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Wer Palinka trinkt …

‚Wer Pálinka trinkt, landet im Grab. Wer keinen Pálinka trinkt, ebenso.

altes magyarisches Sprichwort
Das mit dem Sprichwort stimmt wohl und über den selbstgebrannten Alkohol gibt es viele Geschichten.

Wie auch immer: Diese Flasche, die wie eine Discounter-Speiseölflasche aussieht, stand auf der Fensterbank vor dem Leergutautomaten. Aufgrund der Flasche habe ich den gelblichen und nicht ganz dünnflüssigen Inhalt auch zunächst für Öl gehalten, jedoch wäre das ein sehr intensiv nach Obstbrand duftendes Öl. Der Inhalt war also durchaus wohl ein Rest oder eine Probe des Palinkas.

Warum das da stand, ließ sich nicht herausfinden. Verschenkt? Wollte ins Blog? Vergessen? Entsorgt? Wir wissen es nicht und da ich grundsätzlich keine offenen Produkte aus mir nicht bekannten Quellen konsumiere, haben wir die Flasche mitsamt Inhalt entsorgt. Pálinka-Nachschub wird es aus Osteuropa vermutlich genug geben …

Aber hier bleibt die Erinnerung:


Einweg-Mehrweg-Doppeletikett

Fundstück vor dem Leergutautomaten: Eine unbepfandete Flasche Uludag-Mineralwasser, um die jemand ein zerfetztes Etikett einer Mehrweg-Flasche getüdelt hat. Das war zwar kreativ, zeugt aber auch davon, dass der- oder diejenige überhaupt keine Ahnung hatte, wie das mit dem Pfandsystem überhaupt funktioniert:


VHS-Tiefkühlkostlehrvideo

In den Tiefen der Schubladen in einem der Schränke in Findorff lag noch eine Videokassette in der selben Art wie das Blumen-und-Pflanzen-Lehrvideo, das ich Anfang 2019 schon gefunden hatte. Dieses hier behandelt das Thema Tiefkühlkost und inzwischen bin ich sicher, dass ich un-be-dingt mal wieder meinen guten alten VHS-Rekorder auspacken muss. :-)


Daten aus der klickTel

Oha: In einem meiner Ordner habe ich noch dieses Fax aus dem Jahre 2003 gefunden, das wir aus welchen Gründen auch immer aufbewahrt hatten. Da hatte uns irgendjemand Werbung geschickt und obwohl ich eigentlich gar nicht so ein Arsch bin, wollten wir damals wohl einfach mal ausprobieren, wie jemand reagiert, dem man gleich mal die Paragraphenkeule um die Ohren haut. Das war mit Faxwerbung zu der Zeit aber auch insgesamt noch schlimmer, die Technik stirbt ja so langsam aus.

Aber klickTel … Ich meine, wer kennt das Ding heute noch? :-D


Shit the Glitter

Ich kannte dieses Produkt aus vielfachen Quellen und Witzbildseiten im Internet, dass ich jemals diese "Shit the Glitter"-Kapseln in den Händen halten würde, hätte ich nicht gedacht. Aber im Lager in Findorff war in einem Umschlag ein Tütchen dieser Glitzerkapseln, die, ähm, aus "jedem Shit einen Hit" machen, indem man das Glitzerzeugs nach der Verrichtung über das Ergebnis streut. (Was nun völlig sinnfrei ist.)

Lustige Anekdote am Rande: Bei meiner Recherche für diesen Beitrag fiel mir auf, dass die Firma, die das Glitzerzeugs herstellt, nicht nur aus Bremen kommt, sondern in der Starnberger Straße ansässig ist. Unser Laden war im Eckhaus Münchener Straße / Starnberger Straße, die sind Nachbarn von uns (gewesen) … :-D

(Edit: Die Kapseln sind nicht für den Verzehr gedacht. War mein Missverständnis.)


