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Clementine

Wie man Anrufer zum Lachen bringt. Das Telefon klingelte, eine mir nicht unbekannte Person rief an. Da ich gerade zum Mittag auf Obst herumkaute, meldete ich mich nur knapp mit meinem Namen. Wir begrüßten uns und der Anrufer fragte: "Können Sie gerade sprechen?" (Gemeint war, ob er mich mit seinem Anruf stört und ich gerade Zeit für ihn habe.)

"Schlecht, ich futtere gerade eine Clementine", nuschelte ich demonstrativ ins Telefon. Ein paar Augenblicke später ging es dann aber ganz gut mit dem Sprechen. :-)

Ein Kunde mit Einkaufswagen

Ein nicht ungepflegt wirkender Mann mittleren Alters betrat den Laden. Zuerst nahm er sich einen Einkaufswagen, dann holte er aus der Tasche einen Notizzettel, auf dem er wohl eine Einkaufsliste notiert hatte. Er ging mehrmals im Laden hin und her, um alles zusammenzusuchen. Offenbar arbeitete er die Liste systematisch von oben nach unten ab.

Nach einer Weile, im Wagen lagen etwa zwei Dutzend Teile, ging er zur Kasse, stellte sich an die kürzere Schlange an und begann schließlich, alle Waren auf das Förderband zu legen. Als er an der Reihe war, wurden die Sachen nacheinander von meiner Mitarbeiterin an der Kasse erfasst, die er unmittelbar danach jeweils in einer seiner beiden mitgebrachten Leinen-Einkaufstaschen verstaute. Er zahlte bargeldlos mit Karte, wünschte noch einen schönen Tag und ging, nachdem er den leeren Wagen wieder zu den anderen Einkaufswagen gestellt hatte.


Dieser Beitrag ist einfach mal für alle, die sich daran stören, dass ich immer nur über merkwürdige Kunden berichte und mich deswegen mitunter schon derbe beschimpft und beleidigt haben. Die meisten Kunden sind natürlich vollkommen normal und lieb und nett – aber wer will sowas schon lesen? :-)

Zackig

Damit wir schnell fertig werden, sagte ich zur Kollegin, sie soll mit den Tannengirlanden / Lichterketten mal etwas zackig machen. Das war's dann wohl mit dem lange beantragten Freiwunsch über die Feiertage. :-P


Picas Tierfutter

Was mir vorhin erst aufgefallen ist: Wenn wir Körner für die Elster in einer Schüssel auf den Hof stellen, ist das doch auch gewissermaßen Picas Tierfutter, oder? :-)

(Ich werde die Erinnerung an den kleinen Laden nie wieder los.)

Ninja Exit Only

Findet man im Internet oktillionenfach, aber ich wollte mein eigenes Schild haben. :-)

(Ja, da fehlt noch etwas Farbe, aber die Decke muss nach vielen Wasserschäden ohnehin in absehbarer Zeit komplett neu gestrichen werden.)


Neuerungen bei DHL

Heute Morgen habe ich folgenden Artikel entdeckt: DHL treibt Umbau voran: Pakete sollen nicht mehr an die Haustür kommen

Wenn die Post und andere Paketdienste ihre Sendungen nicht mehr bis an die Haustür transportieren und man als Kunde zur nächsten Abholstation oder sogar zu einem Automaten laufen muss, dann könnte man das ganze eigentlich sogar noch toppen. Ist gerade nur so eine spontane Idee, aber man stelle sich vor, die Kunden würden statt zu einer dieser Abholstationen direkt zum Händler gehen und die Ware dort unmittelbar kaufen und mitnehmen können. Das würde Raum für ungeahnte Zusatzleistungen über den klassischen Onlinehandel hinaus bieten: Persönliche Beratung, vielleicht noch etwas netten Smalltalk, man könnte die Produkte anfassen und testen und hätte auch kein Risiko mehr, nur einen Ziegelstein im Paket vorzufinden. Ob sich das Konzept durchsetzen wird? :-)

Call 911!

