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Klar ist Feuerwerk bestellt!

In diesem Kommentar wollte vor ein paar Tagen jemand wissen, was denn mit der diesjährigen Feuerwerksbestellung ist. Die hatte ich irgendwann mal ganz unspektakulär nebenbei gemacht und das hier gar nicht erwähnt, aber natürlich ist da was bestellt.

Wenn da irgendwann eine gesetzliche Regelung kommt und diese privaten Feuerwerke verboten werden – okay, dann ist es so und dann werde ich als Feuerwerks-Fan damit leben müssen. Aber aus Einzelhändlersicht werde ich, so lange es eben nicht reglementiert ist, nicht auf diesen Zusatzumsatz verzichten wollen.

Die Kühlregale bei 40 Grad Außentemperatur

Marco hatte gestern in diesem Kommentar die Hoffnung geäußert, dass die neuen Kühlregale die enormen Temperaturen in der zweiten Julihälfte gut ausgehalten haben.

Dazu muss ich sagen: Das haben sie, sehr gut sogar. Während wir früher immer besorgt die Temperaturanzeigen beobachtet haben, teilweise die Rollos schlossen und letztes Jahr sogar aktiv mit frischem Wasser den Verflüssiger gekühlt haben, sind diesmal die Temperaturen innerhalb der Regale nie über sechs Grad geklettert. Und nicht nur das: Wir haben die Vorhänge sogar nachts nicht geschlossen, um den Laden insgesamt herunterzukühlen.

Kurz: Die neue Anlage entspricht nicht nur voll und ganz den Erwartungen, sie hat auch noch ein gutes Stück Leistungsreserve nach oben und läuft selbst bei Rekordtemperaturen völlig korrekt. Absolut super!

Fragen zu den Kühlanlagen

In den Kommentaren zu diesem Beitrag bezüglich unserer neuen Kühlanlagen hatte Bernd ein paar Fragen, die ich hier mal für euch beantworten möchte:

· Hat das lange MoPro-Regal vorne Rollos um in der Nacht Strom zu sparen?

Ja. Momentan fahren wir sie noch über einen kleinen Stecker manuell rauf und runter, langfristig (also wenn alle neuen Lichtbänder montiert sind) sollen die Rollos zusammen mit der Beleuchtung (auch mit der von den Sydney-Tiefkühltruhen) parallel zur allgemeinen Marktbeleuchtung geschaltet werden.

· Ist es richtig, dass das Kühlsystem das MoPro-Regal und den TK-Raum versorgt und die Sydney-Truhen wiederum autarke Einzelsysteme sind?

Richtig. Jede einzelne Sydney-Tiefkühltruhe ist für sich alleine komplett funktionsfähig. Die beiden Kühlregale in der Gemüseabteilung und für die Getränke sind ebenfalls komplett steckerfertig und ohne weitere Infrastruktur lauffähig.

Die großen Kühlregale sind eine Kombination aus Verbundanlage und steckerfertigen Einzelgeräten: Jedes der sieben Module hat seinen eigenen kleinen Kältekreislauf (Kältemittel: Klimafreundliches Propan) mit vollständiger Technik. Im schlimmsten Fall fällt also ein Element aus, aber niemals die ganze Anlage.
Aber das ist erst die eine Hälfte dieser Technik: So sind die Kühlregale noch nicht funktionsfähig, denn die Abwärme kann noch nicht abgeführt werden. Dafür gibt es den großen Sole-Kreislauf, bestehend aus dem Pumpenmodul im Keller und dem Rückkühler an der Außenwand …

· Wie funktioniert das Kühlsystem genau? Ist das Kühlsystem konsequent redundant ausgeführt oder gibt es gemeinsame Komponenten, die einen Komplettausfall auslösen könnten?

