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Rapper und Labelowner

Eine Agentur hat mich angeschrieben und mir die Produkte von "Rapper und Labelowner" Xatar angeboten, zwei unterschiedliche Tiefkühl-Fertiggerichte. Xawas? Erstmal googeln.

Es brauchte nicht lange für ein paar Erkenntnisse. Während mein Boykott der Capital-Bra-Produkte eher persönlich war, weil ich den Typen als Person einfach nur unsympathisch finde, musste ich bei "Xatar" erst mal recherchieren, wer oder was das überhaupt ist. Ein Schwerkrimineller, der zum Beispiel den Überfall auf einen Geldtransporter mit Beute im siebenstelligen Bereich lapidar als "Scheiße bauen" bezeichnet. Seine "Kunst" spielt in einer Liga mit dem Hauptstadt-Büstenhalter, die Zielgruppe dürfte also etwa die gleiche sein.

Ich beantworte die E-Mail nicht einmal, die Anfrage kommt mir fast schon wie eine Frechheit vor. Erstaunlich, dass die ansonsten so überkorrekte EDEKA diese Produkte überhaupt in der Warenwirtschaft hinterlegt hat. Ich würde mich von den Köftes und Falafeln von diesem "Hip-Hop-Star" (sic!) jedenfalls ganz weit distanzieren, statt so eine Person auch noch zu hofieren.

Inhaltlich echt super Artikel

Link-Anfrage via E-Mail:

Hey du,

hier ist […]. Wir sind dabei ein kostenloses Informationsportal rund um das Thema Kaffee aufzubauen. Wir wollen dabei vor allem auch eine Plattform für verschiedene Brands aus der Kaffee-Welt mit nachhaltigen und fairen Grundwerten sein.

Damit das Portal weiter wächst, veröffentlichen wir regelmäßig neue Artikel, wie diesen Kaffeeröstung-Artikel.

Heute schreibe ich dir, weil ich auf euren Artikel https://www.shopblogger.de/blog/archives/2285-Zotter-die-erste-Nachbestellung.html gestoßen bin und ihn inhaltlich echt super finde!

Könntest du dir vorstellen unseren Kaffeeröstung-Artikel in deinem Beitrag zu verlinken? Ich kann mir gut vorstellen, dass er hervorragend zu deinem Artikel passt und eine schöne Ergänzung ist.
Wow, sie findet den verlinkten Blogeintrag von mir inhaltlich echt super. Gleich noch einmal durchlesen:

Erst am 18. Oktober habe ich die Zotter-Schokolade hier im Regal plaziert und heute habe ich die erste Nachbestellung abgeschickt.

Eigentlich war die Bestellung sogar schon längst fällig, da einige Artikel sogar schon nach wenigen Tagen fast wieder ausverkauft waren. Echt erstaunlich, wie gut die von den Kunden angenommen wurde. Bis heute habe ich schon knapp 80 Tafeln davon verkauft.
Ich bin baff. Mein Text über die Schokoladen-Nachbestellung ist inzwischen fast schon 16 Jahre alt und besticht immer noch durch seine herausragende literarische Qualität. Merkt euch das, ihr Kulturbanausen da draußen. Wenn ich eine belanglose Information in vier kurzen Sätzen rausrotze, ist das ein inhaltlich super Artikel!

Vor allem hatte ich es damals sehr geschickt hinbekommen, die Verbindung einer Schokoladen-Nachbestellung mit dem Thema Kaffeerösten unheimlich subtil und für den gemeinen Leser kaum merklich im Text unterzubringen. Selbst ich kann sie gerade kaum noch erkennen, werde das Gelesene jetzt noch mal ein paar Minuten sacken lassen. Aber ihr habt es oben selber gelesen: Der Kaffeerösten-Beitrag passt hervorragend zur Zotter-Bestellung und sollte dort wegen der schönen Ergänzung unbedingt verlinkt werden.

Bin ich ein Autoblog?

Es kam der übliche Käse via E-Mail:

[…]

Our marketing team has recently decided to contribute high-quality guest posts to handpicked websites and your website here shopblogger.de was on the top of our list.

We constantly write unique and informative articles for guest posting. Here are some topics suggestions for you:

· Why a Car Cover Should be Your Car’s First Accessory
· The Smaller Steps to Taking Care of Your Exclusive Ride
· Protecting Your Car While Camping
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I was wondering if you’d be interested in accepting an article from our content team? We totally understand that there might be editorial or administrative fees for publishing our article.

In case you are not interested in collaborating with us for any reason, please kindly let me know by replying to this email.

Thanks in advance and regards,
[…]
Thema verfehlt, würde ich sagen. Setzen. Sechs.

Möbeltresor im Angebot?

Ich bin mir nicht ganz sicher und schwanke zwischen Telefonstreich und einem tatsächlich ernst gemeinten Anruf. Aufgrund des geschätzten Alters der Anruferin und dem durchaus seriös klingenden Tonfall, tendiere ich jedoch zu einer erst gemeinten Anfrage.

