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Merkwürdige Fragen

Eine offenbar etwas verwirrte Kundin mittleren Alters (jedoch nicht so verwirrt, um nicht ohne fremde Hilfe einen Einkauf hinzubekommen), sprach eine Kollegin an und fragte sie vollkommen ohne jeglichen Zusammenhang, ob diese wüsste, was eine Entjungferung sei.

Rückblickend betrachtet denke ich, dass es durchaus interessant gewesen wäre, mal zu verneinen und die Reaktion oder weitere Erklärungen abzuwarten. Vielleicht hätte die Kollegin mit zwei eigenen Kindern da noch etwas lernen können. :-)

Einweghandschuhtiefkühlgemüsepackung

"Welcher Idiot hat es schon wieder nicht hinbekommen, gekühlte Produkte nicht wieder in die Tiefkühltruhe zurückzulegen?!". Demonstrativ atmete ich tief ein und wieder aus, während ich den Kopf schüttelte. Dann wollte ich die (vermutlich längst aufgetaute) Packung Tiefkühlgemüse aus dem Regal mit den Einweghandschuhen nehmen – und staunte nicht schlecht. In der Schachtel waren nämlich keinen grüne Bohnen, sondern Einweghandschuhe. Da haben die Packungen unserer Eigenmarke mal eben so ein neues, weniger schlichtes Design bekommen.

Mich so zu verwirren. :-P


Würstchen in der Tasche

Ein Typ hat hier im Laden lange Finger gemacht und unter anderem Wiener Würstchen aus dem Kühlregal geklaut. Er hat dabei jedoch nicht die Packung als ganzes eingepackt, was ja der einfachste Weg gewesen wäre, sondern die Folie aufgerissen und die feuchten Würstchen lose in seine Jackentasche gestopft.

Sehr lecker.

Parkplatzdiskussion

Ein Besucher der Moschee (dürfen die sich da eigentlich momentan überhaupt mit zig Leuten treffen?) bestand darauf, dass der Hof hier "Gemeinschaftseigentum" der Anwohner hier sei. Damit war in seinem Universum gemeint, dass jeder da nach Lust und Laune parken darf.

Als ich ihm sagte, dass der Hof zu uns gehört und wir es nur dulden, dass dort Moscheebesucher ihre Autos abstellen, sah er nicht etwa ein, dass es da wohl ein Missverständnis gegeben hat, sondern fing an darüber zu diskutieren und fragte, ob ich mir da überhaupt sicher bin und dass man das mal prüfen lassen müsse. Das ganze in einem Tonfall, der schon klarmachen sollte, dass ich keine Ahnung habe.

Da überlegt man ja, mal seine Muskeln spielen zu lassen. Zum Beispiel durch das einzeichnen von Parkplätzen und diese Flächen mit abschließbaren Parkbügeln zu versehen. Ich fände das jedenfalls ganz reizvoll. :-)

Lidletten

Vor einer Weile tauchten im Internet Bilder von "Lidl"-Badelatschen auf. Ich hatte das nicht weiter verfolgt, schon gar nicht gedacht, dass die das Produkt tatsächlich verkaufen würden, und eigentlich nur kurz darüber geschmunzelt.

… und dann kommt doch tatsächlich jemand mit diesen Dingern an den Füßen hier rein. :-O


Paketaufkleber

Ja, schon wieder! Ein Paketfahrer stand vor dem Eingang zum Wohnhaus und rief hier im Laden an: Er kann uns nicht finden und ich soll ihm sagen, wo er hin muss.

Was ist eigentlich die Voraussetzung für den Job als Paketfahrer, egal ob bei DHL, Hermes oder direkt für Amazon? Generelles Vorhandensein von grundlegenden Vitalfunktionen? :'(


Brausetablette 2020

Oder auch: Ein weiteres Höhle-der-Löwen-Unsinnsprodukt …

Hier trudelte ein kleines Päckchen mit der Aufschrift "Waterdrop Microdrink" ein. Der Inhalt bestand aus einigen bunten Schachteln, die mir zunächst überhaupt nichts sagen wollten:



Aber es lag ja etwas Infomaterial dabei. Ich zitiere mal eben: "Waterdrop ist ein zuckerfreies Würfelchen, das dein Wasser mit ausgesuchten Frucht- und Pflanzenextrakten sowie wertvollen Vitaminen anreichert. Damit ist es noch leichter, täglich genug Wasser zu trinken."

Kurz: Das sind Brausetabletten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Die Idee ist ja eigentlich ganz nett und so habe ich mir direkt mal eine kleine Flasche Wasser geholt und einen der Würfel aufgelöst:





Es sprudelt wie jede normale Brausetablette, die man im 19er-Röhrchen für 69 Cent kaufen kann. Über den Geschmack kann man sicherlich streiten, ich mochte das Ding nicht. Aber ihr kennt das ja: Der Wurm muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken. Aber zwei Sachen mit mir ausgesprochen unangenehm an den "Waterdrop"-Würfeln aufgefallen:

1. Im Jahre 2020 redet alle Welt über Umweltschutz und Müllvermeidung und Recycling – und dann kommt eine Firma daher und packt 2 Gramm leichte Brausewürfel einzeln in Plastik ein. Dazu muss ich aber fairerweise anmerken, dass die Ware vor Luftfeuchtigkeit geschützt werden muss und es sein könnte, dass die kleinen Packungen unterm Strich ökologischer sind als ein massives Kunststoffröhrchen, in dem herkömmliche Brausetabletten ausgeliefert werden. Aber es mutet dennoch zumindest im ersten Moment komisch an:



2. Den Preis fand ich den Hammer. Die Hauptzutaten sind genau wie bei den "herkömmlichen" Supermarkt-Brausetabletten auch bei den "Waterdrop"-Würfeln die drei Zutaten Citronensäure, Natriumcarbonat und Kaliumbicarbonat. Dennoch sind die Waterdrop-Würfel mal eben (Umgerechnet auf das Produktgewicht) 47 mal teurer. 6,99 Euro UVP für 12 kleine Brausewürfel, also knapp 60 Cent, um einer kleinen Flasche Wasser ein wenig Aroma hinzuzufügen.

