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Loch im Kassentisch

Die Bleche unseres Kassentisches haben teilweise vorgestanzte Bereiche, aus denen man die Fläche relativ leicht rausdrücken kann. Dazu reicht zwar nicht eine zufällige Berührung, eher schon sollte man einen (Gummi-)Hammer verwenden. Aber man kann so beispielsweise Öffnungen für Kabel erstellen, ohne zerspanende Werkzeuge wie Bohrer oder Sägen verwenden zu müssen.

Seit einer Weile haben wir auf diese Weise ein neues Loch im Tisch. Ob da jemand zu kräftig herumgedrückt hat oder ob da etwas draufgefallen ist, wissen wir nicht. Blöde ist nur, dass das etwa fünf Zentimeter große Loch genau im Sichtbereich an unserer Kasse eins ist. Noch hält das Blech zwar an einer Seite, aber ewig wird das sicherlich nicht mehr gut gehen. Was man machen kann, wenn das Stück ganz rausbricht? Keine Ahnung. :-(


Fast vollständige Notkasse

Wir haben hier schon seit Anfang an einen kleinen Rolltisch mit einer dritten Kasse, unsere Notkasse. Diese Kasse war tatsächlich nur für Spitzen gedacht und meistens ging es dann so zu, dass wir "Barzahler ohne abzuwiegendes Gemüse" aus den Schlangen vor den beiden Hauptkasse zur dritten Kasse am Eingang abgezogen haben. Die Kasse war schon immer ohne Checkout-Waage und ohne Kartenterminal ausgestattet. Das war zwar immer mal etwas mühsam, hat aber zumindest funktioniert.

Dann kam Corona. Seit dem ist der Anteil an Kartenzahlungen deutlich gestiegen. Das Verhältnis ist inzwischen von 1:2 (bargeldlos/bar) auf etwa 2:1 gestiegen. Da der Vertrag mit Telecash noch ein paar Jahre läuft, haben wir das alte Kartenterminal aus Findorff nun seit ein paar Wochen an unserer Notkasse stehen. Und noch mehr Findorff-Technik haben wir dort verbaut, inzwischen befindet sich dort außer dem bisher verwendeten Handscanner auch ein fest eingebauter mit integrierter Waage. Das spart das lästige Aussieben der Kunden mit bestimmten Produkten und Zahlungsarten.

Nur Zigaretten gibt es dort nicht, aber das ist wohl das kleinste Problem. :-)

Inzwischen benutzen wir diese Kasse so oft, dass ich mir manchmal wünsche, dass wir drei reguläre Kassenplätze beim Umbau vorgesehen hätten. Aber das war nicht vorhersehbar und wenn ich dran denke, dass das Vertriebs-Team der Edeka damals vorm Umbau der Meinung war, dass wir diese dritte Kasse überhaupt nicht brauchen würden … Aber glaubt mir, darüber beschwere ich mich ganz sicher nicht.


Neues Telefon an der Kasse

Das vor gut einem Jahr angeschaffte IP-Telefon an der Kasse hat den Weg an die neue Fritzbox nicht geschafft. Es war damals schon ein Krampf, alle Einstellungen korrekt hinzubekommen und nun habe ich zu allem Überfluss auch noch die Zugangsdaten für das Gerät verlegt. Da über diese Technik ohnehin nicht der interne Anruf funktionierte und wir immer immer den Workaround verwendet haben, uns über unsere eigene Festnetznummer anzurufen, hatte ich vor ein paar Tagen beschlossen, hier eine für uns ganz neue, aber aus konstruktiver Sicht ziemlich altertümliche Technik zu verwenden.

Da wir genug Netzwerkleitungen an der Kasse liegen haben, steht jetzt ein ganz klassisches analoges Telefon da vorne, das ganz simpel kabelgebunden am FON1 der Fritze hängt. Keine blockierte Leitung mehr, keine Konfigurationsprobleme, das Ding läuft einfach:


Schwarzer Kleingeldteller

Nach dem vermeldeten Totalschaden der neuen Kleingeldmulden kam mir der Gedanke, mal beim Hersteller nach der dazugehörigen 3D-Datei zu fragen (immer noch einfacher als diese selber am Rechner nachbauen), um daraus dann die Teile aus Alu anfertigen zu lassen. Die Datei gab es zwar nicht, aber dafür die Info, dass es die Mulden jetzt neu auch aus dunklem Rezyklat-Kunststoff gibt. Diese habe ich gleich mal bestellt. Dürften preislich deutlich unter Alu-Einzelanfertigungen liegen und passen aufgrund der dunklen Farbe optisch auch zum Kassentisch.

Das Material ist Beständig gegen die Behandlung mit Alkohol / Desinfektionsmitteln und sollten wir jemals wieder zu einem normalen Alltag zurückfinden, werde ich gerne noch mal wieder das Geld für die Acryl-Mulden investieren.


