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Es ist doch Ramadan!

In den letzten Tagen kam häufiger ein Junge im frühen Teenyalter zu uns in den Laden und hat sich parallel zu seinen kleinen Einkäufen hier durchgefressen: Molkereiprodukte, süße Snacks und frische Mangos waren sein Begehr. Mit den Sachen stellte er sich an eine wenig frequentierte Ecke in der Getränkeabteilung und trank / verzehrte sie dort hektisch; allerdings entdeckten wir die Reste immer erst, wenn er schon weg war.

Inzwischen hatten wir mehrere Videoaufzeichnungen davon und alle Mitarbeiter wussten Bescheid und sollten nach dem Kleinen die Augen aufhalten. Er kam natürlich wieder und noch bevor er erneut Schaden anrichten konnte, wurde er auch schon von den Kollegen ins Lager komplementiert.

Da er nach eigener Aussage seine Eltern nicht anrufen konnte, aber in noch zu Fuß erreichbarer Umgebung wohnte, begleitete ein Kollege ihn nach Hause. Dort stritt der Vater erst mal alles ab, denn es sei ja schließlich gerade Ramadan und sein Sohn dürfe da schon aus Prinzip nichts tagsüber essen und genau deshalb kann er nicht irgendwelche Dinge bei uns im Laden gegessen haben. Ja, ähh, aber … Diskussion beendet.

Aufgrund dieser offenbar fehlenden Einsicht kontaktierten wir telefonisch die Polizei und verblieben so, dass wir die Videoaufzeichnungen mitsamt einer Anzeige, den Namen und die Adresse hätten wir ja nun, zur Wache schicken würden. Der Kleine ist zwar noch nicht strafmündig, jedoch würde die Post von der Polizei dann wohl (hoffentlich) reichen, um den Vater davon zu überzeugen, dass der Kleine sich eben doch nicht an die Regeln der Fastenzeit hält.

Eine Viertelstunde später kam der Vater mit seinem Sohn zu uns in den Laden und wollte die Angelegenheit persönlich klären, immerhin warfen wir seinem Sohn mehr oder weniger Diebstahl vor. Er blieb zunächst auf dem Standpunkt, dass der Junge nichts gemacht haben könne, aber als ich ihm die Auszüge aus der Videoaufzeichnung zeigte, schlug seine Stimmung schlagartig um. Er bezahlte von sich aus und diskussionslos den durch uns dokumentierten Schaden. Wie die Sache zu Hause weiterging, werden wir wohl nicht erfahren.

Hier beginnt … der Wasserschaden?

Ein Kollege sprach mich eben an und wies mich darauf hin, dass beim ersten "N" von "Hier beginnt das süße Leben" irgendwas aus einem der Bohrlöcher läuft und ziemliche Spuren an der Wand hinterlässt.

Darüber, was das ist, kann ich gerade höchstens mutmaßen. Sollte eine Frischwasserleitung getroffen worden sein, die ja als Bleirohr leicht zu durchbohren gewesen wäre, käme das Wasser nicht erst Wochen oder Monate später aus dem Loch. Abwasserrohre hätten das Potential für eine solche Spur, aber ein dickes Gussrohr durchbohrt man eigentlich nicht mal eben so. Eine andere Erklärung habe ich dafür jedoch nicht.

Akuter Handlungsbedarf besteht meiner Meinung nach nicht. Jetzt werde ich erst mal klären, wer für den Schaden haften muss. Ist das mein Problem oder z.B. das der Werbetechniker, die das Loch gebohrt haben? Werde ich hoffentlich diese Woche noch erfahren. :-(


Pistaziende

Aufmerksamkeit, Videoanlage, Warensicherung – manchmal hilft nichts mehr gegen besonders renitente Ladendiebe. Wir haben keine Ahnung, wer uns geröstete Pistazien buchstäblich kartonweise klaut, aber ich habe jetzt die Notbremse gezogen und diese beiden Artikel komplett aus dem Sortiment verbannt.

