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Sheba-Mengenbeschränkung im Fressnapf

Zumindest in einer Fressnapf-Filiale hier in Bremen hängt am Regal mit den Sheba-Produkten ein Hinweis, dass pro Kunde maximal 60 Stück abgegeben werden. Die Auslistung bei Edeka scheint wohl zu vermehrten Käufen in den Zoofachgeschäften zu führen. Vielleicht ist die Begrenzung ja der Grund dafür, dass sie noch Sheba haben, im Gegensatz zum Futterhaus, in dem wir waren.

Vielen Dank an Björn F. für das Foto.


Kükentöten-Hinweisschild

Erst jetzt ist mir ein Schild aufgefallen, das unser Eierlieferant in unserem Eierregal aufgehängt hat. Das Töten der Eintagsküken ist in Deutschland nun bereits seit einem Jahr verboten, aber falls dieser Hinweis schon so lange hier im Regal hängt, hat er sich erfolgreich getarnt und ist meinen Blicken verborgen geblieben – und dabei bin ich schon wirklich aufmerksam.

Der letzte Satz ist irgendwie erschreckend ehrlich wie direkt: "Die männlichen Küken werden nach dem Schlupf für bis zu 17 Wochen gemästet und im Anschluss zu hochwertigen Lebensmitteln verarbeitet."

Ja, da werden Tiere gemästet und geschlachtet, das ist eben so. Denkt man ja oft nicht drüber nach, wenn man das Fleisch bequem abgepackt im Supermarkt kauft.


Gestern Abend bei Hornbach

Als ich gestern Abend bei Hornbach war, um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, fiel mir dieses Schild im Eingangsbereich auf. Ich habe mich im Geiste sowas hier auch schon aushängen gesehen. Seit zwei Wochen haben wir im Grunde täglich mit neuen Krankmeldungen zu tun, selbst Ines und mich hat (vermutlich) dieses RS-Virus dahingerafft, das gerade überall umhergeht. Inzwischen geht es wieder halbwegs.
Zu Spitzenzeiten waren hier in der vergangenen Woche sieben Leute gleichzeitig nicht arbeitsfähig, was bei 25 Leuten schon echt 'ne Ansage ist. Gefühlt habe ich seit Anfang Dezember die meiste Zeit damit verbracht, irgendwelche Lücken in unseren Personaleinsatzplänen irgendwie zu stopfen. Das hat mit dem tatkräftigen Einsatz aller, die nicht gerade röchelnd zu Hause waren, unterm Strich auch glücklicherweise ganz hervorragend geklappt.



Anekdote am Rande: Je kleiner das Auto, desto schwieriger wird es, innerhalb der markierten Flächen zu parken. Manche Leute sollten ihre Führerscheine mit in den Grundstein ihres Hauses einmauern.


Das Entfernen des Grüns

Blogleser Henning hat mir dieses Foto eines Schildes geschickt, das er in einem EDEKA-Markt entdeckt hat. Dazu schrieb er:

Was ich mich frage: warum betrifft das nur das Grün von den Bundmöhren?
Warum nicht Kohlrabi, Radieschen usw?.

Wenn das Grün entfernt wurde, ändert es doch nichts daran, dass es
Bundmöhren sind, denn das Grünzeug isst doch niemand mit?

Klar, ich verstehe das, wenn die Bundmöhren dann ohne Grün in der Kiste
liegen, weil es derjenige doch nicht kaufen wollte, sieht das nicht
schön aus, aber gleich mit Anzeige drohen? Ich weiß nicht...

Was ist deine Meinung dazu?
Nun … Ich kenne die genauen Beweggründe für diesen Hinweis / diese Warnung nicht. Aber ihr wisst ja: Jedes Schild hat seine Geschichte.

