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So sieht Dankbarkeit aus!

In den paar Tagen in denen wir ein Problem mit unserem Waschbecken hatten, ließ eine Kollegin gut gemeint einen Kunden auf unsere Toilette. Damit bin ich generell nicht ganz glücklich, denn wir haben keine separate Kundentoilette und ich finde es nicht toll, fremde Leute erst durch unser Lager und dann auf unsere von uns selbst genutzten Toiletten zu lassen, zumal wir dort immerhin schon im Laufe der Zeit die unhygienischsten Dinge mit Blut und Fäkalien erlebt haben. Brr …

Die unhaltbaren hygienischen Zustände (das verstopfte Waschbecken) veranlassten ihn wohl, vielleicht war ihm auch sonst irgendeine Laus über die Leber gelaufen und er suchte nur einen Grund, um uns irgendetwas heimzuzahlen, das Gewerbeaufsichtsamt Bremen über die Situation auf unseren Toiletten zu benachrichtigen. Einige Tage später tauchte eine Mitarbeiterin der Gewerbeaufsicht hier auf und sprach mich auf die ihr geschilderte Situation an. Ich habe mir nicht mal ihren Dienstausweis zeigen lassen und meinte nur spontan, dass sie mir doch bitte folgen soll. Wir gingen zu den Toiletten, wo man gefahr- wie anstandslos seine Notdurft verrichten und sich danach ebenso gefahr- wie anstandslos die Hände waschen konnte.

Damit es auch ja keine/r meiner Mitarbeiter/innen vergisst, hängen nun diese Schilder an den Toilettentüren. Wenn man erst Leuten einen Gefallen tut und der Dank dafür so aussieht, wie hier erlebt, dann lässt man freiwillige Leistungen eben irgendwann bleiben. Schwangere und Kinder dürfen weiterhin, aber jeder normale erwachsene Mensch wird wohl in der Lage sein, ein paar Einkäufe zu erledigen, ohne zwischendurch pinkeln gehen zu müssen. Das hat die Dame von der Gewerbeaufsicht dann genauso gesehen.


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Kommentare

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Michael K. am :

Ich fürchte deutlicher kann man als Kaufmann seine Geringschätzung gegenüber seinen eigenen Kunden nicht ausdrücken. Das Schild wirkt wie aus der Zeit gefallen, es ist dümmlich und abstoßend, es ist eine Beleidigung und ein Offenbarungseid für einen Händler, der ob irgendwelcher betrüblicher Einzelereignisse meint alle(!) seine Kunden in so eine Kollektivstrafe einbeziehen zu können.

Es gibt viele Einzelhandelsgeschäfte, die den Kunden im Rahmen eines Schilderwaldes oder anderweitig kommunikationsstark darüber informieren, was sie alles nicht können und was alles nicht geht.

Du kannst weder einen barrierearmen Zugang schaffen noch Kundentoiletten anbieten, obwohl es für beides seit zig Jahren Bedarf gibt - schwaches Bild! Die Frage nach Toiletten stellt sich in größeren Einkaufszentren/-märkten nicht, es ist dort alles vorhanden - was mit ein Grund ist, dass ich dort bevorzugt einkaufe.

Sei es drum, Handel ist Wandel, war schon immer so.

Björn Harste am :

Du hast schon kapiert, dass sich diese Räumlichkeiten tief in einem Gebäudeteil befinden, der von Kunden ohnehin nicht betreten werden darf?

Michael K. am :

Ja, ich habe das schon kapiert - auch sprechen die berühmten "versicherungstechnischen Gründe" dagegen, vgl. https://www.shopblogger.de/blog/archives/17672-Pipi-mit-Bremsspuren.html - ich erinnere mich noch gut an den enttäuschenden Beitrag.

Die Berliner Bauordnung macht es vor (vgl. https://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-bauordnung-in-berlin-grosse-supermaerkte-muessen-kundentoilette-haben/13687410.html) andere Bauordnungen, werden sich dem anschließen. Dabei stehen in den BauO der Länder immer nur die Mindestanforderungen.

