Skip to content

So sieht Dankbarkeit aus!

In den paar Tagen in denen wir ein Problem mit unserem Waschbecken hatten, ließ eine Kollegin gut gemeint einen Kunden auf unsere Toilette. Damit bin ich generell nicht ganz glücklich, denn wir haben keine separate Kundentoilette und ich finde es nicht toll, fremde Leute erst durch unser Lager und dann auf unsere von uns selbst genutzten Toiletten zu lassen, zumal wir dort immerhin schon im Laufe der Zeit die unhygienischsten Dinge mit Blut und Fäkalien erlebt haben. Brr …

Die unhaltbaren hygienischen Zustände (das verstopfte Waschbecken) veranlassten ihn wohl, vielleicht war ihm auch sonst irgendeine Laus über die Leber gelaufen und er suchte nur einen Grund, um uns irgendetwas heimzuzahlen, das Gewerbeaufsichtsamt Bremen über die Situation auf unseren Toiletten zu benachrichtigen. Einige Tage später tauchte eine Mitarbeiterin der Gewerbeaufsicht hier auf und sprach mich auf die ihr geschilderte Situation an. Ich habe mir nicht mal ihren Dienstausweis zeigen lassen und meinte nur spontan, dass sie mir doch bitte folgen soll. Wir gingen zu den Toiletten, wo man gefahr- wie anstandslos seine Notdurft verrichten und sich danach ebenso gefahr- wie anstandslos die Hände waschen konnte.

Damit es auch ja keine/r meiner Mitarbeiter/innen vergisst, hängen nun diese Schilder an den Toilettentüren. Wenn man erst Leuten einen Gefallen tut und der Dank dafür so aussieht, wie hier erlebt, dann lässt man freiwillige Leistungen eben irgendwann bleiben. Schwangere und Kinder dürfen weiterhin, aber jeder normale erwachsene Mensch wird wohl in der Lage sein, ein paar Einkäufe zu erledigen, ohne zwischendurch pinkeln gehen zu müssen. Das hat die Dame von der Gewerbeaufsicht dann genauso gesehen.


Edeka-Markt gegen beleidigende Kunden

Unter anderem an dieser Stelle ist eine Meldung zu lesen, die seit ein paar Tagen schon durchs Netz wandert. Ein Edeka-Markt in Gifhorn hat verlauten lassen, vom Hausrecht Gebrauch zu machen und Kunden des Geschäfts zu verweisen, wenn sie die Mitarbeiter anpöbeln. So weit so gut, das machen wir hier schon seit vielen Jahren nicht anders, jedoch ohne große Ankündigung in der Öffentlichkeit.

Was ich nicht verstehe: "Die Mitarbeiter der Filiale würden seit Monaten übel beleidigt. Das werde man sich ab sofort nicht mehr gefallen lassen, heißt es in einem Statement auf Facebook."

Warum haben die sich das überhaupt so lange gefallen lassen? Wenn irgendjemand meinen Mitarbeitern hier Schimpfwörter wie "Arschloch" oder auch rassistische Sprüche entgegenschleudert, gibt es entweder eine direkte Ansage oder auch den Rauswurf inklusive Hausverbot. Dienst am und für den Kunden, ja. Wir lassen uns auch alle Stimmungsschwankungen gefallen, die gehören nun mal auch dazu. Es ist auch nicht notwendig, mit Dauergrinsen unsern Markt zu betreten und mit gespielter Fröhlichkeit aufzutreten. Das ist schon okay für uns. Aber persönliche Angriffe werden und würden wir hier ganz klar nicht akzeptieren, schon gar nicht "monatelang".

Prompte Reaktion

Am Samstag Vormittag hatte ich eine unserer Aushilfen via WhatsApp angeschrieben. Sie kam dann an dem Tag aber erst wie ursprünglich geplant um 18 Uhr und ich sprach das Thema, da zu dem Zeitpunkt bereits erledigt, auch nicht weiter an.

Ein paar Tage später folgte nun die Antwort. Hrhrhr … :-D