.

Um euch die Rechnerei zu ersparen: 2019 habe ich mit 16,74 km pro Aktivität die durchschnittlich längsten Fahrten geloggt, 2023 dagegen mit "nur" 14,89 km die kürzesten. Im Schnitt sind es aber immer 15-16 km pro Aktivität – und das ist durchaus bemerkenswert, da die Fahrt zur Firma immer nur rund 13 Kilometer lang ist. ;-)

2019: 5.039,55 km / 301 = 16,74 km pro Aktivität

2020: 6.136,91 km / 386 = 15,90 km pro Aktivität

2021: 5.492,17 km / 348 = 15,78 km pro Aktivität

2022: 5.067,53 km / 326 = 15,54 km pro Aktivität

2023: 5.644,28 km / 379 = 14,89 km pro Aktivität

2024: 5.488,75 km / 361 = 15,20 km pro Aktivität

2025: 5.113,21 km / 336 = 15,22 km pro Aktivität








Totgeweihter Eddie

Einige der Anzeichen bei Eddie sahen einfach nur nach "alter Katze" aus: Müdigkeit und Appetitlosigkeit können bei einer fast 15 Jahre alten Katze auch einfach so mal auftreten.

Inzwischen wissen wir es leider besser: Unser Eddl hat wohl an beiden Nieren Lymphome und ist damit wohl totgeweiht. Im Ultraschall waren die Nieren dick und rund, laut Tierärztin im Endstadium, weshalb sie ihn am liebsten direkt eingeschläfert hätte. Da unser "Dicker", der gar nicht mehr so dick ist (und nie richtig fett war), aber noch trinkt und (wenig) frisst, bei uns ist, kuschelt und auch sonst nicht zu leiden scheint, sahen wir seine Zeit noch nicht gekommen. Wenngleich man ihm deutlich ansieht, dass es ihm nicht so gut geht. Nach menschlichem Ermessen hat er irgendwie einen traurigen Blick bekommen.

Ob man mit einer Krebsbehandlung noch was erreichen kann, werde ich morgen in Erfahrung zu bringen versuchen. Unsere Familienkatze darf noch nicht sterben und dafür würde ich zumindest alles versuchen. :-(


Fotocommunity-Bilder (21)

Dieses Bild ist, wenn ich mich richtig erinnere, irgendwo westlich von Berlin entstanden. Die Herbststimmung kommt da mal mit den Farben und den Wolken darüber richtig gut rüber:


Ich und mein Tesla Model Y (5)

Ich und mein Tesla Model Y – inzwischen haben wir ihn, aber mal von vorne:

Vorab: Das mit dem Freitag Nachmittag hatte nicht geklappt.

Aufgrund der knappen Daten und meiner knappen Zeit hatte ich ihn über den Dienstleister Dr. Zulassung anmelden lassen. Die reine Online-Anmeldung hätte ich zwar auch hinbekommen und Kennzeichen hätte ich mir auch online bestellen können, aber ich hatte mich aufgrund meines Zeitmangels vor den Feiertagen für diesen Service entschieden. Muss man nicht machen, es geht selber günstiger. Allerdings muss ich zugeben, dass die Kommunikation mit Dr. Z immer absolut top war, sie haben sich viel Mühe gegeben und standen auch immer im direkten Kontakt mit Tesla und für das, was schiefgelaufen ist, konnten sie nichts.

Am Mittwoch in der vergangenen Woche hatte ich ihnen alle notwendigen Papiere (eingescannt( per E-Mail zugeschickt: Meinen Ausweis, den Sicherheitscode vom Fahrzeugbrief und auch die eVB-Nummer meiner Versicherung. Die Bestätigung, dass die Anmeldung erledigt ist, kam noch im Laufe des Tages – zusammen mit der Info, dass die Rückmeldung von den Zulassungsstellen meistens auch schon am selben Tag kommt, aber auch mal bis zum Folgetag dauern kann.

