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Die Welle der anderen Art

Ein Mann stand mit seiner weiblichen Begleitung an der Kasse und wurde von einem meiner Mitarbeiter aufgrund der großen Ähnlichkeit fälschlicherweise für jemanden gehalten, der hier erfolgreich geklaut hat, den wir aber nicht erwischt hatten.

Auch sowas kann passieren. Das Missverständnis klärte sich relativ schnell auf, aber der Mann steigerte sich immer weiter da rein. Wir hatten natürlich um Entschuldigung für die Verwechslung gebeten und haben es auch mit einer Schachtel Pralinen (oder auf Wunsch einem anderen Artikel) zur Wiedergutmachung versucht.

Noch mal fürs Verständnis: Wir haben dem Typen keine Gewalt angedroht, ihn nicht festgehalten, ihn nicht öffentlich bloßgestellt. Er wurde nur gebeten, kurz zu warten und hat dann mitbekommen, wie mein Kassierer über das interne Telefon um Hilfe wegen des Ladendiebs gebeten hat.

Aber nichts half. Er hat alles abgeblockt, steigerte sich noch weiter in seine Aufregung hinein, redet was von Ehre und fing irgendwann sogar an, uns ziemlich rüde persönlich zu beleidigen. (So im Nachhinein denke ich, dass er die Situation nur als Steilvorlage genutzt hat, um mal richtig Dampf abzulassen.)

Es ging sogar noch weiter: Irgendwann beschloss der Mann, dass wir dafür sogar eine Anzeige verdient hätten und rief die Polizei an. Die Dame vom Polizei-Notruf (sowas dringendes kann schließlich nicht über den Zentralruf geklärt werden) ließ ihn jedoch regelrecht abblitzen: Haben Sie was geklaut? Nein. Hat man sich bei Ihnen entschuldigt? Ja, aber … Hat man Sie bedroht oder ähnliches? Nein. Hält man Sie fest? Nein. Warum gehen Sie dann nicht einfach? Aber, aber …

Er trollte sich dann aber doch ohne weiteren Kommentar.

BTX (Bildschirm-Text)

Wenn wir an der Kasse den Zigarettenautomaten blockiert haben, stand dort in den ersten Wochen die Meldung "Diese Kasse ist derzeit nicht besetzt." auf dem Bildschirm. Das war für die Kunden natürlich immer sehr irritierend, da wir das Gerät grundsätzlich blockieren und nur dann freischalten, wenn jemand Zigaretten haben möchte. So oft kamen Kunden an unsere erste Kasse, sahen den Bildschirm und wollten zur zweiten Kasse rübergehen.



Den Text konnte ich hier zwar nicht selber ändern, habe aber vom Hersteller einen USB-Stick mit einem kleinen Update bekommen. So ist es auf jeden Fall nicht mehr missverständlich:


34m³ Wasser?!

Habe die Nebenkostenabrechnung für meine Halle bekommen. Nicht ganz positive Überraschung: Ich soll rund 200 Euro nachzahlen und mein zukünftiger monatlicher Abschlagsbetrag hat sich fast verdoppelt. Was zum Henker soll das denn?! Und vor allem: Wie soll ich denn da bitte so viel Wasser verbraucht haben? Mal einen Kaffee kochen und zwischendurch mal Hände waschen oder pinkeln gehen reicht gerade, dass sich das Zählwerk nicht festsetzt. Aber von den berechneten 34.000 Litern müsste ich ganz, ganz weit weg sein.

Die Crux lag in der im April getauschten Wasseruhr. Der Monteur hatte darauf nämlich ziemlich deutlich den Bestand des alten Zählers notiert (33 Kubikmeter), die neue Uhr stand bei nullkommairgendwas Kubikmetern, die ich dann auf einen aufgerundet habe. Irgendwie war ich aufgrund des hinterlassenen alten Zählerstandes der Meinung, beide Werte addieren zu müssen – und so hatte ich 34m³ angegeben. War aber Quark, denn den Wert der alten Uhr hätte ich ignorieren müssen.

Korrekturabrechnung folgt.

Zwei T!

Habe privat eine größere PA-Endstufe in einem Elektronik-Fachbetrieb reparieren lassen. Bei der Auftragsannahme wurde ich unter anderem nach meiner E-Mail-Adresse gefragt. Nichts einfacher als das und so gab ich die Info-at-kauf-dich-satt-punkt-de an.

Gut, dass ich dabei zugeguckt hatte, wie der Mann an der Auftragsannahme meine Daten notiert hat. Ich wiederhole: Das war ein Elektronik-Fachbetrieb. Reflexartig hatte er nämlich "kauf dich sat" (mit einem "t") geschrieben. Er hat nun mal tagtäglich mit Sat-Anlagen zu tun und nicht im Traum an "satt sein" gedacht.

Mit so einer Verwechslung hätte ich niemals gerechnet.