Offenbar besteht in dem Markt das Problem, das Kunden das Grünzeug von den Bundmöhren abreißen, diese aber (sowohl mit als auch ohne Grün) gar nicht kaufen wollen. Ich könnte mir vorstellen, dass hier z. B. Kaninchenbesitzer am Werk sind, die so zu frischem Futter für ihre Tiere kommen wollen. Vielleicht auch gar nicht in böser oder sogar in guter Absicht, da sie davon ausgehen, dass die meisten Kunden das Grünzeug wegwerfen. Das ist vermutlich auch richtig.
Den Möhren geht es bei der Lagerung ohne Grün sogar besser. Über die Blätter wird mehr Feuchtigkeit verdunstet, so dass die Karotten schneller schrumpelig werden. Bei Blumenkohl ist es beispielsweise andersherum. Da werden in den Läden oft die Blätter konsequent abgeschnitten oder abgerissen, dabei zehrt der Kohl von den Blättern und bleibt länger frisch. Aber trotz dieser Umstände kauft niemand Bundmöhren, die nicht wie Bundmöhren aussehen. Die Karotten, deren Grünzeug an die Langohren Dritter verfüttert wurden, bleiben also liegen und landen irgendwann im Müll.

Die Theorie mit den Karnickeln (bzw. ähnliche Situationen) ist auch einzige, die in meinem Kopf bezügliches dieses Schildes einen Sinn ergibt. Wer die Bundmöhren kaufen möchte und das Grün abreißt, um es nicht mitschleppen zu müssen, ist ja ausdrücklich nicht gemeint. Dass Leute einfach nur aus Spaß am Rupfen das Grünzeug abreißen, kann ich mir auch nicht vorstellen.

Wenn von euch jemand eine Erklärung dazu hat: Immer her damit. :-)


Achtung Lieferschwierigkeiten

Dieser Hinweis hängt seit heute in der Getränkeabteilung. Seit Wochen gibt es Lieferengpässe bei einigen Grundnahrungsmitteln, viele Artikel sind aufgrund der unterschiedlichsten Probleme in den Lieferketten nicht verfügbar – und dann gibt es auch noch relativ spontane Schwierigkeiten (Der Grund dafür ist an dieser Stelle nicht relevant) mit dem Hersteller eines Großteils unserer Eigenmarken-Getränke, so dass das nächste gigantische Loch hier in den Regalen klafft.

Das verärgert natürlich viele Kunden. Aber ich schwöre, dass es für uns nicht minder frustrierend ist, ständig vor diesen vielen Lücken zu stehen. Aber mehr als bestellen können wir nicht und auch bei uns in den Einkaufsabteilungen der Großhandlung schwitzen sie Blut und Wasser, um die Warenversorgung so gut es geht sicherzustellen. Die Gesamtsituation ist eben mehr als schlecht und, das beruhigt zumindest die Nerven etwas, woanders sieht es auch nicht besser aus.

Nachtrag: Das Schild ist ein vorgefertigtes von der Edeka und nicht von mir geschrieben.


BOSS

In der Vergangenheit hatte es mich schon häufiger in den Fingern gekitzelt, meine Bürotür mit irgendeinem Hinweis auf die Vorkommnisse hinter eben dieser Tür zu versehen.

Möglichkeiten gibt es viele: Entweder ganz seriös mit "Geschäftsleitung" in gebürstetem Aluminium oder etwas scherzhafter mit "Big Boss – für die wirklich wichtigen Fragen wenden Sie sich bitte an meine Frau!" oder kurz und knapp mit "Anstaltsleitung". Letztendlich konnte ich bis heute ganz hervorragend ohne eine derartige skripturale Potenzspritze leben und mich hat bislang auch noch jeder hier in meinem Zimmer am Ende des Ganges erfolgreich finden können.

Ohne dass ich derartige Überlegungen jemals in ihrer Gegenwart erwähnt hatte, entschied meine Tochter vorhin aus freien Stücken, dass hier an meine Tür eine Beschriftung gehört. Das ist zumindest mal eine klare Ansage ohne viele Worte. :-)


Alles leer?

Ich habe jetzt übrigens auch solche Schilder.

Finde ich übrigens nicht gut. Die Argumente für solche Preisverhandlungen sind nach wie vor die selben wie im verlinkten Beitrag, aber es wäre angenehmer, wenn nicht mehrere Lieferanten gleichzeitig davon betroffen wären und wenn sowas vielleicht zu einer Zeit passieren könnte, in der ohnehin schon dutzende Artikel nicht lieferbar sind. Es ist frustrierend, tagtäglich vor den Lücken in den Regalen zu stehen und auch immer wieder die enttäuschten Gesichter der Kunden zu sehen.