Kein Kunde wird unserem Laden nur deswegen den Rücken kehren, weil wir keine Pistazien mehr im Sortiment haben. Aber jede Woche alleine nur mit diesen beiden Artikeln 50-100 Euro zu verbrennen, ist nicht akzeptabel. :-O


Tragschienen mit Schaden

Zwei der Tragschienen, von denen wir viele ja noch gar nicht ausgepackt haben, kamen hier mit deutlich sichtbaren Kratzern an einer Seite an. Das Schadensbild sieht nicht nach einem Transportschaden aus, sondern ist vermutlich irgendwo im Bereich der Produktion entstanden. Die Kartons waren unversehrt und beide Schienen weisen im Grunde die selben Beschädigungen auf.

Die Frage unseres Elektrikers lautete, ob wir die die Schienen ersetzen wollen oder ob ich auch mit einem Preisnachlass zufrieden wäre. Im Laden wäre ich mit den zerschrabbelten Dingern nicht glücklich geworden, zumal so eine Schiene nicht wirklich teuer ist und der Preisnachlass nicht über die Optik hinweggetröstet hätte. Aber im Lager werde ich sie wohl unterbringen, da stören die Kratzer nicht.

Bleibt nur die Frage, ob noch mehr von den zerkratzen Schienen auftauchen werden. Die müssten dann nämlich in den Laden und dann hätte ich doch gerne neue – aber das wird sich erst in den nächsten Wochen herausstellen, wenn wir die weiteren Lichtbänder montieren.




Feierabendbilder 1 (Kühlregal)

Eigentlich sollte das demolierte Kühlregalteil noch mit dem Stapler hinten auf den Hof gefahren werden. Als wäre der Tag nicht schon mühsam genug gewesen, ist das Ding dann gleich noch einmal umgefallen. Weil das Gerät inzwischen gänzlich ohne Transportrahmen herumstand, hat dieser Crash dann der Technik den Rest gegeben. War vermutlich auch egal, das Ding kommt direkt auf den Schrott.



Wir haben es dann auf dem Rücken auf Schwerlastrollern liegend in den Hof gekarrt:



… und da liegt es erst mal.


100 Euro, halbe-halbe!

Dieses Erlebnis hatten wir schon Anfang des Jahres. Inzwischen sind zwei weitere Ereignisse eingetreten, die einerseits die Sache per se (fast) unmöglich gemacht hätte, andererseits ist die Antwort auf die offene Frage inzwischen etwas leichter.

Ihr seid gerade komplett verwirrt? Lest selber:

Eine Stammkundin sprach mich an und erklärte, dass ihr bei einer Kartenzahlung genau 100 Euro zu viel abgebucht worden wären. Bei solchen Reklamationen bin ich immer skeptisch, da wir Kartenzahlungen grundsätzlich und ausschließlich mit PIN-Eingabe akzeptieren. Keine Zahlung kann also ohne explizite Bestätigung durch den Kunden erfolgen. (Hat sich inzwischen erledigt, da die ec-Geräte an die neuen Kassen angebunden sind und der Betrag überhaupt nicht mehr manuell übertragen werden muss. Das war das erste der oben erwähnten beiden Ereignisse.)

Die Frau hatte ihren Kassenbon dabei: 5,15€ waren zu bezahlen, aber 105,15 Euro wurden ihr vom Konto abgebucht. Mal kurz ein paar Fakten dazu sammeln:

· Der Betrag muss explizit inklusive PIN-Eingabe quittiert werden. (Ein Punkt für uns.)
· Ein missglückter Zahlendreher könnte für die mittlere Fünf verantwortlich gewesen sein. (Ein Punkt für die Kundin.)
· Die Kundin holt nach allgemeiner Meinung mehrerer Kollegen nie Bargeld. (Ein weiterer Punkt für die Kundin.)
· An dem Tag hatte die betroffene Kassiererin keine nennenswerte Kassendifferenz. (Ein Punkt für uns.)

