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Gefärbte Banknoten?

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter vor ein paar Tagen, kam mir der Gedanke, welchen Sinn das Einfärben von Geld mit einer Farbbombe eigentlich in der Praxis hat. Im soeben verlinkten Artikel steht zwar, dass der Bargeldinhalt unbrauchbar gemacht wird, aber was heißt "unbrauchbar"? Meistens sind die Scheine ja noch als solche zu erkennen, haben vielleicht nur knapp eingefärbte Ränder und Ecken. Ich bin ziemlich sicher, dass sogar schon wir hier dermaßen kolorierte Banknoten bekommen und auch angenommen haben. Dass wir dafür bei der Bank mal keine Gutschrift aufs Konto bekommen hätten, ist mir nicht bekannt. Das ist natürlich kein regelmäßiger Vorgang sondern ich rede hier von ein paar und maximal an einer Hand abzählbare Einzelfälle in all den Jahren.

Wie man überhaupt auf die Idee kommt, eingefärbte Scheine anzunehmen? Nun, da gibt es sowas zum Beispiel. Oder ein in der Waschmaschine, Portemonnaie oder Jeanshose vergessener Schein, der die Farbe des ihn umgebenden Kleidungsstücks angenommen hat. Da ist der Unterschied zu einem mit einer Farbbombe eingefärbten Banknote nicht mehr so gigantisch groß und es kommt, vor allem auch bei der Hektik an der Kasse, nicht gleich Misstrauen auf.

Um zur eigentlichen Frage zurückzukommen: Was ist denn nun mit eingefärbten Geldscheinen? Gibt es eine Regelung, dass die nicht angenommen werden dürfen? Gehen sie als "beschädigte" aber eben nicht ungültige Zahlungsmittel durch?

Auf der Website der Sparkassen gibt es dazu eine schöne Erklärung:

3. Der Geldschein ist angemalt oder verfärbt.

Auch in diesem Fall können Sie den Schein bei Ihrer Sparkasse oder der Bundesbank umtauschen.
Einschränkungen: Mutwillig beschädigtes Geld oder Geld, das in Verbindung mit kriminellen Handlungen steht. Vorsicht bei verfärbten Banknoten! Diese könnten in Zusammenhang mit einem Raub stehen.
Was einem passieren kann, wenn man Geld aus einem Raub annimmt, erklärt die Europäische Zentralbank ganz anschaulich auf ihrer Seite Banknoten mit Tintenflecken:

Falls die Untersuchungen ergeben, dass die Farbflecken von einem IBNS stammen, haben Sie möglicherweise keinen Anspruch auf Entschädigung. Zentralbanken können Euro-Banknoten mit Tintenflecken von Diebstahlschutzvorrichtungen nur auf Anfrage des eigentlichen Besitzers der Banknote umtauschen, der das Opfer der Straftat war, die zur Einfärbung der Banknoten geführt hat.
Also: Im Zweifel eine Banknote nicht annehmen und den Kunden damit zur Bank schicken. Das habe ich so jetzt auch allen meinen Mitarbeiter(inne)n mitgeteilt.

Verfügungsberechtigung

Aus organisatorischen Gründen (das alte ist voll neue Kundennummer bei der Edeka) richten wir derzeit ein neues Konto bei meiner Hausbank ein. In dem Zusammenhang habe ich heute ein rein informatives Schreiben bekommen:

"Sehr geehrter Herr Harste,

der/die Kontoinhaber des oben genannten Kontos, Neustädter Frischmarkt e. K., hat/haben Sie berechtigt über das Konto zu verfügen. Ihre Personenstammdaten (Name, Anschrift, Geburtsdatum und -ort, Steuer-ID und ähnliche Daten) wurden zum Konto gespeichert.
"
Neustädter Frischmarkt e.K. ist, das ist in dem Zusammenhang ganz erwähnenswert, allein meine Firma, unter deren Namen ich hier die Geschäfte in beiden Läden tätige. Ob "Björn Harste" oder "Neustädter Frischmarkt e.K." ist also hinsichtlich der rechtlichen und möglicherweise auch monetären Konsequenzen für mich unterm Strich relativ egal.

