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2000 Tage Smokythek mit Touchscreen

Heute vor 2000 Tagen haben wir die neue Smokythek mit den beiden Touchscreen-Monitoren bekommen. Wenn schon modernisieren, dann richtig modernisieren – dachte ich damals, als ich mich von dem Gerät mit den haptischen Folientasten getrennt habe.

Fazit nach rund 5,5 Jahren im Einsatz: Ich würde so ein Gerät mit dem Touchscreen nicht noch einmal kaufen. Allerdings bin ich gerade nicht sicher, ob es die Version mit den Drucktasten überhaupt noch gibt; auf der Website des Herstellers (Harting) finde ich nur noch Geräte mit Bildschirm.

Warum ich so entscheiden würde, erkläre ich gerne: Die Geräte mit dem Monitor machen natürlich einen deutlich moderneren Eindruck als die alten Tastenfelder mit den Einsteckbildchen, das ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Aber die Einsteckbilder kann / konnte man zur Not mal selber basteln, und wenn es nur ein weißes Schild (ein Traum für den Gesetzgeber) mit der Sortenbezeichnung war. Damit war es relativ unkompliziert möglich, Sorten zu tauschen. Das geht jetzt so heute nicht mehr. Die Bilder können nur vom Hersteller geändert werden, was auch einen entsprechenden Akt in der Kommunikation voraussetzt. In der Vergangenheit wurden die Änderungen auf einen USB-Stick gespeichert, den wir per Post bekommen haben. Einstecken, einlesen, Update fertig.

Das mit den Steckbildchen war vielleicht immer etwas schraddeliger, aber dafür konnte man Änderungen immer mal eben schnell umsetzen.

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Kommentare

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Hans am :

Kostet die Änderung über den Hersteller auch noch Geld?

Malte am :

Die Datei kann man doch sicherlich Reverse-Engineeren...

Jane Doe am :

Wenn der Hersteller es richtig gemacht hat nicht.

Digitalisierungsgewinner am :

Schönes Beispiel für "dunkle Digitalisierung". Der Hersteller hätte ja auch einfach eine normalbedienbare Schnittstelle einbauen können, µC mit Wifi kosten heute keinen Euro mehr. Dann hättest du ein Bild hochladen können, Software hätte das ins richtige Format gebracht und gut ist. Aber nein, es werden total digital USB-Sticks rumgeschickt/gefahren.

Panther am :

Immerhin keine Disketten mehr, wie es gerade in der Industrie bei ohnehin extrem kostenintensiven Lösungen noch heute oft genug der Fall ist :-|

Heinz Wäscher am :

Noch 8" oder doch schon moderne 5¼" Disketten?

Panther am :

Es sind auch noch 3,5"er vertreten ;-)

TM am :

Ans Netz hängen muss jetzt nicht unbedingt sein.

Aber einen (geschützten, z.B. hinter einer abgeschlossenen Klappe) USB-Port und 2 Tasten ("Config auf Stick steichern", "Config vom Stick laden") und eine simple Software, mit der man die Konfiguration generieren/ändern kann, und dann per USB-Stick einspielt? Das wäre jetzt wirklich kein Problem...

Johann Dö am :

Schon mal auf die Idee gekommen dass der Hersteller genau das nicht will? Aus irgendwelchen Gründen?

Digitalisierungsgewinner am :

Na klar bin ich auf die Idee gekommen, dass der Hersteller genau das nicht will, nur betreibt der Hersteller dann dunkle Digitalisierung auf Kosten seiner Kunden.

Ein lokaler Webserver muss nicht am Internet hängen. Gibt genügend Geräte, die man ausschließlich lokal über Wifi konfigurieren kann. Wifi hat aber z.B. keine Buchse, die defekt werden kann.

Tintifax am :

@Digitalisierungsgewinner
Was verstehst du unter "dunkler Digitalisierung"?

