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Die drei Pakete

Mit der Post kam gerade eine Benachrichtigungskarte von DHL hier an. Drei Sendungen hätten hier gestern Vormittag angeblich nicht zugestellt werden können. Ja, nee, ist klar. Donnerstags um 11:12 Uhr haben wir hier wie alle anderen Supermärkte in diesem Land gewöhnlich geschlossen. Und, ja, die Pakete waren an EDEKA adressiert!

Stattdessen soll ich jetzt die Pakete nun in der über einen Kilometer entfernten Postfiliale abholen. Habe jetzt bei der DHL-Hotline eine erneute Zustellung der Sendungen beantragt. Irgendwann muss es ja mal klappen …

Für Wiederholungsfälle vermerkt!

Der Diebstahl von der Froot-Loops-Packung wurde ja schnell von der Staatsanwaltschaft bearbeitet. Ein ähnliches Schreiben gab es schon nach dem Diebstahl mehrer Engergy-Dosen. Wie nachhaltig die Reaktion der Staatsanwaltschaft damals war, habe ich nie erfahren – möge der Schuss vor den Bug geholfen haben und möge er auch in diesem Fall seine Wirkung erzielen.


Vertrauliche Rückantwort

Mit der Tagespost kam hier ein sehr bedeutungsschwanger wirkender Brief an. Kein Einschreiben, aber adressiert an mich persönlich, überall im Inneren geht es mit Hinweisen auf die Vertraulichkeit weiter, sogar die E-Mail-Adresse lautet groteskerweise vertraulich@firmenname.tld.

Ab ins Altpapier. Das war eine Firma, deren Kerngeschäft der Handel mit Unternehmen ist. Interessant für Selbstständige und Unternehmer, die zum Beispiel keinen Nachfolger haben oder selber finden können.

Für mich (noch) nicht relevant. Ein paar Jahre halte ich ja auch noch durch und vielleicht möchte das SPAR-Kind das hier ja dereinst mal fortführen. Und wenn nicht, dann eben nicht. Wobei dann die Frage ist, ob man die Firma verkauft oder alles abwickelt und den Laden leer weitervermietet.

Teure Kommunikation

Mit der Tagespost kam hier Werbung für eine "Kommunikationsplattform" an. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es (u.a.) eine App, die sich die Mitarbeiter auf ihr Handy landen und worüber dann Firmeninterna ausgetauscht werden können. Chat, Pinnwand, Dienstpläne, Informationssammlung etc.

Das klingt prinzipiell nicht uninteressant, aber bei rund 2.500 Euro jährliche Kosten bleibe ich doch lieber bei den klassischen Kommunikationswegen, die es bislang auch immer ganz hervorragend funktioniert haben. Ich wüsste nicht, wie dieses Medium es schaffen sollte, einen entsprechenden Mehrwert zu schaffen, der diese Kosten rechtfertigt.

Rissbreitenkarte aus Oldenburg

Das Team vom Ingenieursbüro Bauplanung Nord - Oldenburg hat mir zur Überwachung der Risse im Träger unserer Kartonpresse eine Rissbreitenkarte geschickt. Vielen Dank dafür. :-) Ich hoffe jedoch auch weiterhin, dass wir noch viele Jahre Freude Nutzen an dem Gerät haben werden.

Die Presse ist laut Typenschild übrigens Baujahr 1994. Wenn sie jetzt noch wenigstens vier Jahre durchhält, haben wir immerhin die 30 voll, was schon eine gute Leistung für so ein Teil ist.


Nachrüstpflicht Aufzugsnotruf (Egal)

Mit der Tagespost trudelte hier ein Schreiben unserer Immobilienabteilung ein, in dem pauschal daran erinnert wurde, dass ab dem 1. Januar 2021 Aufzugsanlagen gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) mit einem Zweiwege-Kommunikationssystem ausgerüstet sein müssen und im Falle des Fehlens einer solchen Einrichtung die sofortige Stilllegung der Anlage drohen kann. Dass man dann eben "fit bleibt und öfter mal die Treppe benutzt", kann man schmunzelnd hinnehmen, aber es gibt auch Aufzüge, die für den Betrieb eines Ladens / einer Firma unverzichtbar sind. Wenn das Lager zum Beispiel im Keller (wie in Findorff) oder die Verkaufsräume nicht im Erdgeschoss sind, wird das Treppe steigen schnell zur Qual. Wer mal zehn Paletten Getränke vom Keller ins erste Obergeschoss gebuckelt hat, weiß wohl, was ich meine.

Ob diese Zweiwege-Kommunikationssysteme auch zwingend in ausdrücklich nicht für die Personenbeförderung zugelassenen Lastenaufzügen (so wie der bei uns im Markt) nachgerüstet werden müssen, habe ich nicht herausfinden können. Ist mir aber irgendwie auch wumpe, wenn ich ehrlich sein soll. Mit dem Aufzug und allen seinen Erfordernissen haben wir nach dem 30. Juni nämlich exakt nichts mehr zu tun.