Plus -Filiale-

Das Päckchen mit Aufzugs-Ersatzteilen lag (und liegt immer noch) im Maschinenraum des Aufzugs in Findorff. Adressiert war es an die PLUS-Filiale, die sich offenbar schon 1985 (Datum des aufgedruckten Poststempels) in den Räumlichkeiten befunden hat, die Teile in der Box sehen noch aus wie neu – ansonsten ist die Schachtel ein kleiner Blick in die Vergangenheit: Plus gibt es nicht mehr, den Absender (Firma Schäfer-Aufzüge) offenbar ebenfalls nicht mehr, die Postleitzahlen sind seit mittlerweile 1993 5-stellig und für den Gegenwert der drei Mark Porto kann man heute gerade noch einen Großbrief versenden.

Jetzt steht das Päckchen mit den Teilen wieder dort, wo ich es gefunden habe. Was auch immer mit dem Gebäude oder dem Aufzug in der Zukunft passiert, vielleicht kann das Material ja noch irgendwann mal jemand dort bei der Wartung gebrauchen …


Alternativer Ladenplan in Findorff 2006

In einer der Ablagen in Findorff habe ich noch diesen alternativen Ladenplan entdeckt, der damals aber zum Glück nicht umgesetzt wurde. Den Laden der Länge nach durch lange Regalreihen zerteilt wäre nicht so elegant gewesen wie der deutlich transparentere Entwurf mit den Tiefkühltruhen in der Ladenmitte, der es dann letztendlich ja auch in die Umsetzung geschafft hatte …


Freiwilliges Hygienekontrollprogramm

Im Büro in der Münchener Straße haben wir noch zwischen den Unterlagen dieses Zertifikat von 2010 gefunden, in dem Bescheinigt wird, dass wir an einem freiwilligen Hygienekontrollprogramm der SGS teilnehmen, bzw. zumindest mal teilgenommen hatten.

Was daraus geworden ist, weiß ich gar nicht. Wurde das Programm eingestellt? Hat es irgendjemand gekündigt? Eventuell auch die Zusammenarbeit mit der Edeka damals? Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern. Aber zumindest drei Jahre lang gab es diese Zertifikate und haben geschützt in einer Zeitkapsel einem Ordner bis heute überlebt …

Ist auch fast egal, was aus dem Programm wurde: So einen Laden kann man freiwillig und mit entsprechendem Engagement auch ohne ein Zertifikat eines Drittanbieters sauber halten. :-)

Hügjeneprogramm

Nur fressen & Online-Gaming?

Ein Kollege hielt mit einen Sechserträger Bier vor die Nase, den er in der Getränkeabteilung entdeckt hatte und an dem ein kleiner Notizzettel klebte: "Nur fressen & Online-Gaming?" stand dort geschrieben und wir dürfen jetzt kollektiv rätseln, was es damit wohl auf sich hat … :-)


Übergabeprotokoll Markise

2008 hatten wir im Markt in der Filiale die Markise bekommen, die Unterlagen davon und auch die Bedienungsanleitung lagen noch in einem Fach im Büro herum. Interessant fand ich das Übergabeprotokoll. Wer auch immer die "Übergabe" gemacht hat, die Unterschrift ist, ähm, "kreativ" …




Sparguthaben

In unserem kleinen Schubladenschrank im Kassenbüro habe ich zufällig hinter einer der Schubladen ein zusammengequetsches Päckchen einer Kassenabrechnung gefunden, das seit über sieben Jahren dort lag. War mit 80 Euro eine eher kleine Abrechnung und das fehlende Geld ist wohl mal als unerklärlich ausgebucht worden.

