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Kleiner Schluck Bier

1,5-Liter-Bierflaschen habe ich hier selber schon im Laden angeboten. Eine Flasche mit noch einem Liter mehr Füllmenge hatte ich bislang noch nicht in der Hand. Diese war zwar leer und lag vor dem Leergutautomaten, aber je nach Qualität des Inhalts könnten 2,5 l Bergenbier (kenne ich nicht) schon eine Herausforderung sein. :-)

(Ist einem unter Umständen nach der ersten Hälfte der Flasche auch völlig egal …)


Kamera über dem Flaschentisch

Über dem Flaschentisch unseres Leergutautomaten hängt derzeit mein Handy an einer Magnethalterung und produziert hoffentlich brauchbare Bilder. Die genaue Einstellung war da oben unter der Decke etwas mühsam.

Im Idealfall wird das Ergebnis ein neues Videoprojekt. :-)


Schwerer Sack voller Leergut

Ein junger Mann schleppte mühsam einen gut gefüllten und auch relativ schweren Müllsack voller Leergut hier in den Laden. Vor der Leergutannahme blieb er stehen und da "Traudl" gerade wegen eines Technikereinsatzes nicht in Betrieb war, nahm ich das Leergut von Hand an.

Als ich den Sack anhob, staunte ich selber über das Gewicht. Das ganze Ding wog bestimmt 15 kg und ich stellte mich auf viele Bierflaschen ein. Jedoch klapperten keine Glasflaschen in dem Müllsack. Letztendlich waren es ausschließlich PET-Einwegflaschen, von denen viele noch mehr oder weniger mit Mineralwasser gefüllt waren. Damit meine ich nicht kleine Getränkereste am Boden, sondern teilweise waren Flaschen noch bis zu 3/4 gefüllt.

Ich nahm ihm alles ab, musste aber schmunzeln. Hätte er das ganze Zeugs zu Hause ausgekippt, hätte er das komplette Leergut buchstäblich mit einem Finger tragen können. :-D

Heiles Leergut im Container?!

Beim Ausleeren des Behälters aus dem Cruncher des Leergutautomaten fielen uns nicht nur haufenweise entwertete Gebinde entgegen, sondern auch rund zwei Dutzend Dosen und Flaschen, die im Grunde völlig unversehrt waren. Nur wie kamen die da rein? Innerhalb des Automaten ist der Weg durch den Schredder der einzige Weg in den Behälter und da kommt nichts unzerdrückt und unperforiert hindurch.

Also bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat jemand die Teile mutwillig (aus welchen Gründen auch immer) in die Kunststoffwanne geworfen oder sie sind da (aus welchen Gründen auch immer) reingefallen, nach dem die Box zuletzt ausgekippt wurde. Beides wäre schon sehr sonderbar, aber gemäß Sherlock Holmes gilt dann wohl der alte Leitspruch: "Once you eliminate the impossible, whatever remains, no matter how improbable, must be the truth."


Exotisches Leergut (222)

Auf dem Flaschentisch des Leergutautomaten stand eine recht auffällige Flasche India Pale Ale von der Braurerei Brouwerij't IJ saus den Niederlanden, die natürlich zwingend den Weg in diese Sammlung finden musste. Da kannste als Mann doch nicht anders. :-)


Brrraune Heidi

Auf dem Flaschentisch des Leergutautomaten habe ich eine Flasche "Braune Heidi" gefunden. Das Produkt scheint es nicht mehr zu geben, das auf die Flasche aufgedruckte Haltbarkeitsdatum lautet November 2015 und in der langen Zeit kann bezüglich der "Engel"-Sortimentsgestaltung viel passiert sein.

Braune Heidi … Klingt wie das Leib-und-Magen-Getränk der gewöhnlichen Anhänger einer gewissen Partei mit ausgesprochen zweifelhafter Einstellung zum Thema Klimawandel. ;-)


Große Cola-Flaschen aus Glas

Seit knapp einem halben Jahr haben wir nun die neuen großen (1 Liter Inhalt) Glas-Mehrwegflaschen von Coca-Cola im Sortiment. Getrunken habe ich davon noch keine einzige, was wohl vor allem daran liegt, dass ich bei solchen Getränken maximal die Light-Versionen konsumiere. Aber irgendwie reizt mich die Cola in diesen Flaschen gar nicht und ein "Wow, cool!"-Effekt will sich bei mir gar nicht so richtig einstellen. Die Flaschen wirken auf mich irgendwie falsch, unehrlich, nicht authentisch und ich kann mir nicht einmal genau erklären, warum ich so empfinde. Es kommt mir einfach so vor, als wenn sie die Klasse der alten Glasflaschen aus den legendären gelben Kästen nicht erreichen könnten. :-|


Exotisches Leergut (221)

Eine Flasche Piwo Naturalne, die es irgendwie in unsere Altglastonne geschafft hat. Das mit Holunderblüte aromatisierte Bier stammt von Browar w Grodzisku und scheint auch immer noch produziert zu werden.

