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Beck's mit WM-Etiketten

Es gibt zwar auch Gründe dafür, die WM in Katar durchzuführen, aber die wirken recht konstruiert. Da ist dann beispielsweise die Rede davon, dass Katar durch die WM mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt und intensiver wahrgenommen und beobachtet wird. Und außerdem hilft so ein Boykott den Menschen in Katar wenig. Die Argumente, diese WM zu boykottieren, sind stärker: In Katar werden Menschen und Menschenrechte mit den Füßen getreten.

Nicht nur ich vertrete die Ansicht, dass man so ein Land nicht auch noch hofieren muss, entsprechend gibt es quasi keines der typischen WM-Produkte, resp. Produkte in spezieller WM-Aufmachung hier im Markt. Irgendwie wurmt es mich, dass das größte Brauereiunternehmen der Welt nun auch noch spezielle Etiketten mit WM-Pokal auf die regulären Beck's-Flaschen klebt. Ein Artikel, um den man hier einfach nicht herum kommt und den man nun quasi zwangsweise im Markt stehen hat.


Linsentopf-Ersatzetikett

Eine Dose Linsen-Topf von Alnatura stand ohne Etikett im Karton. Und nun? Ach, wozu haben wir den einen großen Farbkopierer hier stehen. Ich habe einfach eine Dose mit Etikett auf die Scheibe des Scanners gelegt und mit dem richtigen Schwung während des Scannens die Dose weitergerollt. Brauchte ein paar Versuche, so ein Profigerät ist wirklich flink, aber es hat dann doch erstaunlich gut funktioniert.

Man konnte zwar alle wichtigen Informationen lesen, aber da das Gesamtkunstwerk eher ein Fall für den Idiotenhügel der Kunsthochschule war, habe ich die Dose dann zum Sonderpreis auf den Restetisch gelegt.


Corned Beef ohne Etiketten

Ein Mann wollte zwei Dosen Corned Beef, das gute Markenprodukt für 5 € pro Stück, hier bei uns aus dem Laden klauen. Da er nicht ganz unauffällig dabei vorgegangen war, erwischten wir ihn und es folgte das bekannte AHA-Prozedere (Auspacken, Hausverbot, Anzeige).

Allerdings hatte der Typ von den Dosen die Papierbanderolen abgerissen. Damit wollte er vermutlich seiner versuchten Argumentation, dass die gar nicht von uns waren und er sie mitgebracht hatte, Nachdruck verleihen.

Das war letztendlich noch ärgerlicher als der versuchte Diebstahl. Die Etiketten hatte er zusammengeknüllt irgendwo im Laden verschwinden lassen, jedoch waren weder der Videoaufzeichnung noch seiner Erinnerung irgendwelche Details dazu zu entlocken. :-(

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 44)

In der Woche der selbe Trott wie immer. Mit der Papp-Presse war ich längst per Du und als Azubi habe ich im Markt zu der Zeit vor allem Ware bewegt. Interessant finde ich, wieso ich nach der Schule noch mitgeholfen habe. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich keine Whatsapp-Nachricht und keinen Anruf auf mein Handy mit einem Hilferuf bekommen habe. Mein erstes Handy hatte ich erst ab 1998. Vielleicht war ich zufällig privat im Laden und wurde spontan einkassiert, aber das weiß ich absolut nicht mehr.

Kuriose Anmerkung zum Fachbericht: Die entsprechende Woche meiner 44. Ausbildungswoche war vom 12. bis zum 17. Juni 1995. Das Datum auf dem (nach all den Jahren sehr verblichenen und daher noch kaum lesbaren Thermo-Etikett) ist der 15. August 1995. Wie alle Azubis habe auch ich die Berichtshefte (zumindest die Fachberichte) mit einer leichten zeitlichen Verzögerung verfasst. :-)



Dienstag Morgen habe ich die Pappreste vom Obst- und Gemüse packen vernichtet. Die leeren Kisten habe ich draußen auf einen Rolli gestapelt.
Ausleeren der Papp-Presse, Leergut annehmen.
Ware (Hauptlieferung) ins Lager fahren und Ware packen (Milch, Margarine, Nudeln).
Mittwoch habe ich nach der Schule noch Tiefkühlkost mitgepackt.
Trinks annehmen und packen.
Leergutabrechnung.



Dies ist ein Etikett wie es die Kunden aus der SB-Gemüsewaage bekommen.

(Benannt sind die Teile: Name des Geschäftes, Kostenstelle (interne Nr.), Nettogewicht, Endpreis, Preis pro Gewichtseinheit, Einheit Gewicht / Einheit Währung, Artikelbezeichnung und die Anschrift des Marktes.)

Sichern bei Penny

Der Alarm der Warensicherungsanlage löste aus. Ein Kunde stand bei uns an der Kasse und holte nach einigen Augenblicken ein Paket Kaffee aus seinem Rucksack, das für den Alarm verantwortlich war. "Den Kaffee habe ich von Penny", erkläre er.

