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Einkaufende Vertreter

Zwei Vertreter kamen in den Markt und wollten sich und ihre die durch sie repräsentierte Firma einfach mal unverbindlich vorstellen. Falls ich mal Interesse an bestimmten Beleuchtungskonzepten hätte, sollte ich mich doch einfach mal bei ihnen melden. Gelobte ich und die beiden gingen davon, ohne dass ihr Arbeitgeber in diesem Moment an mir Geld verdient hatte.

… aber nicht ohne noch dafür zu sorgen, dass ich Geld an ihnen verdiene.

Finde ich gut. :-)

Jau!

Ein Kunde kaufte in einem kleinen Einkaufskorb ein, der schon gut gefüllt war. Damit ging er plötzlich nach vorne zu den Einkaufswagen, kippte den Korb in einen solchen aus, stellte den leeren Korb zurück zu den anderen und setzte seinen Einkauf mit dem Wagen fort.

Finde ich gut, da geht noch was. :-D

Finanzamtliche Selbstverarschung

Ein Kindergarten hier aus dem Stadtteil besorgt sich bei uns Lebensmittel, seit mein Geschäft besteht – also seit rund 19 Jahren. Der Einfachheit halber, und damit die Mitarbeiter/innen vom Kindergarten nicht mit Bargeld losziehen müssen, haben wir damals Kauf auf Rechnung vereinbart und so bekommen sie einmal im Monat (oder auch mal mehrere Monate zusammengefasst) eine Rechnung von mir über die jeweils aufgelaufene Summe.

Die Ware für den Kindergarten ziehen wir ganz normal über die Kasse. Auf diese Weise lässt sich einerseits einfach und schnell die Gesamtsumme ermitteln, andererseits können wir über Bonkopien einen Beleg für uns und einen für die KiTa erzeugen. Diese Umsätze sind so logischerweise jeweils im gesamten Tagesumsatz des Ladens mit drin.

Für die Erstellung der Rechnung nehme ich mir die gesammelten Bons eines Abrechnungszeitraums, ermittle die Gesamtsumme und erstelle darüber manuell über eine neue Rechnung mit neuer Rechnungsnummer, die ich dem Kindergarten dann zukommen lasse.

Das habe ich so seit inzwischen fast 19 Jahren gemacht.

So lange brauchte es, um zu merken, dass das irgendwie eine nicht so schlaue Taktik war. Denn sowohl der Tagesumsatz einerseits, aber eben auch diese oben erwähnten Rechnungen andererseits, zählten zu den zu versteuernden Einnahmen.

Wie viel Geld ich da im Laufe der Jahre dem Finanzamt geschenkt habe, möchte ich gar nicht wissen. Wichtig ist, dass wir das ab sofort richtig machen. Meinen Steuerberater erreiche ich leider erst nächste Woche wieder, aber dann müssen wir mal gucken, was für die Abwicklung der Kindergarteneinkäufe zukünftig der sinnvollste Modus Operandi ist.

Nachtrag: Alles geklärt, ich habe natürlich nicht zu viel (nicht vorhandenen) Umsatz versteuert. Mein Steuerberater hat immer brav aufgepasst und die Bons vom Kindergarten auf ein separates Konto gebucht und dann mit meiner zusätzlichen Rechnung wieder ausgeglichen. (Wäre auch tatsächlich sonderbar gewesen, da sonst ja auch irgendwie eine Differenz im Bargeld von inzwischen vielen tausend Euro vorliegen müsste …)

Salzstangenkrümel erwünscht?

Eine Kundin kaufte in ihrem "Hackenporsche" ein, den sie bis deutlich über den Rand füllte. Ganz oben deponierte sie noch eine Packung Salzstangen, die jedoch auf dem Weg zur Kasse plötzlich von dem Haufen herunter rutschten und so lange mit 9,81 m/s² beschleunigt wurden, bis unsere Betonwerksteine sie aufhielten.

Da es ohnehin nur noch etwa zehn Meter bis zur Kasse waren und die Frau wohl keine Lust hatte, sich zu bücken, kickte sie die Packung mit dem Fuß bis zum Kassentisch vor sich her.

Kann man so machen. :-D

Tischträger

… und dann war da noch der junge Mann, der zusammen mit einem Freund oder Bekannten seinen Einkauf erledigte, während er die ganze Zeit einen einbeinigen Garten- oder Bistrotisch auf der Schulter trug.