Im Untertitel vom Blog steht aktuell "Kundenversteher", inwiefern verstehst du denn diesbezüglich die Bedürfnisse der Kunden?

Über kurz oder lang müssen bauliche Veränderungen her, um den Laden an den Stand der Technik anzupassen, sprich barrierearm zu machen und mit einer (Unisex-)Kundentoilette zu versehen. Andere können das auch, vgl. https://faq.aldi-sued.de/kb/gibt-es-in-den-aldi-sued-filialen-kunden-wcs/

tourist am :

Aldi kann es einen Scheiß.
Bei uns relativ neue Filiale auf der gründen Wiese. Solarzellen auf dem Dach, tiptop Kälteanlage, alles vom Feinsten. Erst zichmal angebaut, dann haben sie sie für ein oder 2 Wochen komplett zugemacht und ganz neu möbliert, sogar eine größere Scheibenfront und den schon wieder abgebauten Flop-Kaffeeautomaten gab es.
ein Kundenklo gab es nicht.
Ich hab auch von der neuen Serviceoffensive gehört, dass Aldi jetzt Klos anbieten will und war enttäuscht.
Eine Nachfrage ergab die extrem dürre Antwort, dass Kundenklos nur da gebaut werden, wo die Voraussetzungen vorliegen. Ja, genau.

bunt am :

"Im Untertitel vom Blog steht aktuell "Kundenversteher", inwiefern verstehst du denn diesbezüglich die Bedürfnisse der Kunden?"
Kunden haben viele Bedürfnisse die schwer zu verstehen sind.

Aldi Süd am :

Aldi Süd hat Kundentoiletten? Das ich nicht lache!
Mal auf deren HP den Filialfinder bemüht: in Frankfurt gibt es genau 2 Läden mit WC, in Stuttgart auch 2 Läden und in München 5 Läden! So viel zu "andere können das auch!", die haben ein paar ganz wenige Märkte dazwischen, die so einen Service anbieten!

Alexander M. am :

"Die Frage nach Toiletten stellt sich in größeren Einkaufszentren/-märkten nicht, es ist dort alles vorhanden"

Eben. Größere Einkaufszentren oder -märkte haben ggf. auch den Platz dafür. Wer dieses Blog länger verfolgt, der weiß aber auch, daß gerade der mangelnde Platz eines der größten Probleme von E-Harste ist.

Im Übrigen stellt sich die Frage nach Toiletten durchaus auch in den neuen (flächenmäßig deutlich größer als E-Harste) Märkten von Aldi Süd, denn auch die haben keine Kundentoiletten.

Kundentoiletten sind ein Kundenservice, denn man zunächst einmal leisten können muss (Platz, Kosten, etc.). Dazu kommen noch die einschlägigen Hygienevorschriften, die eben beim Umgang mit Lebensmitteln eine Trennung von Kunden- und Mitarbeitertoiletten verlangt.

Kurzum: solange kein Platz für separate Kundentoiletten vorhanden ist, ist Björns Regelung sogar zwingend erforderlich.

Daniel am :

In Filialen mit genügend Platz scheint Aldi Süd Kundentoiletten anzubieten: https://faq.aldi-sued.de/kb/gibt-es-in-den-aldi-sued-filialen-kunden-wcs/

https://www.welt.de/wirtschaft/article151120843/Warum-Kunden-die-versteckten-Orte-schaetzen.html

Alexander M. am :

Hier im Nachbarort hat letztes Jahr ein Neubau aufgemacht, deutlich größer als die bisherigen Märkte. Aber ohne Kundentoilette.

Anonym am :

Auch für Dich meine Zahlen von weiter oben:
Frankfurt - 2 Märkte mit Toilette
Stuttgart - 2 Märkte mit Toilette
München - 5 Märkte mit Toilette

Was Aldi da anbietet, ist ein bischen Deko in großen, neuen Märkten. Auf der Fläche wird die Mehrzahl der Märkte auch in 10 Jahren noch keine Kundentoilette haben.
Und außerdem: hier wird ein internationales Unternehmen mit Milliardenumsatz mit einem kleinen, selbständigen Nahversorger verglichen...

eigentlichegal am :

Also warum bevorzugst du jetzt größere Einkaufszentren/-märkte?

