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Proffezjonelle Nachhilffe

Dieser Zettel hing an unserer Von-Kunde-zu-Kunde-Pinnwand. Erster Gedanke des Kollegen: Wie ironisch, Nachhilfe in Deutsch anzubieten und dann selber einen Rechtschreibfehler hinzulegen. Beim zweiten Hinsehen offenbarte sich dann aber schon, dass das nur ein Scherz gewesen sein könnte. Zu dem Zeitpunkt vermutete ich, dass man bei der Telefonnummer auf irgendeinem Dienst wie Marcophono landet, dem ist jedoch nicht so. Die Vorwahl gehört zum Ort Feldafing in Oberbayern, die Nummer existiert jedoch nicht, weshalb ich sie hier auch ohne Unkenntlichmachung veröffentliche. Wahrscheinlich ist jedoch, dass gar keine bestimmte Nummer beabsichtigt war, sondern die "Vorwahl" einfach nur für Null-Acht-Fünfzehn steht.

Für mich gibt es hier nur eine Option: Wollte nur ins Blog. :-D


Unbekannte Weihnachtsretoure

Mit der Post kam ein Formular, das mit "Weihnachtsretoure" beschriftet ist. Darauf ein paar Tabellen mit Artikelnummern und die Info, dass die Ware in Kartons verpackt zurückgesendet werden soll. Es handelt sich dabei wohl der Beschriftung der Tabellen nach um Weihnachtskarten, Dekobänder und Geschenktaschen.

Genauere Artikelbezeichnungen stehen dort leider nicht. Auch bei dem Namen der Firma klingelt bei mir gar nichts. Das ist zwar alles nicht schlimm, ignorieren ist die leichteste Übung – aber für großes Rätselraten sorgt jetzt eigentlich nur die Frage, welche Artikel das gewesen sein sollen. Ich kann mich an NICHTS erinnern und auch in unserem Vorbestellkatalog für die Weihnachts-Non-Food-Artikel habe ich augenscheinlich keinen Artikel dieses Herstellers bestellt. Es ist nichts markiert und ich kann mich auch an keinen dieser Artikel hier im Laden erinnern. Einfach Null. Aber die Retourenscheine wurden laut Infotext im Katalog automatisch versendet, wenn eine Bestellung vorlag.

Seltsam.

Nie bestellter nicht lieferbarer Artikel

Auf unserem letzten großen Lieferschein der EDEKA wurde bei den Bemerkungen ein bestimmter Artikel als nicht mehr lieferbar vermerkt. Großer Lieferschein bedeutet bei uns, dass er zu einer der zweimal wöchentlich stattfindenden Trockensortiment-Lieferungen gehört, über die der Löwenanteil an Ware hier in den Markt gelangt. Dass Artikel aus unterschiedlichen Gründen temporär oder auch generell nicht mehr lieferbar sind, kommt immer wieder vor. Das ist ein alltäglicher Vorgang, der entsprechende Handlungen auslöst. Zum Beispiel, in dem neue Etiketten mit Nachfolge-Artikeln gesteckt werden. In diesem Fall jedoch tat sich erst beim Kollegen, der den Schein bearbeitete, als auch kurze Zeit später bei mir ein riesiges Fragezeichen auf: Wie, der Artikel ist nicht mehr lieferbar? Wir haben den nie gehabt. Wer soll den bestellt haben? Wir kennen das Produkt nicht einmal.

Eine kurze Suche im Web nach der EAN-Nummer ergabt, dass es sich dabei wohl um "Mc Ilhenny Spicy Tomato Drink", einen mit Tabasco gewürzten Tomatensaft handelt. Wie der jedoch in unseren Auftrag gekommen ist, werden wir wohl nie herausfinden. Manchmal bestellen wir zwar interessante und außergewöhnliche Artikel "auf gut Glück" mit (Ähem …), aber das war diesmal wohl nicht der Fall. Oder, wenn doch, dann gibt es keiner meiner lieben Mitarbeiter zu.

