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Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 17)

Auf Krücken humpelte ich nun in der dritten Woche durch die Gegend. Da unser Markt gleich um die Ecke vom Wohnort war, ließ ich mich dort übermäßig oft blicken. Von mir war das nur nett gemeint, aber offenbar kam das bei den Kollegen und Vorgesetzten nicht so gut an. Geht mir heute nicht anders, wenn jemand krank ist (wenn auch nicht bettlägerig oder in Quarantäne), empfinde ich es als befremdlich, wenn derjenige dann in der Firma auftaucht.

Auch diesmal wieder ohne Fachbericht, nächsten Montag gibt es "Milch 2".


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 16)

Die zweite Woche, in der ich krankgeschrieben war. Auch hier gab es natürlich nichts aus der Firma zu berichten und auch hier war ich wieder vom Fachbericht befreit. Ich war zwar generell nicht faul, aber was ich nicht machen musste, musste ich nicht machen. ;-)


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 15)

Diese war die erste von drei aufeinanderfolgenden Wochen, an denen ich krankgeschrieben war. Warum ich nicht arbeiten konnte, weiß ich nicht mehr ganz genau. Ich vermute, dass es eine Meniskus-OP war, in deren Folge ich die nächste Zeit auf vier Beinen laufen musste …

Bei Krankheit und Urlaub gab es natürlich keine Einträge bei der betrieblichen Tätigkeit und auch die Fachberichte mussten in der Zeit nicht geschrieben werden. Also geht ihr auch in dieser Woche wieder leer aus. Der zweite Teil der Milch-Fachberichte folgt in der überübernächsten Woche. :-P


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 14)

Es ist heute nicht anders: Von einigen Sonderfällen mal abgesehen, sind die Arbeiten hier im Supermarkt in ihrer täglichen, wöchentlichen und irgendwie auch jährlichen Routine immer die selben. Mit der Bürokraft hatte ich den Zählerstand abgelesen, hurra. Das war auch die einzige Aufgabe, die ich in den Jahren mit der Bürokraft erledigt habe. Rückblickend betrachtet war die Ausbildung ganz schön halbherzig. Der ganze theoretische Teil (Kassenabrechnungen, Büroarbeit etc.) ist an mir vollkommen vorübergegangen.

Aber immerhin Telefongespräche angenommen. Yeah!



Abends beim Gemüseausräumen mitgearbeitet. Mit Frau xxx, unserer Bürokraft, habe ich den Zählerstand des Gas- und des Wasserzählers abgelesen.
Weihnachtsartikel (Marzipan, Schokoladenweihnachtsmänner, Kekse …) im Laden platziert und gepackt.
Leergut annehmen. Telefongespräche angenommen. Preise für die Kasse gesucht.
Die Recycling-Boxen im Kassenbereich ausgeleert.



Milch 1

Milch ist ein natürliches Nahrungsmittel. Sie ist als anfängliche Nahrung für das Neugeborene bestimmt, enthält daher alle lebensnotwendigen Nährstoffe in leicht verdaulicher Form. Sie ist ein sehr wertvolles Lebensmittel (bei keinem anderen Lebensmittel – ausschließlich genossen – könnte man so lange überleben). Im Lebensmittelbereich wird nur Kuhmilch als "Milch" gehandelt.
Milch wird nicht nur getrunken. Der größte Teil der produzierten Milch ist der Ausgangsstoff für Butter, Käse, Joghurt, Quark, Trocken- und Kondensmilch, Sauermilch, Sahne und vieles mehr.

Die an die Molkereien gelieferte (Roh-) Milch wird auf ihre Güteeigenschaften überprüft: Eiweiß- und Fettgehalt und ihre bakteriologische Beschaffenheit. Nach diesen Eigenschaften wird die Bezahlung für die Landwirte festgelegt (Milchgeld).

1 l Milch wiegt 1029-1032 g. Sie ist somit schwerer als Wasser, aber leichter als Magermilch. Mit Hilfe einer Waage lassen sich so leicht Verfälschungen (durch Wasserzusatz oder Fettentzug) feststellen.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 13)

Die Wochen dümpelten so vor sich hin, es passieren im LEH selten mal wirklich abwechslungsreiche Dinge. Das "Preise für die Kasse suchen" taucht hier in meinen Berichten häufiger mal auf. Wir haben damals keine Scannerkassen gehabt und sämtliche Waren noch von Hand ausgezeichnet. So passierte es durchaus immer wieder mal, um nicht zu sagen, dass es an der Tagesordnung war, das Etiketten nicht vorhanden oder unleserlich waren und man loslaufen und den richtigen Preis nachsehen musste.

