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Frage zu Urlaub

Thorsten hatte folgende Frage:

Wie handhabst du es deinen Mitarbeitern zu "kritischen" Zeiten Urlaub zu gewähren? Ich rede von den typischen Konstellationen: Pfingsten, Weihnachten, Ostern, Silvester, zum Teil auch Sommerferien. Oftmals kommt es dort zu Tagen oder auch Wochen in denen die Urlaubswünsche zu sehr überschneiden und eine ordentliche Besetzung im Markt nicht gegeben ist. Es gibt ja einige Faktoren die Einfluss nehmen, wie z. B. Betriebszugehörigkeit, schulpflichtige Kinder etc …

Wie handhabst du so etwas in deinem Betrieb?
Ganz einfach: Niemand hat hier im Unternehmen irgendeinen Urlaubsanspruch, da wir diesen gleich schon zu Beginn des jeweiligen Beschäftigungsverhältnisses arbeitsvertraglich vollständig ausschließen. Mit dieser zugegebenermaßen recht unkonventionellen Lösung umgeht man kurzerhand sämtliche Diskussionen und mögliche Querelen um die Urlaubszeiten sehr elegant und bekommt als Unternehmer auch noch pro Jahr und Mitarbeiter ein paar Wochen mehr Arbeitsleistung für den gezahlten Lohn. :-)

So. Schnappatmung wieder einstellen. :-)

Es gibt natürlich auch bei uns Zeiten, nämlich die oben erwähnten Feiertage und anderen Termine, an denen am liebsten jeder zu Hause bleiben würde. Aber wir finden dazu eigentlich immer eine Lösung, zumal auch durchaus drei Leute bei uns gleichzeitig Urlaub haben können, wenn deren jeweiligen Aufgabenbereiche nicht miteinander kollidieren.

Ferien: Mitarbeiter/innen mit Kindern haben natürlich ein Vorrecht, in den Ferien ihren Urlaub zu nehmen. Alle anderen müssen ihre Urlaubsplanungen darum herum konstruieren.

Die Arbeitszeiten und Urlaube rund um Feiertage lösen sich eigentlich auch immer ganz entspannt auf. Ostern und Pfingsten sind zumindest bei uns hier die Zeiten, an denen meistens niemand länger zwingend abwesend sein möchte. Weihnachten und Silvester dagegen schon eher. Das lösen wir aber ganz pragmatisch: Es gibt in den beiden Wochen generell keinen Urlaub und wer an Heiligabend arbeitet, kann Silvester frei haben, wer Heiligabend frei haben möchte, muss Silvester ran.

Frage zur Personalstruktur

"Nicht der Andere" hat hier gefragt:

Statt sowas wie 3 Voll- und 32 Teilzeitlern könnte man doch auch einfach 19 Vollzeitler beschäftigen. Oder einfach größtenteils Vollzeitler und einige Teilzeitler, weil man die Einsatzzeiten der Letzteren besser auf Flaute und Sturm anpassen kann.

Oder scheitert's schon daran, daß man den Teilzeitlern weniger pro Stunde zahlt in Hinsicht auf deren geringeren Steuersatz oder weil die zum Teil als Aufstocker ja auch Geld vom Amt erhalten?
Ist nicht gerade eine konkrete Frage an mich, aber ich habe das mal als Anlass genommen, über eine schwierige Gratwanderung zu schreiben, die mich hier schon seit fast zwei Jahrzehnten verfolgt: Stellt man besser Vollzeitkräfte, Teilzeitmitarbeiter oder Aushilfen ein?

Wenn man nicht nur Vollzeitkräfte einstellt, wird man ja gerne von Außenstehenden (oder Stammtischsitzenden) als wenig sozialer Arbeitgeber beschimpft. Aber es gibt nun mal auch einen Markt für Leute, die weniger Stunden arbeiten wollen (oder nur können) und auch Aushilfsjobs auf 450-Euro-Basis sind heiß begehrt, die Schüler und Studenten unter euch werden wohl kaum irgendwo eine Vollzeitanstellung übernehmen wollen.

Mitarbeiter mit mehr Stunden identifizieren sich meistens mehr mit dem Unternehmen und sind einfach viel tiefer in der ganzen Materie drin. Bei Aushilfen, die nur einen oder maximal zwei Tage pro Woche mal da sind, kann diese Verwurzelung meistens gar nicht wachsen. So gesehen ist die Anstellung von (interessierten) Vollzeitmitarbeitern für den Betrieb schon sehr wichtig.

Aber es gibt noch einen weiteren Punkt: Mit der Anzahl der Mitarbeiter wächst auch die Ausfallsicherheit. Wenn eine Aushilfe ausfällt, bricht nur ein Viertel der Stunden weg, die eine Vollzeitkraft macht. Krankheiten und Urlaub lassen sich somit natürlich viel leichter überbrücken.