Ein weiteres ungelöstes Rätsel in unserer Geschichte. :-)

Spirituosensammlung im Wabbelkarton

In einem abgeschlossenen Bereich hier im Lager stand dieser Karton mit den unterschiedlichsten Spirituosenflaschen auf dem Fußboden. Wer das warum gemacht hat, ließ sich nicht herausfinden. Als Lagerplatz für Reste wäre das reichlich unsinnig, zumal dieser Karton quer auf dem Boden mitten im Weg stand. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da jemand Ware zusammengestellt hat, um damit das Regal vorne im Laden aufzufüllen. Abgesehen davon, dass das Gewicht schon für eine Person nur mühsam zu tragen wäre – der wabbelige Karton hätte die Last nicht annähernd ausgehalten.

Großes Rätselraten …


Blog: Zack! eingedrückt.

In meinem "Blogbilder"-Verzeichnis gammelte seit rund drei Jahren auch dieser Schnipsel vor sich hin, den ich mal als Notiz für irgendeinen Blogeintrag hinterlegt hatte.

Ich stehe vor einem Rätsel. "Blog: Zack! eingedrückt." heißt das wohl.

Aber um was ging es da noch? Ich meine, mich dunkel zu erinnern, dass da jemand quasi im Vorbeigehen irgendwelche Produkte mutwillig zerditscht hatte. Was das war? Keinen Schimmer. Nehmt einfach zur Kenntnis, dass es solche Leute einfach gibt. :-(


Zwei Dämmerungsschalter

Auf dem Foto seht ihr die beiden Dämmerungsschalter (diese beiden Kästchen mit der grauen Scheibe auf der Vorderseite) für die Hofbeleuchtung und Außenwerbeanlage. Das hätte man zwar auch über einen schalten können, aber ich wollte die beiden Kreise trennen, um für mögliche Eventualitäten gerüstet zu sein.

Funktioniert alles ganz toll, bei Gelegenheit reiche ich ein Foto vom neu beleuchteten Hof nach. Aber …

Aber …

Man hängt diese Teile doch nicht in einem Meter Höhe auf, so dass da jeder (mutwillig oder aus Unwissenheit) herumfummeln und die eingestellten Schaltbereiche verstellen oder sogar in böser Absicht an der Beleuchtung herummanipulieren kann. Das dürfen die morgen aber wieder auf eigene Rechnung korrigieren. Die Arbeitszeit (vor allem dafür, eine neue Zuleitung durch die Rohre zu fädeln), möchte ich nämlich nicht doppelt bezahlen. :-|


Was? Angebot? Wer seid ihr?

E-Mail einer Firma, mit der ich noch nie zusammengearbeitet habe, wohl auch nie zusammenarbeiten werde und die mir bis dato auch nicht einmal bekannt war:

Guten Morgen Herr Harste,

leider ist Frau Meiermüllerschulz nicht mehr für unsere Firma tätig. Sollten noch offene Fragen bezüglich des unterbreiteten Angebots sein, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mich kurz über den aktuellen stand der Dinge informieren würden.
Mit freundlichen Grüßen
Was für ein Angebot? Fragen? Habe ich jetzt in der Tat. :-O

Telefonische Inverbindungsetzung

Einleitung auf einer Bewerbung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte mich telefonisch mit Ihnen in Verbindung gesetzt und nach einer Vollzeitstelle als Verkäuferin gefragt. Diesbezüglich sollte ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zuschicken.
Keiner konnte sich daran erinnern, einer Anruferin diese Info gegeben zu haben, vor allem da gerade Vollzeitstellen eher nicht so oft bei uns zu vergeben sind.

Nur wenn Leute nach einem Aushilfsjob fragen, bekommen sie immer relativ reflexartig die Antwort, eine unverbindliche Kurzbewerbung reinzuwerfen, da in dem Bereich immer wieder mal Bedarf besteht.

Sekt? Kind? Achso!

Eine Kundin, die ich für ein Kind und maximal 12 Jahre alt hielt, hatte unter anderem eine Flasche Sekt im Einkaufskorb lieben, die sie auch ziemlich souverän aus dem Regal genommen hatte. Neugierig positionierte ich mich in der Nähe der Kasse, denn ich wollte mal gucken, wie die Sache ausgeht. Wird sie die Flasche kaufen können? Eigentlich achten meine Mitarbeiter sehr penibel auf die Einhaltung des Jugendschutzes und der Altersgrenzen. Aber wie wird die Kleine reagieren, wenn sie eine Abfuhr bekommt? Oder ist sie gar kein kleines Mädchen mehr, sondern schon über 16 und wirkt nur noch so kindlich?

