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Die kann kaputtgehen!!!111einself

Ein kleiner Junge, vielleicht drei oder vier Jahre alt, sprang auf unserem Alublech herum, das wir am Eingang als Rampe für Anlieferungen benutzen. Das Blech lag dort gerade, denn unser Getränkelieferant stand vor der Tür und hat seine Paletten abgeladen, die er mit einem elektrischen Hubwagen bewegte und über das Blech in den Laden schob. So ein Fahrzeug wiegt mitsamt der geladenen Getränkepalette locker eine dreiviertel Tonne.

Der kleine Junge fand die schräge Fläche lustig und hüpfte darauf herum, während der Fahrer gerade auf der Ladefläche seines LKW stand und Ladung umsortierte.

Als die Mutter den Jungen auf dem Blech entdeckte, zog sie hin hektisch weg und ermahnte ihn, vorsichtig zu sein. Er soll da nicht so herumspringen, weil die Rampe kaputtgehen könnte.

Ich sagte dazu nichts und vielleicht war es tatsächlich nicht nur eine Ausrede / Notlüge, um den Jungen zum Weitergehen zu ermutigen. Oder sie dachte ernsthaft, dass seine vielleicht 20 kg da irgendeinen Schaden verursachen könnten und wollte kein Risiko eingehen. Natürlich wäre da nichts passiert, aber die Vorstellung, dass er da mit seinen kleinen Füßen eine Delle reintreten könnte, fand ich niedlich. :-)

SPAR-Kind und die Kartons

Meine Kleine wollte mich mal wieder zur Arbeit begleiten, immerhin findet Schule momentan nicht täglich statt, und irgendwann fällt einem einfach die Decke auf den Kopf. Sonstige Freizeitaktivitäten, Freunde treffen etc. kann man momentan ja auch vergessen und so hat sie mit mir einen vollen Arbeitstag hier in der Firma verbracht. Erstaunlich, dass sie hier 11 Stunden (!) durchgehalten hat, aber sie war kaum zu bremsen. :-)

(Es gibt auch noch zwei Videos von dem Tag, aber das dauert noch etwas.)


Pappsammler 2

Das helfende Kundenkind war wieder fleißig, jedoch ist gut gemeint bekanntlich nicht immer gut. Nicht jeder leere Karton wird nicht mehr benötigt und wenn der Junge dann auch die Vorschubsysteme aus den Gewürzregalen zieht, sogar mit Ware, wie auf dem Bild zu erkennen ist, ist es keine Hilfe mehr, sondern eher ärgerlich.

Aber natürlich wollen wir den Kleinen in seinem Eifer auch nicht vor den Kopf stoßen und so hat eine Kollegin mal vorsichtig mit der Mutter gesprochen, damit diese ihren Nachwuchs beim nächsten Einkauf vorsichtig im Zaum hält. :-)


Junger Helfer

Eine Mutter war vorhin mit ihrem Sohn einkaufen. Der Junge war wohl maximal im frühen Grundschulalter, aber mit vollem Eifer betätigte er sich hier als Helfer im Laden. Er suchte alles zusammen, was er an leeren Kartons und Getränkekisten finden konnte und hat das alles in einem Einkaufswagen gesammelt und schließlich an die Lagertür gefahren.

Der hat bestimmt noch eine ganz große Karriere im Einzelhandel vor sich. :-D


Praktikantin mit krankem Kind

Eine Praktikantin hat sich abgemeldet, da ihr Kind krank ist.

Ihre Mutter und ihre große Schwester kamen jedoch in aller Seelenruhe einkaufen. Hätten die nicht vielleicht mal diese lächerlichen vier Stunden auf den Kleinen aufpassen können? Immerhin hängt die Familie sonst auch immer zusammen und geht sich nicht konsequent aus dem Weg. Muss natürlich nichts heißen und ich kenne die wahren Hintergründe des Fernbleibens nicht – aber Gedanken macht man sich schon.

Brief mit Entschuldigung

Wow. Ganz großes Wow. Einer der drei Jungs, die sich hier am Ende der letzten Woche an der Schokolade vergriffen hatten, kam zu mir, bat um Entschuldigung und hat mir diesen Brief in die Hand gedrückt:

Liebe*r Herr / Frau Harste,

es tut mir aufrichtig Leid, dass ich am Freitag Vormittag bei Ihnen versucht habe zu klauen und dann noch frech zu Ihnen war.
Ich habe ohne Sinn und Verstand gehandelt, ich sehe mein Vergehen als großen Fehler ein. Zum Glück haben Sie mich erwischt und die Polizei gerufen, sonst hätte ich vielleicht bei Ihnen und anderen Läden weitergeklaut.
Ich glaube zwar nach wie vor nicht, dass er zum ersten mal sowas getan hat, aber vielleicht hatte die Rosskur mit Polizei und dem vollen Programm, das bei einem Kind/Jugendlichen ja noch nicht ganz so voll ist, wie es sein könnte, ihn ja tatsächlich wieder zurück auf den Pfad der Tugend gebracht hat.