Als ich bis Freitag Morgen immer noch nichts gehört hatte, schrieb ich eine E-Mail an Dr.Z und bekam prompt die Antwort, dass sie immer noch keine Rückmeldung aus Delmenhorst hätten. Das ist Sache der Zulassungsstellen und wenn die sich so lange Zeit lassen, ist das einzig Sache der Zulassungsstelle. Es war etwa 9:45 Uhr, für 10:45 war noch ein Vor-Ort-Termin in der Zulassungsstelle frei, den ich sofort blockte. "Dann melden wir den jetzt direkt vor Ort an", beschloss ich und Ines und ich setzten uns in unseren Öltimer (aka Verbrenner) und fuhren nach Del. Als ich der Mitarbeiterin dort mein Anliegen erklärte, erkannte ihr Kollege meinen Namen und mischte sich kurzerhand ein: "Ja", sagte er freudestrahlend, "das habe ich selber bearbeitet. Die Dokumente sind heute rausgegangen."

Das war alles andere als gut, denn "rausgegangen" hieß, dass der Vorgang nicht mehr zu ändern war. Fahrzeugschein und die Aufkleber für die Kennzeichen waren in der Post. Meine Bitte, ob ich eine vorläufige Zulassungsbestätigung bekommen könnte, half leider auch nicht weiter. In Delmenhorst bekommt man so eine Bestätigung nicht und außerdem hätte sie auch nicht geholfen, denn, das macht man so in der Zulassungsstelle Delmenhorst (und offenbar wirklich nur da), die gesamte Zulassung war drei Tage vordatiert. Das Fahrzeug war also erst ab dem 21.12. zugelassen und versichert und daran war nun auch nichts mehr zu ändern.
Völlig enttäuscht fuhren wir wieder zurück zur Firma, wo ich das Tesla Center kontaktierte und den Termin am Nachmittag erst einmal über den Messenger in der App stornierte. Kurze Zeit später bekam ich einen Anruf vom Center. Seine Idee war, dass ich doch trotzdem herkommen und zumindest die Schlüssel abholen könne. Ich dürfte damit zwar heute noch nicht fahren, aber da das Gelände frei zugänglich ist und die Kennzeichen sogar schon am Fahrzeug hängen, könnte ich das Auto doch am Sonntag einfach abholen.

Ich hätte zwar keine Plaketten auf den Kennzeichen und auch keinen schriftlichen Nachweis über die Zulassung, aber ich dachte mir, dass, selbst wenn wir von der Polizei angehalten würden, diese die Zulassung wohl bei sich im System überprüfen könnte. Tatsächlich fuhr in den Tagen einmal in der Stadt ein Streifenwagen eine Weile genau hinter uns, stand auch hinter uns an der Ampel, hat sich aber offenbar gar nicht darum gekümmert, dass wir hinten weder den Aufkleber vom TÜV noch von der Zulassungsstelle kleben hatten. Vielleicht haben sie es ja wirklich abgefragt, dass es ihnen nicht aufgefallen ist, möchte ich jedoch bezweifeln.

Heiligabend bekam ich dann die Aufkleber und auch den Fahrzeugschein von Dr.Z per Einschreiben zur Firma und seitdem ist alles 100% korrekt.

So viel zum Theater mit der Zulassung.

Inzwischen haben wir mit dem Model Y exakt 661 km zurückgelegt. Bekommen hatten wir ihn mit 2 km auf dem Tacho, also wirklich absolut neuwertig. Manche Neuwagen werden ja mit kleinen bis hin zu sogar mittleren zweistelligen Kilometerständen ausgeliefert.

Unser Tesla kommt aus Grünheide und ist absolut perfekt verarbeitet. Es gibt KEINEN, absolut gar keinen Grund zu irgendeiner Beanstandung. Es funktioniert alles, das Interieur ist edel und top verarbeitet, keine Lack-Abplatzer außen, keine verschobenen Spaltmaße, an denen man früher die Qualität vieler Teslas ausgemacht hat, es ist einfach ein unglaublich geiles Auto.

