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Regalgondel aus Papier

Für die gesamte Ladenplanung (aktuell und auch schon in der Vergangenheit) benutze ich immer ganz pragmatisch das 30cm-Raster unseres Bodenbelags. Die paar Millimeter für die Fugen vernachlässige ich dabei grundsätzlich, dann ist noch etwas Platzreserve.

Der momentane Stand der Planung sieht jedoch vor, dass ein paar Regalgondeln schräg stehen sollen. Da klappt das mit dem Raster nicht mehr und da wird's auch schwierig, sich das nur noch theoretisch auszumalen. Der Pragmatismus geht weiter: Eine Papiertischdecke (1x10m) abgerollt und in der Mitte gefaltet – voila: Eine 1x5 Meter große Regalgondelsimulation. Mit der hervorragenden Erkenntnis, dass diese Regalgröße hier reinpassen wird.

(Das ganze Drumherum auf dem Foto ist dabei natürlich zu ignorieren. Das würde sich dann natürlich mit dem Umbau entsprechend verändern.)


Wir puzzeln uns einen Supermarkt

Kleine (relativ maßstabsgetreue) Skizze vom neuen Ladenlayout. Da fehlt zwar noch eine ganze Menge, aber so langsam formt es sich… :-)

(Grün: Kühlregale, Gelb: Eierregal, Orange: Tiefkühltruhen (Sydney!), Rosa: Regalgondeln, Rosa-auf-Violett: Komplette Getränkeabteilung, Magenta: Kühlregale für Getränke & Salate / Convenience)


Gondelbreite

Bei uns im "Mittelfeld" des Ladens muss ich irgendwie 50 Regalmeter Platzierungsfläche unterbringen. 50 Meter – das sind hier planmäßig fünf Regale mit jeweils 10 Metern Stellfäche. Das sind die fünf kurzen Stücke aus dem untersten Bild in diesem Beitrag. Jedes Regal ist 4 Meter lang und hat vorne und hinten noch einen 40cm tiefen Gondelkopf, die wir aber auch als normale Platzierungsfläche verwenden werden, wodurch sich eine Gesamtlänge von 4,80m Ergibt.

Durch die schräge Anordnung der Regalgondeln ist die pragmatische Planung durch "Bodenfliesen zählen" nicht mehr so ganz einfach möglich und so habe ich mir einfach mal eine maßstabsgerechte Vorlage ausgedruckt. Die blaue Fläche ist der Platz, den wir für die Regale verwenden können, die schwarzen Rechtecke sind die Pfeiler hier im Laden, um die wir irgendwie herumbauen müssen.

Auf dem oberen Bild sind die Regale pro Fachboden nur 40cm tief (Gesamtbreite 80cm), unten 50cm, wodurch die Regale ca. 1m breit sind. Durch die schräg gestellte Anordnung ist die Breite ein natürlich nicht zu verachtender Punkt. 40er Tiefe ist eigentlich zu wenig. Viele Kartons sind etwas länger, so dass sie vorne mehrere Zentimeter überstehen würden, was absolut hässlich aussieht. Daher hätte ich eigentlich lieber die tiefen Regale, aber auf dem unteren Bild ist deutlich zu sehen, dass das überhaupt nicht passt. Keine Chance. Die Gänge dazwischen sind ohnehin nur mit ca. 1,20m Breite berechnet.





Und nachdem ich mich da nun rund zwei Stunden gequält habe und mich wunderte, dass meine bislang in der Theorie zumindest halbwegs funktionierende Planung überhaupt nicht so passen wollte, fiel es mir plötzlich wie die sprichwörtlichen Schuppen von den Augen: Im Eifer des Gefechts mit den "Puzzleteilen" habe ich zu den "ca. 5 Meter Gesamtlänge" pro Regal noch die Kopfregale hinzugerechnet, so dass auf den beiden oberen Bildern die Regalgondeln jeweils einen vollen Meter zu lang sind.

Noch mal richtig ausgedruckt und schon passt alles genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte. 50 laufende Meter in 50cm Tiefe! Ich freue mich, wie sich der neue Laden in meinem Geiste form. :-)


Geplante 78 Regalmeter

Planmäßig sollen hier im Laden fünf kurze und zwei lange Regalgondeln entstehen, auf denen wir die reinen Lebensmittel (ohne Getränke, Süßwaren und Chips) platzieren wollen. Da das Layout ganz anders sein wird als momentan noch, wird auch die Zusammenstellung der Warengruppen eine neue werden müssen. Um die Arbeit zu erleichtern, habe ich mir die leeren Regale mit allen einzelnen Segmenten ausgedruckt und genau passend dazu eine Anzahl an Karten, auf denen sich sämtliche zu berücksichtigen Bereiche (z. B. Brot, Gewürze, Brotaufstrich, Kekse) befinden.

Erst mal alles ausdrucken und ausschneiden:





Dann ging die Bastelei los. Es fühlte sich an wie eine Mischung aus einem Puzzle und Memory. Es gibt natürliche einige Dinge zu berücksichtigen: Kaffee sollte nicht versteckt stehen, "Frühstück" sollte im vorderen Bereich bleiben. bestimmte Warengruppen wollte ich zwingend an Kopfregalen stehen haben, sowas wie Fairtrade-Produkte sollten aufgrund des besonderen Sortimentes wiederum an exponierter Stelle stehen. Dazu war mir aber wichtig, dass die Bereiche auch noch thematisch wenigstens halbwegs zueinander passten. Also nicht gerade Fischkonserven unmittelbar neben den Keksen. Das klingt in der Theorie alles leichter, als es letztendlich ist: Rund 1,5 Stunden haben wir hier im Büro getüftelt und immer wieder die Kärtchen verschoben und neu gelegt.



Et voilà !



Ihr müsst das nicht lesen können. Ich will ja nicht zu viel verraten. Das Kopfregal vorne ganz links heißt übrigens "BREMEN REGIONAL", da habe ich was vor, das es in der Form hier bislang noch nicht gab. Der Name sagt hoffentlich schon alles. :-)