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Geburten bei den Frensländern

In diesem Matherätsel von Heinrich Hemme lautet die Aufgabe folgendermaßen:

Bei den Frensländern ist es von größter Bedeutung, dass ein Ehepaar eine Tochter als Stammhalterin hat. Deshalb zeugt jedes Paar solange Kinder, bis ihm eine Tochter geboren wird. Danach setzt es keine weiteren Kinder in die Welt. Angenommen, die Wahrscheinlichkeiten, einen Jungen oder ein Mädchen zu bekommen, seien gleich. In welchem Verhältnis steht in Frensland die Anzahl der Jungengeburten zu der der Mädchengeburten?
Ist doch logisch, dachte ich: Die Anzahl der Jungs ist größer. Stimmt aber nicht. Nur warum ist das so? Logisch betrachtet muss die Anzahl der Jungengeburten die Anzahl der Mädchengeburten übersteigen: Jedes Paar bekommt immer nur maximal eine Tochter, aber möglicherweise vorher schon mehrere Jungen.

Im verlinkten Artikel / Rätsel lautet die Lösung folgendermaßen:

Da bei jeder einzelnen Geburt, egal, ob es sich um eine Erstgeburt handelt oder ob das Ehepaar vorher schon ein Dutzend Jungen bekommen hat, die Wahrscheinlichkeit für einen Mädchen 50 Prozent beträgt, steht die Anzahl der Jungengeburten zu der der Mädchengeburten im Verhältnis 1:1.
Bin ich jetzt aufgrund der Fragestellung reingefallen oder mache ich einen gravierenden Denkfehler? Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit bei der Geburt eine 50/50-Chance. 50% Mädchen, 50% Junge. Das gilt für jede einzelne Geburt. Ist ja klar, darüber gibt es nichts zu diskutieren. Das ist mathematisch absolut korrekt.

Aber dennoch müsste, wenn man nicht die einzelnen Geburten sondern die gesamte Bevölkerung betrachtet, die Anzahl der männlichen Nachkommen die Anzahl der weiblichen Nachkommen der Frensländerer übersteigen, da die Paare ja nicht nur akkurat abwechselnd Mädchen und Jungen bekommen, sondern durchaus auch mal mehrere Jungen, bis es endlich klappt – aber eben grundsätzlich immer nur ein Mädchen.

Habe ich einen Denkfehler gemacht oder schlicht und einfach in die Frage ("In welchem Verhältnis steht in Frensland die Anzahl der Jungengeburten zu der der Mädchengeburten?") viel zu viel hineininterpretiert?

Mathe-Ass

Da wir aus technischen Gründen die in den meisten Edeka-Märkten erfolgte Umsetzung der Mehrwertsteuersenkung pro Artikel am Regal nicht umsetzen konnten, werden momentan (*) an der Kasse bei uns ganz pragmatisch pro gebuchter Position (sofern die Ermäßigung zulässig ist) pauschal 3 Prozent abgezogen. Das ist deutlich mehr als der rechnerisch korrekte Wert, der vom Brutto-Verkaufspreis ausgehend 2,52 % (bzw 1,87 % beim ermäßigten Steuersatz) beträgt.

Gestern Abend hat sich ein Kunde bitterböse beschwert, weil ihm an der Kasse für eine Konservendose, die regulär 3,89 Euro bei uns kostet, 3,79 Euro berechnet wurde. Es wurden also "nur" 10 Cent abgezogen und nicht 11 Cent, wie es nach seiner Rechnung hätte erfolgen müssen. Er hatte von den 3,89 Euro (ausgehend von 107 %) drei Prozent abgezogen, was 3,78 Euro ergibt.

Die Erklärung, dass ihm bei korrekter Umsetzung der Steuerermäßigung nur 7 Cent erspart geblieben wären und wir ihm folglich 3 Cent noch zusätzlich geschenkt haben, hörte er nicht mehr, da er sich wütend umdrehte und wortlos den Laden verließ.


*) Das war unser Workaround, um schnell eine Lösung zu haben. Seit heute Nachmittag ist das so geändert, dass korrekt pro Steuersatz die richtigen Werte abgezogen werden.

Kopfrechnen

Ein junger Mann im mittleren Teeniealter stand in der Getränkeabteilung und hibbelte ganz nervös herum. Ines kam gerade in seine Nähe, bemerkte diese augenscheinliche Nervosität und fragte, ob sie ihm helfen kann.

"Oh, ja. Wie viel ist denn 25 und 65?"

"90, wieso?"

"Cool, dann kann ich mir das ja doch leisten."

Sprach's und schnappte sich die Dose Cola.

Bio-Pumpernickel

Eine Kundin suchte Bio-Pumpernickel und sprach dazu eine Kollegin an, die ihr die eine Sorte, die wir im Angebot haben, zeigte. Das Brot ist haltbar bis zum 16. Januar 2018.

Der Frau war das zu kurz: "Oh, das ist ja nicht mehr so lange."

Kollegin: "Naja, heute ist der elfte Dezember.

Die Kundin korrigierte: "Der Zwölfte!" und ergänzte: "Aber das ist so viel Brot, das schaffe ich alles gar nicht bis dahin."

"Wie viel Brot essen Sie denn so? Notfalls könnten sie ja auch die eine Hälfte einfrieren, das ist überhaupt kein Problem."

"So zwei bis drei Scheiben am Tag."

"Aber da sind doch nur neun Scheiben drin, dann ist das Brot doch noch bis zum Wochenende alle."

"Meinen Sie wirklich?!"

Sie hat das Brot dann erstaunlicherweise tatsächlich gekauft …