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Viel Altglas

Da fährt man die Tonne mal ein paar Tage im Auto spazieren und schon haben sich auf dem Leergutautomaten schon wieder zwei volle Einkaufskörbe mit Altglas angesammelt. Es ist wirklich erstaunlich, welche Massen das sind und vor allem auch, was die Leute alles (versehentlich oder unwissentlich) hier bis zur Leergutannahme schleppen: Weinflaschen, Konservengläser aller Art, Marmeladen- und Nutellagläser und was es eben noch alles gibt.

Zum Glück wird das Zeug bei uns zu Hause vor der Tür abgeholt, so muss ich das nicht alles auch noch in einen Altglascontainer werfen – aber dass das so viel ist, war mir nie aufgefallen und ich bin froh, dass wir diesen Schritt in die ökologisch richtige Richtung gegangen sind.


Auf dem Flaschentisch

Wer schon immer mal wissen wollte, wie ein Leergutautomat von hinten aussieht: Die Flaschen kommen aus dem Annahmeschacht und werden automatisiert auf den Flaschentisch gestellt, auf dem sie mit einem Förderband nach hinten bewegt werden.

Mehrere hundert Flaschen können so automatisch angenommen werden, bis ein Mitarbeiter den Tisch abräumen und die Flaschen in leere Kisten stellen muss.


Kamerafahrt auf dem Flaschentisch

Wer sich schon immer mal wie eine Flasche fühlen wollte, wie die Flaschen auf dem Flaschentisch unseres Leergutautomaten, hat hier die Chance, die Fahrt vom Drehkreuz bis zu den anderen Flaschen mitzuerleben.


Nervenaufreibende Kabeleinziehaktion

Ich sag's mal so: Es gibt viele Dinge, die deutlich weniger nervenaufreibend sind, als ein Bündel mit langen Kabeln ausgerechnet über dem Weinregal in einen Kabelkanal fummeln zu müssen. Zebras zähmen beispielsweise.


Klebe-Band

Ich wollte mich erst mal wieder aufregen! Was hat der Automat denn jetzt schon wieder? Ein Großteil der Mehrwegflaschen auf dem Tisch lag dort herum. Aber "Traudl" war diesmal unschuldig. Das Förderband war durch irgendeine (oder eine Summe mehrer) ausgelaufene Flüssigkeit in einem großen Bereich so klebrig geworden, dass es nicht mehr problemlos unter den auf dem Tisch stehenden Flaschen durchfahren konnte. Den Glasflaschen war das egal, aber die leichten Kunststoffdinger wurden einfach umgerissen.

Das ließ sich zum Glück mit Wasser, Putzmittel und einem Schwamm beheben.

Memo an uns selber: Nicht nur die weißen Flächen des Flaschentisches regelmäßig reinigen, sondern auch das Transportband nicht vergessen.


Der Cruncher

Stundenlanges Fernsehvergnügen kann ich an dieser Stelle leider nicht bieten, aber immerhin etliche Dosen und PET-Flaschen, die dem Cruncher des Leergutautomaten zugeführt und somit perforiert und entwertet werden. Leider gab es auch bei diesem Versuch wieder ein paar Pannen. Erstmal hat meine Handykamera ganz cool unentwegt den Autofokus bewegt, andererseits ist die Videoaufzeichnung irgendwann abgebrochen und nur noch der Ton wurde aufgenommen.

Eine volle Stunde habe ich jetzt nicht zusammenbekommen, aber immerhin habe ich damit Ingmars Wunsch zu einem Teil erfüllt.

Das Video hat dennoch irgendwie eine hypnotisierende Wirkung. :-)

(Jetzt warten wir mal ab, wann da einer eine 24-Stunden-Schleife hochlädt.)


Speck-Snack

Irgendwo auf dem Weg vom Großlager zu uns in den Laden ist auf der Ware eine Tüte mit Knabbergebäck kaputtgegangen, woraufhin sich der Inhalt zwischen der restliche Ware verteilt hat. Vor allem die ganzen Krümel, die nun in den "Schrumpfpacks" lagen, sorgten für einige Arbeit. :-(


Leergut-Spende auf dem Postweg

Vor ein paar Tagen kam ein Paket in die Firma. Absender war Blogleser "Erbse" (ich interpretiere in die Unterschrift auf dem Zettel mal den Wunsch auf Anonymität) und der Inhalt bestand aus leeren Einwegflaschen und Dosen, deren Gegenwert ich in die Pfandbonspendensammlung aufgenommen habe. Immerhin 13,75 Euro! Ich sage ganz herzlichen Dank, auch im Namen der betroffenen Familie. (Zitat: "Sehr geil!")