… Wenn dieser Kreislauf ausfällt, hätten wir tatsächlich einen Totalausfall der Anlage – jedoch halte ich diese Chance für sehr unwahrscheinlich. Auf dem Pumpenmodul befinden sich zwei große Grundfos-Magna-Umwälzpumpen, von denen jede alleine den Job vermutlich für alle Zeiten diskussionsfrei schaffen könnte. Der Druck in der Anlage beträgt einskommairgendwas Bar, das Kältemittel ist einfach nur Wasser mit einem Zusatz für Frost- und Korrosionsschutz. Da läuft nichts im kritischen Bereich an irgendwelchen Leistungsgrenzen oder mit Drücken im Bereich von mehreren zehn Bar, was die ganze Technik sehr harmlos macht.

· Welches Kältemittel kommt zum Einsatz?
· Welche Mengen an Kältemittel und Wasser kommt zum Einsatz?

Propan, pro Gerät ca. 200 Gramm und etwa 200 Liter Wasser im großen Kreislauf.

· Wie hoch ist der voraussichtliche Stromverbrauch für das Kältesystem und was verbraucht eine einzelne Sydneytruhe? Tritt voraussichtlich eine Verbesserung zum vorherigen System ein?

Kann ich gar nicht genau sagen. Aufgrund vieler Faktoren schwankt der Stromverbrauch monatlich teilweise erheblich. Rechnerisch verbraucht die Anlage pro Gerät erst mal weniger, allerdings haben wir mehr Geräte, was die Sache wieder relativiert. Der entscheidendere Punkt ist die Ausfallsicherheit und ggf. Wartungs- und Reparaturarbeiten, die in den nächsten Jahren erst mal nicht anfallen werden.

· Ist der Wasserkreislauf nur mit Wasser gefüllt oder ist es eine Mischung wie z.B. beim Auto?

Siehe vorherige Antworten.

Frage zum Warennachschub

Kurz vor unserem Umbau hatte mich Ulrich aus der Schweiz angeschrieben, weil er einfach mal wissen wollte, wie das bei mir so mit dem Warennachschub funktioniert. Da das sicherlich auch den einen oder anderen von euch interessiert, hatte ich diese Anfrage auf meinen "zu verbloggen"-Stapel gelegt, den ich nun endlich so nach und nach abarbeite.

· Bestellst Du alles selber oder gibt es einen automatisierten Nachschub auf Basis Deiner Abverkäufe in Verbindung mit Soll-/Meldebeständen?

Automatisiert bekommen wir (bis auf eine Ausnahme) nichts geliefert. Technisch wäre sowas möglich, aber auf unserer kleinen Fläche, in der wir nicht nach "Schema F" bestellen können, sondern bei vielen Artikeln einzeln überlegen, ob wir sie (je nach dem wie voll die Produkte unmittelbar daneben sind) überhaupt in der Mindestbestellmenge im Regal unterbringen können, ist Handarbeit einfach präziser. Nur die Zeitungen / Zeitschriften werden nicht manuell bestellt, sondern kommen automatisch vom Pressevertrieb.

Dann gibt es noch einige erstaunlich viele (fiel mir erst beim Schreiben der folgenden Aufzählung auf) Artikel, die weder automatisch, noch durch uns bestellt werden. Hier kommen die Vertreter und lösen die Bestellung aus, die dann bei Lieferung von uns gepackt wird, oder die Fahrer verräumen ihre Ware und lösen anschließend auch selber schon gleich die nächste Bestellung aus. Dazu gehören ein Teil des Brotsortiments, Eier, Haushaltswaren, ein Gebäcklieferant, Gewürze, Hachez-Schokolade und im Grunde sämtliche Faitrade-Produkte.

Alle anderen Artikel bestellen wir selber, unabhängig davon, ob es sich dabei um Produkte aus dem Edeka-Großlager handelt, um Lieferanten, die mit Edeka Lieferverträge haben, oder auch um diejenigen, von denen ich direkt eine Rechnung bekomme.


· Wie wirst Du bei der Mengenberechnung IT-technisch unterstützt?

Aus der Antwort der ersten Frage ergibt sich hier, dass das technisch möglich wäre, von uns aber nicht genutzt wird.


