Skip to content

Revalitäten

Eine Frau wollte eine Schachtel Zigaretten zurückgeben, die ihr Mann angeblich fälschlicherweise am Vortag hier bei uns gekauft hätte.

Die Antwort lautete nein und wir mussten sogar ernsthaft überlegen, ob es die Marke Reval wohl überhaupt noch irgendwo zu kaufen gibt. :-)

Selbstgedrucktes Pfandlogo

Dieses moderne Kunstwerk hat Banause Traudl verschmäht.

Verstehe ich gar nicht. :-D

Es ist weniger geworden im Laufe der Jahre, aber immer wieder mal versuchen die Leute dennoch, mit irgendwelchen gebastelten und ausgedruckten Logos oder nur Strichcodes den Automaten zur Annahme der Flaschen zu bewegen. Aber ohne die spezielle Farbe, die auf das UV-Licht im Automaten reagiert, wird das nichts.


Ich hol nur eben schnell Geld!

"Ich hol nur eben schnell Geld!", rief ein Typ meinem Kassierer zu, als er sich hinter der wartenden Schlange in Richtung Ausgang bewegen wollte.

In der Hand hielt er zwei große Tüten voller Feuerwerksartikel im Wert von rund 70 Euro. Er hoffte wohl, die unauffällig an der Schlange vorbei und aus dem Laden tragen zu können. Mit der spontanen Reaktion einer anderen Kollegin hatte er wohl nicht gerechnet: "Die beiden Tüten stellste aber hier an der Kasse ab, bis du wieder da bist."

Tat er dann auch. Wieder kam er natürlich auch nicht.

Erst hinterher fiel uns auf, dass wir den Typen schon als Ladendieb kannten. Da wir dessen Daten haben, folgt nun eine weitere Anzeige wegen des Diebstahls und natürlich auch eine wegen Hausfriedensbruchs noch dazu.

100 Euro, halbe-halbe!

Dieses Erlebnis hatten wir schon Anfang des Jahres. Inzwischen sind zwei weitere Ereignisse eingetreten, die einerseits die Sache per se (fast) unmöglich gemacht hätte, andererseits ist die Antwort auf die offene Frage inzwischen etwas leichter.

Ihr seid gerade komplett verwirrt? Lest selber:

Eine Stammkundin sprach mich an und erklärte, dass ihr bei einer Kartenzahlung genau 100 Euro zu viel abgebucht worden wären. Bei solchen Reklamationen bin ich immer skeptisch, da wir Kartenzahlungen grundsätzlich und ausschließlich mit PIN-Eingabe akzeptieren. Keine Zahlung kann also ohne explizite Bestätigung durch den Kunden erfolgen. (Hat sich inzwischen erledigt, da die ec-Geräte an die neuen Kassen angebunden sind und der Betrag überhaupt nicht mehr manuell übertragen werden muss. Das war das erste der oben erwähnten beiden Ereignisse.)

Die Frau hatte ihren Kassenbon dabei: 5,15€ waren zu bezahlen, aber 105,15 Euro wurden ihr vom Konto abgebucht. Mal kurz ein paar Fakten dazu sammeln:

· Der Betrag muss explizit inklusive PIN-Eingabe quittiert werden. (Ein Punkt für uns.)
· Ein missglückter Zahlendreher könnte für die mittlere Fünf verantwortlich gewesen sein. (Ein Punkt für die Kundin.)
· Die Kundin holt nach allgemeiner Meinung mehrerer Kollegen nie Bargeld. (Ein weiterer Punkt für die Kundin.)
· An dem Tag hatte die betroffene Kassiererin keine nennenswerte Kassendifferenz. (Ein Punkt für uns.)

Damit steht es genau plusminus Null. Und nun? Im Zweifel für den Angeklagten? Nee, irgendwie nicht. Ich wollte ihr nicht einfach 100 Euro schenken. Aber sie andererseits auch nicht eventuell um ihre Kohle bringen. Wir einigten uns darauf, dass ich ihr 50 Euro gebe und wir es dabei belassen. Ich hatte aber dennoch ein schlechtes Gefühl dabei – allerdings nicht, weil ich meine eigene Ehrlichkeit anzweifelte, sondern die der Kundin.

Einige Zeit später passierte dann das hier.

Jetzt könnte man argumentieren, dass sich die beiden nur wiederholen wollten, was ihnen (tatsächlich oder auch nur ihrer Meinung nach) zustand. Mich bekräftigt das eher in meiner Meinung, dass ich denen schon die 50 Euro nicht hätte geben sollen, denn inzwischen würde ich unterschreiben, dass sie mit der anfangs erwähnten "Reklamation" versucht haben, sich (parallel zu dem beim 5,15€-Bezahlvorgang ausgezahlten Geld) weitere 100 Euro zu ergaunern.

Naja, der Drops ist ja nun ohnehin längst gelutscht …

Kippen klauen?

Obwohl unser Zigarettenautomat an der Kasse aufgrund einiger besonders negativer Erfahrungen nun grundsätzlich gesperrt ist und nur auf ausdrückliche Kundenanfrage von meinen Mitarbeitern an der Kasse freigeschaltet wird, versuchen es immer wieder Leute, Zigaretten mitgehen zu lassen.

Explizit nach Zigaretten zu fragen, dann drei Mal auf dem Bedienfeld eine Taste zu drücken, was jeweils mit einem Piepton quittiert wird und dann nicht drei, sondern nur zwei Schachteln Zigaretten auf dem Förderband liegen zu haben, ist schon… Tzja… Eigentlich wollte ich hier "dreist" schreiben. Ist das dreist oder ist das einfach nur dämlich?

Nice try, Depp.