So wirkt es zugegebenermaßen schon etwas kurios, dass ich mich selber dazu berechtige, über (m)ein eigenes Bankkonto zu verfügen. :-)

Das sind Schmerzen!

"Dann werde ich ggf. irgendwann mit den Konsequenzen leben müssen und in ein neues Schloss investieren."
Das waren meine Worte im Beitrag Schlüsselfertigkeiten (2) Ende März dieses Jahres.

Letzten Monat berichtete ich davon, dass meine Bank aufgrund eines Umzugs der Filiale sämtlich Schließfächer gekündigt hat. Dummerweise sind meine Schlüssel nicht mehr auffindbar gewesen, so dass ich schweren Herzens dem gewaltsamen Aufbruch der Box zustimmen musste. Das kostet knapp 300 Euro und war heute:



Während des Termins habe ich auch erfahren, wie die Schlüssel für die Schließfächer genau aussehen. Und wenn man jetzt auf dem Foto aus dem Beitrag von März noch mal genau hinguckt, fällt einem da was auf:



Und wenn man noch genauer hinguckt, nun, mein Schließfach hatte die Nummer 356.

Ich heul gleich. :-(


Die weite Strecke

Genau vor meiner Ladentür sprachen eine Kollegin und ich noch mit einem Vertreter, als ein junger Mann auf uns zu kam und fragte, wo denn die Sparkasse sei.

Ich deutete in die Richtung und erklärte: "Da vorne an der Kreuzung, genau hinter der Ampel, das große rote Haus auf der rechten Seite."

Das sind keine 200 Meter Luftlinie von uns und sowohl die Ampel als auch das beschriebene Gebäude sind logischerweise von uns aus erstklassig zu erkennen.

Da sah der Kerl uns etwas nachdenklich an und fragte allen Ernstes: "Kann man da zu Fuß hingehen oder ist das zu weit?"

Schließf … -Ach!

Vor einigen Jahren hatte unsere Hausbank den Nachttresor abgeschafft. Da ich das Geld weiterhin am Abend loswerden wollte, mietete ich mir ein Schließfach, um die Tageseinnahmen dort wie ehemals beim Nachttresor zu deponieren und dann tagsüber, während der Banköffnungszeiten, zu entnehmen und regulär einzuzahlen.

So unpraktisch, wie das gerade klingt, war es auch tatsächlich und so haben wir das sage und schreibe ein einziges mal gemacht. Seit dem ist das Schließfach ungenutzt. Eigentlich wollte ich es auch schon längst wieder gekündigt haben, aber ich habe irgendwie die Schlüssel verschludert und weil ich das nicht zugeben wollte, habe ich das Schließfach eben behalten und die jährliche Gebühr in Kauf genommen.

Aber bald zieht unsere Bankfiliale um und sämtliche Schließfächer im alten Gebäude wurden gekündigt. Da musste ich leider mit der Wahrheit rausrücken und so werde ich demnächst 260 Euro für das Öffnen des ohnehin leeren Fachs berappen müssen.

Die vergessene Bankkarte

Vor ein paar Wochen hatte eine Kundin ihre Bankkarte bei uns an der Kasse vergessen. Gewohnheitsgemäß rief ich bei der Bank an und bat darum, doch die Kundin zu informieren, dass sie ihre Karte im SPAR-Markt vergessen hat und diese hier abholen könne.

Erst nach dem Gespräch fiel mir auf, dass mir der aufgedruckte Name sehr vertraut vorkam: Sowohl der Vor- als auch der Nachname passten zu einer ehemaligen Aushilfe, die auch ab und zu immer noch als Kundin kommt. Ach, dachte ich, das hätte man ja leichter haben können.

Tatsächlich haben wir aber wohl mindestens zwei Kundinnen mit dieser Namenskombination, denn die mir bekannte Frau hatte ihre Karte nicht bei uns verloren.