Wenn ihr genau hinseht, könnt ihr das Haltbarkeitsdatum erkennen: 20.08.2017. Die Flasche ist also schon etwas älter. Vielleicht wollte sie ursprünglich jemand aufbewahren und hat schließlich doch beschlossen, sich vom Staubfänger zu trennen … :-)


Fünf Mal

Ältere Kundin fluchte vor dem Leergutautomaten, während sie wutentbrannt eine zweite Flasche zu ihrer ersten in die Öffnung des Gerätes nötigte: "Das wird mir zu blöde, fünf Mal hat er die jetzt schon wieder ausgespuckt."

Ja. Sie hatte die Flasche auch fünf Mal mit dem Deckel voran reingeschoben.

Mit Hilfe vom Profi klappte es dann aber. ;-)

Halbliterbierflaschenstau

Zum Jahresende waren uns mal wieder die leeren Bierkisten ausgegangen, so dass wir die Flaschen, wenn wir sie überhaupt mal vom Flaschentisch des Rücknahmeautomaten abräumten, in Gemüsekisten zwischengeparkt haben. In der Halle hatte ich vom einst riesigen Vorrat noch 40 Logipacks stehen, die nun den Weg in den Laden gefunden haben. Wenn die alle sind und wir weiterhin nur schleppend (über die Feiertage konnte ich diese Vorgehensweise seitens der Lieferanten zumindest nachvollziehen) mit leeren Rahmen versorgt werden, wird es hier wortwörtlich mächtig eng.


TOMRA R1

Leergutautomatenhersteller TOMRA hat ein neues Gerät am Start, das eine außergewöhnlich pragmatische Lösung zur Leergutrücknahme anbietet: Klappe auf, Leergut reinkippen, Klappe zu. Theoretisch genial! Entgegen erster Vermutungen kann das Ding sogar Glasflaschen wohl verarbeiten. Zumindest wird im Video auf dem Display auch die Option "Glas" angezeigt:



Interessant wäre jetzt mal zu wissen, was passiert, wenn da nicht ein Sack voll sauberer "Laborgebinde" in dem Gerät landet, sondern der aus unserem Laden bekannte, durchschnittliche Flaschensammler sein Geraffel dort hineinkippt: Plattgewalzte Dosen, Glasflaschen, unbepfandete PET-Flaschen, Flaschen ohne oder mit beschädigtem Etikett, Konservengläser, eine halbe Weinflasche, dazwischen Zigarettenkippen, Korken, Taschentücher, Erde und am Schluss noch zum krönenden Abschluss einen Liter stinkende, vergorene Getränkereste aus dem Tütensumpf hinterher.

Hey, Kommentator "TOMRA", heißt du nur hier im Blog so oder arbeitest du auch tatsächlich bei / für Tomra? Sag du doch mal was zu diesem Gerät. :-D


Enttäuschende Leergutwegbringerei

Da sammelt man als Kunde ein knappes Dutzend Jogurtgläser (Nicht bei uns gekauft!) und trägt sie dann leer aber immerhin voller Erwartungen zum Supermarkt – nur um dann enttäuscht feststellen zu müssen, dass man sich die ganze Zeit den Almighurt in den unbepfandeten Einweg-Schummelgläsern gekauft hat.

Diese Gläser empfinde ich nach wie vor, vor allem auch wegen der großen Ähnlichkeit mit den gewohnten Pfandgläsern, als Verbrauchertäuschung. :-|


Echt, eilig?

Ein Mann kam mit einem blauen Müllsack voller klebriger, leerer Red-Bull-Dosen, es waren dutzende, an die Leergutannahme und wäre als nächster Kunde dran gewesen. Statt zu warten, drückte er auf den Knopf der Leergutklingel und wollte einen meinen Mitarbeiter dazu bewegen, ihm die leeren Büchsen abzunehmen. Er hätte keine Zeit, um darauf zu warten, dass der Mann vor ihm fertig würde.