"Es ist Deine Zukunft, nicht meine. Aber wie soll es weitergehen? Jetzt ist es nur Schokolade. Und irgendwann reicht dir das vielleicht nicht mehr. Wie soll das enden? Willst doch irgendwann dein Leben im Knast verbringen?" Keine Ahnung, was der Junge in dem Moment gedacht hat, vielleicht war es wirklich nur die Hoffnung, dass der kurzhaarige Alte die Klappe hält, aber vielleicht kam von all dem ja auch wirklich bei ihm was an. Wäre jedenfalls wünschenswert.

Angefressene Donuts im Brotregal

Eine Kundin sprach einen Kollegen darauf an, dass in unseren Bake-Off-Regal die Reste von zwei angefressenen Donuts liegen würden.

Die Recherche in der Videoaufzeichnung ergab, dass ein etwa zehnjähriger Junge sich während seines kleinen Einkaufs mal eben schnell den Bauch vollgeschlagen hatten. Idiot.

Meine Fresse, dann soll er die Sachen wenigstens ganz aufessen. Aber das angegrabbelte und angebissene Zeugs wieder zwischen die andere Ware zu werfen, ist ekelig.

Eckige Sahne

Ein etwa 10- oder 11-jähriger Junge sprach eine Kollegin an, die er im Laden antraf: "Haben Sie Schlagsahne? Aber nicht die im Becher.

Kollegin: "Welche denn? Da gibt's ja unterschiedliche Sorten."

Jungen: "In so eckigen."

"Du meinst im Tetrapak?"

"Nee, so eckige."

Die Kollegin zeigte ihm die im Tetrapak, welche dann auch richtig war.

Sekt? Kind? Achso!

Eine Kundin, die ich für ein Kind und maximal 12 Jahre alt hielt, hatte unter anderem eine Flasche Sekt im Einkaufskorb lieben, die sie auch ziemlich souverän aus dem Regal genommen hatte. Neugierig positionierte ich mich in der Nähe der Kasse, denn ich wollte mal gucken, wie die Sache ausgeht. Wird sie die Flasche kaufen können? Eigentlich achten meine Mitarbeiter sehr penibel auf die Einhaltung des Jugendschutzes und der Altersgrenzen. Aber wie wird die Kleine reagieren, wenn sie eine Abfuhr bekommt? Oder ist sie gar kein kleines Mädchen mehr, sondern schon über 16 und wirkt nur noch so kindlich?

Nun: Dass das Mädchen nicht sehr groß war und tatsächlich maximal 12 Lenze zählte, ist von allen genannten Spekulationen die einzig richtige. Bei dem Sekt handelte es sich um eine alkoholfreie Variante, die wir ihr ganz legal verkaufen durften.

Anekdote 3 (03.08.2019)

(Drei kleine Anekdoten, die Gregor vor und während meines Urlaubs gesammelt hat.)

Die Bastarde

Zwei junge Frauen mit mehreren Kleinkindern nähern sich der Kasse. Die Kinder liefen aufgedreht durch die Gegend und erschwerten ein zügiges Beladen des Kassenbandes. Die eine Frau, hübsch und geschminkt, verräumte den Einkauf, die andere, mit Kopftuch und etwas schlichter gekleidet, zahlte.

Die Kinder liefen und johlten weiter herum. Mir wäre es egal gewesen, aber ein bisschen peinlich berührt war ich von der Ansprache der einen Frau: "Alda, könnt ihr kleinen Affen mal aus dem Weg? - Ihr nervigen Bastarde!"

Bastarde? Als wenn es jemanden etwas angehen würde (oder sich dafür interessieren würde), ob diese Zwerge einst unehelich gezeugt wurden …

Bewegung!

Eine Mutter und Stammkundin war mit ihrem Sohn im Kindergartenalter hier im Laden.

An einer Engstelle vorm Brotregal hatte ich mit dem Jungen einen kleinen Standoff. Er ging nicht weiter, ich kam aber aus der Sackgasse auch nicht so richtig raus, weil er mir ja im Weg stand.

Da meldete sich nach ein paar Sekunden die Frau mit leicht energischem Tonfall: "Du musst dich schon bewegen, jetzt stehen alle herum und können nicht weiter!"

Ich quetschte mich hektisch an dem Kleinen vorbei.

Das lachte die Mutter: "DICH meinte ich doch nicht."

Achso. :-)