Ein Dank mit unbekanntem Absender

Mit der Tagespost kam ein leider absenderloser Umschlag hier in der Firma an, der zu meinen Händen adressiert war. Darin befand sich ein Brief mit einem großen Dank an die Mitarbeiter/innen hier im Markt für die zuvorkommende Bedienung und den guten Service durch die Mitarbeiter. Wow! Ein riesiges WOW!!! Sowas tut unglaublich gut, zumal auch die letzten Wochen und Monate nicht immer einfach waren. Die Situation war (und ist immer noch) oft angespannt, durch die Corona-Maßnahmen und Lieferengpässe gab es immer wieder Stress für alle Beteiligten – trotz allem sind wir immer noch wir und machen das Beste aus der Situation, was wohl auch bei den Kunden offenbar durchaus so ankommt.

Mit im Umschlag lag ein 50-Euro-Schein (!) als sehr üppiges Trinkgeld. Eine Kaffeekasse gibt es hier nicht, aber für das gemeinsame Mitarbeiteressen habe ich schon eine Idee. :-)

An den oder die unbekannte/n Absender/in des Briefes: Danke im Namen von uns allen!


Guthaben und Rechnung

Post von meiner Geschäftsversicherung. Das erste Schriftstück, das ich aus dem aufgerissenen Umschlag angelte, war eine Gutschrift: Rund 2500 Euro bekomme ich erstattet. Cool. Dahinter war eine Rechnung über die selbe Summe, was die Freude mit einem Schlag zunichtemachte.

Der Grund für Gutschrift und Rechnung war einfach: Wir hatten etwas verändert und somit habe ich einen neuen Vertrag mit neuer Nummer bekommen.

LD'in-Verwirrung

Vor einer Weile haben wir eine Ladendiebin gestellt, die sich hier am Alkohol bedient hatte. Die Sache verlief friedlich und augenscheinlich konnte sie sich ausweisen, so dass wir die Anzeige ohne Polizei aufnahmen. Es folgten das übliche Prozedere und die Aussprache eines wie immer lebenslangen Hausverbots. Mit "augenscheinlich konnte sie sich ausweisen" meinte ich nun, dass sie einen Personalausweis dabei hatte und die Person auf dem Foto darauf durchaus sie sein konnte. Manche Drogenabhängige sehen ihren Passfotos nach einiger Zeit nicht mehr unbedingt sehr ähnlich, Gewichtsverlust und allgemeiner körperlicher Verfall bewirken mitunter durchaus erstaunliche Veränderungen. Hier war der Unterschied jedoch nicht so erheblich, dass wir misstrauisch wurden.

Ein paar Wochen, nachdem ich die Anzeige zur Polizei geschickt hatte, kam eine Frau in den Laden und beschwerte sich über ein ihr angehängtes Verfahren wegen Ladendiebstahls. Dem Namen nach war es die vom oben erwähnten Personalausweis. Aber sie sah irgendwie ganz anders aus, zumindest erkannte sie niemand wieder. Wir waren verwirrt: Wer ist diese Frau? Und wer die eigentliche Ladendiebin? Und wem gehörte der Ausweis denn nun wirklich? Wir konnten in dem Moment nichts machen und baten sie, diese sonderbare Verwechslung (oder was auch immer dahinter steckte) bitte zusammen mit der Polizei aufzuklären. Es vergingen die Wochen und schließlich ein paar Monate und nichts geschah.

Nun kam ein Schreiben von der Staatsanwaltschaft Bremen mit einem mir längst bekannten Textbaustein: "Neben der in jener Sache zu erwartenden Strafe fällt die Strafe, zu der die Verfolgung der von Ihnen angezeigten Tat führen kann, nicht beträchtlich ins Gewicht, [...]"

Die genannte Täterin war die vom Ausweis, also augenscheinlich die, die nicht hier geklaut hatte. So ganz unbescholten war sie aber dann wohl doch nicht. Ich habe nach wie vor keinen blassen Schimmer, was da nun letztendlich genau passiert ist – aber die Tat bei mir hier spielt offenbar für das weitere Schicksal der beteiligten Personen keine weitere Rolle.

Kopfkratzend verbleibe ich …

Saure-Gurken-Zeit

Blogleser Marco hatte meine kleine Anmerkung in dieser Linksammlung nicht vergessen und mir aus Los Angeles ein Päckchen mit zwei Rollen Pringles in der Rick&Morty-Saure-Gurken-Edition geschickt. Leider haben die Chips trotz der relativ üppigen Polsterung den Transport nur mäßig überstanden, aber das tut dem Geschmack zum Glück keinen Abbruch.

Das war mal ein leckeres Unboxing. Vielen Dank für die leckere Überraschung. :-)

Erstaunlich, dass ich es trotz des 10mm-Weitwinkelobjektivs geschafft habe, mir selber noch den Kopf abzurasieren. Nächstes Mal etwas mehr Abstand, sollten die Insektenriegel überhaupt noch geliefert werden (inzwischen mehrfach verschoben), wird das mein nächstes Probiervideo. Das wird dann nicht ganz so kopflos.








Ach, Telekom …

Wie ich hier schon einmal geschrieben hatte, ist der Telefonanschluss bei mir in der Halle zum 11. April gekündigt. Alarmanlage, Kommunikation und Internet ist dort auch im kabelgebundenen Büronetzwerk über eine LTE-Anbindung mit mehreren Dutzend Gigabyte Datenvolumen keine Sache.



