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Lupe, Hilfe, ja oder nein?

Mir fiel auf, dass ein Kunde, den ich auf maximal Mitte dreißig geschätzt habe, die Beschriftungen auf einzelnen Verpackungen offenbar nur mit einer Lupe erkennen konnte. Das wirkte auf mich sehr mühsam, so dass ich sogar schon auf eine erhebliche Sehschwäche tippen würde.

Hilfe anbieten oder nicht? Ich haderte eine Weile. Er macht das mit der Lupe so heimlich, als wäre es ihm unangenehm. Vielleicht lieber nicht ansprechen, wenn er sich dafür geniert? Ginge so eine Ansprache etwas zu weit? Aber andererseits ist das doch auch ein Teil unseres Jobs, Kunden zu helfen.

Ich entschloss mich schließlich, zu ihm zu gehen und zu fragen. Da stand er aber bereits an der Kasse und zwischen den anderen Kunden wollte ich ihn dann auch nicht auf eventuelle körperliche Gebrechen ansprechen.

Aber wenn er mir wieder auffällt, werde ich nicht zögern.

Frage zur Türentscheidung

Antje wollte gestern wissen:

Warum hast du dich eigentlich für Kühlmöbel ohne Türen (also für die nicht-TK-Geräte) entschieden? Sind die mit Türen nicht eine ganze Ecke energiesparender?
Doch, die Türen sparen einiges an Strom, zumal die Regale nicht mehr durch Luftverwirbelungen (offene Ladentüren, Durchzug) gestört werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass es im Bereich vor den Kühlregalen nicht mehr so kalt ist, was einige Kunden angenehmer empfinden und die Sortimente dort länger begutachten.

Dem gegenüber stehen aber gleich mehrere Nachteile:

1. Die Türen kosten relativ viel Geld.

2. Der Blick auf die Ware wird teilweise erschwert. (Spiegelungen)

3. Impulskäufe können weniger werden, weil Kunden aufgrund der Türen nicht "mal eben" an anderen Kunden vorbei ins Regal greifen können.

4. Die Türen sind eine riesige Glasfläche, die saubergehalten werden muss.

5. Bei engen Läden (wie bei uns) sind die Türen unpraktisch, weil es in den Gängen bei geöffneten Türen zu eng werden kann.

6. Werden Anlagen mit Türen in Altbauten nachgerüstet (oder nur die Türen an bestehende Anlagen in Altbauten), kann sich das negativ auf das Raumklima auswirken, da die Geräte die Luft trocknen – und mit Türen eben nicht mehr.

7. Die Arbeit im Regal (packen, reinigen, Etiketten stecken) wird mühsamer, da man alles durch die Türöffnungen hindurch machen muss.

In der Summe fiel daher bei mir die Entscheidung gegen die Türen.

Straftat oder nicht?

Ein Mann, den wir eher als "VP" denn als guten Kunden bezeichnen würden, kam in den Laden und ging direkt zu unserem Packtisch. Er hielt ein kleines Päckchen im Arm, an dem er eine Weile "unauffällig" herumfummelte. Dann warf er den leeren Karton in die Altpapierbox unter dem Tisch und verließ den Laden wieder.

Die Kollegin an der Kasse hatte das am Rande mitbekommen und guckte in einer kundenfreien Minute in die Altpapierkiste. Es war ein Päckchen eines Elektronikversandhandels, das mit der Briefpost zugestellt wurde, aber meiner Meinung nach in viele Briefkästen aufgrund der Maße gerade so nicht reingepasst hätte. Der der Name auf dem Adressaufkleber und auf der (sich noch im Paket befindlichen) Rechnung war gleich, allerdings war es ein Frauenname. Die Adresse war hier nur ein paar Straßen weiter, also durchaus in fußläufiger Erreichbarkeit.

Meine Kassiererin sprach mich an und meldete, dass ihr die Sache irgendwie komisch vorkommen würde: "Ob der das Paket vielleicht aus dem Briefkasten geklaut und sich den Inhalt unter den Nagel gerissen hat?"

Denkbar. Denkbar wäre aber auch, dass der Mann mit der Frau verwandt oder befreundet ist und das Paket ganz legal geöffnet hat. Die gefühlten Umstände deuteten zwar eher darauf hin, dass das alles nicht mit rechten Dingen passiert ist, aber möglich ist natürlich alles.

Ein paar Minuten waren wir hin und her gerissen. Haben wir da tatsächlich eine Straftat mitbekommen oder bildeten wir uns eine solche nur ein. Reagiert man da jetzt oder besser nicht? Und wenn, dann wie? Polizei anrufen? Den Absender? Mal die auf der Rechnung angegebene Frau direkt fragen?

Die Entscheidung traf ich dann mit Hilfe einer grundsätzlichen Einstellung, die ich seit ein paar Jahren praktiziere: Solange nicht jemand in akuter (Lebens-)Gefahr ist, kümmere ich mich nicht um fremde Dinge. Und so blieb der Karton im Altpapier liegen und wir hakten die Sache ab, zumal der Inhalt des Paketes ohnehin nahezu wertlos war: Es handelte sich dabei um ein Webegeschenk-Thermometer des Versandhändlers, dessen Wert wahrscheinlich sogar noch von den Portokosten der Sendung übertroffen wurde.

Das alte Zwiebelregal: Schrott!

Heute mal was aus der Kategorie "Vergessene Blogeintragsentwürfe" …

Das kleine Zwiebelregal, das nun seit ein paar Jahren ungenutzt im Lager stand und von dem ich mich irgendwie nicht trennen mochte, hat mir einen großen Gefallen getan: Es ist von ganz alleine unter dem Gewicht der darin gelagerten Gegenstände zusammengebrochen.

Auch gut.


Welche Tiefkühltruhen nehme ich nur?

Neue Tiefkühltruhen müssen her, das steht außer Frage. Sie werden auf jeden Fall vom österreichischen Anbieter AHT sein, einzig die Frage nach dem Modell ist noch nicht endgültig geklärt. Wird es die Sydney (oberes Bild) oder doch die Miami (unten)?

Ich persönlich finde die Sydney ja cooler (höhö, "cool" können sie hoffentlich beide vernünftig), irgendwie moderner. Vor allem wegen der schmalen senkrechten Scheibe an der Vorderseite. Aber ich befürchte, dass man darin die Ware schlechter sieht. Mittlerweile weiß ich aber von einem EDEKA-Markt, in dem diese Truhen zu sehen sind. Werde ich demnächst mal hinfahren und live angucken.

Welche findet ihr besser?





(Fotos: AHT)