Nun: Dass das Mädchen nicht sehr groß war und tatsächlich maximal 12 Lenze zählte, ist von allen genannten Spekulationen die einzig richtige. Bei dem Sekt handelte es sich um eine alkoholfreie Variante, die wir ihr ganz legal verkaufen durften.

Unterschrift?

BGH: „Eine Unterschrift setzt ein aus Buchstaben einer üblichen Schrift bestehendes Gebilde voraus, das nicht lesbar zu sein braucht. Erforderlich, aber auch genügend ist das Vorliegen eines die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnenden individuellen Schriftzuges, der einmalig ist, entsprechende charakteristische Merkmale aufweist, sich als Wiedergabe eines Namens darstellt und die Absicht einer vollen Unterschriftsleistung erkennen lässt."


Fraud Alert

Da die Bilder in diesen Fake-Shops von den jeweiligen Internetseiten per Hotlink eingebunden sind, ist es natürlich doppelt fies. Kann man unterbinden, kann man aber auch schelmisch selber für einem kleinen Streich umfunktionieren. :-)


Kaputter Swopper für 30,99 (statt 104,82) Euro

Während des Urlaubs war ich durch eine Google-Benachrichtigung auf einen Link eines "Onlineshops" gestoßen, in dem, ja, öhm, meine Blogeinträge angeboten werden. Klingt bescheuert? Ist es auch. Diese Systeme scheinen nach irgendeinem Algorithmus das Web abzugrasen und aus den gefundenen Daten "Shopartikel" zu generieren. Immer zu einem auf "99" endenden Fantasiepreis und daneben findet sich grundsätzlich ein durchgestrichener, mehrere zehn bis weit über hundert Euro höherer "alter Preis".

Während meiner Recherche habe ich dort auch Beiträge aus anderen Onlinemagazinen und Zeitungen gefunden, dazwischen Titel aus unterschiedlichen Videoplattformen (auch xxx) und vor allem theoretisch echt vorhandene Produkte. Theoretisch deshalb, weil es sich bei diesen "Shops" um knallharten Betrug handelt. Wer von den merkwürdigen Inhalten (wie meine Blogeinträge) nicht misstrauisch wird und ein vermeintliches Schnäppchen kaufen möchte, dürfte spätestens dann sein blaues Wunder erleben, wenn die nächste Kreditkartenabrechnung aber bestimmt keine Ware kommt.

Teilweise sind die Links zu den "Shops" in den Screenshots zu sehen. Guckt euch den Rotz ruhig selber an, aber seid sorgsam auf den Seiten.

Mit einem Klick auf "Kaputter Swopper für 30,99 (statt 104,82) Euro" vollständig lesen könnt ihr den Beitrag aufklappen und noch meine restlichen Fundstücke sehen und zum Supersonderschnäppchenpreis kaufen. ;-)

(Für den selben Preis würde ich dann übrigens den heilen Swopper nehmen.)


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Schon wieder Stapelflaschen?

Ich staunte, als ich hinter dem Leergutautomaten stand: Warum stapelt der denn schon wieder die Flaschen auf dem Flaschentisch übereinander? Das hatten wir schon einmal, aber damals stimmte bei dem alten Automaten das Timing mit dem Förderband auf dem Tisch und dem Bauteil davor, das die Flaschen auf den Tisch stellt, nicht mehr richtig. Aber diesmal?

Ein auch im Lager anwesender Kollege gab dann zu, mit einem langen Arm alles zusammengeschoben zu haben, um schnell Platz zu schaffen, damit die Kunden vorne unbeschwert weiter Leergut abgeben können. :-O


Eieieieimer

Ein paar Tage nach Lieferung standen immer noch mehrere Kunststoff-Putzeimer im Lager. Zum Schutz beim Transport und um die zehn Eimer zusammenzuhalten, ist der ganze Stapel in eine dünne Folie eingewickelt. So standen sie neben der Leergutkasse.

Und dann hat irgendjemand absichtlich oder versehentlich irgendein Taschentuch dort hineingeworfen, was wohl die Initialzündung für diesen neuen Mülleimer war, der sich in der Folge noch weiter füllte.

Ach, Leute …