Negativ. Verglichen mit der gesamten Zeit, die er bräuchte, um die klebrigen Dosen hier in den Automaten zu werfen, waren die zehn Bierflaschen von dem Kunden vor ihm kaum der Rede wert. Und dann hätten wir irgendwann hinterher die Dosen selber in die Maschine stecken müssen, damit sie entwertet und gutgeschrieben werden. Einer von den Typen, die hier tagaus, tagein in den "Cafés" in der Nachbarschaft herumlungern, stößt letztendlich auch mit dem Argument, es eilig zu haben, bei uns auf taube Ohren.

Und so stand er und so hat er. Bis die Finger genauso klebten wie seine Dosen.

Retro-Mezzo

Im Lager fiel mir, als ich an einer Palette mit dem Coca-Cola-Leergut vorbeiging, eine Flasche Mezzo Mix auf, die dem Etikett nach zu urteilen mit großer Sicherheit noch aus der Zeit vor dem Erdmittelalter (Mesozoikum) stammen musste. Während ich noch überlegte, ob die ältesten uns bekannten Dinosaurier wohl überhaupt schon eine Chance hatten, diese Flasche noch zu kennen, entdeckte ich den Hinweis auf die "Retro Design Edition". Okay, vergesst es. Keine Dinosaurier. Das ist nur der Raider in Flaschen. :-P


Goldene Weinkisten

Vor etlichen Jahren hatten wir mal eine Zeitlang das Phänomen, dass wir immer wieder bergeweise leere Mehrweg-Weinkisten als Leergut bekommen haben, jedoch ohne Flaschen. Dass man so eine Kiste mal irgendwo findet, mag ja angehen. Vielleicht sind die Flaschen auch abhanden gekommen, wurden zweckentfremdet oder sind vorab schon nach und nach einzeln als Leergut zurückgegeben worden.

Aber viele Kisten ohne Flaschen auf einmal, dazu von wenig vertrauenerweckenden Leuten? Das wirkt nicht so, als ob da alles mit rechten Dingen zugehen würde. Ging es wohl auch tatsächlich nicht, denn die goldenen Rahmen wurden wohl augenscheinlich vom Gelände unseres Weinlieferanten hier in Bremen gestohlen. Das Areal ist zwar eingezäunt, aber nun auch nicht gerade ein Hochsicherheitstrakt. Damals war dann plötzlich wieder Ruhe und jahrelang gab es keine Versuche mehr, diese Kisten abzugeben.

Nun stand vor ein paar Wochen morgens plötzlich ein Typ in der Leergutannahme, den ich persönlich sofort selber als "VP" (verdächtige Person) einstufte, und wollte eine leere Wein-Mehrwegkiste bei uns abgeben. Ich nahm sie zwar entgegen und zahlte ihm das Geld aus, fragte aber dennoch, wo er sie her hätte. "Die habe ich am Sodenmattsee gefunden", erklärte er. Das ist durchaus möglich, könnte ja sein, dass Strandbesucher sie vergessen haben.

Ein paar Tage später gab er wieder morgens acht leere Wein-Rahmen bei uns ab. Ich war nicht da und habe das Ergebnis erst hinterher gesehen. Angeblich hätte er diese Kisten wieder am See gefunden, denn das sagte er meinem Mitarbeiter. Das war nicht mehr glaubwürdig. Und ich kommunizierte über unsere WhatsApp-Gruppe, dass ich nicht mehr möchte, dass diese Kisten ohne Flaschen angenommen werden.
Bekam leider nicht jeder Kollege mit, ja wir haben noch ein paar Mitarbeiter ohne besonders ausgeprägte Smartphoneaffinität, und so standen am nächsten Tag noch einmal weitere acht leere Rahmen hier im Lager. Seufz …

Das könnte mir ja eigentlich egal sein, den Weinhändler juckt ein möglicher Diebstahl ebenso wenig und die Kisten sind hier ein durchlaufender Posten (Umsatzsteuer-Plus und die Arbeitszeit mal außer Acht gelassen) – aber alleine der Gedanke daran, dass sich da eine dubiose Type mit ziemlich sicher geklauten Dingen bereichert, regt mich auf.