Mutet dann aber doch irgendwie sonderbar an, wenn ein Schreiben mit einer geplanten Preisanpassung im Briefkasten landet, das wohl Massenware an alle Kunden war, in dem jedoch besonders betont wird, dass man zu den treuen Geschäftspartnern gehört. :-P


MHD Checker

Mit der Tagespost trudelte hier Werbung für die Anwendung "MHD Checker" ein. Dabei handelt es sich um eine App für Android oder iOS, in der man seine Artikel im Markt inklusive der dazugehörigen Haltbarkeitsdaten erfassen kann und die einen beim Erreichen eben jener Daten daran erinnert.

Das klingt im ersten Moment ziemlich gut und es gibt sicherlich auch Anwendungen, für welche dieses System ausgesprochen nützlich sein kann. Zum Beispiel Warenbestände bewachen, die für einen Onlineshop vorrätig gehalten werden und die man nicht so oft in der Hand hält.

Aber für uns hier im Geschäft ist diese App vollkommen unbrauchbar. Wenn man konsequent jeden Artikel einpflegen wollte, wäre das sehr viel Arbeit, pro Woche kommt hier im Markt eine kleine vierstellige Anzahl an Artikeln mit einem aufgedruckten Haltbarkeitsdatum an. Wer sollte das pflegen?
Aber angenommen, man würde sich die Mühe machen und alle Artikel erfassen: Bei der Vielzahl an Produkten hier im Supermarktalltag würden nicht nur wöchentlich tausende Artikel eingepflegt werden müssen – nein, es würden irgendwann auch wöchentlich tausende Artikel in der App wieder angezeigt werden, bei denen vermeintlich das Haltbarkeitsdatum erreicht ist. In der Praxis wäre der größte Teil dieser Artikel aber schon längst verkauft, inzwischen möglicherweise sogar schon mehrfach. Man würde also viele Artikel unnötigerweise kontrollieren, die schon längst nicht mehr hier stehen.

Das MHD-Problem gab es schon immer und überall und seid euch sicher, dass auch ich mir schon viele Gedanken dazu gemacht habe, wie man dies am besten lösen kann. Kalender, Listen, elektronische Terminkalender – all das endet beim selben Problem wie der "MHD Checker". Nämlich der Tatsache, dass man irgendwann mit einem Wust an Karteileichen arbeitet, die überhaupt nicht mehr relevant sind.

In der Praxis hier im Supermarkt ist es so, dass wir die meisten Artikel mit einer gewissen Regelmäßigkeit ohnehin in den Händen halten und man bei der Gelegenheit auch das Datum kontrollieren kann. Wenn mal etwas "durchrutscht", ist es eben so. Als ich für den Onlineshop immer einen eigenen Bestand an Zotter-Tafeln im Lager stehen hatte, wäre so eine Anwendung jedoch durchaus praktisch gewesen und hätte vermutlich auch einige der vielen Nachlieferungen und ggf. verärgerte Kunden erspart.

Man muss übrigens viele Artikel nicht manuell in der App eingeben. Die Strichcodes können mit der Kamera des Smartphones gelesen werden und erstaunlich viele Artikel auch von eher exotischeren Artikeln wurden eben beim Test hier im Laden auch erkannt. Manches müsste nachgearbeitet werden, eine Zotter-Schokolade die mit "handgeschöpft 70 g" in der Datenbank auftaucht, hilft einem hinterher nicht wirklich weiter, aber das ist eine große Arbeitserleichterung. Artikel scannen und auf dem aufpoppenden Kalender auf ein Datum drücken. Das ist sehr einfach und praxisnah gelöst.

Die Crux an der Sache ist der Preis! Man kauft die App nicht einmalig, sondern geht ein Abo ein. Nutzen kann man das System entweder für 69 Euro im Monat oder 745 Euro im Jahr, jeweils zzgl. Steuer, was für so ein kleines Werkzeug schon echt ein mächtig gewagter Kurs ist! Da hilft nicht einmal mehr das Argument mit der Datenbank, die ja auch irgendwie gepflegt werden sollte, sondern das ist nur noch lachhaft.

Wer jetzt von der Idee angefixt ist: Zumindest für Android gibt es im Playstore die App Reeking. Die ist richtig kostenlos, man kann für 2 Euro den Werbebanner entfernen lassen, und statt des Barcodes, der dann mit einer Datenbank abgeglichen wird, fotografiert man einfach den Artikel, der einem dann als Bild angezeigt wird. Datum im Kalender eingeben – fertig. Ich glaube, ich behalte die mal bei mir auf dem Handy für ein paar "schwierige" Artikel. :-)

SPAR-Wandkalender aus Namibia

Mit der Post kam hier ein großer Umschlag an. Darin steckte ein Wandkalender der SPAR aus Nambia, den mir Blogleserin Regina geschickt hat. Vielen Dank dafür. Der Kalender hängt jetzt hier bei mir im Büro neben dem großen Jahresplaner vom Manitu. :-)