Männlicher Azubi: Getränke packen, Presse ausleeren.

Der "Standart" im ersten Wort war ein Flüchtigkeitsfehler. Hüstel. :-)



"Standardbeschäftigungen", wie Gemüse ein- und ausräumen, Leergut annehmen, Kundenfragen beantworten ("Wo steht denn …?"), Preise für die Kasse suchen.
Getränke packen (Trinks-Mehrweg und Einweg, also Saft, die Sprudel und Getränke-Dosen)
Brotlieferung annehmen und vergleichen
Telefongespräche angenommen.
Ballenpresse ausleeren und neu einrichten.
Recycling-Boxen aus dem Kassenbereich ausleeren.
Süßwaren packen.



Inventar

Das Inventar ist das übersichtlich zusammengestellte wertmäßige Ergebnis der Inventur. Das Inventar ist also ein Verzeichnis über die tatsächlich vorhandenen Vermögens- und Schuldenwerte (Istwerte) an einem bestimmen Tag (Stichtag).
Es wird in folgende Teile gegliedert: Vermögen (nach der Liquidität), Schulden (nach der Fälligkeit) und Reinvermögen (Differenz zwischen Rohvermögen und Schulden).
Nebenstehend ein (allgemeiner) möglicher Aufbau für ein Inventar.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 12)

Wenn man nichts Spannendes für die Wochenberichte hat, schreibt man eben, dass man ans Telefon gegangen ist. :-)

Eine Palette mit "Negerküssen" aufgebaut. Damals hat man den Begriff noch etwas leichtfertiger verwendet, aber auch vor 25 Jahren habe ich zumindest schon so weit darüber nachgedacht, dass ich das Wort in Anführungszeichen geschrieben habe.

Was es mit dem "fatalen Irrtum" auf sich hat, der dazu führte, dass ich unsere Einsatzpläne neu schreiben musste, weiß ich (ganz ehrlich!) leider überhaupt nicht mehr.

Auf dem Fachbericht ging es um Eier (hatte etwas gedauert, bis ich gerade mein Wort "Likör" identifiziert hatte) und wieder gab es ein selbst gemaltes Bild von mir. Handarbeit mit Buntstiften, das wird sich in ein paar Wochen noch ändern.



In dieser Woche habe ich mehrere Telefongespräche angenommen ("Extra-Markt, Cramerstr – Delmenhorst. Björn Harste – Guten Tag …").
Dann habe ich die Eier-Bestellung telefonisch durchgegeben. Man braucht nur nacheinander die Artikelbezeichnung und die Stückzahl durchzugeben. z.B. "Gutshof Kl. A - II 20 mal"
Bei den Kassen habe ich eine "1/2" Palette mit "Negerküssen" aufgebaut und ausgezeichnet. Ware, die ins Regal paßte, habe ich gleich nachgefüllt.

Durch einen fatalen Irrtum meinerseits "durfte" ich die Personal-Einsatzpläne neu schreiben.



Eier

Eier (im Lebensmittelhandel ausschließlich Hühnereier!) werden vielseitig als Nahrungsmittel und als Zutat für viele Speisen verwendet. Man ißt sie gebraten oder gekocht. Man verwendet sie als Suppeneinlage (Eierstich), für Pudding, zum Panieren, für Nudeln, Likör u.v.m.
In der porigen Kalkschale liegen wohl geschützt der Eidotter und das Eiklar.
Der Dotter des frischen Eies ist kugelförmig und wird von einer elastischen Haut zusammengehalten. Es wird durch zwei spiralig gewundene Bänder (Hagelschnüre) in der Mittellage gehalten, so daß es im Eiklar schwebt und geschützt ist. Eier werden durch Güte- und Gewichtsklassen bestimmt. Die Güteklassen werden nach Größe der Luftkammer definiert:
Kl. Extra: 4 mm
Kl. A: 6 mm
Kl. B: 9 mm
Kl. C: >9 mm