Nur weil Björns Laden keine Kundentoilette anbietet, was ja soooo ein schwaches Bild abgibt?
...oder doch eher weil es bei kleineren Läden völlig normal ist und die Regel darstellt, keine Kundentoilette anzubieten?

Letztendlich widersprichst du dir da mit deiner künstlichen Aufregung selber
...aber schön, dass wir mal über deine Blasenprobleme gesprochen haben

Michael K. am :

Ich hatte geschrieben, dass das Vorhandensein von Toiletten "mit e i n Grund ist", dass ich bevorzugt in Einkaufszentren einkaufen gehe.

Das ist aber nicht das alleinig Ausschlaggebende. Es gibt bei mir noch zahlreiche andere Gründe, z. B. kostenlose Parkplätze, ein Restaurant im Center, ein breiteres Warenangebot, der Branchenmix im Einkaufszentrum, die Öffnungszeiten oder eine angenehme Atmosphäre.

Das ist aber auch schwankend, wenn Online stärker wird, bestelle ich mehr Lebensmittel im Lieferservice.

Hier Dort am :

In den deutschen Einkaufszentren gibt es aber häufig Toiletten-Blockwarte. In allen anderen mir bekannten Ländern gibt es so etwas nicht. In Hongkong oder Tokio finde ich immer eine kostenlose, öffentliche Toilette. In den dortigen Toiletten der Einkaufszentren gibt es nie einen Kleingeld-Blockwart, sondern immer jemanden, der sauber macht - und entsprechend blitzsauber ist es auch.

Abgesehen davon: Dass Björn seine Toilette nicht für Kunden anbietet, kann ich natürlich verstehen.

ANgelos am :

Wenn du ernsthaft glaubst "Toiletten Blockwarte" wären eine deutsche Besonderheit, dann empfehle ich dir mal einen Trip in andere europäische Länder...

Sokrates am :

Du musst deinen Selbsthass nicht auf andere projizieren. Niemand kann etwas dafür dass du im Leben versagt hast.

Geh einfach weg...

Helmut am :

zu meiner Zeit im LEH war es sogar verboten, dass Kunden die gleichen Toiletten benutzen, wie das Personal. Wir hatten, da wir mit unverpackten Lebensmitteln umgehen, alle ein Gesundheitszeugnis. Daher durfte niemend, der keines hat diese Toiletten benutzen. Ist das heute nicht mehr so? Oder je nach Bundesland?

Anonym am :

In Niedersachsen war wohl das Gesundheitsamt (o.s.ä.) in meiner Urlaubspension, nachdem der Betreiber gewechselt hat. Die bekamen auch aufgetragen, speziell Toiletten für das Personal einzurichten, und seitdem sind die Toiletten im Frühstücksraum für die Gäste halt nicht mehr zugänglich.

Hossa! am :

"Schwangere und Kinder dürfen weiterhin, aber jeder normale erwachsene Mensch wird wohl in der Lage sein, ein paar Einkäufe zu erledigen, ohne zwischendurch pinkeln gehen zu müssen."

Grundsätzlich versteh ich deine Entscheidung, aber du wirst es nicht jedem "normalen" Erwachsenen ansehen, ob er vielleicht aus gesundheitlichen Gründen ebenso plötzlich zur Toilette muss wie die genannten Schwangeren und Kinder.

Den Text des Schildes finde ich jetzt aber nicht dermaßen kundenverachtend wie der eine oder andere Vorschreiber. Wie blumig soll man's denn ausdrücken?

wumpe 3.0 am :

Solange es solche Leute gibt, die anderen die Verrichtung der _Not_durft verweigern, wird es im Netz Videos von Leuten geben, die in Ladengeschäft in die Ecke kacken, oder es sogar elegant im Gehen durch die Shorts runterklatschen lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=LwkaOmkt940
https://www.youtube.com/watch?v=iaiIph3vIBo
https://www.youtube.com/watch?v=pduBUYqHWpM
https://www.youtube.com/watch?v=R-gCzC8g5tw
etc...