Die Frau am anderen Ende der Leitung wollte jedenfalls wissen, ob wir Möbeltresore hätten.

Ist ja schön, dass uns so viel Auswahl zugetraut wird, aber das übertrifft dann selbst bei uns das gewohnte "Ihr habt doch auch sonst immer alles …" :-)

Bewirtschaftung der Parkflächen

Vor ein paar Wochen bekam ich eine E-Mail einer Firma, deren Betätigungsfeld die "digitale Bewirtschaftung der Parkflächen" ist. Diese E-Mail hatte ich ignoriert, im Laufe der folgenden Wochen hat der Mitarbeiter die Anfrage noch zweimal wiederholt. Auch diese beiden Mails ignorierte ich.

Vor ein paar Tagen kam dann diese Nachricht:

Hallo Herr Harste,

es sieht aus, als liege die Parkraumverwaltung nicht in Ihrem Aufgabenbereich.

Ich freue mich sehr, wenn Sie meinen Kontakt an den richtigen Ansprechpartner weiterleiten, damit ich meine E-Mail direkt an ihn oder sie adressieren kann.


Ich staune über diese Hartnäckigkeit. Bevor der gute Mann da noch in Tränen ausbricht, habe ich ihm nun doch die Wahrheit gesagt. Nämlich die, dass es keine zu bewirtschaftenden Parkflächen bei uns gibt. :-)

Einkaufswagen als Spende

Ein uns nicht als Kunde bekannter Mann betrat den Laden, nahm einen unserer grauen Einkaufskörbe und sprach mich direkt an, ob er einen Einkaufswagen als Spende für irgendein Projekt bekommen könnte. Es würde auch meine Werbung daran befestigt werden und dann könnten alle das sehen, was bestimmt gut für uns wäre.

Da so ein Wagen rund 150 Euro kostet, verneinte ich.

"Kein Problem", erklärte der Mann. "Das war jetzt 'ne 50:50-Chance. Ich bleibe euch ja trotzdem als Kunde erhalten."

Sprachs, stellte den leeren Korb wieder weg und ging.

Job frei?

Eine junge Frau rief an, plapperte nach der Begrüßung direkt los und erkundigte sich, ob gerade bei uns ein Aushilfsjob auf 450-Euro-Basis frei wäre.

Wahrheitsgemäß entgegnete ich, dass es eventuell demnächst passieren könnte, dass uns demnächst zwei ehemalige Studenten verlassen, um in ihren eigentlichen Jobs zu arbeiten.

Ihre Stimme überschlug sich fast vor Freude: "Oh, cool! Das ist klasse!"

"Hey, das war jetzt noch keine Jobzusage. Aktuell brauche ich ja noch niemanden!", konterte ich. Wir verblieben so, dass sie ihre Unterlagen mal vorbeibringen sollte. Dann habe ich nämlich, wenn es mal so weit ist, die Kontaktdaten von einem möglichen Interessenten.

Dezente Anfrage per E-Mail

An den angebotenen Waren habe ich kein Interesse. Vielleicht hätte ich das der Firma im November schon mitteilen sollen, anstatt die E-Mail einfach zu ignorieren. Sehr ausdauernd. Ich könnte mich jetzt doch endlich mal zurückmelden – aber interessanter ist es eigentlich, mal abzuwarten, wie viele Mails da noch kommen werden. So geschehe es. :-D


Anfrage Content Kooperation

Das kam per E-Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin im Netz auf Ihre Website shopblogger.de gestoßen und habe großes Interesse daran, Sie mit Ihrem ansprechenden Projekt in unser Netzwerk aufzunehmen.

[…]

Warum wir Ihnen diese Kooperation anbieten?
Na, ist doch klar: "Weil WIR uns damit eine goldene Nase verdienen, während IHR "ansprechendes Projekt" zur Werbeplattform verkommt. :-D

Foto für die Chartshow

Anfrage einer Fernsehredaktion: Für einen Jahresrückblick im Rahmen der Chartshow würde man auch gerne dieses Foto von mir neben anderen lustigen Fotos aus dem Internet mit darstellen.

Klar, dürfen sie.

(Ob sie das Foto auch wirklich nutzen und wann die Sendung läuft, weiß ich aber noch nicht.)

Kontaktaufnahme mit alternativem LgAtm-Hersteller

Diese E-Mail ging hier eben raus:

Moin,

die Anschaffung eines neuen Leergutautomaten wird bei uns langsam spruchreif. Unser Gerät von Firma Trautwein (ein B500) ist gerade fünf Jahre alt, ist aber inzwischen bei einer mittleren siebenstelligen Zahl an angenommenen Gebinden angekommen. Wir nehmen damit Mehrweg (Flaschen und Kisten), Einweg (PET und Dosen) an.

Falls Sie einen Außendienstmitarbeiter haben, der sich die Situation hier vor Ort mal ansehen und ein ein wenig zu Ihren Geräten erzählen mag, können wir gerne einen Termin vereinbaren.

