Skip to content

Die Bewerbung

Dieser ehemalige Mitarbeiter hat sich vor ein paar Wochen erneut bei mir beworben. Meine emotional formulierte Antwort an ihn war wohl nicht besonders professionell, musste aber einfach "raus":

Sehr geehrter Herr […],

sind Sie wirklich nicht in der Lage, sich zu merken, wo Sie schon einmal gearbeitet haben?

Erlauben Sie mir, Ihre Erinnerung kurz aufzufrischen: Vom 27. September bis 30. September 2017 hatten Sie in meinem Geschäft in der Münchener Straße 66-72 gearbeitet und sind dann ohne jegliche Abmeldung oder Ankündigung nicht mehr am Arbeitsplatz erschienen, haben dann aber mit einem sympathischen Schreiben voller angedeuteter Drohungen eine unsinnige Gehaltsforderung verlangt.

Zur Ihrer aktuellen Bewerbung bei mir im Unternehmen: Ich habe kein Interesse an Ihrer Mitarbeit.
Und nun fordere ich Sie auf, mich nicht mit weiteren Bewerbungsversuchen zu belästigen.
Ich hatte zwar mit keiner weiteren Reaktion gerechnet, diese kam jedoch nur einige Stunden später in Form einer weiteren Mail:

Moin Herr Harste,

mit einem lauten Lacher habe ich Ihre peinliche E-Mail vom heutigen Tag zur Kenntnis genommen und natürlich ist mir schon bewusst wo meine Person gearbeitet hat, aber das wird wohl an meinem gesegneten Alter liegen. Jetzt möchte ich aber gerne auf Ihre lächerliche E-Mail beziehen:

[Es folgten einige spöttisch formulierte Tatsachenverdrehungen.]

Abschließend teile ich Ihnen noch mit, dass ich diese bei Ihnen eingereichte Bewerbung als Alibi-Funkion für administrative Zwecke brauchte.

Ansonsten wünsche ich Ihnen noch viel Spaß und Glück bei der Suche nach dem perfekten Kandidaten, aber wenn Sie solche E-Mails an die potentielle Bewerber verschicken, werden Sie leider noch sehr lange suchen dürfen - lol.

Mit freundlichen Grüßen
Was für ein Querulant. Natürlich schicke ich nicht solche E-Mails an "potentielle Bewerber", sondern nur an Leute, die sich ausgesprochen sonderbar verhalten, um diese ein wenig zu provozieren. Mir war der Inhalt und Tonfall meiner Mail durchaus bewusst und ich war auch wirklich, wirklich, wirklich nicht darauf aus, ihn noch einmal für mich zu gewinnen.

Ist mir jetzt aber auch egal. Einzig die schriftlich bestätigte "Alibi-Funkion für administrative Zwecke" könnte eventuell für die Arbeitsagentur noch einmal interessant werden. :-P

Club-Coca-Mate-Cola-Etikettenmix

Im Mülleimer vor dem Leergutautomaten fand ein Kollege eine Cola-Flasche, deren originales Etikette mit den beiden Aufklebern einer Club-Mate-Flasche überklebt waren. Haha, dachte ich, wieder ein Dummer, der eine unbepfandete Flasche auf diese Weise versilbern wollte. Dabei erkennt der Automat doch bei Mehrwegflaschen (wie bei Club Mate) die Flaschenform und nicht das Etikett. "Stell mal da hin, das kommt später noch ins Blog", sagte ich.



Als ich mir die Flasche zwischendurch mal genauer ansah, fiel mir auf, dass es sich bei der Flasche um eine offiziell mit 25 Cent bepfandete und mit DPG-Logo bedruckte Colaflasche handelt.
Wenn da jemand versucht hat, auf diese Weise den Automaten zu "überlisten", hat er sich nur selber betrogen. :-D

(Eine weitere Erklärung, um Dummheit oder böse Absicht mal auszuschließen: Vielleicht hat jemand diese Flasche tatsächlich genutzt, um darin die Mate zu lagern oder transportieren (z.B. dort hin, wo Glasflaschen verboten sind) und hat dann mit den übereinander geklebten Etiketten vom Leergutautomaten eine Abfuhr bekommen und die Flasche ohne weitere Diskussion weggeworfen.)


Die Meinung

Eine ältere Frau rief an und erkundigte sich nach bestimmten Artikeln und ob wir die für sie beiseite stellen könnten. Ihre Haushaltshilfe würde die Sachen dann später abholen.

Klar, das ist ja kein Problem. Während ich mit dem am Telefon durch den Laden lief, überbrückte sie die Wartezeit damit, mir den Grund für den Anruf und ihre Meinung über ihre Haushaltshilfe ausführlich mitzuteilen: "Das ist so ein junger Mann, der ist total dumm. Der bekommt das nicht hin, egal was ich dem aufschreiben. Ich sage dem Idioten, dass er nach den Sachen fragen soll und dann geben Sie ihm die bitte. Sowas unfähiges, was die mir da geschickt haben …"

Hoffentlich auch vegan und laktosefrei!!!

Für das SPAR-Kind hatten wir ein großes Paket "Kinetic Sand" bestellt. Das ist übrigens ein ausgesprochen witziges Zeug, mit dem sich nicht nur die Kleine gerne beschäftigt.

Vom Händler hatten wir ein Infoblatt mitbekommen, in dem auch auf eine total wichtige Eigenschaft hingewiesen wird. Noch mal zur Info: Es handelt sich dabei um Quarzsand, dem als Bindemittel eine winzige Menge Silikonöl zugesetzt wurde. Jedenfalls ist dieser Sand, und das ist wirklich wichtig zu erwähnen, glutenfrei.

