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Demenz ist ein Arschloch

Ines war im Gespräch mit einer langjährigen Stammkundin, inzwischen Mitte 80.

Die alte Dame konstatierte zwischendurch, dass sie die "nette Kollegin, die immer vorne an der Kasse saß" vermissen würde.

Ines ging im Geiste kurz alle Kolleginnen durch, die uns kürzlich verlassen haben und versuchte dann, der Kunden auf die Sprünge zu helfen: "Sie meinen bestimmt die #meiermüllerschulz, aber die hat uns leider zu Ende Juni verlassen, da sie ihr Leben im Süden fortsetzen möchte."

"Nein, nein", entgegnete die Frau. "Die war doch erst noch schwanger und ich hab ihr auch was Selbstgestricktes für ihre Tochter geschenkt. Wir haben uns immer so gut verstanden …"

Da schluckt man erst mal. Gemeint war nämlich Ines selber und es ist inzwischen mal eben acht Jahre her, das sie "erst noch schwanger" war.

Haferflocken, heute: "Porridge"

Vor ein paar Tagen kam in mir eine vier Jahrzehnte alte Kindheitserinnerung wieder auf: Bei meiner Urgroßmutter hatte ich manchmal mit Honig gesüßte Haferflocken in heißem Wasser gegessen. Was bei dem einen oder anderen schon beim Gedanken zu Würgereizen führen mag, habe ich als sehr lecker in Erinnerung, kombiniert mit Gedanken an meine Urgroßeltern.

So kam ich auf die Idee, mir das zum Frühstück einfach auch mal zu machen: Haferflocken (die blütenzarten) auf einen Teller, einen Teelöffel Honig da rein und alles mit heißem Wasser aufgebrüht. Schon nach wenigen Rührbewegungen hatte ich jedoch nur noch Matsche auf dem Teller, da die Flocken sich mehr oder weniger aufgelöst haben. Erkenntnis: Das ist also das Trendprodukt "Porridge", früher als Haferschleim verhasst. Der Inhalt meines Tellers war allerdings alles andere als lecker (vor allem nicht hinsichtlich der Konsistenz) und wollte so gar keine Kindheitserinnerungen wecken.

Meine Liebste schlug vor, dass ich es noch einmal mit kernigen Haferflocken probieren sollte, denn diese würden nicht gleich zu diesem Pampf zerfallen. Also nahm ich einen neuen Teller, diesmal eine Portion Kernige von Kölln, wieder einen Löffel Honig dazu und heißes Wasser darüber. Das Ergebnis sah schon mehr nach dem aus, an das ich mich aus meiner Kindheit erinnern konnte.

Geschmacklich brachte auch das leider keinen Wow!-Effekt. Ob's der falsche Honig war oder die falsche Wassermenge, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht habe ich auch einfach nur einen völlig verklärten Gedanken an die Vergangenheit gehabt und die Zubereitung schmeckte tatsächlich so (oder ähnlich) wie das, was ich als Kind gegessen hatte. Ich weiß es nicht. Meine Uroma ist inzwischen seit rund 35 Jahren tot und ich werde keine weiteren Versuche unternehmen und mich einfach über die Erinnerungen aus meiner Kindheit freuen.


Das Alter, das Gedächtnis …

Eine ältere Frau kam mit einer Tüte voller Pfandflaschen an die Lagertür und wollte ihr Leergut abgeben. Ich verwies auf den Leergutautomaten und sagte ihr, dass sie die Flaschen dort selber abgeben dürfe.

Die Dame zeigte sich sehr überrascht und freute sich, dass wir jetzt auch so einen Automaten hätten. "Ja", entgegnete ich, "haben wir jetzt ganz neu." – und ergänzte in Gedanken: " … seit gut 13 Jahren."

Es ist eine langjährige Stammkundin. :-|

Früher bei PLUS?

Ein Kunde sprach mich an: "Sie waren doch früher mal bei PLUS, da hinten in der Kornstraße, oder? Das ist doch bestimmt schon zwanzig Jahre her..?"