Hannes am :

Vorweg: Ja, ich bin absolut nicht begeistert vom Rauchen. Es ist eine fürchterliche Sucht, die viel zu sehr gesellschaftlich akzeptiert ist und dabei gleichzeitig den Ärmsten noch am meisten das Geld aus der Tasche zieht. Ich habe vor 20 Jahren auch geraucht und ich bin selbst heute noch so froh, dass ich davon wieder losgekommen bin.

Nun zum eigentlichen Punkt: Ich würde gerne den Zugang zu Zigaretten erschweren. Das heisst, dass Zigarettenautomaten grundsätzlich weggehören und ich wäre persönlich dafür, dass Zigaretten nicht mehr in Supermärkten verkauft werden dürften. Es geht nicht darum, Zigaretten grundsätzlich illegal zu machen, aber das soll eben nicht ständig überall verfügbar sein. Aus meiner Sicht würde es reichen, wenn man Zigaretten in Tankstellen, Kiosken und Tabakläden kriegen könnte... Wie stehst du dazu? Sind Zigaretten ein relevanter Anteil am Gewinn? Was würdest du machen, wenn nun der Verkauf von Zigaretten in Supermärkten nicht mehr erlaubt wäre? Auch im Hinblick auf deine Investition in die Smokythek?

Björn Harste am :

Die Marge an Zigaretten ist recht übersichtlich. Solange wir Zigaretten verkaufen dürfen und Kunden diese auch bei uns verlangen, werden sie im Sortiment bleiben. Ein generelles Verkaufsverbot im klassischen LEH wäre mir sogar recht, denn neben dem hohen Wareneinsatz sind Tabakwaren aufgrund der hohen Werte sehr beliebte Beute bei Ladendieben und auch das bevorzugte Ziel von Einbrechern.

John Doe am :

Es ist die freie Entscheidung jeder "Ärmsten", sich für ihre Sucht "noch am meisten das Geld aus der Tasche zieh"en zu lassen.

Solange sie deshalb nicht rumjammern, das Bürgergeld sei zu niedrig, haben sie meinen Segen.
Du hingegen willst ihnen diese Freiheit wohl nehmen, sie paternalistisch zum Sparen zwingen. :-|

Auch bei Tabak werden "die Ärmsten" am Meisten darunter leiden, wenn der freie Verkauf eingeschränkt wird, spätestens dann, wenn die herstellerseitige Preisbindung wegfällt (siehe Alkoholpreise in Supermärkten vs. Tankstellen/Fachgeschäften). Kann man wollen, dann ist aber das Heucheln der Sorge um sie unredlich.

Hannes am :

Das ist natürlich völliger Bullshit. Es heisst nicht "Sucht", weil man mal eben so damit aufhören kann und weil das alles so mit Logik zu tun hat. Zigaretten sind ein extremes Suchtmittel, schlimmer noch als Alkohol. Der normale Alkoholiker trinkt zwar regelmässig, aber vielleicht nur alle paar Tage oder täglich am Abend. Raucher sind so süchtig, dass sie keine 2 Stunden ohne Zigarette aushalten. Nein, das ist keine freie Entscheidung.

"Die Ärmsten" bedeutet auch nicht Bürgergeld. "Die Ärmsten" kann auch die alleinerziehende Mutter sein, die gerade so über die Runden kommt. Vor allem will ich sie aber nicht zum sparen zwingen. Wer sein Geld für Mist ausgeben will, soll das gerne tun. Ich mache das in anderen Bereichen ja auch. Ich will, dass ich nicht mehr dadurch gestört werde. Ich rauche nicht, aber ich darf von den Rauchern die Kippen aufsammeln. Ich rauche nicht, aber ich muss deren Gestank mitertragen. Ich rauche nicht, aber ich bezahle den Rauchern ihre massiven Gesundheitskosten. Ich rauche nicht, bezahle aber die reduzierte Produktivität der anderen durch dutzende Raucherpausen mit.

Raucher werden in jungen Jahren geprägt. Kinder, deren Eltern rauchen, die in ihrer Umgebung Zigaretten sehen. Deswegen gehören Zigarettenautomaten verboten, weil sie den Kindern einen einfachen Zugang zu Zigaretten bieten (und nein, die Ausweisscanner bringen da nichts.) Deswegen will ich keine Zigaretten mehr im Supermarkt sehen, damit meine Kinder dort einen Kontaktpunkt weniger mit den Dingern haben.