Aber ist wohl ne WinWinSituation, da man sich zwei mal aufregen kann. :-)

Wette, wenn einer in seiner Not aus dem Laden rennt und es in einer Ecke im Hof verrichtet, wird auch gemeckert.

Zum Glück sehen das nicht alle so: http://www.die-nette-toilette.de/

Hastrubal am :

Mit diesem Schild hast du klar verboten, dass Beriebsfremde die Toiletten betreten.

So weit alles klar.

Dann dürfen Schwangere und Kinder aber weiter dorthin.

Obwohl diese üblicherweise betriebsfremd sein dürften.

Damit gilt das Schild also doch nicht so richtig.

Du gehst mit der Zusatzregel davon aus, dass deine Mitarbeiter in der Lage sind zu entscheiden, ob und wann doch mal jemand auf das Klo darf.

Dann ist aber das Schild sinnlos.

Es wirkt auf mich wie Frustabbau. Du hast dich geärgert und wolltest jetzt irgendendwas dagegen tun, also hast du ein Schild aufgehängt. Mit einer Regelung, die aber tatsächlich so nicht umgesetzt werden soll.

dancingman am :

Genau das habe ich mir auch gedacht. Hier werden Erwachsene Männer und Frauen ab der Menopause ausgeschlossen. Wobei letztere Gruppe nur sehr unscharf abgegrenzt werden kann. Und bei alten Leuten wird vielleicht auch mal eine Ausnahme gemacht.
Deine Mitarbeiter durften vorher entscheiden, wer es benutzen darf und auch jetzt noch außer erwachsene Männer, die dürfen nicht mehr.

Nicht Björn Harste am :

"Du hast schon kapiert, dass sich diese Räumlichkeiten tief in einem Gebäudeteil befinden, der von Kunden ohnehin nicht betreten werden darf?"

Asd am :

Ich kenne keinen einzigen Laden, in dem man als Kunde die Toiletten benutzen dürfte. Riesige Einkaufszentren mal ausgenommen, aber das ist auch etwas anderes.

Im äußersten Notfall muss man halt den Einkaufswagen kurz stehen lassen und zum nächsten Restaurant / Kneipe flitzen. Schnell eine Cola bestellen und auf dem Örtchen dort verschwinden.

Ulf am :

Oder wahlweise dort nur das Klo benutzen und einen entsprechenden Obolus entrichten. In vielen Kneipen hängt ein Schild mit dem Preis für die Klobenutzung für Nicht-Gäste, er schwankt zwischen 50 und 80 Cent.

wumpe 3.0 am :

http://www.die-nette-toilette.de/

Cray am :

Ich habe mal, weil wirklich plötzlich sehr dringend, angehalten und in einem Markt (irgendwas Lidl oder Aldi) gefragt. Ich wurde zwar zur und von der Toilette eskortiert, das ist aber absolut in Ordnung. Und ich war (im doppelten Sinne) extrem erleichtert, dass das Personal da so freundlich war. Das hätte sonst kein gutes Ende gegeben.

Insofern - ich kann die Anordnung verstehen, bin aber froh, dass das nicht alle so sehen.

Klaus am :

Klar, man trifft auf nette Verkäufer/innen, die einem da aushelfen. Aber auch da warst Du nicht auf einem Kundenklo und für den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin bedeutete diese Gefälligkeit ca. 5 Minuten nicht produktiv zu arbeiten. Also entweder nicht zu kassieren, Ware zu packen oder anderen Kunden bei der Suche nach Produkten zu helfen. Wenn das eher selten vor kommt und in dem Moment auch nicht zu viel zu tun ist, dann würde ich als Verkäufer Dir auch helfen. Wenn aber viel los wäre (viele Kunden, viel zu packen) oder aber wenn andauernd jemand mit einem solchen Wunsch käme oder wenn nach solchen Gefälligkeiten immer wieder das Klo unschön verschmutzt wäre, dann würde ich mir das sehr genau überlegen, wen ich da auf die Toilette ließe.