Den Blick in die Videoaufzeichnung sparten wir uns.

Quer auf der Oberseite des Kaffeepakets klebte deutlich sichtbar und schräg hingepappt das längliche Warensicherungsetikett. So lieblos und hässlich sichern wir hier nicht und weil das so eindeutig war, gab es keinen weiteren Klärungsbedarf.

Rückblickend stellt sich nur die Frage, wieso das Etikett noch aktiv war. Da gibt es aber viele Möglichkeiten, angefangen mit der Frage, ob es beim Discounter überhaupt Alarm ausgelöst hat (wieso lassen die ihn dann damit gehen?) oder ob die Anlage erst gar nicht funktioniert hat.

Ausgeblichene Etiketten im LED-Licht

Bislang dachte ich immer, dass Toner aus Laserdruckern eher farbbeständig ist. Entweder war ich da komplett auf dem Holzweg oder die LED-Beleuchtung in unseren Kühlregalen verfügt über einen immens hohen UV-Anteil. Letzterer ist jedenfalls dafür verantwortlich, dass Farben ausbleichen, die Moleküle der Farbstoffe werden durch das energiereiche UV-Licht regelrecht gespalten.

Ob da ein Handlungsbedarf besteht, außer regelmäßig neue Etiketten zu drucken, vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Aber ich staune dennoch darüber. Dass Etiketten im Laufe der Jahre ausbleichen, kennt man.
Aber hier kann man ja fast schon dabei zusehen, hoffentlich mit Schutzbrille. :-O

(Das Schild sollte eigentlich knallrot sein!)


Chocos Choco Krispies

Im Cerealien-Regal stecken zwei Schilder nebeneinander: "Kellogg's Choco Krispies" und "Kellogg's Chocos". Einer der beiden Artikel war leer und als ich diese Packungen ins Regal stellen wollte, entschied ich mich für den linken Regalplatz. Wo hättet ihr die Packungen untergebracht? Links oder rechts? Auch alle von mir befragten Kollegen wählten spontan die linke Seite aus.

Das war aber leider falsch. Die "Choco Krispies" sind nämlich diese "Smacks"-ähnlichen Teile, nur eben mit Schokolade. Die "Chocos" sind die auf dem Foto abgebildeten chipsförmigen Gebilde und gehören auf die rechte Seite. Verwirrender kann man seine Verpackungen kaum gestalten …

Eine Abgleich der sowohl auf den Produkten als auch den Etiketten aufgedruckten EAN-Nummern hätte das Durcheinander von Vornherein vermeiden können, immerhin gebe ich auch grundsätzlich allen neuen Mitarbeitern diese Anweisung mit auf den Weg, aber für mich war das so eindeutig, dass ich gar nicht damit gerechnet hatte, dass ich da gerade einen Fehler einbaue … :-P


Einweg-Mehrweg-Doppeletikett

Fundstück vor dem Leergutautomaten: Eine unbepfandete Flasche Uludag-Mineralwasser, um die jemand ein zerfetztes Etikett einer Mehrweg-Flasche getüdelt hat. Das war zwar kreativ, zeugt aber auch davon, dass der- oder diejenige überhaupt keine Ahnung hatte, wie das mit dem Pfandsystem überhaupt funktioniert:


Sahnesteif statt Hefe

Irgendwie war es passiert, dass bei uns im Backzutatenregal die Etiketten von Sahnesteif und Hefe, die unmittelbar nebeneinander stehen, vertauscht wurden. Vielleicht hatte auch nur irgendjemand (vielleicht auf der Suche nach Hefe) den Bestand an Sahnesteif auf den leeren Platz beim Hefe-Regaletikett geschoben. Wie auch immer es passiert ist: Mir war es in der Eile der Bestellung nicht aufgefallen und so hatte ich bei der Bestellung statt Hefe Sahnesteif geordert. Dieser (Dieses?) ist natürlich im Gegensatz zur Hefe lieferbar gewesen und so kamen hier prompt vier Kartons Sahnesteif an, die wir vermutlich in den nächsten Jahren nicht verkaufen würden.

Konnten wir zum Glück an die Großhandlung zurücksenden. :-)


Verblichene Lycheeweinetiketten

Im Rahmen der Aufräumarbeiten und Sortimentsbereinigung bei unseren Länderspezialitäten fielen mir auch mehrere Artikel auf, die nicht mehr im aktuellen Sortiment des Lieferanten zu finden sind, hier aber noch im Regal stehen, bzw. inzwischen standen.

