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Zwei genullte Bons am Samstagabend

Ein Kollege hatte mir am späten Samstag Abend nach seiner Abrechnung noch dieses Foto geschickt. Gleich zweimal innerhalb von ein paar Minuten ergab es sich, dass die Kunden an der Kasse ihren Leergutbon verrechnen lassen wollten und sich mit ihrem kleinen Einkauf jeweils genau null Euro ergaben. Kommt zwar immer wieder mal vor, aber zweimal in drei Minuten war schon auffällig. :-)


Bonpapier sparen in naher Zukunft

Bei uns rollt in den nächsten Wochen noch eine große Aufräumwelle durch das Kassensystem: Die Bons werden aus ökologischen (wie auch finanziellen) Gründen deutlich kürzer, als sie bisher waren. Spielereien wie Grafiklogos verschwinden genauso, wie irgendwelche unnötigen Hinweise und Floskeln oder auch Leerzeilen für die Übersichtlichkeit.

Kurz: Die zukünftigen Bons werden bis auf wenige Ausnahmen nur noch die zwingend notwendigen Informationen beherbergen, was letztendlich zu mehreren zehn Prozent Papierersparnis führen wird.

Endlos langer Infotext

Normalerweise biete ich hier nur ec-Cash und Kreditkartenzahlung an. Lastschrift / ELV gibt es bei mir nur in ganz seltenen Ausnahmen, die technische Gründe haben. Da das wirklich nicht häufig passiert, war mir bislang auch noch nie der Infotext aufgefallen, der offenbar in solchen Fällen mit ausgedruckt wird. Über dem Unterschriftenfeld befanden sich noch ca. 20 cm Bon mit Infos zum Thema SEPA-Lastschriftmandat, Rücklastschrift und Datenschutz. Uff …

Das hat sich vermutlich ohnehin noch nie ein Kunde durchgelesen. :-P


"Brauchen Sie einen Bon?" ab 2020

Die populäre Frage nach dem Kassenbon hat sich in ein paar Monaten erledigt. Ab Januar sieht das der Paragraf 146a der Abgabenordnung nämlich folgendermaßen:

Wer aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 erfasst, hat dem an diesem Geschäftsvorfall Beteiligten in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit dem Geschäftsvorfall unbeschadet anderer gesetzlicher Vorschriften einen Beleg über den Geschäftsvorfall auszustellen und dem an diesem Geschäftsvorfall Beteiligten zur Verfügung zu stellen (Belegausgabepflicht).
Im Klartext: Der Bon muss gedruckt und ausgehändigt werden.

Der Hintergrund ist wohl, dass die Möglichkeit bestünde, die Vorgänge ansonsten einfach wieder zu stornieren. Das ist aber aus meiner Sicht vollkommener Humbug, denn wenn man wirklich derartigen Betrug begehen möchte, dann sucht man sich einfach die ausgedruckten, ausgehändigten und anschließend weggeworfenen Belege aus dem Mülleimer wieder heraus.

Ich sehe darin nur eine riesige Papierverschwendung, sonst nichts. Die meisten Kunden verneinen bei uns nämlich die Frage nach dem Kassenbon und die Bons, die jetzt schon gedruckt werden müssen, z.B. wenn abgewogene Artikel gebucht wurden, landen auch meistens im Mülleimer.

Es soll wohl Ausnahmen geben, aber wie weit diese Vorgehensweise für uns Härtefälle mit sich bringt, weiß ich nicht. Vermutlich keine begründeten, so dass eine Erleichterung wohl zumindest zunächst wohl erst mal nicht bewilligt werden wird.

Schlüsselsuche

Etwas ungewöhnlicher Aushang an einer unserer Schaufensterscheiben: Eine Kundin hat ihren Schlüssel irgendwo zwischen uns und der überübernächsten Straßenecke verloren und hat aus Verzweiflung dieses Stück unserer Kassenbonrolle beschriftet. Ob's noch hilft? Bislang wurde jedenfalls hier nicht abgegeben …


Kunde wollte mit Karte zahlen …

Stornierte Bons einer Kollegin. Die Begründung war jeweils die selbe: "Kunde wollte mit Karte zahlen."

Ja, aber … Dafür gibt es doch eine Funktion "Zahlungsmitteltausch" bei uns an der Kasse. Da muss man doch nicht gleich einen Bon nach dem anderen stornieren, wenn man versehentlich zu schnell auf die "BAR"-Taste Schaltfläche gedrückt hat. Das war früher, also als wir noch die von der Kasse unabhängigen Kartenterminals hatten, natürlich einfacher zu lösen, da wir intern ohnehin alle Umsätze auf "bar" gebucht hatten. Entweder gab es dann in der Kassenabrechnung das passende Bargeld oder eben einen ec-Beleg.