Ullli am :

Ich habe nichts gegen Betriebsfremde. Viele meiner Freunde sind Betriebsfremde. Aber diese Betriebsfremden da sind nicht von hier.

Anonym am :

Ui, Ulli alias Methusalix :-)

Frimiax am :

Über den Text des Schildes kann man streiten, über das Verbot nicht. Jeder von uns hat für jedermann zugängliche Toiletten benutzt und weiß, wie diese aussehen und riechen. Das mag manchmal am Reinungsmenschen liegen, häufig sind es aber die Benutzer, die beim Betreten sämtliche angeborenen und -erzogenen Hemmungen verlieren.
Wer vor dem Einkaufen nicht in der Lage ist, sich zuhause zu erleichtern, muss eben die Backen zusammen kneifen.
Wo erledigen denn Post- und Paketzustellerinnen ihre Bedürfnisse? Zum großen Teil gar nicht. Während der Arbeitszeit wird nichts getrunken, auch nicht bei 30° im Schatten!

dancingman am :

Und ebendiese dürfen bei uns auf die Toilette. Auch Radfahrer, die bei uns vorbei fahren, bekommen was zum Trinken, wenn deren Trinkflasche leer ist, genau so wie die Müllabfuhr einen Kaffee/Tee bekommt, wenn es beispielsweise regnet oder schneit oder eine Flasche Wasser im Sommer.
Ich finde das selbstverständlich, glücklicherweise sind wir nicht die einzigen, die so denken. Insgesamt aber zu wenige.
All das kommt selten vor aber es macht einen selbst und vor allem die anderen glücklich.
An Weihnachten bekommen die Müllabfuhr und Paketdienst ein Dankeschön, Handwerker bei und im Haus generell ein warmes Mittag- oder Abendessen oder Brötchen am Morgen.
Und in noch jedem Geschäft durfte ich auf Toilette gehen, wenn ich gefragt habe.

wumpe 3.0 am :

Früher auch der Postbote und die Eierfrau. Heutzutage ist, zumindest bei mir, fast jeden Tag ein anderer Bote unterwegs, so dass ich noch nicht mal den Namen kenne. Aber deren Betriebsklo ist auch nur 30 Meter entfernt. Eine Eierfrau habe ich nicht mehr. Aber die Frau vom Hof, die uns regelmässig frisches Hundefutter lieferte, durfte natürlich auch aufs Klo und hat nen Kaffee bekommen.

wupme am :

Sorry aber das glaubst du doch selbst nicht was du hier erzählst.

Von vorne bis hinten alles Abenteuerstunde bei dir.

dancingman am :

Das ist der Unterschied zwischen dem Leben auf dem Land und der zumeist anonymen Stadt. Und zusätzlich sind wir wann immer es geht draußen und haben Kontakt zu den Leuten, die hier vorbeilaufen.
Gerade eben den Arbeitern auf dem Grundstück nebenan, ein Telekom Verteilerhaus, wieder einen Kaffee gebracht. Die schneiden dort die Hecke.
Genau so, wie oben geschrieben, habe ich das beigebracht bekommen und genau so bekommen es unsere Kinder beigebracht.

Schade, dass es Leute gibt, die das nicht kennen und nicht einmal glauben können.

TOMRA am :

Einfach auf den Eimer im Hof verweisen und die paar Meter über die Querstraße sollten ernsthafte Aspiranten nicht abhalten.

Henkel am :

- Ist auch fragwürdig. Wie haben sich die Mitarbeiter in dem Zeitraum die Hände gereinigt? Sind die vom Klo am verstopften Waschbecken vorbei zum Brötchenwaschbecken gelaufen oder was? Rein interessehalber (dass zum späteren Prüfzeitpunkt repariert war, ändert an den Umständen ja erstmal nichts).
- Weshalb lässt du sympathisch erscheinende Kundengruppen ggf. rein, wenn diese Parallelnutzung mit Kunden und Mitarbeitern offenbar nicht zulässig ist? Und wenn zulässig, ist es schon sehr fadenscheinig, nach erstem Eindruck über einen höheren/niederen WC-Akutbedarf entscheiden zu wollen.