Die Telefonnummer für unseren "Anwenderservice", die Hotline für Notfälle und alle Fragen rund um unsere Kassen- und IT-Systeme, haben wir seit Ewigkeiten schon fest bei uns in der Telefonanlage, bzw. in den Mobilteilen gespeichert. Ziffer für Ziffer gewählt habe ich die Nummer schon seit sehr langer Zeit nicht mehr, möglicherweise sogar noch nie in all den Jahren. Wie auch immer: Ich kannte die Rufnummer nicht auswendig und bin nun eher zufällig wieder über den alten Infozettel gestolpert, auf dem die wichtigsten Nummern zu finden sind.

Seit dem rätsle ich, ob das einfach nur ein riesiger Zufall ist, oder ob sich da einst wohl wirklich mal jemand ganz bewusst für die Durchwahl -911 in Anlehnung an die Notrufnummer "nine-one-one" in Amerika entschieden hatte. Könnte ich mir aber gut vorstellen, viele ITler haben ja genug Humor für sowas. :-)


Kleiner Südländer

Ein Handwerker mit etwas dunklerem Teint war hier beschäftigt, brauchte jedoch die große Leiter, um an ein paar Kabel im Bereich der Decke zu kommen. Ich hatte aus Gewohnheit die kleine Leiter geholt, mit meinen 1,85 Metern reicht das locker aus, um hier die drei Meter hohe Decke erreichen zu können.

Sein lachender Kommentar: "Ich bin so'n kleiner Südländer, da brauche ich häufiger mal eine große Leiter." Über sich selbst lachen zu können ist eine Gabe, über die viele Leute leider nicht verfügen. Herrlich. :-)

"Schlecht&Teuer"

Die Neueste Postillon-Meldung muss ich euch noch schnell verkünden:

Gute Nachrichten für Edeka-Kunden! Die Supermarktkette erweitert ihre Produktpalette um eine weitere Eigenmarke. Neben "Gut&Günstig" können Kunden künftig auch Nahrungsmittel der Kategorie "Schlecht&Teuer" erwerben.
Perfekt. :-)

Ultrafrisch

Eine Vertreterin von "Frau Ultrafrisch" besuchte uns hier im Laden und stellte ihre Produkte vor. Ob das was für uns ist? Keine Ahnung. Sind Bowls wirklich so ein angesagtes Produkt? Werden wir wohl erst mal nicht erfahren, da es diese Produkte nur als Aufsteller gab und wir das wohl nicht riskieren werden.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist die Anekdote am Rande: Ines hatte mit der Dame geredet und beim Namen "Frau Ultrafrisch" zu allererst und einzig an Damenhygiene gedacht. Aber nicht annähernd an Produkte, die man sich zum Frühstück einverleibt. :-D


Kupplung und Freizeitausgleich

Unser heiliger Leergutautomat läuft mal wieder nur zu einem Teil, denn die Kupplung des Crunchers hat sich erneut in Schall und Rauch und Wohlgefallen aufgelöst. Techniker ist defekt informiert.

Ein Kunde gab eben Leergut ab und während ich seine Einwegflaschen wegräumte, versuchte er es mit etwas Smalltalk und fragte, ob der Automat kaputt sei. Ja, ist er und das ist auch der Grund, weshalb der große Zettel an der Tür des Gerätes hängt. Ich hätte mit "Ja" antworten können, spann mir aber einen Satz ähnlich des folgenden zurecht: "Nein, kaputt ist der nicht. Aber er muss gerade die von der Berufsgenossenschaft verordnete Ruhezeit einhalten und so muss ich hier ran."

Ich hatte mit einer belustigten Reaktion gerechnet, stattdessen folgte ein erstauntes "oh, das hätte ich jetzt nicht gedacht" von dem Herrn. Hihi. :-)