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Meldeadresse: Alte Fabrik

Wiederholt haben uns Ladendiebe die selbe Adresse genannt. Auffällig oft, so dass wir die Straße und Hausnummer inzwischen auswendig kennen. Falls sich da nicht eine große Kriminellen-WG versammelt hat, ist es vielleicht ein Wohnheim für zum Beispiel Drogen- oder Alkoholabhängige oder anderweitig "abgestürzte" Personen. Einfach nur ausgedacht war die Anschrift jedenfalls nicht, sie stand ja jeweils auch als Meldeadresse auf dem Ausweis. Neugierig geworden haben wir uns das einfach mal von außen angesehen.

An der Adresse befinden sich die (theoretisch) leerstehenden Produktionshallen einer ehemaligen Fabrik. Kein Hinweis auf irgendein Wohnheim oder sonstige Unterbringungsmöglichkeiten war dort im Vorbeifahren zu finden.

Manche Dinge sollte man wohl einfach nicht hinterfragen.

Rücknahmeautomatenphobie?

Ein Kunde kam zur Leergutannahme und hielt mit am langen Arm eine Tüte mit Leergut entgegen: "Kann ich bei Ihnen Leergut abgeben?"

Ich zeigte auf den Automaten und erklärte sachlich, aber freundlich: "Ja, einfach da reinstecken."

Kunde: "Dann geh ich wieder!"

Sprach's, drehte sich um und ging mit seiner Tüte aus dem Laden.

Das ganze hatte nur wenige Sekunden gedauert. Entsprechend perplex stand ich sogar noch an der Lagertür, als der Mann schon nicht einmal mehr von dort aus zu sehen war.

Merkwürdige Fragen

Eine offenbar etwas verwirrte Kundin mittleren Alters (jedoch nicht so verwirrt, um nicht ohne fremde Hilfe einen Einkauf hinzubekommen), sprach eine Kollegin an und fragte sie vollkommen ohne jeglichen Zusammenhang, ob diese wüsste, was eine Entjungferung sei.

Rückblickend betrachtet denke ich, dass es durchaus interessant gewesen wäre, mal zu verneinen und die Reaktion oder weitere Erklärungen abzuwarten. Vielleicht hätte die Kollegin mit zwei eigenen Kindern da noch etwas lernen können. :-)

Trockener lieblicher Wein

Ein Mann mittleren Alters sprach mich an, weil er einen "trockenen Rotwein" suchte. Aber ein "schön lieblicher" für ältere Damen sollte es doch schon unbedingt sein. (*)

Keine Ahnung, ob er diese Begriffe ohne Kenntnisse über ihre genaue Bedeutung verwendete oder ob er einfach nur etwas verpeilt war – wir kamen nicht auf einen Nenner und er verließ letztendlich ohne Wein wieder den Laden. Alle Versuche, ihm irgendeine genauere Definition des gesuchten Weins zu entlocken, scheiterten kläglich. Alle vorgeschlagenen Weine wollte er jedenfalls nicht. Auch eine andere Kundin, die mit im Gang stand und das Gespräch mitbekommen hatte, versuchte zu helfen, aber auch sie hatte keinen Erfolg.


*) Erklärung für Unwissende: Trockener Wein ist nicht süß, lieblicher dagegen schon.

Einweghandschuhtiefkühlgemüsepackung

"Welcher Idiot hat es schon wieder nicht hinbekommen, gekühlte Produkte nicht wieder in die Tiefkühltruhe zurückzulegen?!". Demonstrativ atmete ich tief ein und wieder aus, während ich den Kopf schüttelte. Dann wollte ich die (vermutlich längst aufgetaute) Packung Tiefkühlgemüse aus dem Regal mit den Einweghandschuhen nehmen – und staunte nicht schlecht. In der Schachtel waren nämlich keinen grüne Bohnen, sondern Einweghandschuhe. Da haben die Packungen unserer Eigenmarke mal eben so ein neues, weniger schlichtes Design bekommen.

Mich so zu verwirren. :-P


Lidletten

Vor einer Weile tauchten im Internet Bilder von "Lidl"-Badelatschen auf. Ich hatte das nicht weiter verfolgt, schon gar nicht gedacht, dass die das Produkt tatsächlich verkaufen würden, und eigentlich nur kurz darüber geschmunzelt.

… und dann kommt doch tatsächlich jemand mit diesen Dingern an den Füßen hier rein. :-O


Alkfreies Bier nach 23 Uhr?

Ès stand die Frage im Raum, ob wir denn derzeit alkoholfreies Bier nach 23 Uhr noch verkaufen dürfen. Natürlich dürfen wir das, auch wenn ein Teil dieser Produkte sogar kleine, nicht deklarierungspflichtige Alkoholmengen beinhaltet.

Genauso, wie wir alkoholfreies Bier (Wie auch Wein und Sekt) an Kinder verkaufen dürfen, wenngleich einem diese Vorstellung irgendwie widerstreben mag. Rechtlich ist daran nichts auszusetzen.

Kein Alkoholverkauf ab 23 Uhr

Seit gestern und zumindest für die nächsten Wochen gilt hier in Bremen im Zeitraum von 23 bis 6 Uhr ein generelles Verkaufsverbot für Alkohol, von welchem wir hier folglich auch betroffen sind. Den Vorschlag, so lange generell eine Stunde früher zu schließen, da spät abends ohnehin jeder zweite Kunde alkoholhaltige Getränke hier einkauft, fand ich nicht gut und so müssen wir es irgendwie hinbekommen, ab 23 Uhr darauf zu achten, dass diese Vorgehensweise strikt eingehalten wird.