Petra Schwan am :

- Das Wasser lief langsam ab, das Waschbecken war also mit einer gewissen Vorsicht nutzbar. Außerdem gibt es auch noch eine Damentoilette und innerhalb des Kollegenkreises kann man sich da durchaus absprechen, dass das Händewaschen der Herren auch da erfolgen kann. Es gibt auch noch ein Waschbecken im Aufenthaltsraum.

- Das hat nichts mit sympathisch zu tun. Schwangere haben aufgrund der vergrößerten Gebärmutter ein ganz anderes Empfinden und eine ganz andere Blasensteuerung als Nichtschwangere. Und auch Kinder sind noch nicht immer in der Lage, ihre Blase zu kontrollieren und rechtzeitig Bescheid zu geben, wenn sie müssen. Hier geht es also nicht um "sympathisch" sondern um zwei Kundengruppen, von denen man weitgehend objektiv eben nicht erwarten kann, "ein paar Einkäufe zu erledigen, ohne zwischendurch pinkeln gehen zu müssen".

mk am :

Menschen mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung müssen sehr häufig auf den Pott (keine Sorge ist nicht ansteckend). Außenstehende können das leider nicht immer gut nachvollziehen und trifft regelmäßig auf absolutes unverständnis. Siehe auch hier: https://www.refinery29.com/de-de/2017/08/165821/mein-leben-mit-entzuendlichem-darm

Anonym am :

Anders als Kindern und Schwangeren sieht man Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Ihre Notbedürftigkeit aber nicht an. Das macht es für Björns Mitarbeiter schwierig, diese Menschen entsprechend zu identifizieren. Doch denke ich, dass man da mit einem offenen Wort als Betroffener auch weiter käme.
Abgesehen davon: es gibt statistisch in Bremen keine 1.500 Betroffenen einer Collitis Ulcerosa aber über 4.500 Schwangere und entsprechend mehr Kinder. Dass Björn jetzt nicht für jede irgendwie mögliche Ausnahme Anweisungen erteilen kann, versteht sich doch hoffentlich von selbst.

Anonym am :

Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) umfassen eine ganze Gruppe von zig Krankheitsbildern, so gehört z. B. Morbus Crohn auch dazu, und es sind ganz bestimmt noch ein paar Tausender mehr in Bremen.

Es ist schwerlich möglich, offen in der Öffentlichkeit über das Thema zu sprechen. Wenn jemand dringend auf den Pott muss und sagt: "Ich bin Darmkrank, kann ich ausnahmsweise mal aufs Klo?", dann denkt der Durchschnittsmensch doch spontan verständlicherweise über eine Ansteckung nach und stellt sich vor, dass demnächst alle Magen-Darm-Grippe haben, was natürlich Quatsch ist, aber woher sollen Außenstehende das wissen.

wumpe 3.0 am :

Jup, ein Kumpel, mit dem ich über alles reden kann, redet auch über ALLES, was dieses Thema bieten kann. Definitiv nicht lecker.

muwpe am :

Wie machen die ganzen chronisch Darmkranken das denn ansonsten, wenn sie unterwegs sind? Es gibt doch viele Ecken im Land, in denen es keine öffentlichen Toiletten gibt. Bleiben die immer in der Nähe ihres Zuhauses? Oder planen die ihre Wege und Ausflüge so, dass sie öffentlich erreichbare Bedürfnisanstalten in der Nähe haben?

Anonym am :

Diese ganzen CED (chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, s. a. https://www.zentralklinik.de/unsere-medizin/unsere-fachbereiche/gastro/patienteninformationen/chronisch-entzuendliche-darmerkrankungen.html) verlaufen in der Regel schubweise. In so einer Phase ist man locker mehr als 20 Mal auf dem Pott. Da will jeder Ausflug gut geplant sein, da bleibt man besser zu Hause.