Ich denke, es gibt nicht den einen richtigen Weg. Hier im Markt in der Gastfeldstraße habe ich aktuell 26 Mitarbeiter/innen. Darunter sind 9 in Vollzeit (35 bzw. 40 Stunden), 8 Teilzeit (18-34 Stunden) und 9 Aushilfen, also ziemlich genau jeweils ein Drittel. Vereinzelte Schwankungen gibt es immer mal, aber große Abweichungen von diesem Schema habe ich hier seit ein paar Jahren schon nicht mehr und ich denke, so habe ich meinen Weg hier gefunden.

Übrigens: Die Vollzeitkräfte sind im Durchschnitt schon seit 8 Jahren hier beschäftigt, der Rekordhalter seit fast 13 Jahren. Die Fluktuation findet also eher bei den Aushilfen statt, was völlig normal ist.

Umbau-PEP

Das ist übrigens der hier schon angekündigte PersonalEinsatzPlan der vergangenen Woche.

Ist schon eine besondere Planung gewesen:
Montag alle Mann, um die Regale auszuräumen und abzubauen. Dienstag war die Planung ursprünglich gleichermaßen vorgesehen, aber da hatten dann doch alle frei und ich war hier den ganzen Tag alleine mit den Monteuren und Handwerkern.
Mittwoch Nachmittag sollten schon die Tiefkühltruhen wieder stehen und mit der Ware aus den alten Truhen bestückt werden, Donnerstag kamen die Regale und wurde mit dem gesamten (verfügbaren) Team eingeräumt.
Freitag und Samstag waren tatsächlich schon so geplant, als wenn wir normal geöffnet hätten. Kam dann zwar etwas verzögert, aber hat ja funktioniert.


Männlein und Weiblein im SPAR Harste

Auch wenn der (Lebensmittel-) Einzelhandel nicht gerade ein typischer "Frauenberuf" ist, so ist doch in den meisten Geschäften der Frauenanteil deutlich höher. Männer findet man eher weniger an der Kasse, sondern entweder für die groben Arbeiten (z.B. Getränke verräumen) oder als Marktleitung.

Und jetzt zu unserem Laden:

Wir haben momentan 22 Mitarbeiter in der Gastfeldstraße. Die Aufteilung ist dabei schon auffällig männerlastig: Nur sechs Frauen sind dabei, also nicht mal ein Drittel. Von diesen sechs sind ist die Hälfte gar nicht an der Kasse beschäftigt. Bleiben also nur drei Kassiererinnen bei uns. Eine Aushilfe, eine als Springer und eine in Teilzeit. Dazu kommt aber noch die Chefin meine geliebte Gattin, die ich bei den 22 Mitarbeitern eben gar nicht berücksichtigt hatte.

Die Chance, bei uns an der Kasse von einer Frau bedient zu werden, dürfte im Vergleich zu anderen Supermärkten aber dennoch erstaunlich gering sein. Vor allem im Bereich Nachmittag und Abend gibt es bei uns im Laden fast nur noch Herren. :-)

Personaleinsatzplan 36. KW

Der Plan für die kommende Woche ist auch fertig. Für den Umbau der Getränkeabteilung habe ich am Mittwoch (Nachmittag, bzw. Abend) und den ganzen Donnerstag hoffentlich genügend Hände hier. Wird schon schiefgehen. Notfalls arbeiten wir hier rund um die Uhr und wenn das nicht reicht, nehmen wir noch die Nacht dazu. :-P

Spannender wird noch die übernächste Woche. Da brauchen wir zwar keine Kassen zu besetzen und müssen logischerweise auch nicht die normalen Öffnungszeiten abdecken – aber da heißt es Ware verräumen, Ware verräumen, Ware verräumen …

Bio-Fleischer sucht Personal

Ein Bio-Fleischer hier aus dem Stadtteil sucht Personal. Ich zitiere mal:

Aushilfen in Teilzeit. Erfahrung mit Lebensmitteln wäre gut, nicht Bedingung!
Dass in Supermärkten an den Kassen ungelernte Leute sitzen, ist ja nun relativ normal, ist bei mir auch nicht anders – aber wenn schon ein Fachgeschäft den Anspruch so weit runterschraubt, sogar Leute ohne jegliche Erfahrung im Lebensmittelhandel zu nehmen, das finde ich krass. (Nicht krass im Sinne von "was man sich dort als Kunde bieten lassen muss" sondern eher, weil ich denke, dass das Verzweiflung ist, weil sie keine Leute finden.)

Personal-Leasing

Anruf der Firma Persona Service, ob ich nicht Interesse daran hätte, mein Personal zu leasen.

Nein, habe ich nicht.

Die scheinbaren Vorteile der Kostenersparnis (keine Lohnnebenkosten, keine Krankheitsfälle) werden durch mindestens dem 2fachen meines jetzigen Stundenlohnes für die Aushilfen wieder getoppt.