Ja, es ist zwanzig Jahre her. Faszinierend, aber aus persönlicher Sicht auch unglaublich nett, dass sich nach all den Jahren überhaupt noch jemand daran erinnert. :-)

Großhirn an Faust: Ballen!

Ganz oft, wenn ich an diesen Quadern aus Pappe hier in der Firma vorbeikomme, muss ich an Otto Waalkes denken. Immerhin sind das Pappballen, kurz Ballen – und schließlich gab vor vielen Jahren schon bei Otto das Großhirn der Faust auch schon die Anweisung: "Ballen!"

Wollte ich nur mal mit euch teilen. :-)


Ein paar "sparsame" Produkte

Im Archiv habe ich noch ein paar ältere Bilder mit dem euch inzwischen vermutlich gut bekannten graugrüntürkisbläulichen Hintergrund (RGB 185, 222, 205) entdeckt. Diese fünf Bilder hatten wir als Beispielprodukte für unsere Eigenmarke "Die Sparsamen" verwendet, die wir ebenfalls auf der alten Firmenwebsite vorgestellt hatten.

Hachseufz …


Ein Tannen-Relikt im Kassenbüro

Fast zwei Jahrzehnte mit der Tanne, das prägt natürlich – und so fiel mir auch nur mit ein paar Monaten Verzögerung vor ein paar Tagen auf, dass unser Stempel ebenfalls noch mit einem Tannenbaum dekoriert ist. :-)



Wäre zwar ein nettes "heimliches" Andenken, aber da sowas nur Verwirrung stiftet und wir den neuen Namen trotz der zugegebenermaßen schwierigen Umgewöhnung (Hallo, 18 Jahre SPAR!) mit Stolz tragen, ist auch da nun ein neuer Stempel fällig. So wird er aussehen und dazu wird es ein selbstfärbender Stempel mit integriertem Stempelkissen, so dass wir nicht mehr mit diesen klassischen Stempelkissen (mit denen wir im Laufe der Jahre schon einige Dinge versehentlich eingefärbt haben) herumzuhantieren brauchen …


SPAR-Tragetasche

Ach, da wird man ganz nostalgisch: Ein älterer Kunde hatte am Einkaufswagen als Tragetasche eine alte SPAR-Tüte hängen, die er mitgebracht hatte. :-)

(Kleines schwarzes Loch vorm Leergutautomaten … )


Fleisch-Bestellung!

Überm Schreibtisch im Kassenbüro hing ein Notizzettel mit dem Hinweis, dass die Fleischbestellung nicht vergessen werden soll.

Pöh, als wenn ich das jemals vergessen hätte, seit, äh, ich die Erinnerung regelmäßig jede Woche in meinem elektronischen Terminkalender eingetragen habe. :-)


Bierzeltgarniturenrückgabe

Eine größere WG hier aus der Gegend hatte sich fünf Festzeltgarnituren ausgeliehen. Die fünf Tische und zehn Bänke brachten sie gemeinsam und mit Freunden / Bekannten zu Fuß zurück. Immer zwei Leute einen Tisch und ein bis zwei Leute eine Bank, insgesamt rund 30 Personen, die in einer anscheinend nicht enden wollenden Menschenkette die Sets hier ins Lager brachten.

Ich stand gerade bei uns in der Backstube und beobachtete mehrere Minuten lang mit großem Erstaunen, wie fremde Menschen in beide Richtungen an der Tür vorbeigingen.

Erinnerte mich doch sehr an diese Szene aus das Leben des Brian.

Ist doch klar – ich kauf' bei SPAR

Dieses Schild hat Matthias in Essen am Parkplatz eines türkischen Supermarktes entdeckt. Dass sich in dem Gebäude einst mal ein SPAR-Markt befunden hat, ist ganz offensichtlich. Vielen Dank für die Zusendung.

Ich nenne es mal die Renitenz der Tanne. :-)