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Umbauwoche: Umsatz zum Vorjahr

Wir vergleichen unsere wöchentlichen Umsätze immer mit der entsprechenden Woche im Vorjahr, um eine grobe Übersicht zu bekommen und zu behalten, wohin die Reise geht. Bei uns ist eigentlich immer alles ganz okay, große Auffälligkeiten sind selten oder nur durch Verschiebungen bei den Feiertagen zu bemerken.

Nur die vorletzte Woche fiel da mal gewaltig raus. Satte 400 Prozent Plus zum Vorjahr hatten wir. Aber ist ja auch kein Wunder: Vor einem Jahr hatten wir da wegen der Umbaumaßnahmen 4,5 Tage geschlossen und auch Freitag Nachmittag, bzw. Samstag war hier, da wir ja vorher die ganze Woche als geschlossen angekündigt hatten, nicht gerade der Bär los.

Aber +400%. Auf dem Papier sieht das cool aus. :-D

Plus-Leinenbeutel

"Die kleinen Preise" wurden bei Plus eingeführt, kurz nachdem ich Mitte 2000 das Unternehmen für meine eigene Selbstständigkeit verlassen hatte.

Glück gehabt, gerade noch rechtzeitig weggekommen. :-P

(Fundstück im Mülleimer vor dem Leergutautomaten. Nach dem Foto ist der Beutel gleich wieder dort hinein verschwunden.)


Besuch bei PLUS

Ich war in "meiner" PLUS-Filiale mit der Bestellung zugange, als mal wieder einer der üblichen Schlipsträger durch die Tür trat. Im Geiste verdrehte ich die Augen, denn solche Besuche bedeuten selten Gutes: Bezirksleitung, Gebietsleitung, Regionalleitung, Revisionsabteilung – alles Leute, die einen nicht im Laden aufsuchen, um über das gute Wetter zu reden. Normalerweise gibt es irgendetwas an der geleisteten Arbeit auszusetzen oder man erfährt, dass die Zahlen mies sind und man mehr Umsatz machen muss oder zukünftig weniger Mitarbeiter dafür zur Verfügung hat.

"Guten Tag, sind Sie Herr Harste?"

Ich nickte: "Ja."

Er stellte sich mit Namen vor und plapperte direkt drauf los: "Das ist schön. Ich komme von der Firma SPAR. Wir suchen ja immer Einzelhändler, die selbstständig einen Supermarkt betreiben wollen und Ihr ehemaliger Ausbilder, der ja auch mit uns zusammenarbeitet, hat mich zu Ihnen geschickt."

Diese schicksalhafte Begegnung veränderte mein Leben drastisch. Ich war natürlich sofort Feuer und Flamme und hatte keinerlei Zweifel, dass diese Richtung die falsche sein könnte. Ab diesem Moment war ich in der "SPAR-Welt" drin, ich bekam schon mal vorab den dicken Katalog mit dem Sortiment (aka "Ordersatz") und durfte auch die ersten beiden großen Hausmessen, die als "SPAR-Messe" (ein paar dieser Besuche haben es später hier ins Blog geschafft) bekannt waren, als Gast besuchen. Auf diesen Messen wird man natürlich immer wieder gefragt, wo man denn seinen Markt hat. War schon ein komisches Gefühl, damals überall zugeben zu müssen, dass man überhaupt erst noch nach einem Standort suchen würde.

Aber genau darum ging es in den folgenden Monaten: Standortsuche. Alleine aber auch mit der Expansions-Abteilung der SPAR sondierten wir den ganzen Großraum Bremen nach passenden Objekten. Einige Läden sahen wir uns an, aber so richtig passen wollte nichts. Eigentlich eilte es ja auch nicht, ich hatte ja meinen Job als Marktleiter beim "Pausenlos-Laufen-Und-Schwitzen"-Markt – aber ich war natürlich angefixt und wollte so schnell wie möglich meinen eigenen Laden haben.

Achtung: Dieser Beitrag ist am 31.01.2019 rückdatiert hier im Blog geschrieben worden und soll die Dokumentation der Geschichte meiner Selbstständigkeit vervollständigen. Diese Berichte sind chronologisch in der richtigen Reihenfolge, es können jedoch Abweichungen im Datum vorkommen.