Hallo und Nix

Im Laufe mehrerer Tage bekam ich vom selber Absender immer wieder eine Anfrage bezüglich "Werbung auf der Seite shopblogger.de". Ich ignorierte die Mails, dann ein fast schon enttäuscht wirkendes "Ich habe ein paar Mal versuchen, mit Ihnen ein Gespräch zu verbinden, aber ich bekomme keine Antwort. Ich würde mich freuen, bald von Ihnen zu hören.", auf das ich mit einem simplen "Hallo :-) " antwortete.

Seitdem ist Ruhe.

2 Nein in 2 Minuten

Während ich mit dem Mitarbeiter einer Firma plauderte, die Kühlanlagen baut und wartet, kam ein Anruf rein, den mein Kollege entgegennahm. Die Kältemensch wollte "seine" Firma einfach mal vorstellen: Wenn wir neue Geräte brauchen oder hier etwas von den vorhandenen Anlagen repariert werden müsste, können wir gerne deren Dienste in Anspruch nehmen.

Der Anrufer wollte uns irgendwelche Kühltaschen anbieten.

Zweimal Nein.

Fischfang

Ein Anrufer wollte wissen, ob wir eine Theke mit frischem Fisch hätten. Also nicht abgepackt im Kühlregal, sondern wirklich frische Fische auf Eis in der Bedienungstheke. Haben wir hier nicht, wir haben ja nicht mal Platz für eine Bedienungstheke für Wurst / Käse oder Fleisch. Und gerade Fischtheken sind zumindest in Supermärkten meines Wissens nach eher eine aussterbende Spezies aufgrund der vielen Fallstricke, die einen Betreiber erwarten.

Wie auch immer, ich antwortete ihm wahrheitsgemäß. Seine Reaktion glich eher einem Monolog: "Oh, das ist schade. Ich habe schon bei so vielen Läden angerufen und keiner hatte Frischfisch. Das ist echt schwierig heute". Nach einer Kunstpause ergänzte er mit einem Lachen in der Stimme: "Haben Sie Angeln? Dann fange ich mir selber einen.

Auch damit konnte ich aber leider nicht dienen. :-)

VIG-Anfrage 2019

Vor gut einem Jahr wurde eine VIG-Anfrage über die Berichte der Lebensmittelüberwachung aus meinem Laden gestellt. Konkret wurde Einsicht in die letzten drei Berichte gefordert.

Ich habe zwar nichts zu verbergen gehabt, die letzten Kontrollen hatten außer irgendwelchen Ehren-Funden ("Da unterm Regal könntet ihr mal fegen …") keine schwerwiegenden Mängel ergeben. Dennoch ist der gewöhnliche Modus Operandi der Edeka-Rechtsabteilung, dass bei solchen Anfragen erstmal Einspruch erhoben wird. Das ging eine Weile hin und her, Details habe ich nur am Rande mitbekommen, da Anwälte den Löwenanteil der Arbeit übernommen haben.

Nach dem Einspruch musste der Fragesteller seine persönlichen Daten preisgeben, was er damals scheinbar auch getan hatte. Name und Adresse waren eine existierende Firma hier in Bremen und so versuchte ich es einfach mal direkt mit einem Gespräch und rief dort an. Vielleicht konnte mir der gute Mann ja erzählen, wieso das Interesse an den Kontrollberichten so groß sei, zumal gerade wir im Grunde gar nicht mit offenen Lebensmitteln (von den Aufbackbrötchen abgesehen) herumhantieren. Da gibt es in jeder kleinen Imbissbude ein deutlich größeres Gefährdungspotential für die Gesundheit der Kunden.

Nachdem ich die Telefonnummer der Firma rausgesucht hatte, rief ich an und erlebte eine kleine Überraschung: Diese Person gibt es dort nicht. Nie gehört wurde der Name von der Mitarbeiterin, die mir versicherte, jeden einzelnen dort zu kennen. Netter Versuch, aber damit war klar, dass der Antragsteller immer noch anonym war. Das meldete ich so zurück und nun, Monate später, kam die Info, dass die Behörde den Vorgang eingestellt hat, da der Antragsteller seine Identität nicht mitgeteilt hat. Dann eben nicht.

Vielleicht war es auch nur irgendjemand aus den Weiten des Internets, der da mal aus einer Laune heraus, aus Langeweile oder um vermeintlich mir das Leben schwer zu machen die Einsichtnahme angefordert hat. Natürlich provoziere ich das mit diesem Beitrag direkt wieder, aber wie gesagt, einerseits habe ich diesbezüglich keine Geheimnisse (die schlimmsten Sachen stehen ohnehin hier im Blog) und andererseits müsste derjenige den Schutz der Anonymität verlassen und seine persönlichen Daten bekanntgeben.

Und mal ehrlich: Wenn man mit mir nicht reden kann, mit wem dann? Wer eine Frage hat, soll herkommen und es mal mit persönlicher Verbalkommunikation probieren. Funktioniert meistens am besten …