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Schmutziger Scanner

Von allen Bestellungen die wir mittels unsers Scanners im kleinen Büro via E-Mail versenden, bekomme ich stets auch via BCC eine Kopie. Das tut nicht weh, kann aber helfen, wenn die Mail aus welchen Gründen auch immer nicht da angekommen ist, wo sie ankommen sollte, oder es Rückfragen gibt. Normalerweise gucke ich da auch gar nicht rein – vorhin aber schon. Einfach so ohne einen speziellen Anlass dafür zu haben.

Da fielen mir diese komischen Streifen am rechten Bildrand auf, die auch auf den anderen Bestellungen der letzten Tage zu finden waren:



Meine Vermutung bestätigte sich: Da war Dreck auf der Leseeinheit des Scanners. Was auch immer da reingelaufen war, diese grauen Streifen waren nicht leicht zu entfernen. Zwischendurch befürchtete ich sogar, dass das keine Verschmutzung, sondern eine Beschädigung ist. Mit Glasreiniger und etwas Schrubberei verschwanden sie dann aber doch:



Nun ist alles wieder hübsch und auf den gescannten Seiten befinden sich keine Streifen mehr. Falls sich jemand wundert, dass das nicht aufgefallen ist – es gibt normalerweise keinen Grund, die Mails vom Absender "Scanner" anzugucken. Das sind immer die selben Routinen an die selben Lieferanten, die keine Kontrolle durch mich benötigen. Und selbst meine selbst erstellte und gesendete Bio-Wein-Bestellung hätte ich mir nicht wieder angesehen.


Im Jahre 56377

Ach, ich hatte ein Google-Ads-Konto? Bestimmt vor Ewigkeiten mal hier für die Firma eingerichtet und nie verwendet. Apropos Ewigkeiten: Das Konto wurde am 19. November 56377 aufgelöst. In Star-Trek Sternzeit ist das übrigens etwa 54054243.

Soll ich mal einen Erinnerungs-Blogeintrag schreiben, der dann automatisch angezeigt wird und an dieses Geschreibsel hier erinnert? Wird dann noch einer mitlesen von euch? :-)


Auflösung: Parkstreifen

Von der Stadt Bremen gab es übrigens schon eine Antwort auf meine Anfrage hinsichtlich der Sitzgelegenheiten auf dem Parkstreifen: Für Gastronomiebetriebe gibt es tatsächlich Ausnahmegenehmigungen, so wie auch in diesem Fall. Diese Regelung wurde zu Corona-Zeiten gelockert, um die Gastronomie zu unterstützen.

Für Verkaufsstände ist sowas nicht vorgesehen. Macht aber nix. ;-)

Weniger Parkstreifen für mehr Verkehrswende

Ich habe mal eine E-Mail ans Ordnungsamt Bremen geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier in der unmittelbaren Nachbarschaft meines Supermarktes in der Gastfeldstraße 29-33 bietet ein Imbiss seinen Kunden Sitzgelegenheiten auf dem Parkstreifen an. Dies belegt etwa zwei PKW-Stellplätze.
Diese Sitzplätze sind vor dem Straßenverkehr durch eine fest installierte (im Kopfsteinpflaster festgedübelte) Wand geschützt.

Die Idee, nicht vorhandene Ladenfläche auf diese Weise zu erweitern, finde ich gut und würde das gerne für mein Geschäft ebenfalls so tun.
Im Sommer ließen sich z.B. optisch ansprechend großzügige Platzierungen mit Blumen und anderen Pflanzen dort unterbringen.

Benötige ich dafür eine Sondergenehmigung oder kann ich die zwei Parkplätze (oder auch gerne den gesamten Parkstreifen) einfach mit von mir fest installierten Regalen/Möbeln dauerhaft von parkenden Autos freihalten und für mich nutzen?
Natürlich können wir da draußen keine normale Ware aus dem Trockensortiment unterbringen, aber die üblichen Freiluft-Artikel wie Blumen oder Obst&Gemüse könnte man dort richtig großzügig platzieren. Vielleicht auch in einer Art Zelt, das man aus dicker Plane fertigt und so gestaltet, dass es in der Nacht quasi abschließbar ist, so dass die Ware darin verbleiben kann. Die Möglichkeiten sind ja vielfältig und jede zusätzliche Fläche würde unsere legendäre Platznot hier im Gebäude zumindest ein wenig lindern.