Hätte mir vor 30 Jahren jemand erzählt, dass ich mal in einem Auto fahren würde, das mit E-Antrieb quasi vollkommen geräuschlos fährt und das im Inneren wie ein Raumschiff anmutet, in dem man nur noch einen zentralen Bildschirm vor sich hat, auf dem alles passiert, ich hätte ihm vermutlich einen Vogel gezeigt. Vielleicht auch nicht, weiß ich nicht. Aber wenn irgendein Auto "2025" ist, dann mit Sicherheit die Teslas.

Es macht jedenfalls unglaublich viel Freude, dieses Fahrzeug zu bewegen!

KI-Spaß mit Gregor und Björn (21)

Das Tiffany-Chamäleon war Gregors Idee. Mit dem selben Prompt (nur halt mit Elefant statt Chamäleon) habe ich dann das untere Bild generiert. Beide cool geworden.

Bemerkenswert ist, dass auf beiden Bildern eine Uhr im Hintergrund zu sehen ist (10:10 Uhr ist bei ChatGPT der Standard bei Uhren) und dass auf beiden Tischen eine Kaffeetasse auf einer Untertasse steht. Bemerkenswert deshalb, da diese Bestanteile des Bildes NICHT im Prompt zu finden waren. Für ChatGPT scheint es also eine grundsätzliche Annahme zu sein, dass auf Wohnzimmerzischen eine Kaffeetasse stehen kann/muss und dass in Wohnzimmer eine Uhr gehört.




Das gar nicht gestellte Bild mit Wasserwage

Im Artikel Das neue Essighaus bekommt seine historische Fassade zurück (Bezahlschranke, aber ist an dieser Stelle egal) hat der Weser Kurier auch ein paar Fotos abgebildet.

Auf einem der Fotos ist einer der Steinmetze zu sehen, der gerade seine Wasserwaage von vorne an zwei Stützen hält. Bildunterschrift: "Passt alles und steht gerade? [Name] misst mit der Wasserwaage nach."

Es könnte natürlich sein, dass er nur überprüfen möchte, ob alles in einer Flucht steht und die lange Wasserwaage daher wie ein Richtscheit an die Steine hält – ansonsten würde ich sagen, dass das ein schönes Beispiel für eines der üblichen gestellten Bilder ist, die man so oft findet. Haben wir selber ja auch schon oft genug gemacht: "Halt doch mal irgendwas in der Hand uns stell dich damit ans Regal, als würdest du gerade arbeiten …"

Wer von euch selber noch nie eine Wasserwaage in der Hand hatte, wird jetzt natürlich gar nicht merken, was ich komisch finde. Aber das dürft ihr selber recherchieren. ;-)



(Bildquelle: Weser Kurier)

Fotocommunity-Bilder (20)

Ich glaube, dieses alte Haus stand (Oder steht immer noch? Vermutlich eher nicht …) in irgendeinem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt irgendwo zwischen Magdeburg und Salzwedel. Ist fast 20 Jahre her, dass ich dieses Foto geknipst habe und das war zudem auch nur ein spontaner Schnappschuss während der Durchfahrt.

Falls es jemand erkennt, bitte melden. :-)


Ich und mein Tesla Model Y (4)

Jetzt wird es ernst: Mit DHL Express wurde mir eben der Fahrzeugbrief (korrekt: Zulassungsbescheinigung Teil II) für mein neues Auto zugestellt, so dass ich es online zulassen kann. Damit steht einer Übergabe des Autos am Freitag nun theoretisch nichts mehr im Wege.

Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, aber die Freude wird, da bin ich ziemlich sicher, auch über den Übergabezeitpunkt hinaus andauern. Es wird vermutlich einfach nur völlig normal und zur Gewohnheit werden, dieses Auto zu fahren. :-)