In Zeiten der Remissionsphase sieht es besser aus, aber es ist doch oft zusätzlich eine Kopfsache. Geht doch jedem so, wenn du genau weißt, dass keine Toilette verfügbar ist, horchst du in dich hinein und musst zufällig, Stichwort "Toilettenpanik" (https://www.dccv.de/service/archiv/news/detail/News/toilettenpanik/).

Anonym am :

1. @Björn: schon mal daran gedacht, dass es auch einer der Trolls aus dem Blog gewesen sein könnte?

2. @alle: Das Argument Platz kam ja schon. Wo soll Björn bei seinen eh sehr beschränkten Flächen noch eine Kundentoilette anbieten? Dann müssen Kundentoiletten auch öfter gereinigt und kontrolliert werden, was wiederum Personal- und Kostenaufwand ist.
Und zu guter letzt: Björn ist ein Nahversorger! Die meisten seiner Kunden wohnen fußläufig entfernt und so ein Einkauf kostet sie wahrscheinlich selten mehr Zeit als eine halbe Stunde. Ich sch*** oder pi** doch auch nicht in die S-Bahn oder den Bus, nur weil es dort keine Toiletten gibt. Entweder plane ich die halbe Stunde bis Stunde Fahrt so, dass die Gefahr zu müssen gering ist oder ich steige aus und suche mir in der Umgebung etwas.

wumpe 3.0 am :

"2. @alle: Das Argument Platz kam ja schon. Wo soll Björn bei seinen eh sehr beschränkten Flächen noch eine Kundentoilette anbieten?"

Das Argument ist aber einfach. Einfach Platz machen. Weniger Ware und mehr Kundenfreundlichkeit. Niemand, und ich behaupte aus tiefster Inbrunst, NIEMAND!, zwingt ihn dazu, den Laden bis zum letzten cm² auszureizen. Für nen Aufbackofen usw. hats ja auch gereicht. Wieviel qm² hat der Laden eigentlich? Würde er unter die Berliner Regel fallen?

Soll jetzt kein Für oder Wider sein, einfach nur ne Anwort fürs "wo". Ob es sinnvoll, praktikabel, rechtens, moralisch ist, ist eine andere Frage.

Anonym am :

In Berlin gilt die Grenze "ab 400m2". Björns Laden hat 550m2 (vor dem Umbau, sind jetzt ein paar mehr). Von daher würde er darunter fallen. Allerdings gilt das in Berlin auch nur für Neueinrichtungen und Umbauten, für die eine Baugenehmigung fällig wird. Selbst, wenn die Regelung aus Berlin auch in Bremen gelten würde, bräuchte er keine Kundentoilette.

Dein zweiter Satz ist aber das entscheidende: es ist nicht nur nicht rechtlich vorgeschrieben, es ist auch nicht sinnvoll, praktikabel oder moralisch notwendig.

Martin am :

Und warum sollte Björn eine unproduktive Fläche mieten, beheizen und sauberhalten (und zuerst mal für viel Gled umbauen), wenn die dann 1-2x im Monat benutzt wird?
Björn als Unternehmer muss sowas abwägen.
Und nur weil ein paar berufsunzufriedene Jammerlappen ein riesiges Einkaufszentrum (das schon mehr Reinigungspersonal hat als Björn an Mitarbeitern für den Produktivbetrieb) mit Björns Laden für den Nahbereich vergleichen wollen, ist das noch lange kein Grund, ohne echten Kundennutzen Geld in die Hand zu nehmen.
Und während das Klo nur Geld kostet, kann man mit einem Regal in dessen Größe Waren verkaufen und Umsatz machen. So einfach ist das.

wupme am :

Ich glaub ja eher dass es sowieso nur zwei Trolle sind.

Einen der gerne andere User imitiert, momentan mich aber da fühle ich mich nur geehrt von. Vermutlich der Herr von der Telefonauskunft der ja schon mehrfach bewiesen hat dass er eine gespaltene Persönlichkeit besitzt.

Dann der Ex Mitarbeiter der hier regelmäßig Hasstiraden ablässt.

Bei beiden jedoch unbekannt wie viele dutzende Accounts sie wohl haben.

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