Damit steht es genau plusminus Null. Und nun? Im Zweifel für den Angeklagten? Nee, irgendwie nicht. Ich wollte ihr nicht einfach 100 Euro schenken. Aber sie andererseits auch nicht eventuell um ihre Kohle bringen. Wir einigten uns darauf, dass ich ihr 50 Euro gebe und wir es dabei belassen. Ich hatte aber dennoch ein schlechtes Gefühl dabei – allerdings nicht, weil ich meine eigene Ehrlichkeit anzweifelte, sondern die der Kundin.

Einige Zeit später passierte dann das hier.

Jetzt könnte man argumentieren, dass sich die beiden nur wiederholen wollten, was ihnen (tatsächlich oder auch nur ihrer Meinung nach) zustand. Mich bekräftigt das eher in meiner Meinung, dass ich denen schon die 50 Euro nicht hätte geben sollen, denn inzwischen würde ich unterschreiben, dass sie mit der anfangs erwähnten "Reklamation" versucht haben, sich (parallel zu dem beim 5,15€-Bezahlvorgang ausgezahlten Geld) weitere 100 Euro zu ergaunern.

Naja, der Drops ist ja nun ohnehin längst gelutscht …

Beschädigte Teile

E-Mail unserer Versicherung:
"Sehr geehrte Damen und Herren,

aus gegebener Veranlassung weisen wir darauf hin, dass im Schadenfall die beschädigten Teile bis zur endgültigen Regulierung aufbewahrt werden müssen.
"
Ich dachte immer, dass das für jemanden, der es schafft, eine Geschäftsversicherung abzuschließen, auch ohne vorhergehende Erklärung klar sein sollte.

Offenbar nicht. :-P

(Betraf nicht uns, sondern offenbar irgendeinen anderen Kunden.)

Angeschlagene Tür (2)

Eventuell bekomme ich vom Lieferanten einen Preisnachlass für meine ramponierte Tür.

Dadurch wird sie zwar auch nicht wieder schöner, aber erfahrungsgemäß ist hier in der Firma im harten Alltag sowieso alles in kürzester Zeit irgendwo angeschlagen.

Nächste Woche erfahre ich hoffentlich mehr.

Konzikwensen!

Eben ist uns ein nicht ganz unerheblicher Schaden an einem unserer Fahrzeuge aufgefallen. Irgendjemand ist langsam aber kraftvoll gegen unsere Frontschütze gefahren, so dass einerseits erhebliche Beschädigungen in der Lackierung entstanden sind, diese aber andererseits sogar so stark verformt wurde, dass der Spalt zum Rest der Karosserie auf fast einen halben Zentimeter geweitet wurde.

Das kann ausschließlich am Freitag Nachmittag bei uns auf dem Hof passiert sein. Natürlich hat niemand Bescheid gesagt, dass etwas passiert ist.

Morgen werde ich mir den oder die Verantwortlichen vom Vorstand der Moschee vornehmen und denen exakt zwei Möglichkeiten anbieten: Der Schaden wird (von wem auch immer) reguliert oder ab sofort herrscht ein konsequentes Verbot, unsere Fläche zu befahren oder sonstwie zu nutzen. Ich lasse mir ja wirklich viel gefallen, aber wenn es nicht nur lästig ist, sondern messbare Schäden verursacht, ist das Maß sogar bei mir mal voll.


AAAAAAAAAHHHHHHHH!!!

Das Zeiterfassungsterminal wird mit einem USB-Stick mit Daten versorgt. Mitarbeiterdaten und Grundeinstellung auf das Gerät, erfasste Buchungen zum PC – das läuft (u.a.) über USB. Aber so viel ich auch probierte, habe sogar den USB-Stick abwechselnd auf zwei verschiedene Dateisysteme formatiert, das Gerät weigerte sich, den Stick zu erkennen. Es passierte einfach nichts, der Stick blinkte nicht mal auf, wenn ich ihn in das Terminal steckte.

Mir kam ein ganz böser Verdacht, der sich leider bestätigte: Auch diesmal gab es einen Transportschaden, der herumfliegende Akku hat die SMD-USB-Buchse abgeschlagen. Ich hab' keine Lust mehr. :-(