Diese Tausch-Funktion kennt die Kollegin jetzt aber auch! :-P


Tel. statt Tel. Tel.

Inzwischen ist übrigens auch das doppelte "Tel." auf unseren Kassenbons ausgemerzt worden. Ich muss ja an dieser Stelle mal zugeben, dass auch mir das (über vermutlich einen Zeitraum von mehrere Jahren) nie aufgefallen war … :-)


Der wichtige Kassenbon

Eine ältere Kundin bezahlte bei einer Kollegin ihren mittelgroßen Einkauf, es folgte die obligatorische Frage: "Benötigen Sie den Kassenbon?"

"Unbedingt, der ist wichtig!", antwortete die Frau. Meine Mitarbeiterin bestätigte die entsprechende Abfrage auf dem Display und nach kurzem Surren des Druckers legte Sie das bedruckte Stück Papier neben die Ware der Kundin. Nachdem diese alle Artikel zurück ihn ihren Einkaufswagen gelegt hatte, schob ihn zum Packtisch, den Kassenzettel ließ sie in der Ablage vom Kassentisch liegen.

"Oooh, Sie haben Ihren Bon vergessen!", rief ihr die Kollegin hinterher.

Die Kundin sah auf, kam eilig zurück zur Kasse, holte den Beleg, ging zu ihrer Ware – zerknüllte den Papierstreifen und warf ihn in das Altpapier-Fach des Packtisches.

Jetzt frage ich mich, wie die Frau wohl mit unwichtigen Dingen umgeht. :-)

603 x Apfelmark

So kann's gehen, wenn der Mitarbeiter an der Kasse versehentlich nicht die Eingabetaste, sondern auf die für die Mengeneingabe drückt. So wird dann aus einem Baguette (Artikelnummer 603) die Menge für den unmittelbar danach gescannten Artikel. Das nicht zu merken, ist schon erstaunlich. Als Kunde am Terminal nur die Karte reinzustecken und die angezeigte Gesamtsumme von über 1000 Euro einfach zu quittieren, ist aber auch schon eine Leistung.

Ließ sich dann aber glücklicherweise unkompliziert lösen.


Kassenbon: SPAR / E

Das vorletzte SPAR-Logo hier im Markt ist nun auch verschwunden: Auf den Kassenbons hat die Tanne noch an die Zeit vor dem 1. Dezember 2018 erinnert, aber das Logo wurde nun auch durch den E-Block ausgetauscht.

Fehlt immer noch unsere Smokythek. Trotz inzwischen mehrfacher Anfrage bei mehreren Ansprechpartnern, habe ich noch nicht mal eine Rückmeldung bekommen. Da das nur eine optische Komponente ist, die für uns hier vor Ort nicht zum Nachteil ist, rutscht diese Baustelle immer leicht ins Abseits. Ich glaube, ich werde da nächste Woche mal anrufen. So ein persönliches Gespräch hat dann doch etwas mehr Nachdruck als eine E-Mail, die man lesen und vergessen kann.


Erstmal zu SPAR

Uns sind die Bonrollen ausgegangen, da bei der Bestellung was schiefgelaufen ist. Aus der Not heraus haben die Kollegen vorhin beim Discounter an der Ecke gefragt.

Das ist das Erniedrigendste, was ich hier je erlebt habe.

(Update: Ich gleich gibt es ein paar Rollen aus meinem anderen Markt, dann ist das Trauerspiel mit den Penny-Bonrollen wieder beendet.)


Langer Kassenbon

Großeinkäufe in dem Ausmaß sind bei uns doch eher ungewöhnlich. In den SB-Märkten "auf der grünen Wiese" dürfte das relativ alltäglich sein, hier mit meiner überwiegenden Fußgängerkundschaft ist das durchaus schon einen Blogeintrag wert. :-)


Rad ab

Na, toll. Bei meinem nicht einmal einem Jahr alten Bürostuhl ist eine Rolle defekt. Eines der beiden aufgesteckten Räder schält sich ab, sobald man mit dem Stuhl ein paar Zentimeter hin- und herrollt.

Warum kann Firma Staples sowas nicht aus purer Kulanz austauschen. Nein, sie wollen zwingend die Rechnung von dem Stuhl haben. Eine der Rechnungen, von denen ich mir keine Kopie anfertige, bevor sie in den Tiefen meines Dokumenten-Archivs verschwinden. Wer rechnet damit, daß ein simpler Drehstuhl so schnell zum Garantiefall wird. :-(