Parkplätze gibt es ohnehin zu viele hier im Stadtteil. Autos kann man schließlich auch einfach vor Einfahrten oder direkt auf den Kreuzungen abstellen. ;-)


Günstigeres PV-Angebot

Im Spamverzeichnis entdeckte ich diese Betreffzeile einer E-Mail, die, so war mein erster Gedanke, wichtig ist. "Warum ist die im Spam gelandet?", dachte ich noch einen Moment.

Der Erhalt einer solchen Mail war gerade durchaus plausibel, denn einerseits hatten wir vor ein paar Tagen ja noch einen Vororttermin mit der Firma, die unsere Anlage bauen soll, anderseits sollte ich auch tatsächlich daraufhin ein neues Angebot bekommen, da sie mir jetzt günstigere PV-Module anbieten wollten. Und dann klickt man nur voller freudiger Erwartungen auf so eine fucking Spammail und hat wieder Lebenszeit vergeudet.


E-Mail an die Deutsche Bahn

Diese E-Mail habe ich eben an die Deutsche Bahn geschickt. Ich bin sehr gespannt, ob da überhaupt eine Antwort kommt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich keine bessere Kontaktmöglichkeit finden konnte, hoffe ich auf Hilfe bei Ihnen.

Konkret geht es um den überwiegend von Fußgängern und Radfahrern genutzten Bahnübergang am Ortkampsweg in Bremen.

Dort steht man oft minutenlang vor verschlossenen Schranken, während sowohl beim rund 900 Meter in östliche Richtung gelegenen BÜ am Wardamm, also auch beim knapp 600 Meter in westliche Richtung gelegenen Bahnübergang Brokhuchtinger Landstraße der Verkehr sichtbar fließt!

Das ist frustrierend, zumal man auf dem Rad dort unnötig lange im Regen oder der prallen Sonne ausharren muss. Ich nutze diesen Bahnübergang mehrmals pro Woche und habe schon häufiger mitbekommen, dass Personen bei den ewig langen Wartezeiten an den Halbschranken vorbei den Übergang überquert haben. Zitat: "Der ist bestimmt kaputt, da hinten fahren ja die Autos!" Ich kann diesen Gedankengang zu 100% nachvollziehen, habe aber genug Respekt vor den roten Ampeln und Schranken, brav zu warten.
Erst vor einigen Wochen ist dort ein tödlicher Unfall geschehen: https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteil-huchting/bremen-83-jaehriger-in-huchting-von-zug-erfasst-und-toedlich-verletzt-doc7s8nsnn5xb6p84sg3e8
Ob der verunglückte Mann einfach nur so den BÜ überquert hat oder auch irgendwann ungeduldig geworden ist, kann ich nicht sagen. Letzteres könnte ich jedoch nachvollziehen.

Vielleicht ist es möglich, den Bahnübergang technisch zu überprüfen. Ansonsten wäre ich für eine nachvollziehbare Erklärung dankbar, wieso von drei aufeinanderfolgenden Bahnübergängen der mittlere geschlossen bleibt, während sich bei den anderen beiden die Schranken zwischen zwei Zügen öffnen.
Sollte ich eine Antwort bekommen, werde ich sie hier ergänzen.

BJ '80

Eine Frau mittleren Alters hat mir via E-Mail eine Initiativbewerbung geschickt.

Sie schrieb darin kurz, was sie sucht (Aushilfsjob zur Warenverräumung) und riss grob ihre bisherigen Tätigkeiten und Qualifikationen an. Der nächste Absatz, in dem sie etwas über sich schrieb, begann mit den Worten: "Ich bin Baujahr 1980 […]"

Ich bin ja wirklich offen für jeden Firlefanz, aber diese Formulierung, in einer wohlgemerkt ansonsten recht sachlich formulierten Bewerbung, finde ich irgendwie merkwürdig.

Werde ich alt? Ist das spießig? :-O

Gruß von Onay Onmus

Schade, mehr hat er nicht geschrieben …

Grüße ,ich bin Onay Onmus Anwalt Ihres verstorbenenVerwandten, jetzt kontaktiere ich Sie wegen des Anspruchs auf Ihren verstorbenenVerwandtenfonds
Ich will gar keinen verstorbenen Verwandtenfonds haben. Brr …

Das Du

Schon seit einigen Monaten habe ich in meiner E-Mail-Signatur unter meinem Namen das Tag #gerneperdu stehen, das lange Zeit von niemandem erwidert wurde. Geduzt haben mich ausschließlich Leute, mit denen man ohnehin schon per Du war.