Einer dieser Artikel war ein Litschiwein, der wohl offenbar nicht nur bei uns ein Ladenhüter war. Seit wann es dieses Produkt nicht mehr gibt, kann ich nicht sagen, nachbestellt haben wir das Getränk schon vermutlich ewig nicht mehr und auch die Etiketten sprachen Bände. Auf dem Foto kommt leider nicht so richtig zur Geltung, dass vom (jahrelangen) Lichteinfall die Farben völlig verblasst waren. Aber vergleicht mal die linken und rechten Seiten der Etiketten miteinander, dann sieht man es. Was mich gerade nur wundert: Die "blauere" Seite hätte ich als die dem Licht abgewandte Seite vermutet. Jedoch standen die Flaschen in unserem alten Regal (hier auf dem Bild ganz rechts oben) in der Nähe des Eingangs so, dass diese Seite dem Tageslicht zugewandt war. Seltsam …

Zwei der drei Flaschen haben den Weg auf den Restetisch gefunden, eine hatte ich mit nach Hause genommen. Immerhin war der Inhalt noch sehr lecker, wenigstens etwas. :-)


Luftschlange, schlicht, bunt

Als wir die Luftschlangen einst in unser System eingepflegt haben, ging es ausschließlich darum, sie an der Kasse scannen zu können. Darum besteht, besser: bestand, der Datensatz nur aus einer Kurzbezeichnung, einer Warengruppe, dem Mehrwertsteuersatz und einem Verkaufspreis. Als ein Kollege die Luftschlangen nun im Laden platziert hat, kam ein Etikett ohne konkrete Artikelbezeichnung aus unserer Warenwirtschaft und so notierte er kurzerhand die fehlenden Informationen handschriftlich auf dem Schild. Der Vorname des Kollegen begann übrigens nicht mit einem "U".

Hab ihm mal gezeigt, wie man die Daten im System ergänzt. :-)


Bestellung mit Kamerahilfe

So bequem wie bei der EDEKA, nämlich mit dem mobilen Datenerfassungsgerät direkt am Etikett oder sogar einfach nur an der Ware, können wir bei anderen Lieferanten nicht bestellen. Teilweise haben wir Faxvorlagen (praktisch), einige Firmen schicken ihren Außendienst, der die Bestellung persönlich aufschreibt, vorbei (noch praktischer), wieder andere Lieferanten rufen an und nehmen die Aufträge telefonisch entgegen (auch okay).

Bei einigen wenigen Lieferanten bestellen wir via E-Mail. Das ist zwar augenscheinlich der modernste Weg, aber was Außenstehende dabei leicht übersehen ist die Tatsache, dass es mit dem Schreiben einer Mail nicht getan ist. Es muss überprüft werden, welche Artikel leer sind und dann muss die Bezeichnung oder eine Artikelnummer den Weg in das Eingabefeld des E-Mail-Clients finden. Manchmal sind das nur ein paar Artikel, bei anderen Lieferanten durchaus mal 100-150 pro Bestellung. Das ist dann schon recht aufwändig. Meistens macht die Kollegin das so: Klemmbrett mit ein paar Zetteln, dann von den benötigen Artikeln die Artikelnummern notieren und ich hacke die Zahlen dann hier in eine E-Mail rein.

Eben musste ich die Bestellung mal wieder machen und hatte überhaupt keine Lust auf die doppelte Schreiberei. Also habe ich mir kurzerhand mein Handy geschnappt, von jedem zu bestellenden Produkt das Etikett fotografiert und dann hier am Rechner von allen Schildern (per Slideshow im 3-Sekunden-Takt angezeigt) die Nummern abgeschrieben. Das lässt sich gerade kaum noch bezüglich Effizienz optimieren. :-D


Coffee Kids

Auch wenn die Rösterei nicht mal einen Kilometer Luftlinie von hier entfernt ist, so können wir nicht alle Artikel von Melitta im Sortiment haben. Auf unserer kleinen Fläche würden wir sonst auch irgendwann zum Kaffee-Fachgeschäft mutieren. :-)

Dennoch hat mir der Außendienstler unter anderem eine Packung vom "Coffee Kids" Projektkaffee gebracht. Wie viel Authentizität die aufgedruckte Unterschrift und der Fingerabdruck des Farmers dem Produkt wirklich verleiht, kann ein neutraler Beobachter eventuell besser beurteilen. Ich bin bei sowas inzwischen recht abgestumpft, man kann schließlich alles auf irgendwelche Etiketten drucken.

Interessanter finde ich die auf diesem Etikett blau gedruckte Beutel-Nummer. Die soll zumindest aussehen, wie nachträglich aufgestempelt. Ist sie es auch? Konnte ich selber anhand des Etiketts nicht beurteilen. Soll die Nummer auch nur Authentizität vermitteln oder ist die tatsächlich auf jeder Tüte anders? Ich kann das hier leider nicht überprüfen, zumal wir das Produkt auch nicht bestellt haben oder bestellen werden – aber falls einer von euch da draußen etwas dazu sagen kann, wäre ich sehr dankbar.