· Wie oft wirst Du beliefert?

Aus der Belieferung mit Zeitungen, Brot und Obst/Gemüse und Frischwaren wie Molkereiprodukte, Wurst und Käse ergibt sich, dass ich diese Frage mit "täglich" beantworten kann. Andere Lieferanten kommen regelmäßig ein bis drei Mal pro Woche, dazu gehören Naturkostprodukte, Eier, Fleisch und Getränke.

Alle anderen Artikel werden bei Bedarf bestellt und haben einen entweder unregelmäßigen oder regelmäßigen (aber nur alle paar Wochen wiederkehrenden) Bestellturnus.


· Wirst Du aus einem Verteilzentrum beliefert oder direkt von den jeweiligen Lieferanten?

Den Löwenanteil unserer Ware bekommen wir von unserem Edeka-Großlager, wobei sich auch das wieder in mehrere Bereiche aufteilt: Tiefkühlkost, Trockensortiment, Frischwaren, Gemüse.

Alles andere wird von den jeweiligen Lieferanten direkt geliefert.


· Wie berücksichtigst Du bei der Berechnung von Nachschubmengen Aktionen und Promotionen?

Da wir, was auch wieder dem geringen Platz hier geschuldet ist, kaum an großen Aktionen und Werbemaßnahmen mitmachen, gibt es da nicht viel zu berücksichtigen.

Pfeiler und Tiefkühltruhen

In diesem etwas älteren Beitrag "Aktionsfläche und blaue Kisten" hatte Chris_aus_B in diesem Kommentar gefragt:

Kannst du nach ein Foto nachliefern von der Ecke/Reihe von Truhen wo der Pfeiler integriert ist (im Prinzip hier genau im Bildhintergrund, nur halb verdeckt vom Vordergrund)?
Klar, kein Problem. Dort steht ein Pfeiler, um den wir die Tiefkühltruhen herum gebaut haben, wie es auch hier im Plan zu sehen ist. (Auf dem verlinkten Bild die untere Tiefkühlinsel (hellblau), der Pfeiler ist das kleine schwarze Quadrat.)

Die Sydney-Truhen gibt es in unterschiedlichen Längen, die sich praktischerweise so kombinieren ließen, dass wir den Pfeiler genau einbauen konnten. Wir nutzen den kleinen Platz, der sich vor dem Pfeiler ergeben hat, um dort Einkaufskörbe zur Verfügung zu stellen:


Frage zu Temperaturen in Kühlgeräten

Jens hatte mich vor ein paar Monaten angeschrieben:

Hallo Björn,

bei einem Einkauf im Netto hier, musste ich gerade an Deinen Beitrag "33 Grad" denken.

Dort scheinen Sommer für Sommer die Kühlanlagen Probleme zu haben. Die Temparaturlogger zeigen dann Werte zwischen 10 und 15 Grad und jeden Morgen wischt jemand die Suppe vor den Kühltheken auf.

Vorletztes Jahr habe ich mich beim Gesundheitsamt darüber beschwert und die, bzw. die Gewerbeaufsicht haben meterweise Milch- und Joghurtprodukte, sowie Wurst entsorgen lassen.

Gerade eben wieder um die 12 Grad beim Joghurt. Das kann doch nicht gut sein für die Ware? Merken Kunden etwa nicht, wenn die Ware einfach nicht wirklich kühl/kalt ist?

Alles sehr seltsam...
Ich kenne die Geräte und die Umstände dort natürlich nicht, aber die dort angezeigte Temperatur muss nicht zwingend auf ein ernsthaftes Problem hindeuten. Es könnte z.B. sein, dass das Kühlregal gerade im Abtaumodus ist. Dadurch wird es zwar mal wärmer, gerade auch die gemessene Ausblastemperatur, aber die Kerntemperatur der Ware bleibt im grünen Bereich.

