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Es ward Sielaff

Es ist vollbracht: Seit gestern Nachmittag läuft der neue Automat hier bereits im Produktivmodus, er hat seit dem schon 2000 (!) Gebinde angenommen (u.a. die Einwegflaschen und Dosen, welche wir gestern im Laufe des Tages in Handarbeit angenommen hatten) und es gab bei all dem noch nicht ein nennenswertes Problem.

Heute ist noch einmal für ein paar Stunden ein Techniker hier, der bei Fragen und Problemen hilft und uns detaillierte Einweisungen in das Gerät gibt und währenddessen ganz allgemein aufpasst, dass auch wirklich alles rund läuft. Bislang sieht es aber sehr gut aus. :-)


Es wird Sielaff, Teil 15

So sieht der neue Automat fertig in die "Pandawand" integriert aus: Die Fugen, die "Fuge" über dem Gerät war immerhin rund 15 cm breit, sind mit einem schwarzen Blech verschlossen worden und auf dieser Seite ist fast alles fertig. Es fehlt noch die Elepfandspendenbox, aber dazu müssen noch zwei Löcher ins schwarze Blech gebohrt werden, da dieses die alten Dübel überdeckt.

Hübsch, aber noch nicht funktionsfähig. :-)


Es wird Sielaff, Teil 10

So sieht der Platz für den neuen Leergutautomaten jetzt aus. Die Rollenbahn für die Mehrweg-Getränkekisten bleibt bestehen, alle anderen Komponenten werden gleich neu eingebaut. Ob heute noch alles läuft? Planmäßig war das zumindest so vorgesehen. :-)


Es wird Sielaff, Teil 6

Wo ein Hohlraum ist und Unrat anfällt, wird im Laufe der Zeit der Hohlraum mit dem Unrat aufgefüllt werden. So auch die Flächen unter dem alten Leergutautomaten, auf denen sich beim Abbau des Geräts eben etwa dröfzillionen alter Kronkorken offenbart haben. :-)


Zerlegter Funkgong-Sender

In der Theorie war meine kleine Modifikation des Funk-Gong-Systems hier im Laden ganz einfach: Den neuen Klingelknopf montieren und die Kontakte schließlich mit zwei Drähten verbinden und diese im alten Funk-Taster dort anlöten, wo der bisherige Knopf sitzt. Ganz so einfach wollte Hersteller Honeywell es seinen Kunden aber nicht machen. Wohl aber weniger in der Absicht, solche Basteleien zu unterbinden, als eher schlichtweg, um Kosten einzusparen: Auf der (ansonsten nur mit SMD-Bauteilen bestückten) Platine befindet sich nur ein sehr kompakter Folientaster, der Teil der Platine ist und überhaupt keine eigenen Lötstellen hat.

Aber auch das sollte kein großes Problem werden: Unter dem weißen Lack kann man noch (auch auf dem Foto) ein paar Leiterbahnen entdecken und die enden immer spätestens dort, wo ein Bauteil eingelötet ist – und dort kann man dann auch den Klingeldraht befestigen. Ist mit einem herkömmlichen Elektroniker-Lötkolben bei SMD-Technik etwas frickeliger, aber auch nicht unmöglich. In den nächsten Tagen mehr, da mein Bastel-Equipment natürlich gerade mal nicht in der Firma lag. Ob ich morgen dazu kommen werde, weiß ich noch nicht. Immerhin werden wir da mit dem neuen Leergutautomaten beglückt. :-)


Neuer Taster für die Klingel

Der kleine batteriebetriebene Funk-Taster für unsere Service- / Leergutklingel gibt langsam den Geist auf. Für so viele Drückvorgänge war das Ding offenbar nicht ausgelegt, man muss inzwischen schon sehr kräftig auf den Knopf drücken und dabei etwas Glück haben.

Aber damit ist in den nächsten Tagen Schluss, vielleicht auch schon heute noch. Ich habe einen hochwertigen Taster aus Edelstahl bestellt (die Platte ist 12 cm breit), der eben geliefert wurde. Die Funkeinheit kommt irgendwo in den oberen Bereich hinter der Wand, statt des alten Tasters werde ich zwei Drähte zum neuen Klingelknopf einlöten. Bereits am Dienstag, wenn der neue Leergutautomat kommt, wird das neue Teil direkt auch schon seine Feuerprobe haben. :-)


Rücknahmeautomatenphobie?

Ein Kunde kam zur Leergutannahme und hielt mit am langen Arm eine Tüte mit Leergut entgegen: "Kann ich bei Ihnen Leergut abgeben?"

Ich zeigte auf den Automaten und erklärte sachlich, aber freundlich: "Ja, einfach da reinstecken."

Kunde: "Dann geh ich wieder!"

Sprach's, drehte sich um und ging mit seiner Tüte aus dem Laden.

Das ganze hatte nur wenige Sekunden gedauert. Entsprechend perplex stand ich sogar noch an der Lagertür, als der Mann schon nicht einmal mehr von dort aus zu sehen war.

Das Alter, das Gedächtnis …

Eine ältere Frau kam mit einer Tüte voller Pfandflaschen an die Lagertür und wollte ihr Leergut abgeben. Ich verwies auf den Leergutautomaten und sagte ihr, dass sie die Flaschen dort selber abgeben dürfe.

Die Dame zeigte sich sehr überrascht und freute sich, dass wir jetzt auch so einen Automaten hätten. "Ja", entgegnete ich, "haben wir jetzt ganz neu." – und ergänzte in Gedanken: " … seit gut 13 Jahren."

Es ist eine langjährige Stammkundin. :-|

Traudl muss gehen!

Die Entscheidung ist gefallen, wir werden uns von "Traudl" verabschieden. Nach etwa rund fünfeinhalb Jahren hat der Automat über vier Millionen (!) Gebinde angenommen, was nun wirklich eine ganz große Leistung ist. Runtergerechnet kommt man auf diese Weise kontinuierlich alle 30 Sekunden auf eine Flasche / Dose während unserer Öffnungszeiten. In diesem Sinne: Chapeau! Ernsthaft!

Trotzdem oder viel mehr wohl gerade deswegen ist das Gerät in der Summe einfach verbraucht und auch schon Firma Trautwein hatte mir nahegelegt, ein neues Gerät anzuschaffen. So habe ich mich seit einer Weile schon nach einem neuen Automaten umgesehen. Da auch der B500 noch an den gleichen Kinderkrankheiten leidet, die schon der erste Automat vor 12 Jahren hatte, habe ich beschlossen, mich nach einer Anlage von einem der drei anderen relevanten Hersteller umzusehen. Ein Gerät von Siemens Wincor Diebold Nixdorf hatten wir Anfang 2017 auf der Euroshop-Messe gesehen und ich war beeindruckt von der leicht zu wartenden und zu reinigenden Konstruktion. Inzwischen habe ich darüber aber sehr gemischte Meinungen gehört. Marktführer Tomra stand für mich nur an dritter Stelle und so blieb eigentlich nur noch als ernstzunehmende Option die Firma Sielaff.

Sielaff ist seit Jahrzehnten auf dem Markt und baut auch schon sehr lange Rücknahmesysteme. Ein Kollege berichtete vor ein paar Wochen, dass in einem Kaufland-Markt hier in Bremen so ein Gerät steht und dass der so unglaublich schnell ist, dass einem schwindlig werden kann.

Also habe ich Sielaff kontaktiert und hatte vor ein paar Wochen hier vor Ort einen ersten Termin mit dem Kundenbetreuer. Kurz: Vorne ein Loch für die Flaschen, in der Mitte ein Kompaktierer und hinten ein Flaschentisch, darunter eine Rollbahn für die Kiste. Also kein Hexenwerk, sondern ein Rücknahmeautomat wie bei jedem anderen Hersteller auch. Da ich die Entscheidung diesmal nicht nur in der Theorie fällen wollte, organisierten wir, dass ich mir einen solchen Automaten in ähnlicher Konfiguration, wie er hier entstehen würde, mal in der Praxis ansehen konnte. So fuhren wir nach Absprache mit dem Inhaber zu einem Edeka-Markt im Großraum Hamburg und durften dort das letzte Sivario-Modell ausgiebig von vorne und hinten begutachten. Vor allem ging es mir um die von unserer Anlage bekannten Schwachstellen und wie sie beim Mitbewerber gelöst worden sind.

In der Stunde, in der wir da waren, hat der Automat nicht ein Problem gehabt. Nichts hat blockiert, keine Flasche oder Dose wurde verweigert. Ich war begeistert und bin es immer noch.

Inzwischen ist der Auftrag für das neue Gerät offiziell erteilt. Wir werden sogar das neueste Modell bekommen, bei dem die Flaschenerkennung noch einmal zugunsten der besseren Reinigung optimiert wurde. Das wird aber in diesem Jahr nichts mehr, das Gerät kommt erst in der zweiten Januarhälfte 2021. Dann haben wir einen neuen Flaschen-Superstar hier im Blog. Apropos: Sielaff weiß übrigens, worauf sie sich eingelassen haben. :-)

Stammkundin und Mülltüte

… und dann war da noch die Stammkundin, die man immer für anständig und vernünftig gehalten hat, die den Laden betritt, direkt zur Leergutannahme geht und als erste Amtshandlung eine zugeknotete Plastiktüte und prall gefüllte Tüte voller Altglas, Verpackungen und Müll aus ihrer Sporttasche nimmt und die Tüte dann hier im Müllsack versenkt.

Kann man machen, ist aber nicht fein.

Cruncher-Box-Leerung

Auf Anfrage von Chris_aus_B hier nun der wenig spektakuläre Vorgang, wie wir die Wanne mit den gecrunchten Einweggebinden aus dem Leergutautomaten in den großen Abrollcontainer kippen.

Der größte Vorteil dieser Technik ist die Tatsache, dass auch die ganzen Getränkereste gleich mit entsorgt werden, die sonst unten in der Wanne herumschwappen und an den Säcken haften oder auf den Fußboden laufen. :-) (Im Video ist ab Sekunde 51 gut zu erkennen, wie die ganze Grütze da noch raustropft …)


Aufrichter in Dauerrotation

Es klapperte und klapperte und klapperte. Ich kenne das Geräusch, das mich wie schon häufiger mal aus meinem Büro gelockt hat und so nahm ich diesmal direkt die Kamera mit auf den Weg …