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Beschiss oder Verwirrung?

Ein Mann, mir nicht ganz unbekannt aber auch kein täglicher Stammkunde, klingelte an der Leergutannahme. Er hätte fünf Flaschen in den Automaten gesteckt und plötzlich hätte dieser die Annahme mit einer Fehlermeldung abgebrochen, ohne dass ein Bon gedruckt wurde.

Ein Kollege wollte gerade schon den Bon für fünf Flaschen manuell an der Kasse drucken, als ich ihn noch zu warten bat und mir die Geschehnisse vor dem Leergutautomaten auf der Videoaufzeichnung ansah. Der Mann hatte vier Flaschen in den Automaten gesteckt, als tatsächlich (aber aus auf dem Video nicht erkennbaren Gründen) die Annahme abbrach. Zu erkennen war jedoch, dass wie gewöhnlich in solchen Fällen ein Bon mit der bis dahin aufgelaufenen Summe gedruckt wurde. Bevor der Mann auf den Klingelknopf drückte, nahm er den Papierstreifen aus dem Drucker und steckte ihn in seine Jackentasche.

Er erklärte, dass er wohl "in Gedanken" war, da er auch noch ein Telefongespräch im Headset hat. Kann natürlich sein und irren ist menschlich und im Zweifel für den Angeklagten und so nahm ich seine Entschuldigung an und die Erklärung, dass das keine Absicht gewesen sei.

Im Nachhinein erklärte mir der Kollege, dass bei dem Kunden schon häufiger "der Bon nicht raus kam". Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

Neben Sie doch bitte ein Bon mit!

Momentan begegnen mir in den weiten des Internets täglich neue Bilder von Körben und Schalen voller Kinder Schoko-Bons, die mit einem Hinweis auf die Bonpflicht versehen sind und dass man doch bitte auch auf jeden Fall an seinen Bon denken soll.

Klar, "Kassensicherungsverordnung". Da hat Ferrero bestimmt heimtückisch seine Finger im Spiel gehabt und diesen genialen Coup jahrelang geplant, damit die stagnierenden Umsätze der Schoko-Bons endlich aus dem Dornröschenschlaf erwachen und wie ein Pfeil auf einer Flipchart durch die Decke schießen. :-)

Aushang-Vorschlag zur Kassenbonpflicht

Im Büro im Markt in der Münchener Straße lag heute Morgen dieser Zettel auf dem Schreibtisch. Ich fragte irritiert, wer den gemacht hat, jedoch war es keiner von meinen Mitarbeitern. Aus der Nachbarschaft kam er, zusammen mit dem Vorschlag, ihn doch bei uns im Laden / an der Kasse auszuhängen.

Ja, die Bonpflicht ist völliger Unsinn. Der Gedanke daran, die Dinger beim Finanzamt bergeweise im Briefkasten vorzufinden, ganz spaßig. Aber dennoch werden wir den Zettel nicht aufhängen. Irgendetwas daran widerstrebt mir, wenngleich ich nicht genau sagen kann, woran es liegt.

Was würdet ihr davon halten, wenn sowas in eurem Stamm-Supermarkt an der Kasse hängen würde? Positiv? Negativ? Egal, weil sowieso niemand Schilder liest?


Zwei genullte Bons am Samstagabend

Ein Kollege hatte mir am späten Samstag Abend nach seiner Abrechnung noch dieses Foto geschickt. Gleich zweimal innerhalb von ein paar Minuten ergab es sich, dass die Kunden an der Kasse ihren Leergutbon verrechnen lassen wollten und sich mit ihrem kleinen Einkauf jeweils genau null Euro ergaben. Kommt zwar immer wieder mal vor, aber zweimal in drei Minuten war schon auffällig. :-)


Bonpapier sparen in naher Zukunft

Bei uns rollt in den nächsten Wochen noch eine große Aufräumwelle durch das Kassensystem: Die Bons werden aus ökologischen (wie auch finanziellen) Gründen deutlich kürzer, als sie bisher waren. Spielereien wie Grafiklogos verschwinden genauso, wie irgendwelche unnötigen Hinweise und Floskeln oder auch Leerzeilen für die Übersichtlichkeit.

Kurz: Die zukünftigen Bons werden bis auf wenige Ausnahmen nur noch die zwingend notwendigen Informationen beherbergen, was letztendlich zu mehreren zehn Prozent Papierersparnis führen wird.

Endlos langer Infotext

Normalerweise biete ich hier nur ec-Cash und Kreditkartenzahlung an. Lastschrift / ELV gibt es bei mir nur in ganz seltenen Ausnahmen, die technische Gründe haben. Da das wirklich nicht häufig passiert, war mir bislang auch noch nie der Infotext aufgefallen, der offenbar in solchen Fällen mit ausgedruckt wird. Über dem Unterschriftenfeld befanden sich noch ca. 20 cm Bon mit Infos zum Thema SEPA-Lastschriftmandat, Rücklastschrift und Datenschutz. Uff …

Das hat sich vermutlich ohnehin noch nie ein Kunde durchgelesen. :-P


Dann eben nicht dein Pfandbon

Ich hörte im Lager das Surren des Druckers unseres Leergutautomaten, Augenblicke später lag ein automatisch gedruckter Bon im Ablagefach. Dies passiert nach 30 Sekunden automatisch, wenn man Leergut abgibt und hinterher nicht die Bontaste drückt. Ein Kollege versicherte mir, dass das "die junge Frau mit den Kopfhörern" war, die auch ich nur Sekunden vorher noch in der Nähe des Automaten stehen sah.

