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Instagram 24. KW 2021

In der vergangenen Woche hatte Ines die Instagram-Follower mit folgenden Themen beglückt:

- Eine langjährige Kollegin möchte sich privat verändern, hatte deswegen gekündigt und nun zum Abschied an ihrem letzten Tag einen riesigen Haufen Schokolade für alle spendiert.

- Ein Aufsteller mit diversen Sallos-Lakritzvariationen, die wir leider nicht regulär bekommen können.

- Noch ein Aufsteller: Milchshakes zum selber anrühren von Krüger.


Es wird Sielaff, Teil 12

Das war's, hier endet eine Ära, sogar im doppelten Sinne. Nicht nur, dass der Automat weg ist, wir trennen uns auch vom Hersteller und haben uns einem seiner Mitbewerber zugewandt.

An dieser Stelle muss ich aber mal ein sehr großes Lob an Trautwein loswerden!
Wir haben unseren ersten Automaten 2007 gekauft, etwas später den kleinen in Findorff, der weit über seine eigentliche Laufzeit hinaus im Einsatz war – und dann vor ein paar Jahren den B500, der auch inzwischen über 4 Millionen (!) Gebinde angenommen hatte. Das Gerät lief überwiegend gut und hätte jetzt sowieso ausgetauscht werden sollen. Der Cruncher, eine sehr teure Einzelkomponente, war wieder einmal am Ende und da hätte sich ein neuer Rücknahmeautomat mit Blick auf den gesamten Zustand des Gerätes und der allgemeinen technischen Entwicklung nicht gelohnt. Aber warum denn nicht wieder einen Trautwein? Weil dieser Automat die selben oder zumindest sehr ähnliche Schwachstellen wie das Vorgängermodell von 2007 hatte und ich mich dem Krampf (Drehkreuz, um eine Baustelle zu nennen) nicht ein drittes Mal aussetzen wollte. Vielleicht ist es jetzt beim neuen Modell besser, aber in Anbetracht der Anschaffungssumme solcher Geräte, hatte ich keine Lust auf weitere Experimente.
Absolut nicht zu beanstanden waren in all den Jahren die Mitarbeiter von Trautwein. Natürlich der alte Herr Trautwein, der mich sogar mehrmals hier persönlich besucht hat (ihr erinnert euch, hier kann man auch mal mit dem Chef persönlich sprechen), dann seine Mitarbeiter Herr B. und Herr H., die uns immer ganz hervorragend telefonisch betreut haben und dann auch die Techniker, die hier vor Ort am Gerät herumgeschraubt haben, allen voran natürlich unser guter Geist C. J., der hier so manches Wunder vollbracht hat.

Mit euch hat die Zusammenarbeit immer Freude gemacht, danke.

Ein letzter Blick, bye:


Melancholischer Blick nach Findorff

Hello darkness, my old friend
I've come to talk with you again
Because a vision softly creeping
Left its seeds while I was sleeping
And the vision that was planted in my brain
Still remains
Within the sound of silence
Hachseufz …


Instagram-Findorff-Abschiedsfoto

Noch ein Abschiedsfoto aus Findorff, das ich vor ein paar Tagen auf meiner privaten Instagram-Seite veröffentlicht hatte. Mit diesem Farbfilter wirkt der fast komplett leere Laden, es standen nur noch die drei Leitern der Maler herum, irgendwie noch deprimierender …


Abschiedsbilder Findorff

Zu der kleinen von Kunden und Nachbarn organisierten Abschiedsparty vor dem Laden hatten sich schätzungsweise zwei Dutzend Leute eingefunden und die Stimmung war sehr ausgelassen. Vielen Dank für diese Anteilnahme, wir sind alle sehr gerührt gewesen. Das war wirklich der Hammer.

Ich war da jedoch aus organisatorischen Gründen persönlich nicht dabei, wurde aber von den "Findorffern" reichlich mit Fotos und Videos versorgt. Der Kollege für die Spätschicht kam in der Neustadt erst planmäßig um 18 Uhr, aber dann bin ich gleich nach Hause, hab geduscht und mich dann noch zum (distanzierten) Umtrunk mit fast allen aktuellen und ein paar ehemaligen Mitarbeitern aus unserer Filiale gesellt.

Hier ein paar letzte Fotos, die gestern Abend entstanden sind. Ab morgen geht es mit Vollgas in die Ausräumarbeiten. Die Ware kommt in die Neustadt, die Technik wird eingelagert und der Rest vom Schrotti abgeholt. Aber da will ich jetzt noch nicht dran denken und lass diese Bilder einfach mal ohne weiteren Kommentar hier stehen …

















Dem aufmerksamen Betrachter der Bilder ist möglicherweise auf dem ersten Foto, das die Wand zum zwei Treppenstufen hoch gelegenen Büro zeigt und an der in den letzten Jahren die Mehrweg-Getränke standen, die kleine Luke aufgefallen. Da meine Mitarbeiterin vorhin noch kurz dort vor Ort war, um einige persönliche Dinge zu holen, nutzte ich die Chance, sie nach einem Blick in das Loch zu fragen. Das Foto kam prompt, aber irgendwelche Schätze waren leider hinter der Klappe nicht zu finden. Viel eher erinnerte der Anblick an unseren Kriechkeller in der Neustadt, nur kleiner: Ein paar nackte Wände, ein paar Leitungen, eine paar Holzleisten, viel Staub und natürlich die obligatorischen Spinnenweben. Schade. :-D




Harste-Abschiedsfeier

Rund um unseren kleinen Laden hängen im Bereich Münchener Straße und ein paar Seitenstraßen hängen diese Zettel herum. Sowas geht natürlich runter wie Öl und die Kollegin im Markt vor Ort war den Tränen nahe, das könnt ihr mir glauben. Solche Reaktionen wärmen das Herz und ich kann an dieser Stelle nur wieder einmal sagen, dass die Entscheidung mit der Schließung des Geschäfts wirklich keine leichte war und auch ganz sicher nicht aus irgendeiner Laune heraus gefallen ist.