(Das erwähnte exotische Leergut war übrigens nicht so spannend, die Dosengröße fiel mit einem Liter schon aus dem Rahmen, war aber nicht in den beeindruckenden Ausmaßen hier fotografisch festzuhalten.)

Falls sich jemand inspiriert fühlt, die Aktion nachzumachen – die Adresse vom Laden könnt ihr dem Impressum entnehmen. Wer Porto sparen will, kann das Geld auch via Paypal schicken, ich leite es dann ebenfalls weiter. (Paypal-Konto: shopblogger - at - gmail.com, Betreff: "SPENDE DACH")






Bio-Schummel-Schorle

Ganz oben im Mülleimer vor dem Leergutautomaten lagen mehrere Flaschen Bio-Apfelschorle. Ich wunderte mich zunächst, warum die jemand weggeworfen hatte und nahm eine Flasche aus dem Müllsack. Nanu? Warum ist denn da kein Pfandlogo drauf?

Warum nicht? Ganz einfach: Weil Alnatura die Schorle sogar mit 60 Prozent Fruchtgehalt (statt sogar min. 50%) ausgestattet hat und das Produkt damit offiziell als Fruchtnektar deklarierbar ist – was vom Hersteller ganz legal genutzt wurde, die Flaschen unbepfandet auf den Markt zu werfen.

Ob ein Bio-Hersteller nun den Anspruch hat, eine bessere Qualität zu liefern und das Produkt nun durch den höheren Fruchtanteil besser als die der Mitbewerber ist, sei mal dahingestellt. Aber ausgerechnet ein Bio-Produkt, dessen Verpackungen im Gegensatz zu denen der meisten Mitbewerber nicht zwingend wieder der stofflichen Verwertung zuzuführen sind, hinterlässt schon ein "Gschmäckle".


Vitrinen über der Belastungsgrenze

Seit Ewigkeiten haben wir hier einen Teil der Spirituosen "in Kassennähe" (bis zum Umbau Mitte März) in Detolf-Vitrinen von IKEA untergebracht. Die ältesten zwei "Detolfe" sind sogar schon 18 Jahre alt! Die Glasschränke sehen zwar inzwischen reichlich mitgenommen aus und sollen ersetzt werden, weshalb ich aktuell nach Alternativen suche, aber sie sind an keiner Stelle so beschädigt, dass die Funktion oder Sicherheit beeinträchtigt ist.

Was mir bei meiner Recherche nach neuen Vitrinen auffiel: Laut IKEA-Website sind die Detolf-Vitrinen pro Fachboden (zumindest inzwischen nur noch) mit maximal 3,5kg belastbar. Bei uns steht da seit Anfang an pro Fachboden locker die vierfache Masse drauf, nämlich meistens 16 Glasflaschen mit regulär 0,7l Inhalt. Also den Qualitätstest haben die Dinger locker bestanden! :-)


Leeres Rotweinregal

Gestern Abend haben die Kollegen das Rotweinregal noch komplett ausgeräumt und saubergemacht. Die Ware steht derzeit fein säuberlich im Laden verteilt, aber das ist ja nur eine temporäre Lösung.

Aktuell sind wir dabei, das Regal an seinen (auch irgendwann wieder vorübergehend) neuen Platz zu stellen und dann können die gesamten Flaschen auch schon wieder eingeräumt werden. Das sollte eigentlich in maximal drei Stunden zu schaffen sein.




Lieber woanders als durch Mitarbeiter

Eine Kundin hatte zwei Tüten mit unterschiedlichem Leergut bei sich. Da unser Rücknahmeautomat gerade eine (kurzzeitige) Störung durch eine verklemmte Flasche hatte, wollte ihr ein Kollege die Flaschen händisch abnehmen.

Die Frau weigerte sich lautstark dagegen und drehte sich um mit den Worten, dass sie das Leergut dann lieber woanders abgeben wird.

Muss man nicht verstehen.