Aber nun: Premiere! Ausgerechnet der Geschäftskundenbetreuer meiner Hausbank, wo man einen etwas laxeren Umgang ja eher weniger erwarten würde, hat diesen Hinweis zur Kenntnis genommen und direkt vollkommen zwanglos umgesetzt. Sehr angenehm. :-)

Ungünstige Ereignisse

Mail einer Bewerberin keine zwei Stunden vor dem vereinbarten Termin zu einem Vorstellungsgespräch: "[…] leider muss ich den Termin absagen, da ich heute Morgen durch ungünstige Ereignisse aufgehalten worden bin."

Was sind denn wohl "ungünstige Ereignisse"?

Paketzustellung

Ich hatte privat etwas bestellt, das ich wie üblich zur Firma schicken ließ. In der Anschrift hatte ich natürlich ganz vorsorglich auch den Hinweis auf den EDEKA-Markt angegeben. Man kennt ja das Problem, dass die Paketboten immer nur auf die Klingeln hier nebenan an der Tür zu den Wohnungen gucken.

Hier die Versandbestätigung, mit dieser Versandadresse sollte selbst der stieseligste Paketbote es schaffen, mir diese kleine Sendung zuzustellen.



Plötzlich ploppte bei mir diese E-Mail von GLS auf:



Paketdienste sind bekanntlich förderlich für die Kreativität, da man sich ständig neue Schimpfwörter ausdenkt, und so plante ich, einen ganz sicherlich nicht netten Blogeintrag daraus formulieren. Vorher wollte ich noch beim telefonischen Kundendienst von GLS meinen Frust loswerden.

Dort erfuhr ich dann, dass das Paket (angeblich) auf einem falschen Fahrzeug gelandet war und nun in einem falschen Stadtteil umherkutschiert würde. Am Folgetag sollte ich es aber ganz sicher zugestellt bekommen.
Wenn das nicht nur eine faule Ausrede oder Bestandteil des Callcenter-Scripts war, hätten sie das lieber ehrlich direkt kommunizieren sollen. Oder notfalls etwas nur etwas schwammiger formuliert im Sinne von "es gab ein Problem mit der Zustellung" oder ähnlich.

Aber dieses Thema mit dem nicht aufzufindenden, winzig kleinen und vollkommen unscheinbaren EDEKA-Markt hatten wir doch schon so oft, da stelle ich gar keine Rückfragen mehr, sondern unterstelle automatisch komplette Unfähigkeit. Grmpf!

Erreichbarkeit

Bei einem kleinen Lieferanten wollte ich nach längerer Zeit mal wieder eine Bestellung auslösen. Das Bestellformular hatte ich in der Vergangenheit immer per Fax gesendet, aber diese Zeiten sind bei uns vorbei.

Ergebnis einer kurzen Recherche im Web nach einer alternativen Kontaktmöglichkeit: Die haben nicht mal eine Website, auf der man evtl. eine Mailadresse hätte finden können.

Kommentar einer Kollegin: Schick doch ein Telex.

Könnte klappen. :-P

(Dabei war mir entfallen, dass die Mailadresse schon längst im Adressbuch unseres Scanners hinterlegt ist. Manchmal ist man seiner eigenen Arbeit einfach voraus …)

Das war mal mein Fehler

Einer Bewerberin hatte ich per E-Mail an die in ihrem Lebenslauf angegebene Maildresse eine Antwort mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch geschickt. Augenblicke später kam eine Antwort zurück:

Die Adresse wurde nicht gefunden

Ihre Nachricht wurde nicht an [xxx] zugestellt, weil die Adresse nicht gefunden wurde oder keine E-Mails empfangen kann.
Mich wundert ja nichts mehr. Entweder melden sich Leute nicht oder sie sind zu blöde, ihre eigenen Kontaktdaten richtig anzugeben. Wäre nicht zum ersten Mal passiert und sogar die eigenen Telefonnummern und Postadressen haben Bewerber schon fehlerhaft angegeben.

Beim zweiten Blick auf die automatische Antwort vom Mail Delivery Subsystem fiel mir auf, dass da zwar der Nachname der jungen Frau in der Adresse zwar richtig steht, aber der Vorname irgendwie unvollständig wirkte. Erneuter Blick in den Lebenslauf: Ich hab's verbockt, hatte beim markieren und kopieren den ersten Buchstaben nicht erwischt. Das konnte dann ja nicht funktionieren.

Die E-Mail ist nun also an die richtige Adresse rausgegangen. Erfahrungsgemäß wird mit großer Wahrscheinlichkeit dennoch keine Antwort erfolgen. Es ist seltsam …