Skip to content

Blankoetikettenrollen mit SPAR-Logo

Die Kollegin in der Münchener Straße ist schon langsam dabei, die dunklen Ecken im Büro aufzuräumen. Schreibtischschubladen beispielsweise, in denen sich neben mit französischer Lyrik beschriebenen Pergamentrollen aus dem Hochmittelalter auch diese beiden Schätzchen befunden haben: Zwei Rollen Blankoetiketten mit "SPAR" bedruckt für unser altes DEWAS-System. Den dazugehörigen Drucker habe ich auch noch in der Halle stehen, aber ob das Ding jemals wieder zum Leben erweckt werden kann? In dem Fall ist es aber mal angebracht, das Material aufzubewahren. Der Drucker ist ja jetzt schon beinahe antik. :-)


Umgedrehter Schilderwald

Um überhaupt eine Chance zu haben, Toilettenpapier zu bekommen, bestelle ich derzeit zweimal pro Woche das gesamte Sortiment, das uns die EDEKA zur Verfügung stellt, immerhin ein paar Dutzend verschiedene Produkte. Unregelmäßig wird mal dieser, mal jener Artikel geliefert, ein festes Sortiment haben wir seit ein paar Wochen schon nicht mehr. Natürlich kommen dann auch Preise ans Regal, wenngleich wir derzeit die (auch heute gelieferten) Toilettenpapierpackungen nur auf Anfrage aus dem Lager herausgeben.
So hat sich in den letzten Wochen ein heiteres Sammelsurium an Etiketten in den Preisschienen des Hygienepapierregals angesammelt. Wir lassen einmal benutzte Schilder zur erneuten Verwendung umgedreht stecken, wenn bislang noch nicht gelieferte Artikel neu platziert werden / wurden, kommen neue Schilder hinzu.

Ich denke, wenn sich die gesamte Situation wieder entspannt hat, wann auch immer das sein wird, ist beim Toiletten- und Küchenpapier eine komplette Neuplatzierung fällig.


Mittige Regaletiketten

In unserem kleinen Ableger im Stadtteil Findorff ist mir aufgefallen, dass irgendjemand, vielleicht ein/e neue/r Mitarbeiter/in, die Regaletiketten nicht so anbringt, wie wir es schon seit zwei Jahrzehnten handhaben und wie ich es selber allen Leuten immer beibringe: Linksbündig mit der Ware.

Stecken die Etiketten konsequent linksbündig (oder meinetwegen auch rechts, aber da wir von links nach rechts lesen ist die Orientierung bei linksbündig angebrachten Preisen einfacher), ergibt sich selbst bei einem komplett leeren Regal eine sehr leicht nachvollziehbare Platzierung. Wenn die Etiketten mittig stecken, gerade auch wenn wie auf dem Bild die Produkte einreihig im Regal stehen, ist die Platzierung zwar schon noch relativ unkompliziert möglich, aber bei größeren Abständen muss man mitunter gleich mehrere benachbarte Artikel ansehen, um den für das jeweilige Produkt vorgesehenen Platz überhaupt abschätzen zu können.

Ich mag es nicht, vielleicht auch, weil die Preisauszeichnung während meiner gesamten Zeit im Einzelhandel, also auch vor meiner Selbstständigkeit, nie anders gemacht wurde und ich damit einfach groß geworden bin.

Wer Preisetiketten mittig anbringt, will auch die Welt brennen sehen.