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Ein Haushalt?

Corona-Kontrolle von der Gewerbeaufsicht. Beim Blick in mein Büro entdeckte der Beamte die beiden Stühle hinter meinem Schreibtisch.

"Mit wie vielen Leuten arbeiten Sie hier?"

"Meistens ich alleine."

Kurze Pause, ich merkte, was ihn störte.

"Und auf dem anderen Stuhl meine Frau."

"Sie leben im selben Haushalt?

Äh, JA?!?

Es gibt sicherlich verheiratete Paare, die zwar zusammen arbeiten, aber dennoch getrennt leben. Aber alleine schon diese Frage fand ich unnötig und vor allem überflüssig. Selbst wenn wir nicht aus dem selben Haushalt kämen, würden wir vermutlich mehr zwischenmenschliche Dinge unternehmen, als nur "nebeneinander am Schreibtisch hocken".

VIG-Anfrage 2019

Vor gut einem Jahr wurde eine VIG-Anfrage über die Berichte der Lebensmittelüberwachung aus meinem Laden gestellt. Konkret wurde Einsicht in die letzten drei Berichte gefordert.

Ich habe zwar nichts zu verbergen gehabt, die letzten Kontrollen hatten außer irgendwelchen Ehren-Funden ("Da unterm Regal könntet ihr mal fegen …") keine schwerwiegenden Mängel ergeben. Dennoch ist der gewöhnliche Modus Operandi der Edeka-Rechtsabteilung, dass bei solchen Anfragen erstmal Einspruch erhoben wird. Das ging eine Weile hin und her, Details habe ich nur am Rande mitbekommen, da Anwälte den Löwenanteil der Arbeit übernommen haben.

Nach dem Einspruch musste der Fragesteller seine persönlichen Daten preisgeben, was er damals scheinbar auch getan hatte. Name und Adresse waren eine existierende Firma hier in Bremen und so versuchte ich es einfach mal direkt mit einem Gespräch und rief dort an. Vielleicht konnte mir der gute Mann ja erzählen, wieso das Interesse an den Kontrollberichten so groß sei, zumal gerade wir im Grunde gar nicht mit offenen Lebensmitteln (von den Aufbackbrötchen abgesehen) herumhantieren. Da gibt es in jeder kleinen Imbissbude ein deutlich größeres Gefährdungspotential für die Gesundheit der Kunden.

Nachdem ich die Telefonnummer der Firma rausgesucht hatte, rief ich an und erlebte eine kleine Überraschung: Diese Person gibt es dort nicht. Nie gehört wurde der Name von der Mitarbeiterin, die mir versicherte, jeden einzelnen dort zu kennen. Netter Versuch, aber damit war klar, dass der Antragsteller immer noch anonym war. Das meldete ich so zurück und nun, Monate später, kam die Info, dass die Behörde den Vorgang eingestellt hat, da der Antragsteller seine Identität nicht mitgeteilt hat. Dann eben nicht.

Vielleicht war es auch nur irgendjemand aus den Weiten des Internets, der da mal aus einer Laune heraus, aus Langeweile oder um vermeintlich mir das Leben schwer zu machen die Einsichtnahme angefordert hat. Natürlich provoziere ich das mit diesem Beitrag direkt wieder, aber wie gesagt, einerseits habe ich diesbezüglich keine Geheimnisse (die schlimmsten Sachen stehen ohnehin hier im Blog) und andererseits müsste derjenige den Schutz der Anonymität verlassen und seine persönlichen Daten bekanntgeben.

Und mal ehrlich: Wenn man mit mir nicht reden kann, mit wem dann? Wer eine Frage hat, soll herkommen und es mal mit persönlicher Verbalkommunikation probieren. Funktioniert meistens am besten …

Freiwilliges Hygienekontrollprogramm

Im Büro in der Münchener Straße haben wir noch zwischen den Unterlagen dieses Zertifikat von 2010 gefunden, in dem Bescheinigt wird, dass wir an einem freiwilligen Hygienekontrollprogramm der SGS teilnehmen, bzw. zumindest mal teilgenommen hatten.