Also ging ich zu ihr hin und sprach sie an. Als Antwort bekam ich aber nur, dass sie kein Leergut gehabt hätte. Wird sie wohl selber am besten wissen. Da sich auch sonst niemand ausfindig machen ließ, vernichtete ich den Bon und fügte den Betrag unserer virtuellen Trinkgeldkasse hinzu.

"Brauchen Sie einen Bon?" ab 2020

Die populäre Frage nach dem Kassenbon hat sich in ein paar Monaten erledigt. Ab Januar sieht das der Paragraf 146a der Abgabenordnung nämlich folgendermaßen:

Wer aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 erfasst, hat dem an diesem Geschäftsvorfall Beteiligten in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit dem Geschäftsvorfall unbeschadet anderer gesetzlicher Vorschriften einen Beleg über den Geschäftsvorfall auszustellen und dem an diesem Geschäftsvorfall Beteiligten zur Verfügung zu stellen (Belegausgabepflicht).
Im Klartext: Der Bon muss gedruckt und ausgehändigt werden.

Der Hintergrund ist wohl, dass die Möglichkeit bestünde, die Vorgänge ansonsten einfach wieder zu stornieren. Das ist aber aus meiner Sicht vollkommener Humbug, denn wenn man wirklich derartigen Betrug begehen möchte, dann sucht man sich einfach die ausgedruckten, ausgehändigten und anschließend weggeworfenen Belege aus dem Mülleimer wieder heraus.

Ich sehe darin nur eine riesige Papierverschwendung, sonst nichts. Die meisten Kunden verneinen bei uns nämlich die Frage nach dem Kassenbon und die Bons, die jetzt schon gedruckt werden müssen, z.B. wenn abgewogene Artikel gebucht wurden, landen auch meistens im Mülleimer.

Es soll wohl Ausnahmen geben, aber wie weit diese Vorgehensweise für uns Härtefälle mit sich bringt, weiß ich nicht. Vermutlich keine begründeten, so dass eine Erleichterung wohl zumindest zunächst wohl erst mal nicht bewilligt werden wird.

Eiliges Leergutabgeben

Eine Kundin kam mit einer Flasche in der Hand zur Leergutannahme, steckte die Flasche in den Automaten, drehte sich um und ging, ohne das Ende der Annahme abzuwarten oder gar den Leergutbon zu ziehen.

Eine Kollegin hatte das aus dem Lager mitbekommen. Sie drückte sie auf den Knopf und suchte die Kundin, die schon auf dem Weg zur Kasse war. Die hatte es sogar so eilig, dass sie kaum ansprechbar war. Aber letztendlich konnten die 15 Cent doch immerhin wieder korrekt zugeordnet werden. :-)

Tel. statt Tel. Tel.

Inzwischen ist übrigens auch das doppelte "Tel." auf unseren Kassenbons ausgemerzt worden. Ich muss ja an dieser Stelle mal zugeben, dass auch mir das (über vermutlich einen Zeitraum von mehrere Jahren) nie aufgefallen war … :-)


Der wichtige Kassenbon

Eine ältere Kundin bezahlte bei einer Kollegin ihren mittelgroßen Einkauf, es folgte die obligatorische Frage: "Benötigen Sie den Kassenbon?"

"Unbedingt, der ist wichtig!", antwortete die Frau. Meine Mitarbeiterin bestätigte die entsprechende Abfrage auf dem Display und nach kurzem Surren des Druckers legte Sie das bedruckte Stück Papier neben die Ware der Kundin. Nachdem diese alle Artikel zurück ihn ihren Einkaufswagen gelegt hatte, schob ihn zum Packtisch, den Kassenzettel ließ sie in der Ablage vom Kassentisch liegen.

"Oooh, Sie haben Ihren Bon vergessen!", rief ihr die Kollegin hinterher.

Die Kundin sah auf, kam eilig zurück zur Kasse, holte den Beleg, ging zu ihrer Ware – zerknüllte den Papierstreifen und warf ihn in das Altpapier-Fach des Packtisches.

Jetzt frage ich mich, wie die Frau wohl mit unwichtigen Dingen umgeht. :-)

Kassenbon: SPAR / E

Das vorletzte SPAR-Logo hier im Markt ist nun auch verschwunden: Auf den Kassenbons hat die Tanne noch an die Zeit vor dem 1. Dezember 2018 erinnert, aber das Logo wurde nun auch durch den E-Block ausgetauscht.

Fehlt immer noch unsere Smokythek. Trotz inzwischen mehrfacher Anfrage bei mehreren Ansprechpartnern, habe ich noch nicht mal eine Rückmeldung bekommen. Da das nur eine optische Komponente ist, die für uns hier vor Ort nicht zum Nachteil ist, rutscht diese Baustelle immer leicht ins Abseits. Ich glaube, ich werde da nächste Woche mal anrufen. So ein persönliches Gespräch hat dann doch etwas mehr Nachdruck als eine E-Mail, die man lesen und vergessen kann.


Erstmal zu SPAR

Uns sind die Bonrollen ausgegangen, da bei der Bestellung was schiefgelaufen ist. Aus der Not heraus haben die Kollegen vorhin beim Discounter an der Ecke gefragt.

Das ist das Erniedrigendste, was ich hier je erlebt habe.

(Update: Ich gleich gibt es ein paar Rollen aus meinem anderen Markt, dann ist das Trauerspiel mit den Penny-Bonrollen wieder beendet.)