Wie viel da morgen an Trubel sein wird, kann ich nicht abschätzen. Und wie weit das in die aktuelle Situation bzgl. einer gewissen neuartigen "infektiösen organischen Struktur" passt, ebenfalls nicht. Vermutlich gar nicht, aber was da auf dem Gehweg passiert, ist ja nun außerhalb meines oder unseres Einflussbereichs. :-)


Blumengrüße zum Abschied

Die Kollegen in Findorff haben einzelne Rosen jeweils mit einem "Danke"-Anhänger versehen, die morgen an die Kunden unseres letzten Tages verteilt werden. Ich schreibe hier so profan über die Dinge, die in unserem kleinen Markt momentan passieren – aber glaubt mir, dass uns alle das nicht kalt lässt, vor allem natürlich die Kollegen vor Ort nicht.

Aber auch mir geht die ganze Sache ziemlich nahe. Wenngleich ich zugeben muss, dass mir der Abschied, nachdem ich nun in den letzten zwei Jahren den Markt insgesamt mit einen mittleren fünfstelligen Betrag (!) subventioniert habe, auch eine gewisse Erleichterung verschafft.


Eilige Schrotti

Unser Schrotti, der die noch brauchbaren Teile der Einrichtung in Findorff verwertet und dafür als Gegenleistung beim Ausräumen und Entsorgen der nicht mehr verwertbaren Dinge hilft, hat es eilig, die Baustelle zu beenden. Natürlich kann er nicht vor Samstag 18 Uhr anfangen, aber er war ganz heiß darauf, dann auch direkt schon am Abend loszulegen und den Kassentisch und andere Dinge mit seinen Mitarbeitern zu zerlegen.

Aber den Zahn musste ich ihm ziehen und er wird sich damit bis Montag gedulden müssen. Die Mitarbeiter machen am Samstag nach Feierabend eine kleine Sauforgie Abschiedsparty und die Zeit sollen sie nicht nur bekommen sondern auch in Ruhe verbringen können, ohne dass im Hintergrund schon Leichenfledderei betrieben wird.

Vertreter in Rente

Der Kundenbetreuer einer Firma, die hier seit Anfang an im Sortiment ist, und der seit dem im Grunde ununterbrochen für uns da war, hat sich nun nach knapp zwanzig Jahren der Zusammenarbeit verabschiedet. Dies war turnusmäßig sein letzter Besuch bei uns und Ende dieses Jahres geht er in den wohlverdienten Ruhestand.

Es ist schön, so eine langjährige Zusammenarbeit (gehabt) zu haben. Es gibt auch genügend Firmen, in denen die Mitarbeiter kommen und gehen und so für einen als Geschäftspartner eher anonym und buchstäblich austauschbar sind.

Aber er hat seinem Noch-Arbeitgeber zugesagt, bei Engpässen bestimmt mal aushelfen zu können. Also sehen wir uns vielleicht ja doch mal wieder. :-)

Nicht weiter nachdenken!

Eine Stammkundin in den hohen Achtzigern setzte sich nach ihrem Einkauf auf die kleine Sitzbank und sprach Ines und mich an. Bedankte sich, dass wir hier immer so freundlich und geduldig mit ihr waren und dass hier sowieso immer alle so nett sind.

Dann verabschiedete sie sich: "Bis nächste Woche. Hoffentlich."

Neuer Kassentisch (9)

Der allerallerletzte Blick auf unseren alten Kassentisch. Hier verschwand er gerade im LKW, der dann auch direkt schon ein paar Minuten später, nach dem alle Lieferpapiere für den neuen Tisch unterschrieben waren, wieder in die Heimat gefahren ist. (Und dafür jetzt das Haltverbot bis 15 Uhr … Aber gut, konnte ich ja nicht wissen, dass das so schnell geht.)


Time to say goodbye…

Ich werde mich in den nächsten Tagen von einem kleinen Weggefährten trennen müssen, der mich fast elf Jahre begleitet hat: Mein kleiner COLOP-"mini-dater"-Datumsstempel mit "BEZAHLT"-Text, der im Laufe der Jahre hunderte Rechnungen stempeln durfte und erstaunlicherweise trotz nie erfolgter Nachfüllung immer noch im "Saft" (aka Tinte) steht.

Aber ich werde ihn nicht in den Müll werfen, sondern nur in Rente schicken. Ein gewisses SPAR-Kind hat nämlich schon so oft mit so viel Eifer und Begeisterung hier im Büro leere Zettel damit bestempelt, dass ich ihr diesen kleinen Stempel hübsch verpackt mit unter den Weihnachtsbaum legen werde. :-)

(Und da ich ja auch nach 2016 noch meine Rechnungen stempeln möchte, habe ich mir gerade einen neuen "Mini-Dater" bestellt, der dann bis 2028 gültig ist… Den werde ich ich meiner Kleinen aber wohl nicht vermachen können. Mit 15 Jahren dürfte sich die Freude über einen gebrauchten Stempel aus Papas Firma wohl eher in Grenzen halten.)