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Detaillierte Leergutbons

Hier im Keller hatten sich in den letzten Wochen mehrere große Säcke angesammelt, voll mit händisch angenommenen Einweggebinden, die wir nicht mehr dem alten Leergutautomaten zur Gutschrift zumuten wollten. Insgesamt etwa 3000 PET-Flaschen und Dosen. Der alte Cruncher war komplett am Ende und jede Flasche, die er nicht zerkleinern musste, hat seine Lebensdauer noch etwas herausgezögert.

Diese Flaschen hatten wir letzte Woche schon in die neue Maschine gestopft. Eine reine Fleißarbeit, aber es musste sein, damit wir das Geld dafür erstattet bekommen. Dabei fiel uns ein Phänomen auf, das man so deutlich bei normal haushaltsüblichen Leergutmengen gar nicht bemerkt: Der Sielaff-Automat schlüsselt das abgegebene Leergut peinlich genau auf, so dass die Bons, wenn man dutzende verschiedene Gebinde einwirft, irgendwann eine stattliche Länge bekommen. :-)

(Es wäre auch mehr pro Bon gegangen, aber der Kollege musste immer wieder unterbrechen, um Kunden an das Gerät zu lassen.)


Hungernde Elefanten in Deutschland

Eine Mutter stand mit ihrem kleinen Sohn vor dem Leergutautomaten. Nach Beendigung des Vorgangs bat sie ihn, den Bon in unsere Pfandspendenbox zu werfen.

"Wofür ist das?", wollte der Kleine wissen.

"Damit die Elefanten in Afrika nicht hungern müssen", erklärte Mama.

"Sollte man sich nicht erstmal um die Elefanten in Deutschland kümmern?"

Leergutbon in der Kistenannahme

Aus Richtung der Leergutannahme hörte ich ein leichtes Fluchen, Augenblicke später wurde die Klingel betätigt. Ich ging hin und begegnete einem Kunden, der etwas Hilflos vor dem Automaten stand.

Was war passiert? Nun: Er hatte sein Leergut abgegeben und anschließen die Bon-Taste gedrückt. Der Beleg wurde gedruckt, der Kunde griff ins Ausgabefach, nahm den Zettel und ließ ihn versehentlich wieder fallen. Der Leergutbon fiel aber nicht einfach nur senkrecht zu Boden, sondern segelte in die große Öffnung der Kistenannahme, wo er die Lichtschranke auslöste, die das Transportband in Bewegung setzt. Auf diesem Transportband war der Bon jedoch in dem Moment auch gelandet, so dass er durch die Bewegung nach hinten in den Automaten befördert und somit für den Kunden unerreichbar wurde.

Das war nun aber zum Glück kein Problem, das sich nicht lösen ließ. :-)

Penny-Pfandbon in der Pfandspendenbox

In unsere Pfandbonspendenbox hat diesmal jemand einen etwas älteren (Februar) Leergutbon vom Discounter an der Ecke geworfen. Den Bon habe ich entsorgt und das Geld aus eigener Tasche aufgestockt. Für 25 Cent lohnte es sich nicht, jemanden loszuschicken und ich wollte selber auch nicht laufen. :-P


5 Euro in der Pfandbonspendenbox

Das 20-Cent-Stück von Anfang Juli wurde nun noch überboten: Jemand hat in den letzten Tagen nämlich einen 5-Euro-Schein in die Box gesteckt. Wirklich unglaublich, wie viel Zuspruch unsere Sammlung für den Kindergarten hier hat. Insgesamt sind auf diese Weise mittlerweile über 1350 Euro (!) zusammengekommen.


Schnelles Spenden

Eine ältere Frau betrat den Laden und ging mit einer Flasche in der Hand zur Leergutannahme. Ich war zufällig gerade in der Nähe der Lagertür beschäftigt und nachdem sie die Flasche in den Automaten gesteckt und den Pfandbon in Empfang genommen hatte, fragte sie mich, ob es eine Möglichkeit bei uns gäbe, den Pfandwert zu spenden. Ich bejahte und verwies auf die Spendenbox rechts neben dem Automaten.

Sie bedankte sich, steckte den Bon rein und verließ den Laden.

Stand gestern: 1009,46 Euro

Mit der letzten Auszählung haben wir mit der Pfandspendenbox übrigens den dreistelligen Bereich verlassen. Seit August letzten Jahres sind inzwischen 1009,46 Euro zusammengekommen und seit gestern liegen auch schon wieder ein paar neue Leergutbons in der Kiste. Das ist wirklich beeindruckend! :-)


Große Bons in der Spendenbox

Seit August 2019 sind in unserer Pfandspendenbox inzwischen schon über 950 Euro (!) für die Kindertagesstätte zusammengekommen. Regelmäßig leeren wir die Kiste aus, um Übergriffe durch allzu lange Finger zu verhindern und staunen doch immer wieder darüber, wie spendabel einige Leute sind. In der letzten Leerung hatten die beiden größten Bons zusammen eine Summe von 10,02 Euro, das ist schon beachtlich. Wir haben von dem Geld persönlich zwar nichts (im Gegenteil sogar, die Leerungen und das Zusammenrechnen der Bons machen schließlich auch Mühe), aber ich freue mich dennoch darüber, diese Solidarität hier im Laden erleben zu können:


Angesabbert

Ein neuartiges Corona-Virus geht um, die ganze Welt steht im Grunde still. Es gibt massive Einschränkungen in der persönlichen Freiheit, Quarantänemaßnahmen, Ausgangssperren, Versammlungsverbote. Dort, wo Menschen aufeinander treffen dürfen / müssen, sind die Infektionsschutzmaßnahmen deutlich vergrößert worden, die Leute tragen Masken und Handschuhe und vermeiden oftmals jede körperliche Nähe zu fremden Personen.