Und ja, wenn es umständlicher ist, an Zigaretten heran zu kommen, wird es eine ganze Menge Leute geben, die mit dem Rauchen aufhören werden. Nein, die Helmut Schmidts dieser Nation werden wir damit nicht erreichen, aber alle, die ja "sowieso nur Partyraucher" sind oder "jetzt aber mal wirklich aufhören" wollen, haben dadurch eine reelle Chance.

Franz Joghurt am :

Ich wäre für das Vorgehen wie in Neuseeland. Allen Personen die am oder nach Tag X geboren wurden, wird der Kauf von Tabakwaren grundsätzlich untersagt. So nimmt man niemandem ein Recht, das er vorher besessen hätte und der bereits süchtige Rest kann weiter rauchen.

Raoul am :

Heidenei, da ist jetzt aber schon sehr viel Schwachsinn enthalten.

„Raucher sind so süchtig, dass sie keine 2 Stunden ohne Zigarette aushalten.“

Bullshit. Jeder Mensch ist unterschiedlich und es gibt genügend Raucher, mich eingeschlossen, die auch mal einen Tag nicht rauchen müssen (weil sie beispielsweise nach Amerika fliegen, krank sind oder sonstige äußere Umstände es nicht zulassen).

„Ich will, dass ich nicht mehr dadurch gestört werde. Ich rauche nicht, aber ich darf von den Rauchern die Kippen aufsammeln. Ich rauche nicht, aber ich muss deren Gestank mitertragen. Ich rauche nicht, aber ich bezahle den Rauchern ihre massiven Gesundheitskosten. Ich rauche nicht, bezahle aber die reduzierte Produktivität der anderen durch dutzende Raucherpausen mit.“

Hier wird‘s extra krude. Warum sammelst du deren Kippen auf? Wenn du nicht bei der Straßenreinigung arbeitest, sehe ich da wenig Veranlassung zu. Und dann würdest du dafür bezahlt werden. Abgesehen davon, daß Menschen alles Mögliche auf die Straße schmeißen, dafür braucht es keine Zigaretten.

Den Gestank anderer Menschen müssen auch Raucher ertragen, aber vielleicht können wir ja endlich auch den Zugang zu Knoblauch erschweren. Und ein verpflichtendes morgendliches Duschbad einführen.

Die Gesundheitskosten wirst du durch eine Verlagerung der Zigaretten weg vom Supermarkt wohl kaum drastisch senken. Aber die Raucher finanzieren durch die enorme Tabaksteuer dafür deinen nächsten Herzinfarkt. Jeder sollte einen verpflichtenden Anteil Gemüse pro Tag essen, um dem vorzubeugen! Ich will ja nicht sinnlos für anderer Leute Herzinfarkte zahlen!

„Reduzierte Produktivität“ – geträumte oder gefühlte Realität? Es gibt eine Vielzahl von Studien, die, um die Produktivität über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten, kleinere Pausen empfehlen. Entweder durch ein „Power Nap“, eine Kurzzeitablenkung wie Sudoku oder eben eine Zigarettenpause (das wird nicht ausdrücklich empfohlen, hat aber den selben Effekt). Und wenn du dir in die Hosen scheißt, weil jemand jetzt 5 Minuten Pause macht – Herrgott, dann tu‘s ihm doch gleich und mach halt auch 5 Minuten Pause.

Und übrigens: Ich habe damals als Kind mit dem Rauchen angefangen „weil‘s halt cool war“ und man als Kind gerne rebelliert. Ja, ist eben leider so. Aber speziell jetzt in Zeiten der Internetbestellungen hätte mich davon ganz gewiss nicht abgehalten, daß es keine Zigaretten mehr im Supermarkt gibt.

Cliff am :

Solange Drehtabak und Papers noch erlaubt sind, ist für mich alles gut. Auf Fertigzigaretten verzichte ich sowohl aus Überzeugung als auch aus Kostengründen.

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