Zutritt nur mit FFP2-Maske

Ab heute greift die Verpflichtung, FFP2-Masken zu tragen, auch für die Grundversorger, also beispielsweise den Lebensmittelhandel. Diese Schilder hängen jetzt vorne an der Tür und ich weiß jetzt schon, dass wir sehr viele Diskussionen darüber führen werden …


Aufgrund von Lieferantenverhandlungen …

Fundstück in einem EDEKA-Markt in Delmenhorst: Ein Hinweis darauf, dass "aufgrund von Lieferantenverhandlungen" der eine oder andere Artikel nicht bestellbar ist. Das Schild findet man an mehreren Stellen in Markt. Ich nenne das immer "Preiskampf" und betrachte dieses Phänomen mit gemischten Gefühlen.

Einerseits ist es sicherlich nicht falsch, großen Konzernen, die maximal viel Geld aus ihren Produkten pressen wollen, Paroli zu bieten. Letztendlich sind diese Verhandlungen (langfristig) zugunsten der Kunden, aber man will ja auch selber wettbewerbsfähig bleiben. Die anderen Handelsketten verhandeln übrigens nicht weniger hart.
Je kleiner und idealistischer eine betroffene Firma ist, desto mehr finde ich diese Verhandlungen bedenklich. Bei einer Firma Nestlé oder AB-InBev oder Coca-Cola oder Mars nehme ich solche verhandlungsbedingten Auslistungen schulterzuckend hin. Ist für die Kunden eben mal eine Weile ärgerlich. Wenn dann aber sogar Urgesteine in der Bio-Landschaft von solchen Verhandlungen und Auslistungen betroffen sind, da nenne ich jetzt keinen Firmennamen, stehe ich nur noch kopfschüttelnd da.

Die Idee, einen solchen Hinweis aufzuhängen, hatte ich auch schon. Bin mir nicht sicher, inwiefern diese Info für Kunden relevant ist. Der gewünschte Artikel ist nicht da, die Gründe sind dem Kunden dann meistens egal. Es entlastet nur etwas die Einzelhändler-Seele, wenn der Grund dafür nicht in der eigenen Unfähigkeit liegt …

Würdet ihr so eine Info am Regal begrüßen, oder ist es eben wirklich egal?


Maske, nur mit Maske!

Der Hinweis an unserer Schranke hängt dort unverändert. Seit einer Weile gilt diese Regelegung bei uns uneingeschränkt. Im Klartext heißt das, dass jeder, der diesen Laden betritt, eine Maske aufzusetzen hat – befreiende Atteste akzeptieren wir nicht. Selbst wir arbeiten hier stundenlang schwer mit Mund-Nasen-Schutz und so wird wohl jeder in der Lage sein, ein paar Minuten für einen Einkauf ohne nennenswerte körperliche Belastung so ein Ding umzubinden, ohne gleich daran zu ersticken.
Das gab anfangs ein paar lange Gesichter, inzwischen funktioniert es aber ganz gut.

Interessant ist jedoch, dass es immer auf die gleiche Diskussion hinausläuft. "Wo steht das?", bekommen wir regelmäßig als Frage zu hören, wenn wir Leute bitten, einen MNS umzubinden. "Vorne am Eingang." – "Das steht da nicht." – "Doch, da steht, dass hier der Zutritt nur mit Maske gestattet ist. Ausnahmen werden da nicht erwähnt."

Bin froh, wenn der ganze Zirkus irgendwann wieder vorbei ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

EAT ALL THE MARSHMALLOWS!

Auch einen weiteren Monat später haben sich unsere Marshmallows vom Aufsteller noch nicht zu einem Renner entwickelt. Das könnte natürlich mit dem Wetter zu tun haben, das hier seit Wochen überwiegend nicht zu gemütlichen Runden an Grill und Lagerfeuer einlädt. Aber ziemlich sicher liegt es auch daran, dass unsere Kunden die Marshmallows einfach nicht als solche erkennen.

Vielleicht hilft ja diese kleine Zusatzinfo, die jetzt an der Ware hängt. ;-)


Straßenschilder

Es gab in Delmenhorst früher mal eine Schilderkombination, die es auch unter der Überschrift "Scheideweg für Tiere" in die Kuriositätensammlung der Zeitschrift "ADAC Motorwelt" geschafft hatte. Nach links ging es ins Tierheim, nach rechts zum Schlachthof.

Diese Kombination steht auch in Delmenhorst. Kein Scheideweg, aber der Hinweis auf dem oberen Schild wird für viele wohl auch im wahren Leben zu einer Einbahnstraße.