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Björn zerdeppert Weinflaschen

Als ich dabei war, zusammen mit einem Kollegen als vorbereitende Maßnahme für unseren großen Umbau das gerade frisch umgezogene Bio-Wein-Regal wieder mit Ware zu bestücken, passierte es: Unvorsichtigerweise ungleichgewichtete ich eine Flasche des guten Riojas aus dem Hause Osoti auf dem obersten Fachboden. Reflexartig versuchte ich, die Flasche aufzufangen, beachtete dabei aber gar nicht mehr, dass ich noch den Karton in der linken Hand hielt, mit dem ich dann durch die schnelle Bewegung gleich den Rest der am Rand des Regalbodens stehenden Flaschen herunterfegte. Den Traubensaft hätte man besser trinken sollen, statt ihn aufzuwischen.

Immerhin gibt es eine Aufnahme aus unserer alten Videoüberwachunsanlage davon. Ist nun nicht so sehr das Highlight, zumal ich die meiste Zeit selber im Bild stehe und man nur meinen Rücken sieht – aber alleine schon der Vorher-Nachher-Vergleich sollte reichen, um meinen Frust erahnen zu können … :-P


Der KORKT!!!

Man staunt doch, wie oft Kunden Wein zurückgeben, weil er "korkt". Kommt jetzt nicht täglich vor, aber alle paar Wochen bringt mal jemand eine Flasche zurück, weil er "korkig" schmecken soll.

Okay, Weinfehler kommen mal vor. Entweder haben da meine Kunden mal weniger Pech als ich sonst, oder alles, was nicht den perfekten Geschmack trifft, wird als "korkig" zurückgegeben. Ich hatte in den vielen Jahren, die ich schon Wein trinke, zwar schon viele gute und viele weniger leckere – aber noch nie einen dabei, der aufgrund eines Fehlers ungenießbar gewesen wäre.

Alkohol, Fertiggerichte, Kühlregal

Als wir die neue Kamera über dem Weinregal installiert hatten, war auch dieser Schnappschuss entstanden. Der Blick wandert hier vom Gang zwischen Spirituosen- und Weinregal über die Fertiggerichte bis hinten zum großen Kühlregal:


Pago Casa Gran Falcata Crianza

James Suckling ist der Europa-Chef des Wine Spectator und Herausgeber der Zigarrenzeitschrift Cigar Aficionado. Suckling bewertet im 100 Punkte System, welches an das amerikanische Schulsystem angelehnt ist; nach diesem System wurde der genannte Wein mit 93 Punkten bewertet, nebenbei hat er auch eine Goldmedaille bei der Challenge Millésime Bio erhalten. Es handelt sich bei diesem sehr ausgewogenen Rotwein um ein Cuvée aus Grenache, Monastrell und Syrah, das sich mit voller dunkler Frucht offenbart.

Falls also mal wieder jemand behauptet, dass im Supermarkt verkaufter Wein grundsätzlich "überteuerter Pennerfusel" ist – wir haben diesen Bio-Barriquewein schon seit ein paar Monaten dauerhaft für 9,99 € im Sortiment.


Empfänger Weinabteilung

Mit der Post haben wir ein paar alkoholhaltige Warenproben eines Winzers bekommen. So weit so gut, aber ob die Produkte es hier ins Sortiment schaffen werden, ist momentan noch ungewiss.

Schmunzeln musste ich über den Adressaufkleber auf dem Paket, die Sendung wurde direkt an die Weinabteilung geschickt. Das mag in sehr großen Häusern Sinn machen, bei uns wirkte das allerdings schon etwas grotesk. :-)


Verschalung zwischen Wein und Süßwaren

Die beiden Regale mit Süßwaren und Bio-Wein sind durch einen Pfeiler getrennt. Im Rahmen des großen Umbaus im Herbst wurde dieser Pfeiler mit einer Konstruktion aus grau beschichteten Holzplatten verkleidet.

Welche Idee die Ladenbauer hatten, seht ihr auf der linken Seite. Es war sicherlich kein schlechter Ansatz, die Flucht des Süßwarenregals mit einer Platte gerade zu verlängern. Daraus ergab sich dann allerdings, dass die Holzteile an der linken Seite des Weinregals rund 30 cm in den Laden ragten. Das war eine ganz komische Stelle, vor allem hatte man in Kundenlaufrichtung plötzlich diese graue Wand vor sich, bzw. fuhr mit dem Einkaufswagen dagegen.

Es war zwar etwas aufwändiger zu bauen, aber so wie es jetzt und auf dem rechten Bild zu sehen ist, gefällt mir der Bereich deutlich besser. :-)


Bedienung!

Ein Typ stand in der Weinabteilung, sah sich kurz um und fing plötzlich an, durch den Laden zu gröhlen: "Bedienung! Gibt's hier keine Bedienung?! Hallo?! Bediiiienung!!!"

Da macht man das dann als Mitarbeiter wie beim Bund: TTV.

Tarnen, täuschen und verpissen, im Klartext: Unauffällig verschwinden. :-)

Weinpreis

Eine Kundin suchte einen Wein. Ich zeigte ihr einen für knapp drei Euro, in der gewünschten Rebsorte ist die Auswahl bei uns nämlich nicht so riesig.

Ihr Kommentar: "Der ist so billig, haben Sie keinen teureren?"

Von solchen Kunden brauchen wir mehr! :-)

Nervenaufreibende Kabeleinziehaktion

Ich sag's mal so: Es gibt viele Dinge, die deutlich weniger nervenaufreibend sind, als ein Bündel mit langen Kabeln ausgerechnet über dem Weinregal in einen Kabelkanal fummeln zu müssen. Zebras zähmen beispielsweise.


Edeka-Ladendeko – Teil 3

Die Wand hinter dem Weinregal ist mit auch fertig. Die helle Schrift auf der Wand wird übrigens mit Hilfe einer Schablone im zu unseren Wandfarben passenden Farbton aufgepinselt:




McD's und Cabirol Montant

Was für eine Diskrepanz: Zu einem schnellen Abendessen vom "goldenen M" (darf auch ab und zu mal sein) einen guten Biowein aus dem Hause Cabirol gereicht.

Wir schaffen das noch irgendwann mit dem schwarzen Loch. :-)

(Den Pizza Mac kann man sich übrigens sparen.)


Mehr Glück als Verstand

So kann es passieren, wenn man beim Abbauen eines Regals zu optimistisch hinsichtlich der Stabilität der in dem Moment (relativ) frei stehenden Säulen ist. Die eine, die ich nicht im Blick hatte, fiel um und hat dabei die ursprünglich stabil stehende Säule umgeworfen. Beide zusammen sind dann schwungvoll in das Weinregal gekracht und haben mit einigen Flaschen Rotwein Kegeln gespielt.

Zum Glück sind sämtliche Flaschen bei der Aktion heile geblieben, ansonsten wäre ich wohl für den Rest des Tages gänzlich bedient gewesen … :-P