Bevor die Fragen danach in den Kommentaren auftauchen: Nein, eine größere Summe hat sich da auch bei gezielter Suche nicht aufgefunden. :-P


Kleine Kleinflaschensammlung

Vor vielen Jahren (irgendwo zwischen Geschäftseröffnung und Blogbeginn) hatten wir hier im Laden eine Art Grabbelkiste mit Miniaturflaschen (20 ml) Sprituosen. Die haben wir für einen Einheitspreis (in der Mischkalkulation glaube ich 66 Cent, wenn mich meine Erinnerung nicht komplett in die Irre leitet) angeboten, meistens bestand diese Grabbelkiste aus einem Korb unmittelbar vor der Kasse. In diesem Korb gab es im Laufe der Zeit viele verschiedene Variationen. Teilweise Sorten hier aus dem regulären Sortiment, teilweise habe ich auch ausgefallene Flaschen und Geschmacksrichtungen in den Großmärkten (also vor allem Metro und damals noch Fegro) besorgt. Gerade auch als Scherzartikel mit kuriosen Etiketten gab es immer wieder Neuigkeiten.

Auf jeden Fall war das Angebot immer üppig und durchwachsen und irgendwie entstand daraus auch eine kleine Sammelleidenschaft bei mir: Ein paar dieser Fläschchen hatte ich hier in einem Korb in einem Schrank aufbewahrt. Also seit mindestens 15 Jahren inzwischen. Damit komme ich auch direkt zum spannenden Teil: Sind die Sachen noch genießbar? Alles mit Milch / Sahne vermutlich nicht. Zumindest nur mit geschlossenen Augen, denn diese Produkte sind (wie auf Bild und Video zu sehen) teilweise schon deutlich ausgeflockt. Ein paar Flaschen (von Berentzen) sind aus Kunststoff und haben im Laufe der Jahre einen Teil ihres Inhalts verloren. An alle anderen Produkte könnte man sich eigentlich mal rantrauen.

Bis dahin lasse ich die hier noch eine Weile stehen. Vielleicht mache ich irgendwann mal ein Video davon, wie ich einen Schnaps nach dem anderen verkoste. Aber das dann nur zu Hause unter kontrollierten Bedingungen, wenn die Wege zum Bett (oder Klo) nicht so weit sind. :-D



Hier im Video sind noch mal alle Sorten zu erkennen:


Zuckerzange

Aus einer der leeren Bierkisten, die wir hier in letzter Zeit mal angenommen haben, fiel mir beim Umräumen auf eine Palette eine Zuckerzange entgegen. Wenigstens mal keine ekelige Fundsache im Leergut. :-)

Wem die Zange jedoch gehört/e lässt nicht mehr herausfinden. Die Kiste stand hier bestimmt 1-2 Wochen in der Ecke mit dem Stapel und gemeldet hat sich bislang auch niemand und danach gefragt. Kosten ja kein Vermögen, die Dinger und diese kommt nun nach einer Runde in der Spülmaschine mit in die Besteckschublade im Aufenthaltsraum.

(Navy CIS: Ranzoomen und scharfstellen und dann in der vergrößerten Reflexion der Augen erkennen können, welche Zigarettenmarke der Mann am Fenster im Nachbarhaus gerade raucht.)


Kleiner Schluck Bier

1,5-Liter-Bierflaschen habe ich hier selber schon im Laden angeboten. Eine Flasche mit noch einem Liter mehr Füllmenge hatte ich bislang noch nicht in der Hand. Diese war zwar leer und lag vor dem Leergutautomaten, aber je nach Qualität des Inhalts könnten 2,5 l Bergenbier (kenne ich nicht) schon eine Herausforderung sein. :-)

(Ist einem unter Umständen nach der ersten Hälfte der Flasche auch völlig egal …)


Bröseliges Fundstück im Keller

In einer Kiste im Maschinenraum lag noch eine alte Dreiersteckdose, deren Weichmacher sich wohl schon vor langer Zeit aus dem Plastikgehäuse verflüchtigt haben. Aufgrund vermurkster Kameraperspektive gibt es kein Video davon, wie das Teil buchstäblich unter meinen Fingern zu Staub zerfällt.

Frage an die zahlreichen ausgebildeten Elektrofachkräfte unter euch: Kann man da mit grün-gelbem Isolierband aus dem Werkzeugkasten noch was retten? :-)