Neuer Geldteller (mit Totalschaden)

Weitere zwei Monate später hat der neue Geldteller an unserer ersten Kasse endgültig das Zeitliche gesegnet. Alle Mitarbeiter hatten zwar die Arbeitsanweisung auf den Weg bekommen, das Teil nicht mit unseren hier vorhandenen Mitteln zu desinfizieren, aber dass da jederzeit jeder dran gedacht hat, würde ich nicht unterschreiben wollen. Dazu kommt eine Omnipräsenz derartiger Mittelchen an den Händen von Kunden und Mitarbeitern, so dass das Teil derzeit insgesamt wohl mehr Desinfektionsmitteln ausgesetzt ist, als zu Zeiten vor Corona.

Eine zweite Ausgabe davon werde ich nicht kaufen, da muss jetzt eine andere Lösung her.

Daraus eine DXF-Datei zu machen ist nur ein paar Minuten Arbeit und dann werde ich mal beim Metallbauer meines Vertrauens nachfragen, was die dafür haben wollen, das Bauteil aus einem Alublock zu fräsen. Dann kann die Geldmulde in Desinfektionsmittel getränkt werden und wenn irgendwelche Honks daran ihre Aggressionen auslassen müssen, können sie das tun, bis ihnen buchstäblich die Hände bluten.


Schrottis Schrotthaufen

Ausräum-Endspurt in der Münchener Straße: Unser Schrotti hat das Kühlregal, die Kästen der Außenwerbeanlage, den Leergutautomaten und den Kassentisch in transportable Einzelteile zerlegt und in kleinen Haufen bereitgelegt. Wenn das Zeug weg ist, war's das endgültig …


Halber Kassentisch in Findorff

Im Dezember 2013 hingestellt, jetzt schon wieder halb zerlegt: Der Kassentisch. Die fehlende Hälfte sollte verkauft werden, was da jetzt noch steht wird wohl zu Altmetall …

(Der Zigarettenautomat (Smokythek), der noch rechts im Bild zu sehen ist, wird aber nicht verschrottet. Das Ding läuft noch Super und hat auch noch einen Wert. Aber das ist Schrottis Sache.)


Neuer Geldteller (mit Rissen)

Faszinierend: Nach nur zwei Wochen hat der neue Geldteller aus Acryglas an unserer ersten Kasse nicht nur die ersten Risse, sondern auch schon eine ganze Menge davon. Das Ding sieht (von allgemeinen Kratzern mal abgesehen) schlimmer aus als das Gegenstück an unserer zweiten Kasse nach gut zwei Jahren.

Woher das kommt? Wohl selbstgemachtes Leid. Acrylglas verträgt den Kontakt mit Alkohol nicht und bekommt Risse durch Spannungskorrosion. Normalerweise passiert bei uns nicht. Wir haben Kollegen, die das Ding mit Wasser und Spülmittel reinigen, meistens passiert das mit profanem Sprüh-Glasreiniger, der zu großen Teilen aus Wasser besteht. Bedingt durch Corona wird (oder wurde, ich habe es nun intern untersagt), die Geldschale vermutlich ständig mit Desinfektionsmittel bearbeitet. Das hier am meisten verwendete Mittelchen besteht zu über 60 Prozent aus Ethanol und was das mit dem Acryl gemacht hat, sieht man hier. Wie ärgerlich. :-(


Zahlmulde aus Pappe

Damit wir überhaupt noch arbeiten können, hat eine Kollegin den zertrümmerten Geldteller an unserer ersten Kasse notdürftig mit einem Stück Pappe geflickt. Sieht zwar nicht toll aus, aber funktioniert zumindest. Eine neue "Schreibplatte mit Zahlmulde", wie das Ding offiziell beim Hersteller heißt, hatte ich bereits vor Ostern bestellt, wird aber zumindest laut Auftragsbestätigung erst Ende April geliefert werden.

Bis dahin muss es so gehen:


Verständnisloser Wutkopp

Die freundliche Bitte meiner Mitarbeiterin, den mit Klebeband gekennzeichneten Bereich unmittelbar vor der Kasse zu verlassen, versetzte einen jungen Mann derart in Rage, dass er das Geld mit so viel Wucht in die Geldschale an unserer ersten Kasse klopfte, dass die Acrylschale für das Kleingeld zerbrach. Daraufhin machte er sich schnell vom Acker und wir verblieben mit dem demolierten Kleingeldteller.

Nach zwei Jahren und viele tausend Kunden später hatte das Ding zwar schon deutliche Gebrauchsspuren und wird als Ersatzteil auch nicht sonderlich teuer sein – aber sein müssen hätte so eine Aktion nun auch nicht. :-(




Umbau Notkassentisch

Techniker bei der Arbeit und auf dem Foto gerade nicht zu sehen. Die Kassenhardware zieht 1:1 um, nur das Möbel wird ein neues. Eine gewisse Ähnlichkeit ist bei den beiden Tischen nicht zu leugnen, aber immerhin stammen sie vom selben Hersteller und dienen dem selben Verwendungszweck. Es liegen nur gut 15 Jahre dazwischen: