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Findorff: Quasi leer!

Aktueller Blick in den Laden in der Münchener Straße: Die Ware ist zu 100% abtransportiert (inklusive Lager und allen irgendwie sonst immer noch in den Ecken herumstehenden Kisten), bis auf einen kleinen Haufen ist schon fast die komplette Einrichtung raus und auch die Kassentechnik ist fast vollständig abgebaut. Es fehlt noch der (halbe) Kassentisch, das Gemüseregal, der Leergutautomat und vor allem das Kühlregal, in dem sich derzeit allerdings noch das Kältemittel befindet, weshalb diese Baustelle noch warten muss. Das Gas muss fachmännisch abgezogen und entweder an anderer Stelle weiterverwendet oder fachgerecht entsorgt werden. Die Entscheidung fällt aber erst nächste Woche.

Montag ist ein Termin mit den Vermietern, bei dem wir in erster Linie besprechen werden, wie es bzgl. Renovierung und in dem Zusammenhang auch dem Verbleib der Markise und der beiden Klimaanlagen weitergeht. Bis dahin können wir erstmal nichts mehr machen …






Findorff nach der Schließung: Tag 2

Bis auf eine Fuhre ist die Ware komplett umgelagert und von den Regalen steht nur noch ein Teil. Das Kühlregal ist auch schon außer Betrieb und seines Innenlebens beraubt. Heute im Laufe des Abends wollte unser Schrotti noch den Rest abholen, bin gespannt, wie es morgen früh dort in den Räumlichkeiten aussieht …






Findorff nach der Schließung: Tag 1

Die Ware ist schon komplett in Kisten verpackt und zu einem Teil auch schon von uns in die Neustadt geschafft worden. Parallel dazu ist unser Schrotti dabei, schon alles abzubauen und zu sortieren. Wenn wir in dem Tempo weitermachen, wird es nicht lange dauern, bis wir das Objekt besenrein übergeben können …




Der erste Anhänger mit Ware

Die ersten 40 großen Klappboxen voller Ware haben wir vorhin schon aus Findorff in die Neustadt transportiert. Etwa noch zweimal diese Menge steht dort insgesamt noch an Ware, aber unterm Strich gab es wirklich nicht viel auszuräumen. Die meisten Produkte werden wir hier in der Gastfeldstraße vermutlich einfach unauffällig mit in die Regale stellen. Die Menge fällt hier kaum auf …


Die ersten Abbauarbeiten in Findorff (3/3)

Die komplett leeren Regale, die hier im Video schon im hinteren Teil des Marktes zu sehen waren, sind inzwischen auch zerlegt und abtransportiert worden. Das hier ist jedoch ein abgesperrter Bereich, die Kunden laufen also nicht durch das Chaos:


Die ersten Abbauarbeiten in Findorff (2/3)

Ebenfalls verschwunden sind schon einige der Tiefkühltruhen. Die beiden großen Sydney-Truhen, inzwischen auch schon jeweils drei Jahre alt, sind ein Teil des Lohns, den unser Schrotti für die Auf- und Ausräumarbeiten bekommt. Für die anderen Truhen gibt es sicherlich auch noch Geld, aber wohl deutlich weniger:


Die ersten Abbauarbeiten in Findorff (1/3)

Ob es nun sinnvoller ist, den Kunden leere Regale zu präsentieren oder die leeren Regale abzubauen und Freiflächen zu schaffen, liegt vermutlicher immer im persönlichen Gusto des Ladenbetreibers. In Findorff haben wir uns dazu entschieden, die ungenutzten Teile schon für unseren "Schrotti" freizugeben und abbauen zu lassen. Eine Woche nach dem (momentan noch planmäßig (*)) letzten Verkaufstag haben wir schon den Besichtigungstermin mit der Hausverwaltung und dem Vermieter und je weniger Material dann noch auf der Fläche steht, desto genauer können wir über die abschließenden Renovierungsarbeiten reden.

*) Ich will an dieser Stelle nicht ausschließen, dass schon vor dem 16.5. Schluss ist.

Das alte Brotregal auf den alten Rollgondeln und auch unser altes Bio-Wein-Regal, in das wir hier in Findorff zuletzt den Saft stehen hatten, sind bereits verschwunden:


Findorff leert sich …

Der Markt in der Münchener Straße leert sich zusehends. Inzwischen sind einige Regale schon so leer, dass die Kollegen das noch vorhandene Sortiment weiter Richtung Kasse konzentrieren. So ergibt sich, dass das alte Regal mit Feinkost / Speisezutaten inzwischen komplett leer ist, wie auf dem oberen Foto deutlich zu sehen. Dahinter befindet sich der auf dem unteren Bild abgebildete Gang. Diese Ware wird nun in das freie Regal umgeschichtet und dann wird dieser ohnehin sackgassenähnliche Bereich für die Kunden einfach gesperrt.

Frischwaren und einige absolut grundlegende Produkte werden momentan noch nachbestellt. Den Laden bis zum Schluss voll verkaufsfähig zu lassen, ist jedenfalls keine Option für mich. Wir haben einfach nicht die Lagerkapazitäten, das alles dann schlagartig irgendwo unterzubringen. Und auch wenn vieles davon hier in die Neustadt passen würde – so dehnbar sind unsere Regale hier auch nicht.)




Petition zum Erhalt des Ladens

Inzwischen hat sich auch bei unseren Kunden in Findorff herumgesprochen, dass wir den Laden in der Münchener Straße schließen werden. Diejenigen, die noch regelmäßig dort einkaufen, sind natürlich traurig. So sehr sogar, dass jetzt einige laut Aussage meiner Marktleitung sogar eine Petition für den Erhalt des Geschäfts starten wollen. Und / Oder mich persönlich überreden wollen, die Schließung noch einmal zu überdenken.

Aber es gibt kein Zurück. Zum einen sind die Verträge gekündigt, allen voran der Mietvertrag. Zum anderen wäre es einfach Wahnsinn, dort weiterhin Geld zu vernichten, während man auf Besserung hofft, und damit die Existenz meiner gesamten Firma zu gefährden. Sollte da also tatsächlich irgendwelche Anfragen in meine Richtung kommen, die Antwort wird auf jeden Fall und ohne jegliche Diskussion nein lauten.

"Auslistung Hachez"

Vor einer Weile, als bekannt wurde, dass die Firma Hachez verkauft und die Verlagerung der Produktion bekannt wurde, ging ein Aushang in einem Edeka-Markt durch die sozialen Netzwerke:

Auslistung Hachez

Die traditionsreiche Fa. Bremer Hachez wird ihre Produktion in Kürze nach Polen verlagern. Das Werk in Bremen schließen, 250 Mitarbeiter entlassen. (oder sollen die etwa nach Polen auswandern?)

Diese Maßnahme dient allein der Gewinnmaximierung. Wirtschaftlich besteht dazu keine Notwendigkeit. Die Jobs der teilweise langjährig Beschäftigten sind der Geschäftsleitung sowas von egal, was einzig zählt ist Profit, … Profit, … Profit …

Steuern werden dann natürlich auch in Polen bezahlt, … weil günstiger als in Deutschland.
Damit können die Polen ihre Straßen sanieren , Schulen und Kindergärten bauen.

Dann sollen die bitteschön auch die Schokolade essen.

Wir werden in unserer Firma künftig keine Hachez-Produkte mehr verkaufen.
Hachez hat ab sofort Lieferstop.
Bitte um Verständnis.
Es ist schwierig. Es ist immer schwierig. Klar geht es um Profit und leider ist der Toms-Gruppe die Verbindung zwischen Hachez und Bremen vermutlich genauso egal, wie der InBev die Verbindung zwischen Beck's und Bremen, von Kellogg's und Coca-Cola ganz zu schweigen …

So lange die Schokolade in Bremen produziert wird, ist die Auslistung auf jeden Fall gegenüber den noch Mitarbeitern unfair. Was danach passiert, ist eine andere Sache. Und vor allem: Von den großen exklusiven Schokoladenherstellern sind ohnehin schon nicht mehr so viele übrig. Gubor ist nach vielem Hin und Her (auch bei mir) quasi nicht mehr existenz. Rausch hat sich aus dem regulären Einzelhandel komplett zurückgezogen. Niederegger ist mit Marzipan und gefüllten Pralinen und Tafeln da etwas außen vor und nicht wirklich ein Ersatz. Ich habe hier zwar noch Zotter dauerhaft im Angebot, aber das ist ebenfalls sowohl preislich als auch bezüglich der teilweise sehr skurrilen Sorten keine massentaugliche Ware.

Was bleibt mir (und den Kunden) denn noch? Nur noch Lindt & Sprüngli, einer internationalen Aktiengesellschaft mit etlichen Produktionsstandorten, das Feld überlassen? Ist das so viel besser als Hachez, von denen zumindest Marketing und Vertrieb hier in Bremen bleiben?

Schilder entdecken, lesen und verstehen!

Genau vor dem Leergutautomaten sprach mich eine Kundin an. Etwas besorgt wollte sie wissen, ob wir den Laden demnächst (endgültig) schließen würden, da hier so vieles leer ist. Was sie mit "vieles" meinte, weiß ich auch nicht, eigentlich hatten wir ja nur für unseren Getränkeabteilungsumbau eine Regalgondel entfernt, ein paar Artikel reduziert und den Rest im Laden verteilt.

Aber abgesehen davon verwies ich auf das Schild und erklärte ihr wahrheitsgemäß, dass wir nur ein paar Tage im September schließen würden, wenn wir hier alles auf den Kopf stellen.

Wozu hängt man die denn überall hin?! :-(


"Edeka in Delmenhorst schließt in zwei Jahren"

Artikel in der NOZ:

Der Edeka-Laden in der Cramerstraße wird schließen. Die Sorge um den Nahversorger macht bereits die Runde. Aber noch bleibt das Geschäft von Werner Fehner zwei Jahre bestehen.
Für die meisten Delmenhorster ist diese Meldung einfach nur eine Meldung über die drohende (temporäre) Schließung einer Einkaufsmöglichkeit.

Für mich beinhaltet dieser Artikel viel, viel mehr!

Einerseits begann in dem Gebäude vor über 26 Jahren meine Zeit im Lebensmittel-Einzelhandel, anderseits habe ich da später sogar meine Berufsausbildung gemacht. Durch meine vielfältigen Interessen war ich im Grunde immer so eine Art Mädchen für Alles (auch in technischen Fragen) und dadurch kenne ich das Gebäude mit all seinen Räumlichkeiten in- und auswendig.

Der jetzige Inhaber des dort ansässigen Edeka-Marktes, Werner Fehner, war damals als Marktleiter angestellt und in dieser Position viele Jahre mein Chef und Ausbilder und nachdem er sich später mit einem SPAR-Markt selbstständig gemacht hatte (und ich zu der Zeit gerade mein Intermezzo bei PLUS gab) war er es auch, der die SPAR damals zu mir schickte, um mich als potentiellen Betreiber eines Ladens zu akquirieren.

Und nun ist er kurz vor der Rente und der Laden soll abgerissen werden.

Oh, Mann, da stecken wirklich viele Emotionen drin. :-O

Bad Moms Movie CLIP - Grocery Store (2016)

Diesen Clip mit den Bad Moms fand Kollege Gregor sehr inspirierend: "Es wäre bestimmt ein Riesenspaß, davon eine eigene Version zu machen."

Auf die Sauerei hätte ich ja zugegebenermaßen überhaupt keine Lust. Aber wenn wir hier unmittelbar vor einer (unumgänglichen) kurzzeitigen Schließung für den Umbau stehen, könnte man das bestimmt mal machen. Trash the Shop sozusagen, ganz im Stil der etwas kurioseren Hochzeitsbilder. :-)

Ich glaube aber, dass mir in so einem Moment Zeit und Ruhe für ein derartiges Video fehlen würden. Wenn der Laden geschlossen ist, müssen die Arbeiten so schnell wie möglich durchgezogen werden. Ich werde ja vieles "unter dem rollenden (Einkaufswagen-)Rad" erledigen, aber spätestens bei den großen Kühlregalen und auch beim Kassentisch werden wir um wenigstens 2-3 geschlossene Tage wohl nicht herumkommen.