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Schönen guten Tag

Ein ausländischer Mann stellte sich neben den Kassentisch und hielt meiner Kassiererin plötzlich ohne jeden Kommentar von der Seite einen 50-Euro-Schein hin, den sie zwar zur Kenntnis nahm, aber demonstrativ ignorierte. Sie kassierte die aktuelle Kundin ab, klappte die Kasse zu und machte mit den anderen wartenden Kunden weiter.

Er wedelte mit dem Schein. "Wechseln?!"

Meine Kassiererin zuckte mit den Schultern, tat so, als würde sie ihn ignorieren und kassierte weiter die wartenden Kunden ab.

Nach dem nächsten Kunden meldete sich der Mann wieder. In gebrochenem Deutsch, aber überraschender Höflichkeit sprach er: "Schönen guten Tag, können Sie mir das bitte wechseln?"

Ach, geht doch. :-)

100 Euro, halbe-halbe!

Dieses Erlebnis hatten wir schon Anfang des Jahres. Inzwischen sind zwei weitere Ereignisse eingetreten, die einerseits die Sache per se (fast) unmöglich gemacht hätte, andererseits ist die Antwort auf die offene Frage inzwischen etwas leichter.

Ihr seid gerade komplett verwirrt? Lest selber:

Eine Stammkundin sprach mich an und erklärte, dass ihr bei einer Kartenzahlung genau 100 Euro zu viel abgebucht worden wären. Bei solchen Reklamationen bin ich immer skeptisch, da wir Kartenzahlungen grundsätzlich und ausschließlich mit PIN-Eingabe akzeptieren. Keine Zahlung kann also ohne explizite Bestätigung durch den Kunden erfolgen. (Hat sich inzwischen erledigt, da die ec-Geräte an die neuen Kassen angebunden sind und der Betrag überhaupt nicht mehr manuell übertragen werden muss. Das war das erste der oben erwähnten beiden Ereignisse.)

Die Frau hatte ihren Kassenbon dabei: 5,15€ waren zu bezahlen, aber 105,15 Euro wurden ihr vom Konto abgebucht. Mal kurz ein paar Fakten dazu sammeln:

· Der Betrag muss explizit inklusive PIN-Eingabe quittiert werden. (Ein Punkt für uns.)
· Ein missglückter Zahlendreher könnte für die mittlere Fünf verantwortlich gewesen sein. (Ein Punkt für die Kundin.)
· Die Kundin holt nach allgemeiner Meinung mehrerer Kollegen nie Bargeld. (Ein weiterer Punkt für die Kundin.)
· An dem Tag hatte die betroffene Kassiererin keine nennenswerte Kassendifferenz. (Ein Punkt für uns.)

Damit steht es genau plusminus Null. Und nun? Im Zweifel für den Angeklagten? Nee, irgendwie nicht. Ich wollte ihr nicht einfach 100 Euro schenken. Aber sie andererseits auch nicht eventuell um ihre Kohle bringen. Wir einigten uns darauf, dass ich ihr 50 Euro gebe und wir es dabei belassen. Ich hatte aber dennoch ein schlechtes Gefühl dabei – allerdings nicht, weil ich meine eigene Ehrlichkeit anzweifelte, sondern die der Kundin.

Einige Zeit später passierte dann das hier.

Jetzt könnte man argumentieren, dass sich die beiden nur wiederholen wollten, was ihnen (tatsächlich oder auch nur ihrer Meinung nach) zustand. Mich bekräftigt das eher in meiner Meinung, dass ich denen schon die 50 Euro nicht hätte geben sollen, denn inzwischen würde ich unterschreiben, dass sie mit der anfangs erwähnten "Reklamation" versucht haben, sich (parallel zu dem beim 5,15€-Bezahlvorgang ausgezahlten Geld) weitere 100 Euro zu ergaunern.

Naja, der Drops ist ja nun ohnehin längst gelutscht …

50 € und regionaler Kaffee

Ich hatte mal wieder einen "Start-Gutschein" für Neukunden in Höhe von 50 Euro vom Metro-Markt bekommen. Ich finde das sehr nett und da der nur noch bis heute gültig war, habe ich da vor ein paar Minuten noch schnell etwas Ware für unseren Laden hier gekauft. :-)



Bei der Gelegenheit ist mir diese Installation am Kaffeeregal aufgefallen. Ich hätte ja gerne noch ein paar Pakete eine der berühmten Robusta-Röstungen aus der Bremer Tiefebene mitgenommen, aber da war wohl gerade alles ausverkauft. ;-)


War Falschgeld!

Es kam nur wenig überraschend: Der Fünfziger war tatsächlich gefälscht. Sowas ärgerliches, zumal wir überhaupt nicht wissen, wer den Schein von wem bekommen hat. Da reicht es maximal für eine Anzeige gegen unbekannt, die ohnehin eingestellt wird.

Einziger Trost für mich: Falschgeld reduziert die Einnahme und damit letztendlich den zu versteuernden Gewinn, so dass der Schaden am Jahresende deutlich weniger als 50€ beträgt.

Verdacht auf Falschgeld

Von unserem Geldentsorger kam die Info, dass in einer Einzahlung eine Differenz in Höhe von 50 Euro gefunden wurde. Ich wunderte mich sehr, da ich sämtliches Geld immer zweimal auf unterschiedliche Weise zähle und es dadurch auch im Grunde nicht möglich ist, dass klebende oder verknickte Scheine wortwörtlich mit "durchrutschen".



Während ich noch rätselte, wie das passiert sein könnte, kam diese noch weniger erfreulich E-Mail hinterher. Ich hatte mich also nicht verzählt, sondern da war möglicherweise eine Blüte zwischen den anderen Fünfzigern. Mal gucken, wie das ausgeht…