Ob der Sand auch vegan, laktosefrei und aus ökologischer Erzeugung stammt, ist leider nicht mit angegeben. Die modernen Helikoptereltern sollten also vorsichtshalber auf den Kauf dieses Produkts verzichten. ;-)

Frei für die Beerdigung

Ein Kollege sprach mich an und kündigte an, im April vermutlich spontan ein paar Tage für die Beerdigung seines Opas zu benötigen.

Ja, so wie ihr gerade hatte ich auch zunächst geguckt.


(Faktisch wurde er bereits eingeäschert und die Beisetzung erfolgt später im Geburtsland.)

Hochkant stehender Pizzakarton

Ein junger Mann bezahlte bei mir an der Kasse einen kleineren Einkauf. Die Sachen verstaute er in einer Umhängetasche. Als er diese Tasche öffnete, fiel mir ein hochkant stehender Pizzakarton (nicht TK-Pizza sondern aus der Gastronomie) auf.

Hochkant!

Es kitzelte in den Fingern, aber ich habe mir die Frage dann doch verkniffen. Der Karton muss leer (resp. ohne Pizza) gewesen sein. Niemand würde doch eine unschuldige Pizza hochkant transportieren. Niemand. Das macht man nicht. :-O

Alte Verkabelung

Dieser Moment, wenn man sowas aus einem Kabelkanal zieht und vor lauter Freude regelrecht elektrisiert ist. Da war nämlich Strom drauf, passiert ist glücklicherweise nichts. Warum der braune L1 aus dem schwarzen PVC-Kabel der Länge nach aufgegangen war, ist uns allen ein großes Rätsel. :-O


A*LOCH, EY!

Ein Anrufer, der meiner Einschätzung nach mindestens leicht alkoholisiert war, wollte einen bestimmten Kollegen sprechen. Wahrheitsgemäß erklärte ich, dass die gewünschte Person nicht mehr hier sei, da er nur am Vormittag arbeitet.

Anrufer: "Gut, dass ihr den weggekriegt habt, das war so ein Arschloch, ey!"

… und legte direkt auf.

Ja, ich blickte auch kopfkratzend in die Luft.

Das Versagen der Leergut-Technik

Zuerst spielte in der vergangenen Woche der Leergutautomat verrückt und hat das Drehkreuz, das normalerweise die Flaschen in langsamen Vierteldrehungen weitertransportiert, in eine Zentrifuge verwandelt – und dann fing auch noch die Kasse, mit der wir manuelle Leegutbons ausstellen, wenn der Automat mal nicht läuft, an, wirre Ergebnisse auszudrucken.

Muss man nicht verstehen.


Fahrschule, Halteverbot und DH

… und während wir dort arbeiteten, parkte ein Fahrschulwagen (ohne Fahrschüler) an den aufgestellten Leitkegeln vorbei in unserem Halteverbot ein und ging in aller Seelenruhe zum Dönerladen an der Ecke.

Dass er ein DH-Kennzeichen hat (Inbegriff für unfähige Autofahrer), hätte es ja normalerweise entschuldigt. Aber ein Fahrschulwagen. Kein Wunder, dass die Diepholzer alle nicht fahren können.

Der Hit war eigentlich, dass uns der Fahrlehrer noch belehren wollte und steif und fest behauptete, dass er ausdrücklich nicht im Halteverbot steht. Der weiße Pfeil ganz oben würde ja auf die andere Straßenseite zeigen. WTF?!


Klebestift

Man wird ja immer wieder eines Besseren belehrt, wenn man denkt, dass man schon so ziemlich jeden Unsinn erlebt hat. Zum Beispiel in Form eines mit Klebestift an eine der Acryglasscheiben unseres neues Kassentisches angeklebten Werbezettels für den neuen Edeka-Mobilfunktarif.

Die Sauerei ließ sich zum Glück mit Isopropyl problemlos entfernen. Man möchte in solchen Momenten nicht nur den Kopf gegen die Wand schlagen, aber der Urheber dieser Aktion ist ja leider unbekannt.


Metallteile aus dem Eimer

In unserer alten Backstube haben sich in den letzten Wochen mehrere kleinere Metallteile angesammelt. Vor allem ein paar alte Schrauben und Muttern, die ich irgendwo rausgedreht hatte. Gesammelt habe ich das Zeugs in einem alten Blumeneimer.

Und dann kommt man morgens in den Raum und traut seinen Augen nicht. Es ist ja nicht so, dass bei uns uns keine Eimer gäbe. Nein, da kippt jemand GENAU DEN Eimer mit dem Schrott einfach auf dem Boden aus. Waruuuuuum?! :-O


Lieber woanders als durch Mitarbeiter

Eine Kundin hatte zwei Tüten mit unterschiedlichem Leergut bei sich. Da unser Rücknahmeautomat gerade eine (kurzzeitige) Störung durch eine verklemmte Flasche hatte, wollte ihr ein Kollege die Flaschen händisch abnehmen.

Die Frau weigerte sich lautstark dagegen und drehte sich um mit den Worten, dass sie das Leergut dann lieber woanders abgeben wird.

Muss man nicht verstehen.

Saurer Kakao

Wer auch immer bei Schrozberger irgendwann mal auf die glorreiche Idee gekommen ist, Zitronensaftkonzentrat mit in den Kakao zu mischen: "Danke" für nichts. Ich habe nämlich nach dem ersten Schluck den Rest angewidert weggeschüttet, weil ich dachte, dass der Kakao sauer ist. Gut, er hatte ja auch tatsächlich eine saure Note, aber eben mutwillig. Brrrrrrrrrr … :-O