Habe schon in unserer IT-Abteilung angerufen und mal nachgefragt, ob unser Kassensystem die Möglichkeit bietet, bestimmte Artikel oder idealerweise komplette Warengruppen mit einer Uhrzeit zu kombinieren, so dass eine entsprechende Meldung auf dem Display erscheint. Leider ist das bei unserem System technisch nicht möglich und "mal eben" wird sowas auch nicht implementiert. Also müssen wir da irgendwie händisch und mit viel Aufmerksamkeit durch.

(Wie dieses Verkaufsverbot ab 23 Uhr dabei helfen soll, die Zahl der Infektionen zu begrenzen, erschließt sich mir nicht. Aber ich kann das auch nicht verstehen, bin ja schließlich kein Politiker.)


Rote Kreuze in den Dales

Ein ausgedehnter Blick mit Google Earth in eine der (für mich) schönsten Gegenden auf diesem Planeten begann mit einer mir bis dato unbekannten Fehlermeldung – oder wie auch immer man das Overlay-Bild mit den roten Kreuzen bezeichnen soll. Nach einem Neustart funktionierte alles wieder einwandfrei. Was mag das wohl gewesen sein? Die Bildinformationen sind ja generell vorhanden. Kleine Ladehemmung vielleicht. :-P

In den Dales werde ich definitiv mal Urlaub mit dem Fahrrad machen. Ich bekomme buchstäblich Herzklopfen vor Freude beim Anblick dieser Landschaften.


W(H)TF am Straßenrand

Auf dem Weg nach Hause fiel mir an einer Hauptstraße hier am Stadtrand ein seltsamer Karton auf, an dem noch etwas Geschenkband hing und in dem noch etliche Schokoladenweihnachtsmänner lagen. Alles war irgendwie aufgeweicht vom Regen – aber viel interessanter finde ich, warum da sowas überhaupt herumsteht, dazu im Juli. :-D


Kuriose Bauarbeiten in einem Laden

In einem Laden eines Barbiers in Delmenhorst wurde direkt an die Schaufensterscheibe ein Gebilde aus Großformatsteinen gestellt. Mehr als das, was auf dem Foto zu sehen ist, weiß ich auch nicht. Zwischen der Scheibe und den Steinen befindet sich kein Mörtel, die Steine sind jedoch schon miteinander verklebt.

Was das werden soll? Keine Ahnung. Eine neue Tür vielleicht? :-D
Mit all meiner Fantasie komme ich da nicht weiter, auch ob die hinter dem Glas sichtbaren Schnittflächen so bleiben sollen, erschließt sich mir nicht – aber ich werde es sporadisch beobachten, wenn ich da mal wieder in der Nähe bin.


Schneller Froot-Loops-Diebstahl

Eine Frau kam in den Laden. In der einen Hand trug sie eine volle Einkaufstasche mit Ware, die sie beim Mitbewerber gekauft hatte, über der Schulter eine Handtasche.

Sie ging direkt bis vor das Regal mit den Cornflakes / Cerealien, steckte sich dort eine Packung "Kellogg's Froot Loops" in die Handtasche, verschloss diese und ging ohne zu zögern durch den Eingang wieder raus. So schnelle Diebstähle sind zwar nicht ganz neu, aber dabei nur eine Packung Cornflakes mitgehen zu lassen, während man in der anderen Hand noch eine volle Einkaufstüte trägt, ist schon irgendwie sonderbar.

Ein aufmerksamer Kollege hatte sie jedoch bemerkt, war ihr noch hinterher gelaufen und hat auf diese Weise den Diebstahl vereitelt. Sehr schön. :-)

Sprachlos. Fassungslos. Verständnislos. (Findorff / 16.06.20 / Teil 4)

Gestern Mittag wurde übrigens endlich die Kleineis-Truhe von einer Spedition abgeholt. Einen Termin zu finden, war etwas mühsam, hatte aber letztendlich funktioniert.

Das Gerät ist nicht sehr schwer, aber doch unhandlich und außerdem will man damit ja pfleglich umgehen und so wollte ich dem Fahrer unaufgefordert zur Hand gehen. Zuerst, als er die rollbare Truhe über eine Türschwelle bugsieren wollte. Als ich mich positionierte, um das Teil anzuheben, zeigte er mir seine Methode: Einen Meter Anlauf und mit einem Schwung über den Huckel. Mein Technikerherz schmerzte.

Als er an der hohen Stufe zum Gehweg ankam, wollte ich wieder mit anfassen, aber auch hier lehnte er wieder ab. "Brauchst nicht, ich mach das so", sprach's und ließ die Kühltruhe polternd zu Boden krachen. Meinen schmerzverzerrten Blick kommentierte er jovial: "Das Teil geht sowieso in die Presse. Da muss man nicht mehr sanft mit umgehen."

Alter … Dafür so einen Sermon mit dem Termin. Wir hätten die Truhe dutzendfach verschenken und sogar verkaufen können, unser Schrotti hätte sie liebend gerne genommen. Immerhin funktionierte sie noch einwandfrei, hat nur ihre Gebrauchsspuren gehabt. So eine Ressourcenverschwendung löst nur Kopfschütteln und Unverständnis bei mir aus. Fassungslosigkeit beschreibt es sogar noch besser. :-(