Ist ja nicht so, dass man mit sowas nicht auffällt. :-D

Mit ZWIEBELN?!

Mehrere junge Männer, offenbar allesamt Bewohner einer WG, kauften zusammen ein. Einer von ihnen war plötzlich die Aussage in den Raum, dass sie unbedingt auch noch Zwiebeln kaufen müssten.

Ein anderer sah ihn fragend an: "Warum Zwiebeln? Wir haben noch total viele."

Der erste entgegnete: "Gehabt. Denkt dran, ich habe letzte Woche gekocht."

Mit diesen Worten zauberte er Gesichtsausdrücke bei allen anderen Wohngemeinschaftlern herbei, die zwischen Erstaunen und Entsetzen so ziemlich alles bedeuten konnten.

Warum auch immer. :-)

330m Mantelleitung (und 60m Netzwerk)

Die erwähnten Kabel haben wir eben gekauft, es ist schon ein ganz beachtlicher Haufen.

Die schwerere Arbeit folgt heute noch: Die Leitungen müssen, idealerweise ordentlich gebündelt, in die Kabelkanäle eingezogen und bis in den Keller runtergeführt werden. Ach, man hat ja sonst nichts zu tun. Der Abbau der alten Getränkeabteilung? Wird nur an die Kollegen delegiert, aber beides (Getränke und Kabel) müssen bis morgen früh erledigt sein. Also noch einen Extra-Kaffee intravenös und los geht's.


4 x Baumarkt

Es gibt diese Tage, an denen man mehr im Bau- als in seinem eigenen Markt herumlungert. Heute Morgen bei Bauhaus Distanzklötzchen gekauft, dann bei einem Gewerbegroßhandel ein paar neue Kabelkanäle. Danach waren wir noch zweimal bei Hornbach, weil wir erst ein paar Dübel und gerade eben noch einen weiteren Eimer Farbe brauchten.

Sehr praktisch, dass der Regen uns heute genötigt hat, mit dem Auto zu fahren. :-P

Plus sechs Detolfs

Zwischendurch haben wir dem gelb-blauen Möbelriesen einen Besuch abgestattet und 294 Euro Umsatz durch den Kauf sechs weiterer Detolf-Vitrinen (ein Teil hatten wir schon ausgeladen, als das Bild entstanden ist) generiert:

Wer motiviert sich jetzt für den Zusammenbau? :-)


Holz und Gipsfaserplatten

Die letzten zwei Stunden haben wir genutzt, um uns mit Baumaterial für die offene Decke über meinem ehemaligen Büro auszustatten. Ein paar Dutzend laufende Meter Kanthölzer und insgesamt 32 Quadratmeter Fermacell-Gipsfaserplatten, dazu noch etlicher Kleinkram in Form von Schrauben, Dübeln und anderem Baumaterial.
Es war eine Qual, das Material bei 35 Grad im Schatten erst in den Anhänger zu laden und hier wieder auszupacken und ins Gebäude zu wuppen – aber wir sind haben es geschafft und können in den nächsten Tagen anfangen, die Decke wieder zu vervollständigen.

Sieht auf dem Bild nach nichts aus, aber die Platten sind 1,50m hoch, der Haufen wiegt laut Fermacell-Produktdatenblatt etwas über 400kg:


Ansage

Älteres Ehepaar, vermutlich beide schon über 80, war bei uns im Laden einkaufen. Eigentlich kaufte nur sie ein, denn er sollte ausdrücklich draußen vor der Tür warten.

Als sie gerade dabei war, die Einkäufe an der Kasse zu bezahlen, kam ihr Mann wieder in den Laden und und fing an, sich in Gegenwart aller anwesenden Kunden und Mitarbeiter lautstark über die Menge der gekauften Artikel zu beklagen.

Sie fasste ihn an den Schultern an, drehte ihn um und schob ihn wieder zurück: "Du willst ja schließlich auch was essen oder?"

Er ging wortlos nach draußen und warte auf seine Frau.

Cola mit Eis und Zitrone

…und dann war da die Frau, die mit einer Cola in der Hand ihren Einkauf erledigte. Allerdings nicht mit einer Flasche oder Dose und das Getränk stammte auch schon gar nicht aus meinem Laden – nein, es war ein großer Plastikbecher ohne Deckel. Es schwappten ein paar Eiswürfel darin und eine Zitronenscheibe lag auch mit in dem Becher.

Ist dann doch schon eher ungewöhnlich. :-)