… und dann gibt es Leute, die sich den Leergutbon in den Mund stecken, um beiden Hände frei zu haben. Vielleicht mal ein neues Schild an den Automaten: "Angesabberte Leergutbons verlieren ihre Gültigkeit!"

Oder etwas freundlicher, so wie auf diesem Bild zu sehen.

Beschiss oder Verwirrung?

Ein Mann, mir nicht ganz unbekannt aber auch kein täglicher Stammkunde, klingelte an der Leergutannahme. Er hätte fünf Flaschen in den Automaten gesteckt und plötzlich hätte dieser die Annahme mit einer Fehlermeldung abgebrochen, ohne dass ein Bon gedruckt wurde.

Ein Kollege wollte gerade schon den Bon für fünf Flaschen manuell an der Kasse drucken, als ich ihn noch zu warten bat und mir die Geschehnisse vor dem Leergutautomaten auf der Videoaufzeichnung ansah. Der Mann hatte vier Flaschen in den Automaten gesteckt, als tatsächlich (aber aus auf dem Video nicht erkennbaren Gründen) die Annahme abbrach. Zu erkennen war jedoch, dass wie gewöhnlich in solchen Fällen ein Bon mit der bis dahin aufgelaufenen Summe gedruckt wurde. Bevor der Mann auf den Klingelknopf drückte, nahm er den Papierstreifen aus dem Drucker und steckte ihn in seine Jackentasche.

Er erklärte, dass er wohl "in Gedanken" war, da er auch noch ein Telefongespräch im Headset hat. Kann natürlich sein und irren ist menschlich und im Zweifel für den Angeklagten und so nahm ich seine Entschuldigung an und die Erklärung, dass das keine Absicht gewesen sei.

Im Nachhinein erklärte mir der Kollege, dass bei dem Kunden schon häufiger "der Bon nicht raus kam". Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

REWE-Bon in der Pfandspendenbox

In unsere Pfandspendenbox hatte jemand einen Bon des nächstgelegenen REWE-Marktes geworfen. Das bringt so natürlich erst mal nichts, der Bon hat ja nur im kleinen Kreislauf mit dem ausstellenden Markt einen Wert. Da der Betreiber einen zweifelhaften Ruf hat, den er auch schon bei uns demonstriert hat, warfen wir den Bon nicht einfach weg, sondern gaben ihn einem Kundenkind, um ihn einzulösen. Den Eurozwanzig haben wir dann selber dem Kindergartenprojekt hinzugefügt. Aber dem blöden wollten wir das Geld nicht gönnen. :-P


Gut gemeinte Pfandspende

Eine Frau hatte eine größere Menge Leergut, dabei waren unter anderem auch viele zerdrückte und klebrige Einwegflaschen und Dosen. Dies führte dazu, dass der Automat mehrmals die Annahme abbrach und jeweils einen Bon über die bis dahin aufgelaufene Summe ausdruckte. Diese legte sie säuberlich gestapelt auf die kleine Fensterbank neben dem Automaten.

Am Schluss wandte sie sich an einen Kollegen im Lager, damit dieser ihr die Gebinde, die Traudl komplett verweigert hatte, händisch abnehmen konnte. Die gesammelten Bons ließ sie in dem Moment vor dem Fenster liegen.

Während sie nun mit dem Rücken zum Automaten an der Lagertür wartete, kam ein anderer Kunde daher, der Leergut abgeben wollte. Als er mit allem fertig war, entdeckte er vor den Glasbausteinen die augenscheinlich vergessenen Leergutbons. Da er sie dort nicht einfach liegen lassen wollte, aber den Anstand besaß, sie nicht selber einzustecken, stopfte er die Bons in unsere Pfandspendenbox, drehte sich um und ging. Während er noch in der Nähe der Leergutannahme war, vermisste die Frau schon ihre gesammelten Werke.

Glücklicherweise klärte sich das schnell auf und anhand der auf die Pfandbons aufgedruckten Uhrzeiten ließen sich auch die fälschlicherweise gespendeten Bons schnell wieder aus der Sammlung heraussieben.

Neues Projekt in der Pfandspendenbox

Nach einem Dreivierteljahr haben wir unsere Pfandspendenbox wieder aktiviert. Wer helfen möchte, lässt ab sofort seinen Bon für den Waldorfkindergarten Delmenhorst zurück, der wohl ziemlich dringend einige neue Spielgeräte für das Außengelände gebrauchen kann. Eine DLRG-Ortsgruppe steht auch schon auf der Warteliste für unsere Box, da wird also in der nächsten Zeit wohl noch einiges Gutes geleistet werden können.


Dann eben nicht dein Pfandbon

Ich hörte im Lager das Surren des Druckers unseres Leergutautomaten, Augenblicke später lag ein automatisch gedruckter Bon im Ablagefach. Dies passiert nach 30 Sekunden automatisch, wenn man Leergut abgibt und hinterher nicht die Bontaste drückt. Ein Kollege versicherte mir, dass das "die junge Frau mit den Kopfhörern" war, die auch ich nur Sekunden vorher noch in der Nähe des Automaten stehen sah.

Also ging ich zu ihr hin und sprach sie an. Als Antwort bekam ich aber nur, dass sie kein Leergut gehabt hätte. Wird sie wohl selber am besten wissen. Da sich auch sonst niemand ausfindig machen ließ, vernichtete ich den Bon und fügte den Betrag unserer virtuellen Trinkgeldkasse hinzu.