Die Sorte "Boost" (Johannisbeere, Holunder, Acai) in einem halben Liter Wasser aufgelöst ist übrigens nach ein paar Schlucken im Ausguss verschwunden. Brr …

Bei mir lösen die "Wassertropfen" überhaupt keinen Wow-Effekt aus und spätestens beim Preis tippe ich mir im Geiste mit dem Zeigefinger gegen die Stirn. Den Weg in unser Sortiment werden die Sprudelwürfelchen nicht finden.

Kleine Anekdote zum Abschluss: 12 Würfel kosten online und im LEH regulär 7 Euro. Im Waterdrop-Onlineshop kann man ein Probierset mit 18 Würfeln für 14 Euro bekommen. Statt also die Kunden mit einem günstigen Set anzufixen, zahlt man für ein Sortiment aus 6 Sorten (jeweils 3 Würfel) noch 50% Luxusaufschlag.

Habt ihr die Dinger mal probiert?

Hingeworfen

Wenn der Behälter mit den parallel zum Leergutautomaten von Hand angenommen Dosen und Einwegflaschen voll ist, kippt man eben alles hinter den Karton in die Ecke zwischen Tür und Rücknahmegerät.

Kann man natürlich machen, wenn man als Mitarbeiter unbedingt ins Blog will … :-P


W(H)TF am Straßenrand

Auf dem Weg nach Hause fiel mir an einer Hauptstraße hier am Stadtrand ein seltsamer Karton auf, an dem noch etwas Geschenkband hing und in dem noch etliche Schokoladenweihnachtsmänner lagen. Alles war irgendwie aufgeweicht vom Regen – aber viel interessanter finde ich, warum da sowas überhaupt herumsteht, dazu im Juli. :-D


Kuriose Bauarbeiten in einem Laden

In einem Laden eines Barbiers in Delmenhorst wurde direkt an die Schaufensterscheibe ein Gebilde aus Großformatsteinen gestellt. Mehr als das, was auf dem Foto zu sehen ist, weiß ich auch nicht. Zwischen der Scheibe und den Steinen befindet sich kein Mörtel, die Steine sind jedoch schon miteinander verklebt.

Was das werden soll? Keine Ahnung. Eine neue Tür vielleicht? :-D
Mit all meiner Fantasie komme ich da nicht weiter, auch ob die hinter dem Glas sichtbaren Schnittflächen so bleiben sollen, erschließt sich mir nicht – aber ich werde es sporadisch beobachten, wenn ich da mal wieder in der Nähe bin.


Schneller Froot-Loops-Diebstahl

Eine Frau kam in den Laden. In der einen Hand trug sie eine volle Einkaufstasche mit Ware, die sie beim Mitbewerber gekauft hatte, über der Schulter eine Handtasche.

Sie ging direkt bis vor das Regal mit den Cornflakes / Cerealien, steckte sich dort eine Packung "Kellogg's Froot Loops" in die Handtasche, verschloss diese und ging ohne zu zögern durch den Eingang wieder raus. So schnelle Diebstähle sind zwar nicht ganz neu, aber dabei nur eine Packung Cornflakes mitgehen zu lassen, während man in der anderen Hand noch eine volle Einkaufstüte trägt, ist schon irgendwie sonderbar.

Ein aufmerksamer Kollege hatte sie jedoch bemerkt, war ihr noch hinterher gelaufen und hat auf diese Weise den Diebstahl vereitelt. Sehr schön. :-)

Sprachlos. Fassungslos. Verständnislos. (Findorff / 16.06.20 / Teil 4)

Gestern Mittag wurde übrigens endlich die Kleineis-Truhe von einer Spedition abgeholt. Einen Termin zu finden, war etwas mühsam, hatte aber letztendlich funktioniert.

Das Gerät ist nicht sehr schwer, aber doch unhandlich und außerdem will man damit ja pfleglich umgehen und so wollte ich dem Fahrer unaufgefordert zur Hand gehen. Zuerst, als er die rollbare Truhe über eine Türschwelle bugsieren wollte. Als ich mich positionierte, um das Teil anzuheben, zeigte er mir seine Methode: Einen Meter Anlauf und mit einem Schwung über den Huckel. Mein Technikerherz schmerzte.

Als er an der hohen Stufe zum Gehweg ankam, wollte ich wieder mit anfassen, aber auch hier lehnte er wieder ab. "Brauchst nicht, ich mach das so", sprach's und ließ die Kühltruhe polternd zu Boden krachen. Meinen schmerzverzerrten Blick kommentierte er jovial: "Das Teil geht sowieso in die Presse. Da muss man nicht mehr sanft mit umgehen."

Alter … Dafür so einen Sermon mit dem Termin. Wir hätten die Truhe dutzendfach verschenken und sogar verkaufen können, unser Schrotti hätte sie liebend gerne genommen. Immerhin funktionierte sie noch einwandfrei, hat nur ihre Gebrauchsspuren gehabt. So eine Ressourcenverschwendung löst nur Kopfschütteln und Unverständnis bei mir aus. Fassungslosigkeit beschreibt es sogar noch besser. :-(