Was daraus geworden ist, weiß ich gar nicht. Wurde das Programm eingestellt? Hat es irgendjemand gekündigt? Eventuell auch die Zusammenarbeit mit der Edeka damals? Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern. Aber zumindest drei Jahre lang gab es diese Zertifikate und haben geschützt in einer Zeitkapsel einem Ordner bis heute überlebt …

Ist auch fast egal, was aus dem Programm wurde: So einen Laden kann man freiwillig und mit entsprechendem Engagement auch ohne ein Zertifikat eines Drittanbieters sauber halten. :-)

Hügjeneprogramm

„Topf Secret“-Anfrage von Mai 2019

Auf der Seite fragdenstaat.de hatte jemand im Mai dieses Jahres in der Anwendung „Topf Secret“ meinen Markt hier in der Gastfeldstraße betreffend folgende Anfrage gestellt:

Screenshot "Topf Secret"

Das ist bis hierher auch kein großes Geheimnis, denn dass die Anfrage gestellt wurde und wie die genaue Fragestellung lautete, ist öffentlich auf der Plattform einsehbar:


Fragen kann man ja immer alles, aber dass es diese Funktion gibt, bedeutet nun mal nicht, dass man auch zwingend eine Antwort bekommt. Ich habe zwar nichts zu verheimlichen und die Ergebnisse der letzten Kontrollen waren einwandfrei, von ein paar Kleinigkeiten mal abgesehen, die vermutlich nur erwähnt wurden, damit der Prüfer ein kleines "Erfolgserlebnis" vorweisen konnte, aber dennoch wird die Neugierde des oder der Fragenden sich im Zaum halten müssen. Kurz: Wir sagen hier im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten erst mal gar nichts. (Und das ist auch der letzte Stand.)

Bleibt eigentlich sowieso die Frage, was da jemand in einem quasi reinen SB-Markt an großen Beanstandungen erwartet. Wir verarbeiten keine Lebensmittel, haben keine Fleischerei, keine Gastronomie, das höchste der Gefühle sind die Aufbackbrötchen, die wir im nach Reinigungsplan gereinigten Raum auf die Bleche stapeln und dann in den Backofen schieben.

Aber manche Leute brauchen sowas wohl … :-)

Termin Heizungskontrolle

Demnächst habe ich bei mir in der Halle einen Termin mit einem Mitarbeiter der Stadtwerke. Es wird überprüft, ob meine Therme für eine Umstellung auf H-Gas geeignet ist. Da die Heizung schon ein paar Jahre älter ist, befürchte ich jedoch, dass sie nicht umzurüsten sein wird.

Das Schlimme (und teure daran) ist, dass nicht nur ein neues Gerät notwendig würde, sondern ich vermutlich auch noch ein komplett neues Abgasrohr installieren müsste. Aktuell habe ich nur einen kurzen Stummel, der horizontal durch die Außenwand führt und der laut Aussage des Schornsteinfegers Bestandsschutz bei mir am Gebäude genießt. Ich meine, dass er vor ein paar Jahren mal erwähnte, dass mit einer neuen Heizung dieser Bestandsschutz verloren ginge. Das wäre blöde, denn dann müsste ich ein neues Rohr installieren lassen, das dann bis oben über das Dach hinaus ragt.

Rechnung vom LAVES

Die Kontrolle Mitte März war übrigens nicht vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, sondern vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Diese Konformitätskontrolle nannte sich "Überwachung der EU-Vermarktungsnormen / Handelsklassen für frisches Obst und Gemüse".

War ja auch alles gut. Heute kam Post vom "LAVES":

Die Kosten dieser Kontrolle haben Sie zu tragen.

Die Höhe der von Ihnen zu zahlenden Kosten setze ich hiermit auf 122,--€ fest.
"
Zack … So geht das Geld weg.

Wenn der BVL das Gemüse kontrolliert …

… das ist das in Filialunternehmen der Bezirks-(Verkaufs)-Leiter und bringt mit der Kontrolle meistens den Filialleiter ins Schwitzen.

Bei uns war heute eine Dame, die sich als Mitarbeiterin des BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) vorstellte und deren Aufgabe es war, die Qualität und Auszeichnung beim Obst und Gemüse zu überprüfen. Dass das Veterinäramt / Lebensmittelüberwachung regelmäßige Kontrollen macht, ist mir klar gewesen. Dass es überhaupt Kontrollen vom BVL in dem Märkten gibt, war mir neu.

Auf jeden Fall hatte die Kontrolleurin nichts zu beanstanden, im Gegenteil sogar: Sie lobte die Abteilung und dass wir sehr akkurat sein würden. Sie kennt das aus anderen Märkten auch ganz anders.

Sowas geht immer runter wie Öl. :-)