Aber es gibt ja den ultimativen Temperaturtest für Kühlgeräte, den man auch als Kunde und ohne technische Hilfsmittel durchführen kann: Nehmt ein Stück Butter (Am besten die Eigenmarke, nicht gerade die ohnehin generell auch im kalten Zustand weicheren Kerrygold oder Kjärgarden o.ä.) zur Hand und drückt sie vorsichtig. Ist die Butter hart, ist die Temperatur gut. Ist sie buchstäblich butterweich, ist das ein Zeichen für eine über einen längeren Zeitraum zu hohe Temperatur.

14319/31/24=?

Vor ein paar Tagen stand hier in den Kommentaren die Frage im Raum, mit wie viel Ampere der komplette Laden abgesichert ist, bzw. mindestens abgesichert sein müsste.

Aktuelle Zahlen entnehme ich der August-Stromrechnung. Im August 2018 haben wir hier im Markt in der Gastfeldstaße 14.913kWh Stom verbraucht. Das macht bei 31 Tagen und 24 Stunden am Tag (umgerechnet) eine Dauerlast von knapp 20kW, womit ganz theoretisch für den kompletten Laden ein relativ normaler Drehstromanschluss mit 3x32A ausreichen würde.

Nur theoretisch deshalb, da das natürlich ein Mittelwert ist, der sich logischerweise auch aus den Zeiten ergibt, in denen nicht der Leergutautomat läuft, in denen wir keine Brötchen backen, in denen nicht die Marktbeleuchtung eingeschaltet ist und die Rollos vom großen Kühlregal verschlossen sind und die Deckel der Tiefkühltruhen nicht geöffnet werden.

Im schlimmsten Fall laufen also sämtliche Geräte gleichzeitig, was (grob geschätzt) 60kW wären. Da wir hier mit 3x160A (Vorsicherung vor unserer neuen, aber auch der vorhandenen alten Unterverteilung) abgesichert sind, ist also mit der annähernd doppelt so hohen möglichen Leistung noch genug Reserve vorhanden. Aber, und da bin ich optimistisch, der Stromverbrauch wird mit den neuen Kühlanlagen sogar eher noch sinken!

Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen?

Günter hatte mir geschrieben:

Hi Björn,

da die Abschaffung der 1 und 2 cent Münzen scheinbar noch einige Zeit auf sich warten lässt hätte ich eine Frage an dich.

Kannst du sagen wie viel es dich kosten würde wenn du einfach jeden (End-)Betrag auf volle 5 cent abrunden würdest?

Das fände ich wirklich interessant da ich mich ernsthaft frage, warum die ganzen Supermärkte das nicht einfach machen und sich dadurch das ganze Handling mit 1 und 2 cent größtenteils sparen würden.
Wir sind ordnungsliebende Deutsche und rechnen korrekt ab! :-P

Darüber habe ich zugegebenermaßen noch nie nachgedacht. Im schlimmsten anzunehmenden Fall würden wir pro Tag rund 40 Euro auf diese Weise verschenken. Dem würden nur ein paar Euro Ersparnis in Form von Gebühren für die Münzrollen und Arbeitszeit für die Zählerei entgegenstehen. Mal aufgerundet glatte zehn Euro angenommen, blieben immer noch 30 Euro Verlust. Ist so nicht viel, aber das sind im Monat zusammen knapp 800 Euro, für die sich zum Beispiel zwei Aushilfen einstellen ließen.

Abgesehen vom Ausnutz-Potential bei Kleinstartikeln ("Für diese zehn Teile brauche ich jeweils einen eigenen Bon") und Pfand kommt noch (in Maßen) auch noch ein ganz anderer Faktor dazu: Wir haben hierzulande preisgebundene Artikel, die wir auf keinen Fall rabattieren dürfen: Guthaben- und Geschenkkarten, Tabakwaren, Zeitungen und Zeitschriften. Bei einem größeren Einkauf sehe ich da kein Problem, da gilt der Rabatt im Zweifel für die nicht preisgebundenen Artikel, aber man muss natürlich schon etwas aufmerksam sein, falls jemand nur derartige Produkte kaufen möchte.