Es ging noch einige Zeit ins Land. Die Karte wurde nie abgeholt, inzwischen habe ich sie aus Sicherheitsgründen durch den Schredder geschoben. Aber wir haben es ja zumindest versucht.

SPAR(-Kasse)

Das Telefon klingelte. Ich meldete mich und eine Frau plapperte direkt drauf los:
Ja, hallo, Frau Meiermüllerschulz hier. Ich hatte doch meine ec-Karte sperren lassen, weil ich doch mein ganzes Portemonnaie verloren hatte. Das ist aber wieder da und somit auch meine Karte.
"Jaaaaaa?", sagte ich reichlich irritiert.

Nach einer kleinen Pause antwortete sie mir, dass die Kartensperrung nun wieder aufgehoben werden könne.

Ich ahnte, dass sie sich verwählt hatte: "Sie sind hier gerade im SPAR-Markt gelandet. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie versuchen wollten, die Sparkasse zu erreichen."

"Ach, ohh… Entschuldigung."

Kein Problem. :-)

Sparbuch gefunden

Unter unserem Packtisch haben wir ein Sparbuch gefunden. Das Buch ist ganz offensichtlich mal nass geworden, es hat inzwischen Schimmelflecken und wurde zuletzt im Oktober 2001 nachgetragen.

2,79 D-Mark lagen dort zuletzt drauf. Mit Zinsen dürften das jetzt ein Vermögen knapp zwei Euro sein – wenn überhaupt.

Ich werd's trotzdem mal bei unserer Sparkasse in den Briefkasten werfen. Vielleicht freut sich der Besitzer ja trotzdem, auch wenn's nur wenig Geld ist. :-)

2. Laden t=-7d

Tolles Erlebnis bei der Sparkasse in Achim: Ich wollte ein Geschäftsgirokonto eröffnen und bin etwas - ähm - unkonventionell gekleidet in der Sparkasse aufgetaucht. Offensichtlich haben bei dem blonden Wesen mit der reservierten Art, die dort hinter dem Tresen stand, bei dem Begriff "Firmenkunde" nicht einmal annähernd irgendwelche Alarmglocken angeschlagen. Offensichtlich war ich für sie nur ein Typ mit Dreitagebart und schmutziger Weste (immerhin kam ich aus einem Laden im Rohbau) und es nicht wert, wirklich beachtet zu werden. Was man als Bankangestellte in diesem Fall denkt, ist eine Sache. Wie man sich gegenüber einem Kunden verhält, der dort einen guten fünfstelligen Betrag unterbringen möchte, eine andere.
Ich werde am Montag mal den dortigen Geschäftsstellenleiter anrufen und mich dafür entschuldigen, daß ich ein Konto eröffnen wollte. Das bißchen Sarkasmus gönne ich mir in all dem derzeitigen Streß. ;-)

· Ich habe ein Faxgerät und ein Telefon besorgt.
· Nächste Woche werden die Mülltonnen geleert und dann kümmere ich mich auch um neue Müllbehälter.
· Heute sind zwei Paletten mit Regalteilen geliefert worden.
· Der Eröffnungs-Handzettel ist fertig.
· Ich telefoniere derzeit so viel mit meinem Handy, daß mir wahrscheinlich bald das Ohr abfällt...
· Die Brotpreise sind geklärt. Ich denke, daß ein Kunde, der 69 Cent für einen Eigenmarken-Sandwichtoast bezahlt hat, auch bereit sein sollte, 79 Cent für ein (qualitativ besseres!) Markenprodukt auszugeben.

Bank. Geheimnis?

Nicht schön: Ich habe eben mit den Durchschlägen meiner Einzahlungsbelege auch zwei Umschläge mit Einzahlungsquittungen bekannter Firmen aus der Gegend bekommen.

Mein Geschäftskundenberater war nicht so erfreut darüber. Ich, ehrlich gesagt, auch nicht. Wer weiß, wo meine Unterlagen schon überall gelandet sind.